
MONTAG (17.10.11). Die Megaflut hat das Zentrum Bangkoks nicht erreicht, am Sonntag wurden Nonthaburi und Ayutthaya überflutet. Dort stehen die Menschen bis zur Brust im Wasser, wie Medien in Thailand melden. In Bangkok stehen die Außenbezirke unter Wasser. Das Industriegebiet in Ayutthaya sei komplett überschwemmt. Mehr als 200 Fern- und Landstraßen sind in Thailand überflutet, der Verkehr ist teilweise zum Erliegen, der öffentliche Nahverkehr wurde im Norden des Landes gesperrt und der Schaden ist enorm: Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird erst nach dem Hochwasser sichtbar sein. Es sind nicht nur die Wassermassen, welche den Menschen in Thailand derzeit Sorgen bereiten.
DIENSTAG (18.10.11). Seit Wochen brodelt der Vulkan auf der kleinsten Insel der Kanaren: Die Bewohner wurden evakuiert und im Urlaubsort La Restinga wurde ein Hafen geschlossen. Seit Anfang des Jahres wird El Hierro immer wieder von Erdbeben heimgesucht: Insgesamt soll es rund 10.000 Erschütterungen gegeben haben. Die meisten Erdbeben fanden unter dem Meer statt und waren für die Bewohner daher kaum spürbar. Das Südende der Insel dürfen Flugzeuge nicht mehr überfliegen: Der Flug- und Schiffverkehr ist auf der Insel erheblich beeinträchtigt. Auch Journalisten wurden angewiesen, dass betroffene Gebiet zu verlassen. Über dem Meer vor La Restinga wurden Spuren von Vulkanasche entdeckt. Anfang vergangener Woche hatte sich dann ein erster Krater geöffnet. Es soll aber keine Gefahr durch den befürchteten Vulkanausbruch ausgehen.
MITTWOCH (19.10.11). Der Fluglotsenstreik in Griechenland hat auch Auswirkungen im Flugverkehr in Deutschland: Mehrere Flüge wurden verschoben und tausende Passagiere waren davon betroffen. Aus und nach Griechenland wurden in München rund 20 Flüge gestrichen. Bei einigen Fluggesellschaften kehrt wieder Normalität ein, wie beispielsweise bei Germanwings. Am Athener Flughafen fielen bis zum Mittag 150 Flüge aus. Der Streik in Griechenland hat das öffentliche Leben in dem hochverschuldeten Land lahmgelegt. Läden, Ämter, Ministerien und Schulen blieben in Griechenland geschlossen. Die Menschen protestieren in Griechenland gegen die heftigen Sparmaßnahmen der Regierung. Das Athener Parlament soll am Donnerstag ein weiteres drastisches Programm verabschieden.
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DONNERSTAG (20.10.11). Muammar al Gaddafi ist tot – Doch wie starb Libyens Ex-Diktator? Muammar al Gaddafi wollte nie aufgeben – Er war ein Kämpfer und wollte nur im Kampf fallen. So ist es gekommen. Zuerst kursierten Meldungen, dass Gaddafi festgenommen wurde – Wenig später wurde bekannt gegeben, dass er tot sei. “Wir verkünden der Welt, dass Gaddafi durch die Hände der Revolution getötet wurde”, sagte der Sprecher der neuen libyschen Führung, Abdel Hafis Ghoga, in Benghasi. Auch Gaddafis Söhne Saif al Islam und Mutassim wurden offenbar getötet. In Tripolis feierten die Anhänger den Tod Gaddafis. Truppen des Übergangsrates haben versucht, ein Haus in Sirte zu stürmen. Gaddafi habe versucht, zu flüchten. Er wurde angeschossen: Später erlag er an seinen schweren Verletzungen. Das Gesicht und das Hemd von Gaddafi war blutgetränkt. Mit dem Tod des Ex-Diktators steht Libyen vor einem Neuanfang.
FREITAG (21.10.11). Wegen dem Jahrhunderthochwasser in Thailand wurden in der Hauptstadt Bangkok alle Schleusen geöffnet, damit das Wasser durch die Kanäle der Stadt in Richtung Süden abfließen kann. Zudem wird auch über eine Evakuierung der thailändischen Metropole nachgedacht. Bis in die Vororte ist das Hochwasser vorgedrungen. Offenbar werden Evakuierungen vorbereitet: Yingluck sprach am Freitag im Katastrophenschutzzentrum laut Medienmeldungen von einer Vorsichtsmaßnahme. Am Wochenende wird eine Hochwasserwelle erwartet. Die Bürger wurden aufgefordert, ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Regierungschefin Yingluck Shinawatra hatte gewarnt, dass die Hauptstadt nicht mehr komplett von einer Überschwemmung geschützt werden kann.
SAMSTAG (22.10.11). Unmittelbar vor dem EU-Krisengipfel am Sonntag sind sie wieder auf die Straße gegangen: In Köln, Frankfurt, Berlin und Düsseldorf demonstrierten am Samstag tausende Menschen gegen die Macht der Banken. Das Anti-Globalisierungs-Netzwerk attac sprach von 10.000 Demonstranten, die Polizei spricht von rund 7.500 Teilnehmern. Schwerpunkt der “Occupy”-Proteste war die Bankenmetropole Frankfurt. 500 Menschen trafen sich vor dem Roten Rathaus in Berlin, welche dann anschließend zum Bundestag gezogen sind. In der vergangenen Woche gab es bereits weltweit “Occupy”-Proteste. Ursprung der “Occupy”-Bewegung waren Proteste vor der Wall Street in New York. Auch in Köln gingen die Menschen am Samstagnachmittag auf die Straße.
SONNTAG (23.10.11). Der Osten der Türkei wurde von einem schweren Erdbeben erschüttert. In der Stadt Van wurden laut Medienberichten viele Menschen unter den Trümmern verschüttet. Wie türkische Medien berichten, gibt es viele Tote und Verletzte. In Van sind offenbar zwei mehrstöckige Gebäude eingestürzt, auch in der Kreisstadt Ercis seien Häuser eingestürzt. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will noch heute in die Region reisen. Nach der Erschütterung sind die Menschen in Panik geraten. Zunächst wurde berichtet, dass das Erdbeben eine Stärke von 6,6 hatte. Nach neusten Berichten wurde die Stärke auf 7,2 hochgestuft. Unter dem Dorf Tabanli lag offenbar das Epizentrum. Im benachbarten Armenien waren die Erschütterungen zu spüren. Mittlerweile soll es schon mehrere Nachbeben gegeben haben. Die Provinz Van hat rund 70.000 Einwohner.
