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Sie befinden sich aktuell in den KUKKSI.de Nachrichten Blog-Archiven für den folgenden Tag 24.10.2010.

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Archive für 24.10.2010

14:19 | Haiti: Cholera erreicht Hauptstadt Port-au-Prince

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Port-au-Prince. Bereits in den letzten Tagen wurde ausführlich über die Verbreitung von Cholera auf Haiti berichtet. Die Krankheit hat jetzt auch die Hauptstadt Port-au-Prince erreicht. Dies geht aus Medienberichten hervor. Die Vereinten Nationen (UN) bezeichnen die Hauptstadt als neues Ansteckungsgebiet. Es wurden laut Angaben der UN fünf Fälle von Cholera in Port-au-Prince gemeldet. Die Menschen fürchten eine starke Ausbreitung innerhalb der Hauptstadt. Mittlerweile gibt es mehr als 2600 Erkrankte in der ersten Cholera-Epidemie in dem Land seit einem Jahrhundert.

Aber nicht nur das, denn am 12. Januar 2010 zerstörte ein Erdbeben den Karibikstaat Haiti. Leichenberge auf den Straßen, Kinder und Familien obdachlos und tausende Häuser wurden zerstört. Sechs Monate nach dem schweren Erdstoß herrscht in Haiti immer noch Chaos. Haiti wartet heute immer noch auf die versprochenene Milliarden-Hilfe, die Hauptstadt Port-au-Prince liegt immer noch in Trümmern.

Der Karibikstaat zählt zu einer der ärmsten Nationen. Mehr als 200.000 Menschen wurden bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala getötet, eine Million Menschen wurden bei der Naturkatastrophe obdachlos. Es gab zahlreiche Nachbeben, heute steht Haiti vor einem weiteren Problem: Die Hurrikan-Saison hat begonnen. Mehr als 800.000 Kinder leben in Zeltlagern.

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13:48 | “Grünes Berlin”: Fiktion oder 2011 Realität?

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Berlin. Die Grünen verfolgen hoch gesteckte Ziele: sie wollen bei der Abgeordnetenhauswahl im September des kommenden Jahres stärkste Fraktion in der Bundeshauptstadt werden und wie es aussieht, will Renate Künast den amtierenden Regierungschef, Klaus Wowereit (SPD) ablösen.

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, die in den achtziger und neunziger Jahren Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses war, wird ihren Anspruch auf das Bürgermeisteramt geltend machen. Wowereit bleibt jedoch gelassen, wie es auch in dem Interview mit KUKKSI zum Ausdruck kommt und kündigt  einen fairen, aber in der Sache harten Wahlkampf an. Für ihn muss die Kandidatur von Renate Künast ohne “Wenn und Aber” verbunden sein und dies in Unabhängigkeit vom Wahlergebnis im Jahr 2011.

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Die Umfragehochs beflügeln die Grünen im gesamten Bundesgebiet, doch ob der Aufwärtstrend von Dauer sein wird, gehört erst noch auf den Prüfstand. Für den Regierenden Bürgermeister steht jetzt schon fest, dass die SPD wieder stärkste Kraft im Lande werden  will, um mit dem Regierungsauftrag für alle Bewohner Berlins einzustehen und nicht nur für Menschen mit hohem Bildungsstand und Gutverdienende.

Die Umfrageergebnisse überschlagen sich und mit der Sonntagsfrage zur Berliner Abgeordnetenhauswahl steht aktuell fest, dass sich die Grünen noch vor den Sozialdemokraten etablieren können. Umso dringlicher wird es für die SPD sein, sich auf die eigenen Stärken zu verlegen, um als Sieger aus der Parlamentswahl hervor zu gehen. Noch können die Grünen mit einem bundesweiten Aufwärtstrend punkten, doch wie heißt es im Volksmund so schön?:”Abgerechnet wird zum Schluss!”

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12:00 | Halloween: Jack O´Lantern gehört dazu

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Los Angeles | New York. Halloween ohne den legendären Kürbis - undenkbar. Sie werden jetzt überall wieder angeboten und jedem bleibt es überlassen, ob er verspeist werden soll, oder sich in die schaurig-schöne Halloween-Kulisse einordnet. Dabei gehören Kürbisse zu den ältesten Kulturpflanzen und über 800 Sorten sind über den Erdball verstreut. In Deutschland feierte diese Gemüsesorte erst vor ein paar Jahren eine große Renaissance und etablierte sich im Speiseplan. Bekannt ist der Kürbis auch unter den Bezeichnungen “Big Max”, “Gelber Zentner” oder  anderen phantasievollen Namen.

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All Hallows’ Even, der Allerheiligenabend, ist ein besonderes Fest am Vorabend von Allerheiligen, also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Den Ursprung hatte dieses skurrile Fest einst in Irland, bis es 1830 von irischen Einwanderern in die Vereinigten Staaten “exportiert” wurde. Heute findet Halloween nahezu weltweit seine Anhänger und wichtiges Detail sind neben Verkleidungen und das Sammeln von Süßigkeiten, Kürbisse.

Die geschnitzten Exemplare basieren auf einer nicht bewiesenen Herkunft, doch erzählt man sich gern, dass der traditionelle Halloween-Kürbis mit einem bösen Trunkenbold in Verbindung stand, der den Namen Jack trug. Man erzählte sich, dass er nach seinem Ableben an der Himmelspforte abgewiesen wurde und sich dann auf den weg in Richtung Hölle machte. Als Jack dort eintraf, signalisierte ihm der Teufel, dass er auch dort nicht willkommen sei. Anstatt Jack einzulassen, drückte ihm der Teufel ein Stück glühende Kohle in die Hand. Nachdem diese dem unwillkommenem Jack zu heiß wurde, höhlte dieser eine Rübe aus, legte die Kohle hinein und ist seit dieser Zeit mit seiner Laterne ruhelos auf der Wanderschaft.

Wer um Halloween böse Geister abhalten will, findet eine Vielzahl von Anleitungen, den Kürbis in eine kunstvolle Laterne zu verwandeln, jedoch sind auch Autodidakten gefordert,ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen.

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11:50 | Im Norden stürmisch, im Süden regnerisch

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WETTER. Besonders im Norden stürmisch, im Süden regnerisch. Allgemein wechselhaft. Ein Sturmtief zieht bis Sonntag von der Nordsee Richtung Baltikum. Sein Sturmfeld beeinflusst vor allem den Norden Deutschlands sowie die HochlagenDer zunächst südwestliche Wind frischt von Nordwesten noch etwas auf.

Im Norden und auf den Bergen gibt es einzelne STURMBÖEN, und im Vormittagsverlauf an der Nordsee bei Winddrehung auf Nordwest teils auch SCHWERE STURMBÖEN, vereinzelt ist auch eine ORKANARTIGE BÖE möglich, gegen Mittag und am Nachmittag muss auch an der Ostsee mit einzelnen schweren Sturmböen gerechnet werden.Im Laufe des Sonntags verschiebt sich das kräftige Windfeld mit teils STURMBÖEN allmählich ostwärts und schwächt sich zum Abend hin zunächst im Westen allmählich ab.

Text: © Deutscher Wetterdienst

11:12 | Die Rückkehr: Finanzminister Schäuble kehrt aus Krankenhaus zurück

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Berlin. Noch nicht so lange ist es her, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aus gesundheitlichen Gründen ins Krankenhaus musste. Ganze drei Wochen hat der Krankenhausaufenthalt gedauert und nun ist Wolfgang Schäuble wieder zurück in der Politik. Dies berichtet die Onlineausgabe des “Stern”. Auch wenn Schäuble jetzt aus dem Krankenhaus entlassen worden ist, die Sorge um den Finanzminister ist groß.

Wie lange kann Wolfgang Schäuble noch aktiv in der Politik mitmischen? Jedenfalls nimmt Schäuble die Arbeit wieder auf und will seinen Arbeitsstil verändern, dass berichtet das Nachrichtenmagazin “Spiegel”. “Es ist schön, wieder da zu sein”, erklärte Schäuble der “Bild am Sonntag”. “Es geht mir gut. Wenn man drei Wochen im Krankenhaus verbracht hat und die Ärzte einem dann sagen: ‘Alles in Ordnung. Sie dürfen gehen’, dann geht es einem gut.”

11:04 | Südkorea: Alonso gewinnt chaotisches Formel 1-Rennen

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Yeongam. Es war ein chaotisches Formel 1-Rennen in Südkorea: Das Rennen musste zunächst wegen starken Regenfällen unterbrochen werden. Mit Verspätung ist das Rennen zum Schluß gekommen: Das Premiererennen in Südkorea hat Fernando Alonso gewonnen. Pech für Sebastian Vettel: Der Formel 1-Pilot ist wegen einem Motorschaden ausgeschieden, zuvor lag Vettel in Führung. Nun wird es für ihn schwer, den WM-Titel zu erobern, da er 25 Punkte Rückstand hat. Es war ein spannendes und teils chaotisches Rennen in Südkorea, KUKKSI SPORT berichtete.

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10:30 | Klaus Wowereit: Was bleibt vom “Grünen-Hype” übrig?

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INTERVIEW. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärt die hohen Umfragewerte der Grünen im KUKKSI.de-Interview als “Grünen-Hype”, welcher nicht lang andauern wird. Die Grünen Fraktionschefin, Renate Künast, wird Klaus Wowereit bei der Landtagswahl 2011 in der Bundeshauptstadt herausfordern. Die Chancen für die Grünen stehen derzeit nicht mal schlecht: Nach einer Infratest-Dimap wollen Künast 43 Prozent der Bürger im Roten Rathaus haben, nur 37 Prozent den bisherigen Bürgermeister Klaus Wowereit.

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Die Grünen sind laut Umfragen derzeit die stärkste Partei in Berlin. Klaus Wowereit erklärt, dass sich allerdings in elf Monaten noch viel ändern könne: “In einem Teil der Umfragen liegen die Grünen vor der SPD, aber es gibt auch andere Umfragen, die allerdings in den Medien und von den Grünen nicht so gern zitiert werden. Elf Monate vor dem Wahltermin in den Umfragen stärkste Partei zu sein, ist nicht das, worauf es ankommt”, erklärte er im KUKKSI.de-Interview.

Als “Grünen-Hype” bezeichnet Klaus Wowereit das Umfragehoch der Grünen: “Wenn endlich alle aus der Deckung gekommen sind und der Wahlkampf wirklich begonnen hat, wird sich zeigen, was übrig bleibt vom Grünen-Hype.” Der Regierende Bürgermeister ist sich sicher, dass die SPD bei der Landtagswahl 2011 in Berlin als Sieger hervorgehen wird: “Wir waren und sind die Berlin-Partei” erklärte er gegenüber KUKKSI.de und Wowereit sagt weiter: “Ich bin zuversichtlich, dass meine Partei am 18. September 2011 vorn liegen wird. Das ist das Datum, auf das es ankommt.”

Bild: © KUKKSI | Oliver Stangl

10:00 | KUKKSI-Interview mit Klaus Wowereit

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INTERVIEW. Die Integrations-Debatte, welche von Thilo Sarrazin ausgelöst wurde, ist in Deutschland seit Wochen ein Thema. Auch die Landtagswahl 2011 in Berlin sorgt hierzulande für Gesprächsstoff. Zu den beiden Themen hat KUKKSI.de ein Interview mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, geführt. Die Fragen stellten Astrid Albrecht-Sierleja und Oliver Stangl.

  • INTEGRATION

Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund müssen weiter ausgebaut werden. Dies gilt bundesweit und auch für Berlin. Haben Sie Ideen, Migranten stärker auf bereits bestehende Angebote aufmerksam zu machen?

Als erstes müssen die bestehenden Angebote ausreichend finanziert werden, und dabei ist nicht zuletzt der Bund in der Pflicht. Der Bedarf an Sprachkursen ist da, aber es gibt Wartelisten, und dagegen muss etwas unternommen werden. Ein Beispiel richtiger Werbeanstrengungen ist die neue Kampagne „Raus mit der Sprache. Rein ins Leben“ der Deutschlandstiftung.

Wir in Berlin habe gute Erfolge mit unserer Einbürgerungswerbung. Insgesamt kommt es darauf an, immer wieder für Integrationsanstrengungen bei den Migrantinnen und Migranten zu werben. Wichtig ist, den Willen der Menschen zu fördern, ihre Kräfte zusammenzunehmen und für den eigenen sozialen Aufstieg zu arbeiten. So lässt sich die Problematik lösen, die übrigens nicht auf Menschen mit Migrationshintergrund beschränkt ist.

Berlin-Neukölln: Haben Sie Kontakt zum Bezirksbürgermeister dieses Stadtteils, Heinz Buschkowsky? Können Sie sein Unbehagen und auch die Kritik bezüglich einiger Migranten nachvollziehen?

Heinz Buschkowsky sagt, was er erlebt und wie er die Dinge sieht. Das ist allerbeste sozialdemokratische Tradition. Natürlich haben wir beide Kontakt und dabei kommt es auch vor, dass wir Dinge unterschiedlich sehen. Ich werde im November im Zuge meiner Besuche in den Berliner Bezirken einen guten Tag lang vor Ort bei ihm in Neukölln sein.

Thema Zuzug von qualifizierten Fachkräften: Sehen Sie nur Vorteile in der Forderung, Menschen aus dem Ausland zu holen, um den Fachkräftemangel aufzufangen? Könnte es da nicht unter anderem Schwierigkeiten mit Gewerkschaftsvertretern geben, die zunächst deutschen Mitbürgern eine Weiterqualifikation bieten möchten?

Die Forderung, erst einmal das Potenzial an Menschen im eigenen Lande auszuschöpfen, ist angesichts hoher Arbeitslosigkeit völlig berechtigt. Wir sehen das doch jetzt am Beispiel Ausbildung. Es gibt Klagen aus der Wirtschaft wegen fehlender Fachkräfte, aber es gab vor Jahr und Tag mangelnde Bereitschaft auszubilden. Es kann jedenfalls nicht die einzige Lösung sein, Personal aus dem Ausland zu verpflichten.

Und das Stichwort Weiterqualifikation wird für uns auch aus dem Grunde immer wichtiger, weil unsere Gesellschaft immer älter wird. Die Wirtschaft wird auch intensiver darüber nachdenken müssen, wie sie ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit hält für neue Aufgaben. Ich denke, dass die Verpflichtung von Fachkräften aus anderen Staaten nur eine flankierende Maßnahme sein kann.

„Deutschland ist kein Zuwanderungsland“ erklärte CSU-Chef Horst Seehofer. Bundespräsident Christian Wulff sagt wiederum, dass auch der Islam zu Deutschland gehöre und hat heftige Kritik ernten müssen. Wie stehen Sie dazu?

Der Bundespräsident hat formuliert, was die Konservativen über lange Jahre ignoriert hatten. Und auch Seehofer weiß, dass wir ein Zuwanderungsland sind. Das fängt übrigens in Bayern schon mit den Sudetendeutschen an, die nach 1945 dort integriert worden sind und die einen beachtlichen Teil zum Erfolg Bayerns beigetragen haben. Insgesamt halte ich Äußerungen wie die des bayerischen Ministerpräsidenten für Populismus, der auf den rechten Rand zielt.

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  • LANDTAGSWAHL 2011 BERLIN

Sie regieren seit 2001 als Regierender Bürgermeister die Bundeshauptstadt. In welchen Punkten wollen Sie und die SPD Stärke zeigen, bzw. welche spezifischen Schwerpunkte setzen Sie für Berlin?

Wir waren und sind die Berlin-Partei. Unsere Kompetenz zeigt sich beispielsweise in der Wirtschaftspolitik, wo wir hervorragende Wachstums- und Erwerbstätigendaten vorweisen können. Mittlerweile hat Berlin gute Positionen in diversen Rankings, insbesondere wenn es um die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft geht. Und ein Punkt ist mir besonders wichtig: Die SPD genießt in Ost und West in gleichem Maße Zuspruch, das unterscheidet uns von allen anderen Kräften.

Renate Künast wähnt gute Umfrageergebnisse für die Grünen im Rücken. Glauben Sie, dass sich der aktuelle Erfolgstrend der Grünen bis zur Berliner Abgeordnetenhauswahl im September 2011 fortsetzen wird, damit es für die Grünen Fraktionschefin als Spitzenkandidatin reicht? (Vorausgesetzt, dass Frau Künast tatsächlich als Kandidatin zur Verfügung stehen wird)

In einem Teil der Umfragen liegen die Grünen vor der SPD, aber es gibt auch andere Umfragen, die allerdings in den Medien und von den Grünen nicht so gern zitiert werden. Elf Monate vor dem Wahltermin in den Umfragen stärkste Partei zu sein, ist nicht das, worauf es ankommt. Wenn endlich alle aus der Deckung gekommen sind und der Wahlkampf wirklich begonnen hat, wird sich zeigen, was übrig bleibt vom Grünen-Hype. Ich bin zuversichtlich, dass meine Partei am 18. September 2011 vorn liegen wird. Das ist das Datum, auf das es ankommt.

Wenn Sie behaupten würden, dass eine grüne Spitzenkandidatin wie beispielsweise Renate Künast, nicht für das Amt geeignet wäre, welche Gründe fallen Ihnen dazu ein? Sind die Grünen in der Lage, die Verantwortung mit Inhalten zu füllen?

Sie hat ja gezeigt, dass sie Spitzenämter ausfüllen kann, wir haben mit ihr als Ministerin eine erfolgreiche rot-grüne Bundesregierung gebildet, und es kann ja auch sein, dass es einen rot-grünen Senat in Berlin geben wird – gern auch mit Frau Künast. Ich bin gespannt, ob Sie den Berlinerinnen und Berliner sagen wird, dass sie auch für eine solche Aufgabe zur Verfügung stehen will, oder ob sie dann doch lieber im Bund weiter arbeiten will.

Inhaltlich müssen sich die Grünen den Realitäten stellen. Es wird schon im Wahlkampf nicht genügen, wolkige Versprechungen zu machen, sondern da müssen auch die Grünen sagen, wie sie mit einem Schuldenberg von mehr als 60 Milliarden Euro umgehen wollen. Wir haben bis zum Beginn der Wirtschaftskrise gezeigt, dass wir Konsolidierung können, und das steht ganz oben auf der Agenda für Berlin.

  • Wir danken Klaus Wowereit für das Interview.

Bild: © KUKKSI | Oliver Stangl

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09:57 | Stuttgart 21: Befürworter trauen sich nach draußen

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Stuttgart. Die Stimmen der Gegner von Stuttgart 21 nicht im ganzen Land nicht zu überhören. Doch jetzt werden auch die Befürworter des Großprojekts immer lauter und trauen sich nach draußen. Während einer Gegendemo marschierten rund 10.000 Menschen, welche gegen die Projektgegner sind. Dies berichtet die Onlineausgabe des “Focus”. Es fand somit zum ersten mal eine zeitgleiche Demonstration, für und gegen das Projekt statt.

Zehntausende Menschen sind auf die Straße gegangen und haben für und gegen das milliardenschwere Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 demonstriert. Die Gegner fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Stefan Mappus und einen Stopp für die Tieferlegung des Hauptbahnhofs in Stuttgart. Die Polizei teilte mit, dass an der Demonstration rund 16.000 Menschen teilgenommen haben, dass Aktionsbündnis sprach wiederum von 50.000 Teilnehmern. Zeitgleich demonstrierten rund 7.000 Stuttgart 21-Befürworter im Schlossgarten.

09:41 | China: Taifun-Warnung aufgehoben

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Zhangzhou | Bangkok. In China wurde die Taifun-Warnung aufgehoben und “Megi” wird nun als Tiefdruckgebiet eingestuft. Mehr als 270.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Für den heutigen Sonntag werden im Südosten Chinas weitere Regenfälle erwartet.

Mit rund 140 Stundenkilometern erreichte “Megi” das Festland von China. Der Wirbelsturm hat sich mittlerweile abgeschwächt. Vorerst war befürchtet worden, dass sich “Megi” zum stärksten Taifun seit 50 Jahren entwickeln könnte.In Taiwan haben mittlerweile die Aufräumarbeiten begonnen. Viele Gebäude wurden auf den Philippinen zerstört. Jedes Jahr werden die Philippinen von durchschnittlich 20 Taifunen getroffen. Nach Angaben von Experten ist “Megi” der stärkste Taifun seit 2006.