Berlin (ksta). Der Kurswechsel in der Mindestlohnfrage ist in Teilen der Union auf scharfe Kritik gestoßen. Der Vorstoß sei „ordnungspolitisch nicht vertretbar“, sagte der Chef der Mittelstandsvereinigung, Hans Michelbach. Die SPD zweifelt an der Ernsthaftigkeit des Vorhabens. Nach jahrelanger Ablehnung eines allgemein gültigen Mindestlohns hat die CDU-Spitze in der Frage eine Kehrtwende vollzogen und damit eine kontroverse Debatte innerhalb der Koalitionsparteien ausgelöst. Auf dem in Kürze anstehenden CDU-Bundesparteitag wird die Antragskommission eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze vorschlagen, die sich an den Mindestlöhnen in der Zeitarbeitsbranche orientieren soll. Diese liegen bei 7,79 Euro im Westen und 6,89 Euro in den östlichen Bundesländern. Die genaue Höhe der allgemeinen Lohnuntergrenze soll eine Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften aushandeln. [WEITERLESEN]
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