
MONTAG (14.03.11). Viele Bundesbürger überlegen sich, ob sie sich Jodtabletten kaufen sollten, wie der “Tagesspiegel” berichtet. Bei den Deutschen besteht die Angst vor einer radioaktiven Verseuchung. Wie es in dem Bericht heißt, haben die Apotheken in der Hauptstadt eine erhöhte Nachfrage nach Jodtabletten registriert. „Apotheker raten von der Einnahme von Jodtabletten auf eigene Faust ausdrücklich ab“, sagte Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, wie der “Tagesspiegel” berichtet.
Von dem radioaktiven Jod aus Japan wird hier in Deutschland allerdings kaum was ankommen, denn es kommt auf die Entfernung an: Eine radioaktive Wolke müsste den Pazifik, Amerika und den Atlantik passieren. Da die Substanzen auf dem Weg allerdings abnehmen, ist das so gut wie unmöglich. In Europa werden „allenfalls geringfügige Auswirkungen“ der radioaktiven Wolke erwartet, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz mit, wie der “Tagesspiegel” berichtet. Da die Katastrophe in Japan kaum Auswirkungen auf Deutschland haben wird, ist der Kauf von Jodtabletten hierzulanbde eher weniger notwendig.
DIENSTAG (15.03.11). Eine leichte radioaktive Strahlung sei in der Millionenmetropole Tokio festgestellt worden. Im Großraum Tokio leben über 30 Millionen Menschen, eine Evakuierung der Stadt sei daher völlig unmöglich, wie ein Experte mitgeteilt hat. “Wenn es jemand schaffen könnte, dann der japanische Katastrophenschutz, der zu den besten weltweit gehört. Aber in so kurzer Zeit so viele Menschen aus Tokio rauszuholen, ist undenkbar”, sagte der Vorsitzende des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge (DKKV), Gerold Reichenbach am Dienstag der dpa.
In der japanischen Hauptstadt selbst leben 13 Millionen Menschen – Wenn man den Großraum mit dazu berechnet, sind es 35 Millionen. “Eine Evakuierung von solcher Dimension hat es nie zuvor irgendwo auf der Welt gegeben”, erklärte der Experte der Nachrichtenagentur dpa weiter. Ob eine radioaktive Wolke nach Tokio zieht, sei allein von dem Wetter abhängig. Die Lage in dem Atomkraftwerk Fukushima 1 wird immer dramatischer. In Tokio werden die Lebensmittel knapp.
MITTWOCH (16.03.11). Die Besorgnis nach den verheerenden Katastrophen in Japan wächst auch in anderen Ländern. So hat die Europäische Union ihre 27 Mitgliedsstaaten nun aufgefordert, Lebensmittel, die vom drittgrößten Inselstaat der Welt eingeführt werden auf eine mögliche Strahlenbelastung hin zu untersuchen. Sollten radioaktiv belastete Nahrungsmittel entdeckt werden, greift das europäische Schnellwarnsystem für Nahrungs- und Futtermittel und gibt Warnungen an die Länder aus.
Aktuell steigt die Zahl der Todesopfer und die Polizei bestätigte laut Medienangaben bislang den Tod von mehr als 4.000 Menschen und auch die Zahl der Vermissten liegt in den Tausenden. Insbesondere in einigen Küstenbereichen wird aller Voraussicht nach die Zahl der Toten noch weiter ansteigen. Hier wütete am vergangenen Freitag der Tsunami am stärksten und hinterließ ein Bild der Zerstörung.
KUKKSI-Hinweis
DONNERSTAG (17.03.11). Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Kann der Super-GAU in Japan noch verhindert werden? Arbeiter versuchen, die Lage im Atomkraftwerk in den Griff zu bekommen – Jedoch scheint die Situation aussichtslos. In den letzten Tagen hat es mehrere Rückschläge gegeben. Versuche, den Reaktor 3 zu kühlen, sind immer wieder fehlgeschlagen. Laut letzten Medienmeldungen gab es jedoch auch Mini-Erfolge – Hier unterscheiden sich jedoch die Meldungen. Die Rettungsmannschaft, bestehend aus 50 Männern, arbeiten unter extremen Arbeitsbedingungen.
Die chinesische Regierung hat Japan aufgefordert, über die Entwicklung der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima zeitnah zu informieren. Wie Medien melden, soll der Druck im Reaktorblock 3 wieder ansteigen. Zu den Strahlenwerten, denen die Mitarbeiter vor Ort ausgesetzt sind, gibt es unterschiedliche Meldungen. Die Männer, welche die Lage im AKW Fukushima in den Griff bekommen wollen, arbeiten daran, dass Atomkraftwerk mit Strom zu versorgen.
FREITAG (18.03.11). Während in Fukushima die Hilfskräfte darum kämpfen, die Situation vor Ort in den Griff zu bekommen, geht es im deutschen Parlament hoch her. Bundeskanzlerin Angela Merkel holte heute zum Schlagabtausch hinsichtlich des Moratoriums aus und klar war, dass es aus den Reihen der Opposition schnell zurück schallen würde. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier warf der Regierungschefin vor, sich dreist und unanständig zu benehmen und SPD-Chef Sigmar Gabriel rief sogar in den Saal: „Keine Lügen mehr, Frau Bundeskanzlerin!“
Ungeachtet dieser verbalen Angriffe warb die Kanzlerin dafür, einen Ausstieg aus der Atomenergie mit Augenmaß zu betreiben. Sie wies nochmals darauf hin, dass ein Industrieland wie die Bundesrepublik nicht von jetzt auf gleich aussteigen könne. Kernenergie soll, wenn es nach dem Willen der Regierung geht, als Brückentechnologie zum Einsatz kommen. Jedoch erteilte sie der Möglichkeit eine Absage, als Ausgleich Atomenergie aus dem benachbarten Ausland zu ordern.
SAMSTAG (19.03.11). Es war der Kampf im “Schatten des Doms”, doch schnell ging am Rhein wieder das Licht an, denn der Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und seinem Herausforderer Odlanier Solis war bereits in der ersten Runde beendet, KUKKSI.de berichtete. Der WBC-Champion aus der Ukraine hat seinen Schwergewichtstitel gegen den Kubaner verteidigt. Solis knickte weg und erlitt eine Verletzung am Knie.
Die Lanxess Arena in Köln war mit rund 20.000 Zuschauern komplett ausverkauft. Der Gang in den Boxring dauerte länger, als der Kampf selber. Die Zuschauer und auch der Fernsehsender RTL, welcher das Sport-Spekatkel übertragen hat, hätten sich bestimmt noch einige Runden mehr gewünscht. Sicher konnte man im Vorfeld nicht wissen, dass der Kampf nach rund 30 Sekunden vorbei ist, der Aufwand vor dem Kampf war jedenfalls groß – Wenn nicht sogar zu groß.
SONNTAG (20.03.11). Sein Kampf gegen das eigene Volk ist unerbittlich und nun scheint sich Libyens Regierungschef Muammar al-Gaddafi auch mit dem Ausland anlegen zu wollen. Laut einer Ansprache im Fernsehen droht er, Großbritannien, den USA und Frankreich und zeigt sich bereit, einen langen Krieg gegen seine Widersacher zu führen. Aktuell befinden sich Gaddafis Truppen immer noch im Kampf gegen seine Gegner in der Stadt Misurata.
Französische Kampfflugzeuge attackierten Panzer seiner Truppen und auch in der vergangenen Nachtgriffen französische und britische Flugzeuge Armeeeinrichtungen der Regierungstruppen an. Gemeinsam wurde versucht, Gaddafis Luftabwehr auszuschalten und dies vor dem Hintergrund, dass die Vereinten Nationen Militäraktionen jetzt billigt, die Verhindern sollen, dass Gaddafi weiterhin sein eigenes Volk angreift.
