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Archive für 17.10.2010

23:30 | Köln: Zug erfasst Auto auf den Gleisen

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Köln (KSTA). Tragischer Verkehrsunfall in Höhenhaus: Ein Autofahrer hielt an einem Bahnübergang, als ein Pkw von hinten auffuhr und den Wagen auf die Gleise schob. Ein Güterzug erfasste das Fahrzeug, der Insasse starb.

Mehr als 50 Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen des getöteten Mietwagenfahrers haben sich am Samstagabend an der Unfallstelle in Höhenhaus versammelt. Sie legen Kränze nieder, Blumen und Grablichter. Anwohner und Spaziergänger halten taktvoll Abstand und beobachten die traurigen Szenen aus der Entfernung. [WEITERLSEN]

23:05 | Erste Schneeflocken im Harz und Schwarzwald

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Feldberg. In Deutschland gab es den ersten Schnee: Im Oberharz und Schwarzwald sind am Sonntag die ersten Schneeflocken gefallen. In den kommenden Tagen wird es noch kälter und dann ist sogar Schnee im Flachland möglich. Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden vier Zentimeter Neuschnee gemessen, dass teilte ein Sprecher des deutschen Wetterdienstes gegenüber der Nachrichtenagentur dapd mit.

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Auf dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze, wurden mindestens 15 Zentimeter gemessen. Auch der höchste Berg im Harz, der Brocken, wurde in eine Winterlandschaft verwandelt - Aber nur für kurze Zeit, denn viel liegen geblieben ist nicht. Zum Rodeln reicht es noch nicht. Verkehrsbehinderungen habe es nicht gegeben. Am Mittwoch erreichen wir fast bundesweit nur noch einstellige Temperaturen.

21:14 | Debatte und Protest über Rentenreform nimmt zu

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Paris. Frankreich hat aktuell mit einem gewaltigen Aufstand zu kämpfen. Streiks und Proteste sind an der Tagesordnung und dienen nur einem Ziel. Es ist die geplante Rentenreform, welche die Bürger so wütend macht. Damit nicht genug, denn der Druck auf Präsident Nicolas Sarkozy steigt weiter an. Laut Meinung einiger Bürger müssen die Gewerkschaften dringend verhandeln, damit eine Lösung gefunden werden kann. Dies geht aus mehreren Medienberichten hervor. Mit der Rente ab 67 will man sich jedoch definitiv nicht abfinden.

20:20 | Wetter: Oberhalb von 800 Metern Schnee möglich

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WETTER. Im Süden noch Regen, in höheren Lagen Schnee. Sonst wolkig oder klar. In der Nacht und morgens verbreitet Bodenfrost, gebietsweise Luftfrost. Im Süden Deutschlands schwächt sich der Einfluss des Tiefs über Oberitalien allmählich ab. Somit kann sich von Norden her vorübergehend Zwischenhocheinfluss durchsetzen, bevor zum Montagabend das Frontensystem eines Tiefs über dem Nordmeer auf Deutschland übergreift.

Am Abend weht in der Südhälfte vor allem in Höhenlagen wieder auflebender Nordostwind. Dabei sind WINDBÖEN bis 60 km/h (Stärke 7), in exponierten Berglagen auch bis 70 km/h (Stärke 8) möglich. In der Südhälfte fällt noch Regen. Durch die Zufuhr kalter Luft in Lagen oberhalb von 800 Metern teilweise Schneeregen oder SCHNEE. Die Neuschneeauflage bleibt aber meist unter 10 cm. In der Nacht zum Montag fällt in den höheren Lagen der Alpen noch etwas SCHNEE. Sonst gibt es verbreitet Bodenfrost, bei klarem Himmel gebietsweise FROST. In den Frühstunden des Montags vor allem im Westen gebietsweise Nebel.

Text: © Deutscher Wetterdienst

19:23 | Hamburg: Häftling “Milliarden-Mike” auf der Flucht

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Hamburg. Der entkommene Staftäter aus Lübeck ist weiterhin auf der Flucht, dass berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Polizei in Lübeck teilte allerdings mit, dass es einige Hinweise der Bevölkerung gebe. Die Suche der Polizei blieb bisher erfolglos. Während des Besuchs seiner Mutter in der Justizvollzugsanstalt sei der Häftling mit Fußfesseln durch ein Toilettenfenster geflohen. Der Mann sei unter dem Namen “Milliarden-Mike” bekannt. Eine Großfahndung der Polizei sei eingeleitet worden. Wegen Urkundenfälschung und Betrug sei er zu sechs Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden.

18:47 | “Tatort Internet”: Kinderdorf-Leiter weiterhin vermisst

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München. Der Pädagoge, welcher in der RTL2-Sendung “Tatort Internet” entlarvt wurde und Kontakt zu Minderjährigen im Internet suchte, ist weiterhin verschwunden, wie “sueddeutsche.de” berichtet. Gegen den Mann hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet. Familienangehörige befürchten, dass er sich was angetan haben könnte, wie “sueddeutsche.de” weiter berichtet.

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Das RTL2-Format “Tatort Internet” wird von der Ministergattin Stephanie zu Guttenberg unterstützt. In einem Lokal in München stellte die Journalistin Beate Krafft-Schöning (Morgen im KUKKSI-Interview) den Caritas-Mitarbeiter zur Rede. Der Verband Caritas hat den 61-Jährigen mit sofortiger Wirkung entlassen. Unbekannt ist, ob Stephanie zu Guttenberg wusste, dass die Produzenten den Arbeitgeber nicht informierten. Seit letzten Sonntag fehlt von dem 61-Jährigen jede Spur.

Bild: © RTL2

18:05 | KUKKSI TV-TIPP | Anne Will um 21:45 im Ersten

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TV-TIPP. Die Politiker in der Bundesrepublik stehen laut Umfragen schlecht dar und das Vertrauen der Bevölkerung schrumpft. Anne Will beschäftigt sich mit dem Thema Tabubrüche, Vertrauen zum Volk und Populismus. Gäste: Renate Künast (B’90/Grüne, Fraktionsvorsitzende im Bundestag), Joachim Herrmann (CSU, bayerischer Staatsminister des Innern), Richard David Precht (Philosoph und Autor), Roger Köppel (Chefredakteur und Verleger der Schweizer “Weltwoche”), Fritz Goergen (Publizist, ehemaliger Wahlkampfberater von Jürgen Möllemann). “Anne Will” | ARD | 21:45 Uhr

18:00 | KUKKSI heute Abend - DIE WOCHE (17.10.2010)

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MONTAG (11.10.10). Die Forderung nach einem Zuwanderungsstopp für Menschen anderer Kulturkreise löste unter anderem Empörung bei der Türkischen Gemeinde in Deutschland aus. CSU-Chef Horst Seehofer hatte mit diesem Ansinnen aber auch bei der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), für scharfe Reaktionen gesorgt. Die Forderung der Grünen nach einer Entschuldigung lehnt Seehofer jedoch ab, da er seiner Meinung nach Schwierigkeiten beschrieben hat, die zu bewältigen sind.

In einem Interview mit dem Magazin “Focus” habe er sich lediglich mit einigen gesellschaftspolitischen Herausforderungen auseinandergesetzt und dabei das Wort «Zuwanderungsstopp»nicht benutzt. Weiter beklagte der bayerische Ministerpräsident, dass Äußerungen zu voreilig auf Schlagworte reduziert werden. Aus der eigenen Partei bekommt er jedoch Rückendeckung, wohingegen Bayerns FDP-Chefin, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Äußerung Seehofers als eine bewusst vereinfachende populistische Debatte bezeichnete. Auch die Grünen und die SPD sprechen von einem Rechtspopulismus.

Nicht weniger, sondern mehr Zuwanderung wünscht sich indes der Vorstandschef der Bundesarbeitsagentur Frank-Jürgen Weise. Er findet es unrealistisch, qualifiziertes Fachpersonal unter deutschen Langzeitarbeitslosen zu finden. Er ist der Meinung, dass Deutschland eine gesteuerte Zuwanderung benötigt, wie es beispielsweise durch das Punktesystem in Kanada gewährleistet.

DIENSTAG (12.10.10). “Tatort Internet” ist ein Format im deutschen Fernsehen, welches es in dieser Form bei uns noch nicht gab. Der Privatsender RTLII ist auf der Jagd nach Pädophilen und stellt diese vor der Kamera bloß. Das Verwunderliche: Die Täter stammen kaum aus der unteren einkommensschwachen Gesellschaftsschicht. Meist Juristen, Pädagogen oder Geschäftsmänner suchen 13-jährige im Internet und wollen sich mit den Kindern zum Geschlechtsverkehr treffen.

Das RTL2-Format schockt die Nation. Begleitet wird die Sendung von dem ehemaligen Hamburger Innensenator Udo Nagel, in der ersten Folge war Ministergattin Stephanie zu Guttenberg anwesend. In der gestrigen Folge war besonders der Fall schockierend, als ein Mitarbeiter eines Kinderdorfes mit einem 13-jähriges Kind Sex haben wollte. Die nächste Folge von “Tatort Internet” läuft am nächsten Montag um 20:15 bei RTL2.

MITTWOCH (13.10.10). Es ist eine aussergewöhnliche und einzigartige Rettungsaktion. Während die Retter vor Ort alles versuchen, die Bergarbeiter zu retten, schreiben wohl die Regisseure in Hollywood schon die Drehbücher. Bis zum Abend wurden zwei Drittel der Kumpel aus dem 700 Metern verschütteten Schacht auf die Erdoberfläche geholt, seit dem 05. August 2010 waren sie dort eingeschlossen.

Schätzungsweise verfolgen rund eine Milliarde Menschen die Rettung via Fernsehen, Internet und Radio. Die Welt jubelt mit Chile, selten war ein mediales Interesse so groß. Die Kapsel mit dem Namen “Fenix 2″ (”Phönix”) befördert die Männer zu ihren Angehörigen unter der strahlenden Sonne. Rund 1.500 Journalisten aus der ganzen Welt sind am Bergwerk in San José anwesend und berichten.

DONNERSTAG (14.10.10). Eine Tragödie mit Happy End: Die Welt feiert mit Chile, nachdem nach einer knapp 24-stündigen Rettungsaktion 33 Bergleute aus rund 600 Metern Tiefe gerettet wurden. Schätzungsweise verfolgten rund eine Milliarde Menschen die spektakuläre Rettungsaktion des Jahres. Als letzter stieg Luis Alberto Urzua in die Rettungskapsel und wurde aus der Gefangenschaft befreit.

“Willkommen im Leben”, erklärte Präsident Sebastian Pinera zu Victor Segvia. Zuerst wurden die Kumpel im Stundentakt auf die Erdoberfläche geholt, später ging es immer schneller. Die Rettung verlief ohne Probleme. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaussenminister Guido Westerwelle freuten sich über das Happy End. Die Bergarbeiter werden im Krankenhaus medizinisch behandelt.

Schon vor der Rettungsaktion jubelte Chile, dass ganze Land fieberte mit. Die Angehörigen waren am Bergwerk, um die Bergarbeiter zu empfangen und nach 69 Tagen in die Arme schließen zu können.  In der Hauptstadt Santiago wurden die Sektkorken geknallt. Seit dem 05. August saßen die Kumpel in der Dunkelheit fest. Zum Schutz mussten die Bergmänner bei der Rettung Sonnenbrillen tragen.

FREITAG (15.10.10). Seit heute hat die Schweiz im Herzen der Alpen den längsten Eisenbahntunnel der Welt. 57 Kilometer ist der Tunnel lang und ermöglicht Hochgeschwindigkeitszügen, Schwertransporter durch den Tunnel zu transportieren. Der Durchschlag ist gelungen, mit 53 Kilometern hatte bisher Japan den längsten Tunnel. Das historische Projekt hat rund sieben Milliarden Euro gekostet. Neben dem Gotthard-Tunnel gehört als zweites Hauptelement der Lötschberg-Basistunnel zum Großprojekt Neat.

SAMSTAG (16.10.10). Irgendwann gibt es immer ein Licht am Ende des Tunnels. Davon ist die Debatte rund um Stuttgart 21 noch sehr weit entfernt. Proteste nehmen nicht ab, da keine Einigung in Sicht ist und Forderungen werden nicht vereinbart. Auch die Gespräche kommen nur stockend ins laufen. Beide Seiten sprechen von Vernunft im ewigen Streit. Nur ist es etwas problematisch, dass Gegner und Befürworter nicht zur Vernunft finden. Damit eine kleine Chance besteht zur Vernunft zu finden ist Heiner Geißler in friedlicher Mission unterwegs.

Bis jetzt ohne Erfolg im Gegenteil, denn eine weitere Großdemonstration mit geschätzten 100.000 Teilnehmern rollt ins Haus. Dies teilten die Organisatoren mit. Tatkräftige Unterstützung bei der Kundgebung gibt es von Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir und Konstantin Wecker. In der “Bild am Sonntag” warf Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, Bahnchef Rüdiger Grube vor, die Schlichtungsbemühungen von Geißler zu torpedieren. Es würde sich ja nur um eine Beruhigungsaktion der Gegner des Großprojekts handeln.

SONNTAG (17.10.10). Der Streit um die Rentenreform spitzt sich in Frankreich zu. Hunderttausende Menschen sind erneut auf die Straße gegangen und haben gegen Sarkozys Pläne protestiert. Rund 825.000 Menschen haben ihren Unmut am Sonnabend freien Lauf gelassen, 310.000 Teilnehmer legten Paris lahm. Nach einem Bericht des “Guardian” sind zehn Prozent der Tankstellen des Landes ohne Benzin, auch auf den Flughäfen wird der Treibstoff knapp. Seit fünf Tagen beeinträchtigen die Streiks das öffentliche Leben in Frankreich.

17:40 | Kulturquartier Köln: Willkommen, Götter und Schamanen

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Köln (KSTA). Wenn am kommenden Wochenende das Kulturquartier am Neumarkt seine Türen öffnet, dann hat Köln eine neue Attraktion, laden zwei bedeutende Museen zum „Dialog zwischen den Welten” ein. Gut, es hat ein wenig gedauert, es gab viel Ärger und viele Verzögerungen, doch es hat sich gelohnt: Das Rautenstrauch-Joest-Museum  am Ubierring wurde im Januar 2008 geschlossen, die Objekte verschwanden in Depots und Lagerhallen. Das Museum Schnütgen ist wegen der Umbauarbeiten seit Herbst 2009 nicht mehr zugänglich. Am 22. Oktober wird das Kulturquartier eröffnet, am Wochenende 23./24. Oktober ist das Haus – bei freiem Eintritt – für die Öffentlichkeit zugänglich. [WEITERLSEN]

17:39 | Bundespräsident Wulff: Besuch in der Türkei

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Berlin | Ankara. Morgen wird sich Bundespräsident Christian Wulff auf den Weg in die Türkei machen. Auf ihn wartet ein Empfang beim türkischen Präsidenten Gül. Obwohl Christian Wulff gerade einmal ein Vierteljahr Amtszeit hinter sich hat, ist die morige Türkeireise sein dritter Staatsbesuch nach der Schweiz und Russland. Jedoch ist mit der Türkeireise gleichzeitig eine große Aufgabe verbunden, denn mit seiner mittlerweile berühmten Rede am Tag der deutschen Einheit in Bremen, hat er eine enorme Diskussionswelle losgetreten.

Die Rolle des Islam in der Bundesrepublik wird nicht überall gleich bewertet und noch lange wird sie im Mittelpunkt vieler Diskussionen stehen. Umso größer sind die Erwartungen, die man nun in den Besuch Wulffs in der Türkei setzt. Mit Spannung blicken viele auf unser Staatsoberhaupt, wenn am Dienstag seine Rede vor dem türkischen Parlament stattfindet. Die türkische Regierungs-und Staatsführung zollte dem deutschen Bundespräsidenten bereits viel Lob für die offizielle Anerkennung des Islam als bedeutender Bestandteil der bundesdeutschen Lebensrealität.

Zuletzt war mit Johannes Rau (SPD) ein deutscher Bundespräsident in der Türkei gewesen. Der Besuch des neuen Bundespräsidenten wird aus unterschiedlichen Gründen genau unter die Lupe genommen. Rund drei Millionen Mitbürger türkischer Herkunft leben in der Bundesrepublik und derzeit wird eine kontrovers geführte Diskussion über die Integrationspolitik geführt. Verlangen die einen eine Erweiterung des Integrationsprogramms, regt sich bei anderen Unmut über Migranten, die sich eher integrationsunwillig zeigen. Auf Christian Wulff wartet eine schwierige Aufgabe, wenn er in Ankara auf die türkische Führung trifft.