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10:00 | Nord-Süd-Bahn: Kosten-Explosion bei U-Bahn-Aufzug

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Köln (ksta). Die Verlegung des Aufzugs der neuen Nord-Süd-Bahn-Haltestelle Alter Markt in das „Rote Haus“ wird deutlich teurer als erwartet. Statt der kalkulierten 3,84 Millionen Euro kostet das Projekt mehr als sechs Millionen Euro – die Mehrkosten in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro muss die Stadt tragen. Die Kostensteigerung, über die die zuständigen Ratsausschüsse jetzt entscheiden müssen, markiert das vorläufige Ende eines langjährigen komplizierten Planungs- und Diskussionsprozesses.

Ursprünglich sollte der gläserne Aufzugsschacht nur etwa 2,50 Meter von der Fassade des „Roten Hauses“ (neben dem Treppenaufgang zum Rathaus) entfernt auf dem Alter Markt stehen. Kritiker bemängelten, dass der Aufzug dort zum städtebaulichen Störfaktor werden könnte, und so beschloss eine Ratsmehrheit 2006, die Anlage in das abzureißende und neu zu bauende „Rote Haus“ zu integrieren. Möglich wurde diese Lösung, weil auf Anregung des CDU-Verkehrsexperten Karsten Möring die Lage der unterirdischen Bahnsteige leichtverändert wurde. [WEITERLESEN

HINWEIS Bild: © KUKKSI ARCHIV | Kölner Stadt-Anzeiger: KSTA.de

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15:00 | Köln: Betriebe suchen noch Lehrlinge

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Köln (ksta). Für das Ausbildungsjahr 2011 gibt es noch rund 150 unbesetzte Stellen. „Insbesondere in der Gastronomie, im Einzelhandel, in den klassischen Büroberufen sowie in der Informationstechnik sind noch Stellen frei“,so IHK-Hauptgeschäftsführer Herbert Ferger. Roswitha Stock von der Bundesagentur für Arbeit betont, dass die Anzahl der Ausbildungsstellen einen Höchstwert erreicht habe: Mehr als 6900 gemeldete Ausbildungsstellen gibt es in diesem Jahr – ein Wachstum von fast sechs Prozent im Vergleich zu 2010.

Dagegen ist die Zahl der Bewerber um 4,6 Prozent gesunken. „Aufgrund des Mangels an Bewerbern konnten zahlreiche Unternehmen ihre angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen“, sagt Ferger. Tischlereimeister Georg Fröhlingsdorf hatte allerdings noch nie Probleme, einen Auszubildenden für seinen Betrieb NIK.Freund GmbH zu finden. Seine beiden Lehrlinge haben bei ihm ein Praktikum absolviert und daraufhin die Ausbildungsstellen in der Schreinerei bekommen. [WEITERLESEN]

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09:30 | Schuldneratlas: Jeder neunte Kölner überschuldet

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Köln (ksta). In Köln sind trotz einer leichten Entspannung nach wie vor deutlich mehr Menschen überschuldet als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Mit 11,59 Prozent liegt die Quote zwar geringfügig niedriger als im Vorjahr (11,75 Prozent), bundesweit hat die Wirtschaftsauskunftei Creditreform für ihren neuen Schuldneratlas dagegen eine Quote von lediglich 9,38 Prozent ermittelt. Eine Tatsache, die nach den Worten von Creditreform-Vertriebsleiter Alexander Nielsen allerdings für eine Großstadt wie Köln nicht ungewöhnlich ist. „Trotz aller Schwierigkeiten haben eine insgesamt ausgewogene mittelständische Struktur und der starke Finanzstandort zu der leicht positiven Entwicklung beigetragen“, erklärte Nielsen. Seit der Veröffentlichung des ersten Schuldneratlas hat sich die Quote in der Gesamtstadt um 0,77 Prozentpunkte verringert.

Mehr als 97 000 Frauen und Männer über 18 gelten nach der Definition der Creditreform in Köln als überschuldet – können also dauerhaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Dabei gibt es große Unterschiede zum Einen zwischen dem recht- und dem linksrheinischen Köln, zum anderen innerhalb der Stadtbezirke. Während linksrheinisch 10,18 Prozent der Menschen in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten sind , sind es auf der „schäl Sick“ 14,34 Prozent. Das Unternehmen hat den Schuldneratlas nach Postleitzahl-Bereichen strukturiert: Am besten schneiden danach Lindenthal und Sülz (Postleitzahl 50935) mit 4,06 Prozent ab, das Schlusslicht bilden Kalk und Höhenberg (51103) mit 21,53 Prozent. Dort ist demnach jeder fünfte Erwachsene überschuldet. [WEITERLESEN

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14:30 | Jarre: Möchtegern-Gigant der Sphären-Klänge

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Köln (ksta). Kunst oder Kitsch? Elektronik-Pionier Jean Michel Jarre setzt auch heute noch auf massenkompatible Sphärenklänge. In der Lanxess-Arena gibt er sich volksnah und freundlich - ein musikalischer Verführer und Hochstapler. Jemand hat Ihnen einen Luftballon geschenkt. Einen großen Roten. Was machen Sie? Lassen Sie ihn fliegen und freuen sich an dem satten, runden Farbklecks vorm Himmelsgrau? Oder nehmen Sie eine Nadel, stechen hinein und sagen: War doch nur warme Luft und Plastik? Mit eben dieser Frage sieht sich auch der Besucher eines Jean Michel Jarre-Konzerts konfrontiert. Er kann staunen, wenn sich Bühnennebel in flächigem Laserlicht ausbreitet, kann sich von den verträumten, hochtrabenden Melodien forttragen lassen, die der Meister auf monophonen Synthesizern erschafft. Oder er nimmt die Nadel zur Hand und sticht zu. Dann erscheint Jarres Auftreten als leer und pompös, mehr Kirmes als Klassik, mehr Kitsch als Kunst. [WEITERLESEN]

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12:00 | Köln: “Kap 686″ holt Skater weg vom Dom

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Köln (ksta). Gemütlich schlendern sie ihre Route um den Dom entlang. Sie haben die gleiche Uniform, dunkle Hose, hellgraues Hemd, das Abzeichen der Stadt Köln. Dennoch sind sie ein ungleiches Paar: Herr Paffrath, stämmig, mit stacheliger Gel-Frisur und Frau Leßwing, zierlich, mit langen rotblonden Haaren. Sie sind die Dom-Streife, Angestellte des städtischen Ordnungsdienstes, und möchten ihre Vornamen nicht in der Zeitung lesen. Es geht um Straßenmusiker, Bettler, potenzielle Umweltverschmutzer, Wildpinkler – wie der zweiköpfige Adler des Stadtwappens müssen die beiden die Augen offen halten, informieren, diskutieren und verwarnen. Heute suchen sie vor allem eins: die letzten Skater der Domplatte. Diese Freizeitsportler sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Dispute. Mit unterschiedlichsten Maßnahmen ging die Stadt gegen das Rollbrettfahrerproblem auf dem Roncalliplatz vor. Die letzte war Mitte Juli die Eröffnung des „Kap 686“, einer neuen Skateranlage direkt am Agrippinaufer im Rheinauhafen. [WEITERLESEN

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08:00 | Religionen: Liebe auf Nummer sicher

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Berlin (ksta). Auch heute noch spielt bei manchen jungen Leuten die Religion bei der Partnerwahl eine große Rolle – und sie scheuen häufig das Risiko. Liebe kennt keine Grenzen – sollte man meinen. Aber das ist falsch. Es gibt die in manchen Fällen nicht zu überwindende Grenze des Glaubens. Die unterschiedliche Konfession ist für einige Paare ein echtes Hindernis, auch unter jungen Leuten, bei denen man eigentlich denken würde, dass ihre Generation solche althergebrachten Zwänge längst hinter sich gelassen hat. In meinem Freundeskreis, der geprägt ist durch viele unterschiedliche Nationalitäten und Glaubensrichtungen, regiert zum Teil immer noch das religiöse Bild der Eltern, das die Heirat mit einem Andersgläubigen verbietet. Ein unterschiedlicher Glauben stellt hier auch heute noch einen unerwünschten Störfaktor dar, der nur überwunden werden kann, wenn der Partner die Religion wechselt.[WEITERLESEN]

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21:30 | Ausstellung in Köln: Das Lob der Faulheit

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Köln (ksta). Cosima von Bonin beendet ihre Europa-Tournee „Cut! Cut! Cut!“ im Museum Ludwig. Im Finale in Köln sind über 70 Arbeiten versammelt. Die Abschlussschau der „Lazy Susan Series“ mutet in der bunten Gedrängtheit fast wie ein Sit-in der Occupy-Bewegung an, die sich ins Museum verirrt hat. Ein Sit-in allerdings kurz vor dem Mittagsschläfchen. Oder handelt es sich bereits um Burn-out? Das bleibt dem Betrachter überlassen. Nach Rotterdam, Bristol und Genf endet das an ein „Work in Progress“ angelehnte Projekt in Köln. Für jede Institution entwickelte Cosima von Bonin eine eigene Situationsbühne. Die Besetzungsliste duldete hier und da minimale Personalwechsel, ältere Inszenierungen trafen auf atelierfrische Installationsideen. Im Finale im Museum Ludwig sind über 70 Arbeiten versammelt. Dazu gehören auch Neuproduktionen und selten gezeigte Werke aus Privatsammlungen. Die chronisch erschöpfte Kuscheltierfamilie ist nun in die Stadt zurückgekehrt, in der die internationale Karriere der 1962 geborenen Konzeptkünstlerin begann.  [WEITERLESEN]

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19:30 | Beach Boys: Brian Wilsons verschollenes Lächeln

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Hawthorne (ksta). Lange bevor Kapitän James Cook den Strand von Kaua’i betrat, beteten die Hawaiianer zu ihren Göttern. Hohe Wellen wünschten sie sich. Dann stachen sie mit ihren Surfboards in See, um majestätisch auf dem großen Ozean dahinzugleiten. Vielleicht klang das Surf-Gebet der alten Hawaiianer wie „Our Prayer“, den bewusstseinserweiternden Choral, mit dem die Beach Boys ihr großes, verlorenes Album „Smile“ feierlich eröffnen. Jetzt ist „Smile“ endlich erschienen, 44 Jahre nach dem geplanten Veröffentlichungsdatum. In den Jahrzehnten seiner geisterhaften Existenz ist das unbekannte Meisterwerk des Beach-Boys-Kopfs Brian Wilson zum Mythos verklärt worden, zum Fliegenden Holländer auf den Meeren der Popkultur, irrlichternd, unerlöst. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verweltlichte das hawaiianische Wellenreiten zur vorherrschenden Jugendkultur der gegenüberliegenden kalifornischen Küste. [WEITERLESEN]

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15:30 | ‘BAP’-Sänger: Gute Wünsche für Niedecken

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Köln (ksta). Die Nachricht von Wolfgang Niedeckens Erkrankung schockiert zahlreiche Menschen. Gleichzeitig hoffen sie auf eine baldige Genesung des Künstlers. Das bekunden viele auch in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat einige Kommentare gesammelt und Stimmen von prominenten Weggefährten und Kollegen Niedeckens eingeholt. Auf der Homepage von Niedeckens Band BAP waren am Freitagnachmittag 558 Kommentare zur Pressemitteilung seines Managements zu lesen, in der auch von der Verschiebung der Konzerttermine die Rede war. Dort schreibt eine Userin: „Ich bete für dich und deine Familie.“ Ein anderer Fan nimmt folgendermaßen Anteil: „Auch aus Italien die allerbesten Genesungswünsche für dich, Wolfgang. Du begleitest mich nun schon 30 Jahre – eine verdammt lange Zeit! Mach et joot und komm schnell wieder!“ Auch auf der Facebook-Fanseite von BAPhinterlassen die Fans Wünsche für den 60-Jährigen. [WEITERLESEN]

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10:30 | Westernhagen: Das Kreuz des Marius

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Düsseldorf (ksta). Ein gepflegtes Selbstbewusstsein ist keine Schande. Man muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, wenn es denn tatsächlich eine Leuchtkraft hat, die weithin strahlt. Nur ist das mit der Leuchtkraft von Marius Müller-Westernhagen, dem Schauspieler („Theo gegen den Rest der Welt“) und Popsänger, so eine Sache – die einen sagen so und die anderen sagen so. Aber eines ist unstrittig bei seinen Fans und bei den anderen Erdbewohnern: An gesteigertem Selbstbewusstsein herrscht bei dem Mann, der 1949 in Düsseldorf geboren worden ist, kein Mangel. „Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz“ – das behauptete er im Jahr 1978. Allerdings führte diese Ansage in eine völlig falsche Richtung. Monarchie? Das kann doch fast jeder. Doch dann kam 1989 der Song „Halleluja“ heraus und knapp zehn Jahre später „Radio Maria“. [WEITERLESEN]

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