Berlin. Die Anhebung des Renteneintrittsalters sorgt bei den Bürgern für Unmut. Schließlich haben viele Menschen jenseits der 60 Jahre und darüber hinaus nicht mehr die Kraft, um beispielsweise einer harten körperlichen Arbeit nachzugehen. Auch die Opposition ist vorerst nicht von der Anhebung des Rentenalters begeistert, denn noch viel zu wenig Ältere zwischen 60 und 64 Jahren stehen aktuell in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.
Dennoch hält Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Einstieg in die Rente mit 67 Jahren weiterhin fest. Sie hält es für notwendig, die Lebensarbeitszeit schrittweise vom Jahr 2012 bis 2029 anzuheben, um auf den demografischen Wandel zu reagieren.
Kritik an diesen Plänen kommt auch vom SPD-Chef Sigmar Gabriel. Er wirft von der Leyen «Rechentricks» vor, weil lediglich zehn Prozent der 64-Jährigen in einer sozial abgesicherter Arbeit stehen. Er fordert flexiblere Übergänge in den Ruhestand und auch deutliche Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente.