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Archive für 1.10.2010

23:58 | “Unheilig” gewinnt den “Bundesvision Song Contest”

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Berlin. “Unheilig” hat den “Bundesvision Song Contest” 2010 gewonnen, welcher diesmal aus Berlin ausgetragen wurde. Nächstes Jahr findet der Musikwettbewerb aus Nordrhein-Westfalen statt. Vor wenigen Minuten ist die Sendung von Stefan Raab zu Ende gegangen. 16 Bands kämpften um den Sieg. Die Band Silly aus Sachsen-Anhalt kam auf den zweiten Platz. Der Musikwettbewerb wurde erstmals im Februar 2005 ausgestrahlt.

Bild: © ProSieben

23:36 | “Stuttgart 21″: 100.000 Teilnehmer protestieren

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Stuttgart. Der Protest ist heute friedlich geblieben: Am Abend demonstrierten laut der Veranstalter circa 100.000 Menschen gegen das geplante Bahnhofsprojekt “Stuttgart 21″. Das Projekt beschäftigt mittlerweile auch den Bundestag. Am Freitagmorgen kam auf Antrag der Linken der Innenausschuss des Bundestags zu einer Sondersitzung zusammen. Am Vortag war die Demonstration zwischen Polizisten und “Stuttgart 21″-Gegnern eskaliert. In der gestrigen Nacht wurden die ersten Bäume gefällt.

21:30 | Wetter: In der Nacht im Osten örtlich Bodenfrost

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WETTER. In der Nacht zum Samstag im Osten örtlich Bodenfrost. Am Samstag Im Nordosten zeitweise heiter, sonst von Westen her Wolken und Regen. Am Sonntag im ganzen Land sonnig. Während der Nordosten Deutschlands am Rande eines Hochs über Skandinavien verbleibt, hat der Ausläufer eines Tiefs über dem Nordatlantik den Westen und Süden erfasst. Er verlagert sich nur noch wenig und schwächt sich ab.

Er bringt vor allem im Süden am Freitagabend noch Regen, der örtlich schauerartig verstärkt sein kann. Im Nordseeküstenbereich nimmt der Südostwind noch zu, am Samstag sind im gesamten Küstenbereich WINDBÖEN der Stärke 7, vereinzelt auch der Stärke 8 möglich. Am Samstag wird auch in den östlichen Mittelgebirgen und später in den Alpen der Wind stärker. Im Westen und Süden ist in der Nacht zum Samstag gebietsweise NEBEL möglich, im Osten kann örtlich BODENFROST, vereinzelt sogar LUFTFROST auftreten.

Text: © Deutscher Wetterdienst

21:26 | Nordhessen: Polizei sucht verschwundenen 16-Jährigen

Diemelstadt. Die Polizei in Hessen sucht ein verschwundenen Jugendlichen. Offenbar hat er eine Waffe bei sich, dass berichtet das Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Der 16-Jährige ist aus der nordhessischen Diemelstadt spurlos verschwunden. Die Polizei teilte mit, dass der Teenager nichts mitgenommen hat, weder Handy noch Bankkarte. “Es gibt keine Hinweise dafür, dass er sich oder anderen etwas antun will”, hieß es bei der Polizei.

20:44 | “Stuttgart 21″ wird Realität: Bahn-Chef Grube ist Protest egal

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Stuttgart. Der Protest des Volkes in Bezug auf “Stuttgart 21″ ist groß und es ist den Verantwortlichen egal, was das Volk zu sagen hat. “Stuttgart 21″ soll definitiv gebaut werden. Nach Ansicht des Bahnchefs Rüdiger Grube gibt es kein Zurück beim Projekt Stuttgart 21. Er bedauere jedoch die Eskalation bei den Protesten.

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“Ich bin ein absoluter Gegner von Gewalt, aber Demokratie bedeute nicht nur, Entscheidungen zu treffen, sondern auch getroffene Entscheidungen umzusetzen”, sagte Bahnchef Grube der “Süddeutschen Zeitung” in der Samstagsausgabe. Wenn man etwas dagegen gehabt hätte, dann wäre die Möglichkeit da gewesen sich bei der damaligen Diskussion darüber zu unterhalten. “Die Fakten müssen auf den Tisch”, so heißt es weiter.

Den Menschen im Land bringt dieses offene Ohr relativ wenig. Der Bau ist beschlossen und die Kosteninvestition für den neuen Bahnhof ebenfalls. Aktuell sind eine Kostenhöhe von elf Milliarden Euro im Gespräch. Geld, welches an vielen Stellen sehr viel besser angelegt wären, so die Sicht vieler Bürger.

20:42 | Jahrhundertprojekt “Stuttgart 21″: Erste Bäume sind gefallen und wie geht´s weiter?

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Stuttgart. Mitten im Schwabenland soll ein futuristischer Bahnhof von gigantischen Dimensionen entstehen. Das Megabauwerk soll vom Kopf- zum Tunnelbahnhof umgestaltet und unter die Erde verlegt werden, inklusive Schienenetz. Befürworter sehen auch Vorteile mit der direkten Anbindung an den Flughafen. Weniger euphorisch beurteilen die Gegner das Projekt und selbst Massendemonstrationen haben bislang nicht verhindert, dass in der vergangenen Nacht die ersten Bäume für den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs gefällt wurden.

Massiver Polizeischutz war vor Ort und die Gegner des Projekts, das viele Milliarden Euro verschlingen wird, demonstrierten friedlich mit Trillerpfeifen und Sprechchören gegen das Abholzen. Robinien und Kastanienbäume, allesamt meherer Jahrzehnte alt, müssen geopfert werden, um Platz für eine Grundwasser-Aufbereitungsanlage zu haben. Aktuell bleibt abzuwarten, ob mit den Demonstrationen gegen das Projekt “Stuttgart 21″ ein heißer Herbst eingeläutet wird, der immer mehr Menschen motivieren könnte, zivilien Ungehorsam zu leisten.

20:10 | “Stuttgart 21″: Der Bahnhof wird doch gebaut

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Stuttgart. Trotz der schweren Proteste sieht Bahnchef Rüdiger Grube kein Zurück beim Projekt Stuttgart 21. „Ich bin sicher, dass der Bahnhof kommt“, sagte Grube in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. „Vermutlich können wir in zehn Jahren Einweihung feiern.“ Andernfalls werde sich in Deutschland nie wieder ein großes Infrastrukturvorhaben durchsetzen lassen.Er bedaure die Eskalation in Stuttgart. „Ich bin ein absoluter Gegner von Gewalt“, aber Demokratie bedeute nicht nur, Entscheidungen zu treffen, sondern auch getroffene Entscheidungen umzusetzen.

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Bahn-Chef Grube ist sich sicher, dass es zur Vollendung des Projektes kommen wird. Er begründet dies mit der Tatsache, dass bereits 17 Jahre damit verbracht wurden, diesen ungewöhnlichen Bahnhof zu realisieren. Er weist darauf hin, dass seinerzeit alle Gremien daran interessiert waren und es mit einer großen Mehrheit in Bund, Land, Region und Stadt abgesegnet haben. Weiter verweist Grube darauf, dass man jederzeit darüber hätte reden können und verurteilt die jetzigen Demonstrationen, die keine demokratischen Spielregeln ersetzen.

Von einer Deeskalation ist die Rede und weiter fordert grube, dass alle Fakten offen auf den Tisch gebracht werden. Unüberwindbare Schwierigkeiten sieht er jedoch, wenn jetzt kurzfristig Änderungen am bereits genehmigten Planfeststellungsverfahren vorgenommen werden. Er sieht einen Rückschritt um wenigstens zehn Jahre. Mut will ermachen, indem er darauf hinweist, dass es noch eine Vielzahl an städtebaulichen Gestaltungsmöglichkeiten gibt, die man ausschöpfen kann. Doch wie die gegenwärtige Lage beweist, haben sich die Fronten verhärtet und gewaltsame Ausschreitungen wie am gestrigen Tage sind nicht geeignet, einen Konsens herbei zu führen.

Befürworter von “Stuttgart 21″ weisen darauf hin, dass durch die Tieferlegung des neuen Bahnhofs rund 100 Hektar neue Stadtfläche gewonnen werden kann, die sich individuell gestalten lässt.

19:53 | Deutsche Einheit: Resultat aus Zivilcourage und dem Willen zur Selbstdemokratisierung

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Bremen. Genau vier Tage vor dem 41. Jahrestag endete für die Deutsche Demokratische Republik die Existenz als eigenständiger Staat. Übermorgen, am 3. Oktober, jährt sich der Tag zum 20. Male, an dem die Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Ost-Berlin der Bundesrepublik Deutschland beitraten und die deutsche Teilung überwunden war.

Um diese Ereignisse zu würdigen, wurde der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit und somit zum zentralen nationalen Feiertag erklärt. Basierend auf der Tatsache, dass selbstdemokratisierende Kräfte und eine friedliche Revolution den Weg zur deutschen Einheit ebneten, konnte die SED-Diktatur gestürzt werden.

In Erinnerung an diese Ereignisse ist der 3. Oktober seit 1990 als Tag der Deutschen Einheit der zentrale nationale Feiertag in Deutschland. Den Weg zur deutschen Einheit ebneten die friedliche Revolution und die Selbstdemokratisierung in der DDR. Die Zivilcourage vieler Menschen hatte letztendich bewirkt, dass eine Diktatur ein Ende fand. Der Umbruch in der DDR war ein wichtiger Teil der Reformbewegung in Ostmitteleuropa, die bereits Anfang der 80er Jahre in Polen seinen Anfang nahm. Die Teilung Europas und die kommunistischen Diktaturen fanden ein Ende, die aus den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs resultierten, den Deutschland im Jahr 1939 begonnen hatte.

19:30 | Brandenburg: Hochwasserlage weiter kritisch

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Elsterwerda. Die Hochwasserlage in Brandenburg ist weiter kritisch. Deiche drohen zu brechen, Straßen und Keller sind überflutet und die Anwohner hoffen, dass sie bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Doch es ist ein Hoffnungsschimmer in Sicht: Am Sonntag können die Bewohner aufatmen und es sollen bis zu 25 Grad werden, Regen wird`s nicht geben. Das Wasser kam schon an die Deichkrone, bis jetzt hielten größtenteils die Dämme. Mehr als 1.600 Helfer sind im Einsatz. Die Lage bleibt weiter kritisch.

19:24 | Hochwasseralarm: Angst vor brechenden Dämmen

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Elsterwerda. Das Hochwasser macht den Menschen in Ostdeutschland weiterhin ziemlich zu schaffen. Besonders kommt die Angst hinzu, dass die Dämme brechen könnten. Einsatzkräfte und Anwohner sind ohne eine Pause im Dauereinsatz, damit die Sicherheit gewährleistet werden kann. Das Wasser ging bereits über die Deichkronen, wie “Berliner Morgenpost” berichtet. Die Dämme hielten jedoch. Erst am Sonntag soll bei Pegel Herzberg die Alarmstufe 4 erreicht werden. Dies sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, am Freitag.