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20:00 | Auseinandersetzungen zwischen Thailand und Kambodscha um den Grenzverlauf an dem Preah Vihear

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Khon Kean. Nach einem starken Feuergefecht an der thailändisch,- kambodschanischen Grenze um die Preah-Vihear  Tempelanlage, am vergangenen Freitag, kamen wieder  Menschen ums Leben. Der Preah- Vihear Tempel gehört seit Juli 2008 zum Weltkulturerbe und wird von beiden Ländern beansprucht.

Obwohl am Samstag eine Waffenruhe vereinbart wurde, kam es am Sonntag erneut zu Auseinandersetzungen und Gefechten, was die Flucht mehreren tausend Anwohner zur Folge hatte.  Am gestrigen Montagmorgen waren zum vierten Mal Schüsse zu hören die von beiden Seiten der Armeen ausgingen. Von kambodschanischer Seite sprach der Außenminister Hor Namhong Sen, von 5 Toten und 45 verletzten Landsleuten, außerdem sei durch den Artilleriebeschuss  der thailändischen Armee der Tempel getroffen worden und ein Flügel der Anlage zusammen gestürzt.

Nach unbestätigter Meldung gab es auf der thailändischen Seite nur zwei Tote, darunter ein Dorfbewohner. Kambodscha hat sich wiederholt an die Vereinten Nationen in New York gewandt und um Unterstützung gebeten. Die thailändische Seite  schickte einem Brief an den UN-Sicherheitsrat und berichtete von wiederholt und nicht provozierten Angriffen, der kambodschanischen Soldaten. Eine internationale Einmischung lehnt Thailand  ab und beruft sich auf eine Lösung der bilateralen Verhandlungsforen. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich am Sonntag  und forderte die beiden Staaten zur Zurückhaltung, so wie  zur Beendigung der Kämpfe auf.

Preah-Vihear Tempel: Errichtet im 11. Jahrhundert  und 1962 durch den internationalen Gerichtshof Kambodscha zugesprochen.  Einen Teil der Umgebung der Tempelanlage beansprucht die thailändische Seite und verlangt die Änderung des Grenzverlaufes. Unter Protest der thailändischen Regierung hat im Juli 2008, die UNESCO die Anlage zum Weltkulturerbe erklärt. Es gibt immer wieder Gefechte und Provokationen in diesem Gebiet und deshalb wird dort von beiden Seiten, tausende Militärtruppen stationiert.

Bild: © KUKKSI | Tobias Tegel (Redaktion Thailand)

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