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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
NACHRICHTEN SPEZIAL. Am Samstag sind bei einer Massenpanik während der diesjährigen und letzten Loveparade in Duisburg 20 Menschen ums Leben gekommen, über 500 weitere Personen wurden verletzt. Bilder der Katastrophe gingen um die Welt, Deutschland steht weiter unter Schock: Die Verantwortlichen machen sich gegenseitige Schuldzuweisungen und Grüne und die Linke fordern den Rücktritt des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland.
An dem Festival nahmen 1,5 Millionen teil, obwohl nur Ort für circa 400.000 Personen geeignet ist - Eine unverantwortliche Entscheidung der Verantwortlichen, die Loveparade in Duisburg auszurichten. Kukksi-Reporter Adrian Sierleja war vor Ort und schildert die Wut und Trauer in Bildern.
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Bilder: © Kukksi | Adrian Sierleja
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
NACHRICHTEN SPEZIAL. Das Duisburger Rathaus wusste offenbar von den Sicherheitsbedenken Bescheid und veranstaltete trotzdem die Loveparade in Duisburg, wo bei einer Massenpanik 20 Menschen ums Leben kamen und über 500 Menschen verletzt worden. Die Stadtverwaltung schweigt: Feuerwehr, Malteser und Ordnungsamt verweisen bei Presseanfragen alle auf die Stadtverwaltung - Doch dort ist niemand erreichbar, weder telefonisch und auch nicht per Mail, ein ungewöhnlicher Vorgang.
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Auch die Duisburger Polizei ist still geworden, auch die Kölner Polizei verweist auf die Staatsanwaltschaft - Und die Staatsanwaltschaft schweigt ebenfalls. Ein Sitzungsprotokoll vom 18.Juni belegt, dass die Stadt in den Verhandlungen mit dem Loveparade-Veranstalter Lopavent tatsächlich weitgehende Konzessionen machte. Die Angst in der Stadt ist groß - Doch wer ist nun Schuld an der Tragödie? Die Frage bleibt wohl noch offen.
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27.7.2010 von POLITIK.DE.
DOSSIER. 92.000 Dokumente umfassen die auf Wikileaks veröffentlichten, eigentlich vertraulichen, Informationen über den Krieg in Afghanistan. Einige davon sind so brisant, dass sie sogar vor der afghanischen Regierung geheim gehalten wurden.
Die Dokumente räumen auf mit dem öffentlich vermittelten Bild des Konflikts. Demnach soll das Land im Laufe der letzten Jahre nicht sicherer geworden sein. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Dasselbe gelte auch für den in Deutschland gerne als vergleichsweise sicher und ungefährlich bezeichneten Norden Afghanistans. Dort sind die deutschen Truppen der NATO-Mission ISAF stationiert. Besonders explosiv: Die Dokumente berichten davon, dass der pakistanische Geheimdienst die Taliban unterstütze.
Die jetzt veröffentlichten Informationen sind nicht der erste Coup, den Wikileaks landen konnte. Seit 2006 bietet die Seite Menschen mit Zugang zu geheimen Dokumenten die Möglichkeit, diese anonym zu veröffentlichen. Lediglich fünf feste (und anonyme) Mitarbeiter hat Wikileaks, der Öffentlichkeit bekannt ist nur der Australier Julian Assange.
Die Bandbreite der Publizierungen reicht von lustig-harmlos bis zu Hinweisen auf Kriegsverbrechen. 2008 wurde zum Beispiel der Inhalt von Sarah Palins Yahoo!-Mailbox veröffentlicht, nachdem der Sohn eines demokratischen Abgeordneten ihre Zugangsdaten erraten hatte. Daraufhin stellte sich heraus, dass Palin ihren privaten Account für offizielle Regierungsgeschäfte benutzte. Im selben und noch einmal im darauf folgenden Jahr erschien eine Liste mit Namen von Mitgliedern der rechtsextremen British National Party auf Wikileaks.
Am meisten Aufsehen erregte aber vermutlich die Veröffentlichung eines Videos in diesem Frühjahr, das US-Soldaten bei der Tötung von irakischen Zivilisten und Reuters-Journalisten aus einem Hubschrauber zeigt. Geleakt (”leak” ist das englische Wort für Leck oder Loch) wurde das Video vermutlich von einem Mitglied der US Armee. Im Mai wurde der 22-jährige Bradley Manning verhaftet. Ihm drohen wegen der Veröffentlichung bis zu 52 Jahre Haft.
Sollte er schuldig gesprochen werden, steht Manning in einer langen Tradition von so genannten Whistleblowern (”Pfeifenbläser”). Sie machen die Öffentlichkeit auf Missstände in Politik oder Wirtschaft aufmerksam. Ihre Handlungen sind dabei in den meisten Fällen nicht legal, da sie vertrauliche und klassifizierte Informationen veröffentlichen.[WEITERLESEN]
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN NRW.
Río de Janeiro. Eine Geiselnahme beim Dardanelos-Staudamm im brasilienaischen Bundesstaat Mato Grosso ist am Montag unblutig zu Ende gegangen. Etwa 300 brasilianische Ureinwohner haben ein Wasserkraftwerk und fünf Manager als Geiseln genommen, dass berichtet brasilianische Medien. Die Geiselnehmer forderten eine Millionenentschädigung. Grund: Eine ihrer Begräbnisstätten wurden zerstört, wie die Presse vor Ort berichtete. Umgerechnet 4,4 Millionen Euro verlangten die Protestanten.
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
NACHRICHTEN SPEZIAL. In Ziffer 11 des Pressekodex heißt es: “Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid.” Und weiter: “Die Berichterstattung über Unglücksfälle und Katastrophen findet ihre Grenze im Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gefühlen von Angehörigen. Die vom Unglück Betroffenen dürfen grundsätzlich durch die Darstellung nicht ein zweites Mal zu Opfern werden.”
Die “Bild”-Zeitung: Bestückt mit Bildern und Videos zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Teilweise waren in den Bildern auch Opfer genau zu sehen, welche auf der Straße abgedeckt lagen. Das führte zu einer Beschwerdeflut beim Presserat, dies berichtet das Medienmagazin “DWDL”. Auch der Schutz der Persönlichkeitsrechte wird in der “Bild”-Berichterstattung bemängelt. Bei der Massenpanik in Duisburg sind 20 Menschen ums Leben gekommen, über 500 wurden verletzt.
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN NRW.
TOPTHEMA. Trotz Sicherheitsbedenken hat Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland die Loveparade genehmigt. Der Veranstalter kritisiert nun die Polizei und die Beteiligten beschuldigen sich gegenseitig. Die Zahl der Todesopfer ist am Montag auf 20 angestiegen, über 500 weitere Personen sind verletzt. Der Druck und die Kritik steigt auf die Veranstalter. Die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, dass die Polizei bereits im Vorfeld vor Mängeln im Sicherheitskonzept gewarnt hat.
Besonders der ehemalige Polizeipräsident Rolf Cebin, welcher mittlerweile im Ruhestand ist, hatte die Veranstaltung kritisiert und war gegen die Austragung der Technoparade, an der in etwa 1,5 Millionen Menschen teilnahmen. Vorwürfe muss besonders der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) einstecken. Erlaubnis der Veranstaltung gab es erst kurz vor Beginn der Loveparade. Bis Freitag wurde nach Medienberichten über die Sicherheitsdebatte diskutiert.
STARS & STERNCHEN. Die Todesursache von Brittany Murphy ist weiterhin unklar. Mittlerweile werden Vermutungen laut, dass Schimmel im Haus der Auslöser gewesen sein könnte. Der Internetdienst „Tmz.com“ berichtete am Sonntag, dass die kalifornische Gesundheitsbehörde einen möglichen Schimmelbefall in dem früheren Haus gefunden haben soll. die Schauspielerin ist im Dezember des vergangenen Jahres an einer Lungenentzündung gestorben. Eine Vergiftung mit mehreren Medikamenten soll ebenfalls zu ihrem Tod beigetragen haben.
MEDIEN. Sophie Thomalla könnte ein neues Jury-Mitglied der RTL-Castingshow “Deutschland sucht den Superstar” werden, dass berichtet die “Bild”-Zeitung. Der Kölner Privatsender RTL hat sich zu den Gerüchten bisher noch nicht geäußert. Thomalla ist Schauspielerin und “Let’s Dance”-Gewinnerin und würde Nina Eichinger ersetzen. RTL will die neue Jury-Besetzung Ende August bekannt geben. Wie die neue Jury in der kommenden Staffel aussehen wird, dürfte wohl noch für Gesprächsstoff sorgen - Dieter Bohlen ist natürlich dabei.
WETTER. Zwischen dem Azorenhoch und tiefem Druck über Skandinavien und Russland gelangt von Nordwesten her relativ kühle Meeresluft nach Deutschland. Von der Nordsee zieht ein nur in höheren Atmosphärenschichten ausgeprägtes Tief heran. Morgen sind vornehmlich in Bayern GEWITTER zu erwarten. © Deutscher Wetterdienst (DWD)
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Düsseldorf I Astrid Albrecht-Sierleja.
NACHRICHTEN SPEZIAL. Die Fragen nach dem Sicherheitskonzept für die Mega-Party Loveparade 2010 reißen nicht ab und sind nach wie vor unbeantwortet. Befürchtet wird derzeit, dass allein aus Kostengründen eine Alternative verworfen wurde. Medienberichten zufolge hatten sich Feuerwehr wie auch die Polizei dafür stark gemacht, bauliche Engpässe zu vermeiden und auch die Leute großflächiger anreisen zu lassen.”Spiegel Online” berichtete, dass ein solches Sicherheitskonzept abgelehnt worden sei, weil ein weitaus größerer Personalaufwand nötig gewesen wäre.
Weiter berichtet “Spiegel Online”, dass alle relevanten Unterlagen dazu bei der Bundespolizei nicht mehr vorliegen und von den Computern gelöscht wurden. Den Berichten zufolge soll mittels eines Verwaltungsdokuments eine Befreiung für vorgeschriebene Breiten von Fluchtwegen erfolgt worden sein. Die Duisburger Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen und hat nun die schwere Aufgabe, Licht ins Dunkel und in die Ursachen zu bringen, die zur Katastrophe am vergangenen Samstag führte, bei der 20 Menschen ihr Leben verloren.
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN NRW.
WETTER. Die Druckgebilde im europäisch-atlantischen Raum formen in diesen Tagen eine Großwetterlage, die als zyklonale West- bis Nordwestlage zu bezeichnen ist. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Luftmassen aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen nach Deutschland kommen und dabei von Tiefdruckgebieten so gesteuert werden, dass dichte Wolken und Niederschläge entstehen.
Ein flüchtiger Blick auf die Wetterkarten der letzten Stunden lässt dabei zunächst mal nicht viel Aufregendes erkennen. Vom Atlantik erstreckt sich ein Hochkeil in Richtung Mitteleuropa, scheint bei uns aber zu schwächeln und macht hier Platz für recht niedrigen Luftdruck. Markante Luftmassengrenzen am Boden sind über der Mitte Europas aber nicht zu finden. Dennoch traten in weiten Deutschlands in den letzten Stunden teilweise sehr ergiebige Regenfälle auf.
Bei der Entstehung dieser Regenfälle kommen zwei Aspekte in Spiel, die nicht an Tiefausläufer, bzw. Luftmassengrenzen gekoppelt sind. Einerseits überquerte am Montag ein Höhentief unseren Raum von Nordwest nach Südost. Es handelt sich dabei um ein Gebiet mit sehr kühler Luft, welches sich nur in höheren Luftschichten als Tiefdruckgebiet abzeichnet. Wolken und Regen verursachen kann ein solches Gebilde aber allemal. Der zweite wichtige Punkt bei der Entstehung der starken Regenfälle war der Umstand, dass bei nordwestlicher Anströmung sich die Luftmassen an den Mittelgebirgen, vor allem aber an den Alpen stauen und damit die ohnehin schon kräftigen Regenfälle noch verstärkt werden.
Die von Gewittern durchsetzten Niederschläge brachten stellenweise ganz erhebliche Regensummen. Vom östlichen Niedersachsen nach Süden lag ein Gebiet in dem von Montag 8 Uhr bis Dienstag 8 Uhr häufig 10 bis 40 mm Regen fielen. Einzelne Orte brachten es aber noch auf viel mehr Regen, so beispielsweise Neustadt bei Coburg (Bayern) mit 97 Litern und als Spitzenreiter in Sachen Regen Sigmarszell (Bayern/Alpen) mit 106 Litern pro Quadratmeter.
Derartig starke Niederschläge stehen uns am Dienstag nicht bevor, der Mittwoch bringt aber von Nordwesten her den nächsten Schwall feuchter Luft und Regen, die dabei auftretenden Niederschläge sollten dabei aber nicht die Intensität der gestrigen Regenfälle erreichen.
Text: © Deutscher Wetterdienst (DWD) | Dipl.-Met. Bernd Zeuschner
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
NACHRICHTEN SPEZIAL. Trotz Sicherheitsbedenken hat Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland die Loveparade genehmigt. Der Veranstalter kritisiert nun die Polizei und die Beteiligten beschuldigen sich gegenseitig. Die Zahl der Todesopfer ist am Montag auf 20 angestiegen, über 500 weitere Personen sind verletzt. Der Druck und die Kritik steigt auf die Veranstalter. Die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, dass die Polizei bereits im Vorfeld vor Mängeln im Sicherheitskonzept gewarnt hat.
Besonders der ehemalige Polizeipräsident Rolf Cebin, welcher mittlerweile im Ruhestand ist, hatte die Veranstaltung kritisiert und war gegen die Austragung der Technoparade, an der in etwa 1,5 Millionen Menschen teilnahmen. Vorwürfe muss besonders der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) einstecken. Erlaubnis der Veranstaltung gab es erst kurz vor Beginn der Loveparade. Bis Freitag wurde nach Medienberichten über die Sicherheitsdebatte diskutiert.
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Sauerland teilte mit: “Mir sind keine Warnungen bekannt.” Trotz heftiger Kritik lehnt der Bürgermeister Adolf Sauerland einen Rücktritt ab. Grüne und Linkspartei forderten einen Rücktritt des Polikers. Ob er dem Druck standhält und ob er wirklich im Amt bleibt und den Vorwürfen gewachsen ist, wird sich die nächsten Tage zeigen. Loveparade-Organisator Rainer Schaller wies die Vorwürfe von sich und kritisierte die Leitung der Polizei.
Stadtverwaltung, Bürgermeister, die Organisatoren oder die Einsatzleitung der Polizei: Die “Schuldfrage” an der Loveparade-Katastrophe wird wohl die nächsten Tage noch heiß debattiert werden. 20 Todesopfer und über 500 Verletzte sind die traurige Bilanz einer erst fröhlichen Parade, welche sich später zur Katastrophe entwickelte: Am gestrigen Abend verstarb einer 21-jährige Frau an ihren schweren Verletzungen.
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27.7.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN NRW.
Paris. Als Vergeltung für einen französisch mauretanischen Militärschlag hat das Terrornetzwerk eine französische Geisel hingerichtet, dass berichtet “Welt online”. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im April. Michel Germaneau hatte eine Schuld in Niger begutachtet und seit Mai gab es kein Lebenszeichen von ihm. Germaneau wurde nicht gefunden. Ein Al-Qaida-Mitglied erklärte in einer Tonbandaufnahme, Sarkozy sei schuld am Tode Germaneaus.
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