09:30 | Zivilprozess: Horst-Werner Nilges klagt gegen RTL

20-rtl-sendezentrale-2.jpg

Köln (ksta). 70 000 Euro Schadensersatz bekam Lisa Loch dafür, dass Stefan Raab sie in „TV Total“ wegen ihres Namens verspottet hatte. 6000 Euro Schmerzensgeld erhielt Fernsehzuschauerin Dana Gottschalk, weil Oliver Pocher bei „Wetten, dass…?“ über ihr Aussehen gewitzelt hatte. Auf solche Urteile beruft sich Horst-Werner Nilges. Der 57-jährige Frührentner aus Osterode, den manche nur „Knöllchen-Horst“ nennen, hat RTL auf 4000 Euro Schadensersatz verklagt, weil er sich durch eine Ausgabe der Sendung „Die zehn verrücktesten Deutschen“ verunglimpft sieht. Am Mittwoch erschien er ebenso wie ein Rechtsanwalt des Kölner Privatsenders vor dem Amtsgericht. Der Versuch einer gütlichen Regelung ist gescheitert.

Am 16. November will Richter Tim Behrend das Urteil verkünden. Ein gewisses Verständnis für den Kläger ließ er bereits erkennen: Zwar habe Nilges eingewilligt, ihn zu filmen, aber nicht gewusst, dass die Aufnahmen für die fragliche Sendung verwendet würden – einer Sendung, in der er sich von harmlos „verrückten“ Leuten, die ihre Wohnung im Kuhfelldesign gestalten oder die Weihnachtsbeleuchtung das ganze Jahr über brennen lassen, als unsympathischer, querulatorischer Biedermann abhebe. Eine besondere Note erhält der beanstandete Beitrag, weil sich Dolly Buster in einer Art Vorspann mit den Worten vernehmen lässt, dass Nilges in vier Jahren 20 000 Anzeigen erstattet habe, mache ihn bestimmt „geil“. [WEITERLESEN]

HINWEIS Bild: © KUKKSI ARCHIV | Kölner Stadt-Anzeiger: KSTA.de

10-facebook-klein.jpg

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.