07:30 | KUKKSI REGIONAL: Nachrichten aus Köln (07.11.2011)

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Köln (ksta). Gemütlich schlendern sie ihre Route um den Dom entlang. Sie haben die gleiche Uniform, dunkle Hose, hellgraues Hemd, das Abzeichen der Stadt Köln. Dennoch sind sie ein ungleiches Paar: Herr Paffrath, stämmig, mit stacheliger Gel-Frisur und Frau Leßwing, zierlich, mit langen rotblonden Haaren. Sie sind die Dom-Streife, Angestellte des städtischen Ordnungsdienstes, und möchten ihre Vornamen nicht in der Zeitung lesen. Es geht um Straßenmusiker, Bettler, potenzielle Umweltverschmutzer, Wildpinkler – wie der zweiköpfige Adler des Stadtwappens müssen die beiden die Augen offen halten, informieren, diskutieren und verwarnen. Heute suchen sie vor allem eins: die letzten Skater der Domplatte. Diese Freizeitsportler sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Dispute. Mit unterschiedlichsten Maßnahmen ging die Stadt gegen das Rollbrettfahrerproblem auf dem Roncalliplatz vor. Die letzte war Mitte Juli die Eröffnung des „Kap 686“, einer neuen Skateranlage direkt am Agrippinaufer im Rheinauhafen. [WEITERLESEN]

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Köln (ksta). Mehrere Polizisten sind in der Nacht zu Sonntag verletzt worden. Die Beamten waren ins Gewerbegebiet Pesch zu einer Schlägerei während einer Hochzeitsfeier gerufen worden. Als sie Beamten gegen 0.30 Uhr eintrafen, hielten sich einige Veranstaltungsbesucher auf der Straße auf. Die Polizisten wollten, begleitet von Diensthundeführern, den Veranstalter aufsuchen, um abzuklären, ob es während der Party zu von Straftaten gekommen sei oder Gäste Anzeigen erstatten wollen. Dabei eskalierte die Lage. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurden die beiden Diensthunde im Eingangsbereich von zwei 27 und 35 Jahre alten Verdächtigen mit Faustschlägen und Tritten angegriffen. Eine Beamtin erlitt ebenfalls einen Schlag in das Gesicht. Die Hunde setzten mit Bissen zur Wehr. Die beiden Angreifer und ein Unbeteiligter (43) wurden dabei verletzt. [WEITERLESEN]

Köln (ksta). Kunst oder Kitsch? Elektronik-Pionier Jean Michel Jarre setzt auch heute noch auf massenkompatible Sphärenklänge. In der Lanxess-Arena gibt er sich volksnah und freundlich – ein musikalischer Verführer und Hochstapler. Jemand hat Ihnen einen Luftballon geschenkt. Einen großen Roten. Was machen Sie? Lassen Sie ihn fliegen und freuen sich an dem satten, runden Farbklecks vorm Himmelsgrau? Oder nehmen Sie eine Nadel, stechen hinein und sagen: War doch nur warme Luft und Plastik? Mit eben dieser Frage sieht sich auch der Besucher eines Jean Michel Jarre-Konzerts konfrontiert. Er kann staunen, wenn sich Bühnennebel in flächigem Laserlicht ausbreitet, kann sich von den verträumten, hochtrabenden Melodien forttragen lassen, die der Meister auf monophonen Synthesizern erschafft. Oder er nimmt die Nadel zur Hand und sticht zu. Dann erscheint Jarres Auftreten als leer und pompös, mehr Kirmes als Klassik, mehr Kitsch als Kunst. [WEITERLESEN]

Kölner Stadt-Anzeiger: KSTA.de

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