Bangkok. Die Zahl der Toten, welche bei dem Hochwasser in Thailand ums Leben gekommen sind, ist auf über 500 angestiegen. Wie die Regierung in Bangkok mitgeteilt hat, starben bis zum Sonntag 506 Menschen. In den nördlichen Provinzen gingen die Pegel leicht zurück, in der thailändischen Hauptstadt bleibt die Situation jedoch angespannt. “Wenn alle Maßnahmen wie geplant ergriffen werden, können wir das Geschäftsviertel Bangkoks retten”, sagte Regierungschefin Yingluck Shinawatra in ihrer Fernseh- und Rundfunkansprache. In acht der 50 Bezirke Bangkoks hatten die Behörden Evakuierungen angeordnet. Betroffen sind davon rund 1,7 Millionen Menschen: In der Metropole leben insgesamt 12 Millionen Menschen. Thailand kämpft seit Wochen gegen das schlimmste Hochwasser seit rund 50 Jahren.
Berlin. Zoff zwischen Union und der SPD: Über Steuersenkungen will die Regierung diskutieren, doch das passt der SPD gar nicht – Notfalls wollen die Sozialdemokraten vor das Bundesverfassungsgericht ziehen und Klage einreichen. „Die Schuldenbremse in unserer Verfassung sieht vor, dass alle konjunkturell bedingten Steuermehreinnahmen zur Reduzierung des Staatsdefizits verwendet werden müssen.“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel der Zeitung “Bild am Sonntag”. Gabriel sagte, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plane für dieses Jahr 27 Milliarden neue Schulden. “Sollten CDU/CSU und FDP wirklich gegen diese Vorschrift im Grundgesetz verstoßen, wird die SPD eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen.”, sagte Gabriel der Zeitung (Onlineausgabe) weiter. Die schwarz-gelbe Koalition kommt am heutigen Sonntag zum Gipfel im Kanzleramt zusammen.
Genua. Die Unwetter in Norditalien finden kein Ende. Die italienische Stadt Genua wurde überschwemmt und gleicht einer Geisterstadt. Mindestens sechs Menschen kamen laut Medienmeldungen ums Leben. Es kam zu mehreren Erdrutschen, Überflutungen und viele Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Mehrere Straßenverbindungen mussten gesperrt werden. Genua gleicht einer Geisterstadt: Schulen blieben geschlossen und während dem Unwetter waren Autofahrten verboten. Für die Opfer stellte die Italienische Bischofskonferenz eine Million Euro Soforthilfe zur Verfügung. Erst vor wenigen Tagen hatte ein heftiges Unwetter schwere Schäden in Norditalien angerichtet, wo mindestens zehn Menschen ums Leben kamen.


