Dresden. Kostenlose Blockbuster, Serien und Dokumentationen: Am Mittwoch wurde die illegale Plattform ‘kino.to’ von der Kriminalpolizei dicht gemacht. Die Polizei nahm 12 Betreiber der Plattform fest, KUKKSI berichtete. Auf der Seite konnten Nutzer via Stream Filme schauen, sogar die neusten Kinofilme waren dort verfügbar. Das Portal ‘kino.to’ ist nur eines von vielen illegalen Filmportalen im Netz: Jedoch war es das größte. Die Internetplattform soll täglich rund vier Millionen Nutzer verbucht haben. Ein ehemaliges Mitglied soll die Betreiber verraten haben - Wäre das nicht passiert, hätten die Ermittler wohl noch lang im Dunkeln getappt.
Filme wurden dort zu einer Massenware und zu einem Dauergeschäft. Jedem war klar, dass die Inhalte nicht legal sind - Doch das hat relativ wenige Nutzer interessiert. Die Filmindustrie hat den Kampf gegen solche Art von Portalen schon längst verloren: Zwar wurde ‘kino.to’ erstmal dicht gemacht, die nächsten Filmpiraten werden jedoch nicht lange auf sich warten und eine neue Plattform ins Leben gerufen - Zu mal es schon viele andere solcher Plattformen gibt. Die Filmindustrie ist gegen Internetangebote mit Raubkopien machtlos: Die Hintermänner sind öfters im Ausland, die Server liegen nicht in Deutschland - Das dürfte wohl bei ‘kino.to’eine Ausnahme gewesen sein.
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Auch wenn ‘kino.to’ vom Netz genommen wurde: Viel ändern wird sich wohl nichts. Millionen Nutzer sorgten für Millionen Einnahmen für die Betreiber: Der Filmindustrie entsteht durch solche Art von Portalen ein enormer Schaden - Das gleiche trifft übrigens auf die Musikindustrie zu, welche mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Das Portal finanzierte sich hauptsächlich von Werbung: Die Erlöse waren durch die enormen Nutzerzahlen riesig. Die Ermittlungen zu ‘kino.to’ sollen fortgesetzt werden. Wie ein Lauffeuer ging die Verhaftung der Betreiber durch`s Netz: Bei Twitter und Facebook, sowie zahlreichen Blogs und Medien sorgte das für Gesprächsstoff.
Nach der Verhaftung wies die Polizei bei ‘kino.to’ auf folgendes hin: “Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen. Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen. Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen”. In Deutschland wurden 20 Wohnungen durchsucht, auch in Frankreich und in den Niederlanden fanden Razzien statt.
Unklar ist jedoch, ob auch die Nutzer mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müssen. Raubkopien vom Netz downloaden, ist strafbar. Wer einen Stream, wie beispielsweise bei ‘kino.to’ schaut, bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone. Das kann unter anderem strafbar sein, wenn der Film im Zwischenspeicher landet, was bei solchen Streams der Fall sein könnte - Das wird als Download angesehen und ist somit strafbar. Die Juristen und Experten sind sich darüber uneinig. Du bist bei Facebook? Alle Nachrichten im Überblick auch auf der KUKKSI-SEITE!
Bild: © KUKKSI