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22:00 | Obama verfolgte Tötungseinsatz live im Weißen Haus

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Washington. Die USA feiert ihren Triumph gegen die Terrororganisation Al-Qaida. Immer mehr Informationen über die monatelang geplante Aktion gelangen an die Öffentlichkeit. Der finale Schlag wurde dabei live ins Weiße Haus übertragen. Erste ernstzunehmende Hinweise auf Bin Ladens Aufenthaltsort gab es vor vier Jahren, als die CIA Bin Ladens Boten identifizieren konnten. Die Informationen kamen von Terrorhäftlingen in Guantanamo und weiteren Gefängnissen der CIA in Osteuropa. Es dauerte bis August 2010 bis die USA auch den Wohnort des Boten herausfanden: Ein aufwändiger Gebäudekomplex in Abbottabad, Pakistan. Dort wohnte der Mann mit seinem Bruder. Es wurde vermutet, dass sich auch Al-Qaida Chef Bin Laden dort aufhält.

Mitte Februar diesen Jahres dann verdichten sich die Pläne für einen Einsatz, für den die Eliteeinheit der Navy Soldaten eingesetzt werden sollen. Es wird ein exakter Nachbau des Anwesens fertiggestellt, in dem der Einsatz geprobt werden kann. Montag Nacht um 1 Uhr Ortszeit kommt es dann zur Invasion der Soldaten in die Villa, in der sich vier Männer, neun Frauen und 23 Kinder aufhalten. Unter ihnen auch bin Laden. In einer gewaltsamen Auseinandersetzung wird bin Laden von einem US-Soldaten getötet. Per Videokonferenz wird der Einsatz ins Weiße Haus übertragen, wo Präsident Obama und seine engsten Mitarbeiter, darunter auch US-Außenministerin Clinton das Ende Bin Ladens live mitverfolgten. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

Bild: © Screenshot Geo tv / YouTube

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15:30 | Kandahar: Massenausbruch aus Gefängnis von Taliban

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Kabul. In einem afghanischen Gefängnis in Kandahar kam es am Sonntag zu einem Massenausbruch. Rund 500 radikale Islamisten konnten durch einen Tunnel fliehen. Fast alle Insassen sind Mitglieder der radikalislamistischen Taliban. Fünf Monate lang sollen die Befreier im Untergrund des Gefängnisses gegraben haben, direkt unter die Abteilung für politische Gefangene, berichtet die BBC. Insgesamt wurden ein Drittel der Gefängnisinsassen befreit und mit Fahrzeugen zu Taliban-Stützpunkten gebracht.

Taliban-Sprecher bestätigten nach Angaben von ZEITonline, dass unter den Ausgebrochenen rund 100 Anführer seien. Die afghanische Regierung spricht derweil von einer Katastrophe. Einige der Geflohenen konnten wieder eingefangen werden. Dennoch ist der Massenausbruch ein Rückschlag für das sich im Aufbau befindenden Sicherheitssystems und vor allem für die Pläne ausländische Truppen im Juli schrittweise aus dem Land abzuziehen. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

Bild: © KUKKSI

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16:40 | Japan: Serie von Erdbeben erschüttern Tokio

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Tokio. Die Erdbeben in Japan hören nicht auf. Am Donnerstag hat es nach US-Angaben an der japanischen Küste ein Beben der Stärke 6,3 gegeben. In der Hauptstadt Tokio schwankten nach Berichten von Augenzeugen die Gebäude. Eine Tsunamiwarnung wurde bisher noch nicht herausgegeben. Das Epizentrum lag etwa 60 Kilometer östlich von Tokio. Zuvor gab es vier Erdbeben vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu, heißt es weiter. Seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami am 11. März wurde Japan immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht.  Nachrichten auch bei FACEBOOK!

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16:30 | USA suchen Asylland für libyschen Machthaber al Gaddafi

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Tripolis. Während der Krieg in Libyen immer noch kritisch ist, suchen die USA schon mal ein Asylland für Gaddafi. Sie wollen ihm damit seinen Abgang erleichtern. Wie die “New York Times” berichtet, suchen die USA und deren Alliierte nach einem Exil für den libyschen Machthaber al Gaddafi, vorzugsweise in Afrika. Dies scheint aber eher eine verfrühte Hoffnung, da der Diktator keine Intention zum Verlassen seines Landes hat und es von Seiten der Rebellen immer noch keinen adäquaten Nachfolger gibt.

Die USA will mit der Suche nach einem geeigneten Asylland Gaddafi einen attraktiven Ausweg anbieten, für den Fall dass er den Krieg in seinem Land nicht gewinnt. Als ein geeignetes Land gilt in diesem Fall ein Land, dass sich vertraglich nicht dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verpflichtet hat, vor welchem Gaddafi für einen Anschlag in Schottland 1988 vermutlich vorgeführt werden soll. Wenn der Diktator in ein afrikanisches Land ohne das sogenannte “Rom-Statut” ausgewiesen wird, kann er nicht aufgrund von Straftaten an die Internationale Gemeinschaft ausgeliefert werden und könnte somit immer noch eine Teilmacht in Libyen behalten.

Währenddessen ist die Situation in der Rebellenstadt Misurata östlich von Tripolis sehr kritisch. Nach Angaben von Reportern der NYT setzen die libyschen Regierungstruppen Streumunition in der dicht besiedelten Stadt ein. Das macht den Einsatz der NATO natürlich komplizierter, denn Streubomben sind Bomben oder Granaten, die sich in der Luft öffnen und viele kleine Sprengsätze freisetzen. Um Zivilopfern vorzubeugen setzten die Alliierten ihrerseits nur gezielte Präzisionsbomben ein. Nach Vermutungen der “FAZ Online” soll es aber auch an diesen knapp werden. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

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13:30 | Ägypten: Ehemaliger Diktator Mubarak festgenommen

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Kairo. Der ehemalige ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde festgenommen und muss nun vorläufig 15 Tage in Untersuchungshaft. Gegen ihn und seine beiden Söhne laufen Ermittlungsverfahrung wegen Korruption und Machtmissbrauch. Der gestürzte Diktator muss sich nun auch für die Niederschlagung der Proteste Anfang des Jahres rechtfertigen. Die Befragung des 82-Jährigen musste allerdings unterbrochen werden, da Mubarak an einem Herzproblem leidet.

Die Vernehmung wurde aber im Krankenhaus fortgesetzt. Währenddessen protestierten nach Angaben von “Spiegel Online” rund 2000 Menschen vor dem Gerichtsgebäude von Scharm al-Scheich für die Festenahme der beiden Söhne Gamal und Alaa, welche zuvor von der Kairoer Staatsanwaltschaft dorthin gebracht wurden. Nach der Entmachtung der Familie Mubarak am 11. Februar waren sie in den Badeort Scharm al-Scheich gezogen. Husni Mubarak, so wie seine Söhne bestreiten bisher sämtliche Vorwürfe. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

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11:50 | Libyen: Ende des Krieges nicht in Sicht

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Tripolis. Je länger der NATO Eingriff in Libyen dauert, desto auswegloser scheint er. Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Zu Beginn der Erhebung der Flugverbotszone schien ein schnelles Ende des Krieges nicht unrealistisch, die NATO erhoffte sich eine militärische Schwächung des Diktators Muammar al-Gaddafi und folgend Verhandlungsbereitschaft seinerseits. Doch die Macht des Despoten ist ungebrochen und er führt den Krieg weiter - auch ohne Luftwaffe. Er hat Geld, er hat Waffen und er findet Unterstützung in der Bevölkerung.

Seine Truppen haben nunmehr die strategisch wichtige Stadt Ajdabiya eingeschlossen, berichtet der Fernsehsender Al-Dschasira. Die Rebellen äußern zunehmend ihren Unmut über den Militärangriff der NATO, zumal schon zweimal ungewollt Rebellengruppen getroffen wurden. Gaddafis Truppen machen es der internationalen Intervention nicht leicht, tarnen sich als Zivilisten, parken Panzer vor Schulen und Moscheen und benutzen menschliche Schutzschilde. Die Diskussion innerhalb der NATO-Staaten über den Einsatz von Bodentruppen wird nun wieder aufgenommen. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

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22:35 | Lampedusa: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

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Rom. In der Nacht zu Mittwoch kenterte ein Flüchtlingsboot zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa. Auf dem 13 Meter langen Fischerboot befanden sich bis zu 300 Personen aus Somalia und Eritrea. Das Boot war vor zwei Tagen aus dem von Lampedusa 300 Kilometer entfernten Libyen ausgelaufen. Hoher Seegang und bis zu 3 Meter hohe Wellen brachten das Boot zum kentern.

Nach Angaben von sueddeutsche.de werde nach Überlebenden gesucht, allerdings wird angenommen, dass bis zu 250 Passagiere ertrunken sind, darunter auch viele Frauen und Kinder. Der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika nach Europa ist seit den politischen Auseinandersetzungen in mehreren Ländern wieder stark angestiegen. Seit Anfang des Jahres seien mehr als 18.000 Menschen auf der 20 Quadratkilometer großen Insel Lampedusa eingetroffen. Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström plädiert für eine Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU, um vor allem Italien zu entlasten. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

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13:00 | Japan: Zwei Leichen im AKW Fukushima gefunden

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Tokio. Im havariertem Atomkraftwerk Fukushima I wurden erstmals zwei Leichen gefunden. Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco sind die beiden Männer im Alter von 21 und 24 Jahren wahrscheinlich bei dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami am 11. März ums Leben gekommen. Radioaktive Verstrahlung als Todesursache sei wohl nicht der Fall. Die Leichen wurden bereits am Mittwoch gefunden und mussten vor der Übergabe an Angehörige erst dekontaminiert werden.

Neue Probleme macht ein etwa 20 Zentimeter langer Riss im Betonsockel des Reaktors 2. Dort sickert hoch radioaktives Wasser direkt in den Pazifik. Die Strahlenwerte betragen laut ZDF heute Journal unter Berufung auf die Betreiberfirma Tepco rund 1000 Millisievert pro Stunde. Als Beispiel gelten in der EU Richtlinien für Strahlenwerte, denen die Bevölkerung quasi risikofrei ausgesetzt werden kann. Bei der Allgemeinbevölkerung beträgt der Grenzwert 1 Millisievert pro Jahr, bei Menschen die beruflich strahlenexponiert sind 20 Millisievert. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

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23:55 | Bolivien: Kampf gegen Drogenhandel mit Dünger

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La Paz. Bei der Bekämpfung gegen den Drogenhandel wird die bolivianische Regierung kreativ: konfiszierte Kokapflanzen sollen zu Dünger verarbeitet werden. Jedes Jahr beschlagnahmen die Behörden fast 700 Tonnen des illegalen Koka, berichtet die britische Zeitung The Guardian. Luis Cutipa, der Drogenbeauftragte der Regierung hofft durch die Entwicklung eines Düngers aus Kokapflanzen den Drogenhändlern das Gewächs als Rohstoff zu entziehen. Er denkt, dass die Pflanze Potential für die industrielle Produktion von Dünger hat.

Mit den beschlagnahmten Pflanzen führt die Regierung jetzt Experimente durch und stellt fest, dass eine Kompostmischung aus Koka, Hausmüll, Baumblättern und Hühnermist ein hervorragender Dünger ist. Die gedüngten Pflanzen gedeihen besser als die konventionell behandelten. Trotz dieses kleinen Erfolges glaubt Kathryn Ledebur, Leiterin des Andean Information Networks noch nicht an einen großen Durchbruch im Kampf gegen Drogenhändler, denn die Nachfrage nach solchem Dünger müsste international vorhanden sein und nicht nur im Land, schreibt The Guardian. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

Bild: © guido-westerwelle.de

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23:40 | RWE klagt gegen die Abschaltung des AKW Biblis A

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Kassel. Eine Regierung sieht sich des öfteren der Kritik der Lobbypolitik ausgesetzt, zurecht finden viele Bürger und fordern Konsequenzen aus dem Atomdesaster in Japan. Das Volk spricht, die Regierung lässt die sieben ältesten Atommeiler vorübergehend abschalten. Und die Wirtschaft? Der Energiekonzern RWE, Betreiber des hessischen Atomkraftwerks Biblis A reicht Klage gegen das Land ein.

“Für eine Betriebseinstellung fehlt die rechtliche Maßgabe” zitiert zeit.de aus einer Mitteilung des Konzerns. Während man munkelt, Koalitionspolitiker gehen nicht davon aus, dass die sieben Meiler wieder ans Netz gehen, will RWE das verhindern, schließlich wurde Biblis A gerade erst modernisiert. Eine solches Gerichtsverfahren kann sich lange hinziehen und anfallende Kosten trägt unter Umständen der Steuerzahler. Das Unternehmen E.on, das Anteile an 11 der 17 Atomkraftwerke hat sieht die Erfolgschancen eines juristischen Verfahrens eher gering und hat bisher keine Klage eingereicht. Nachrichten auch bei FACEBOOK!

Bild: © KUKKSI

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