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16:00 I Kukksi-Interview mit Daniel Küblböck

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Am heutigen Sonntag veröffentlicht Kukksi nochmal einige Interviews im Original, welches das Berliner Jugend- und Studentenmedium bisher geführt hat.

INTERVIEW | 13.01.2009. Er wurde bekannt durch die RTL-Show “Deutschland sucht den Superstar”. Die Zuschauer haben ihn ins Herz geschlossen. Vom Superstar zum Geschäftsmann - Seine Musik bleibt aber im Vordergrund. Das Interview wurde von Kukksi-Inhaber Oliver Stangl mit Daniel Küblböck hinter den Kulissen geführt. Hier das komplette Kukksi Interview. (Vom 13.01.2009)

Sehr geehrter Herr Küblböck, von Ihnen hat man lange nichts gehört. Was haben Sie die letzten Monate gemacht?

Ich gebe viele live Konzerte quer durch Deutschland, bin aktuell mit meiner „Jazz meets Blues, wenn zwei sich verlieben“-Tour unterwegs. Mein nächstes Konzert ist am 17.01. in Erfurt und wird auch live im Internet über http://www.daniel-kueblboeck.de/petvlive.php und über RADIO MIXMAX http://mainmax.radio-mixmax.tv übertragen.
Außerdem habe ich mich mit meinem Projekt „Liebe positiv – Bleib negativ“ für die Deutsche AIDS-Stiftung eingesetzt und viel Geld mit einigen Aktionen gesammelt.

Und neben meinen eigenen Projekten sind da natürlich auch noch einige Interviews und Fernsehauftritte.

2.      Haben Sie denn vor, die nächste Zeit weiter Musik zu produzieren oder werden Sie speziell die „Positive Energie GmbH“ leiten? Sind eventuell neue Singles geplant?

Meine Firma gibt es ja bereits seit 2004 und natürlich werde ich diese auch weiterhin leiten. Die Musik steht bei mir als Künstler an erster Stelle und daher werde ich auch Musik produzieren. Mein aktuelles Live-Album „Zero to Sexy“ gibt es seit Dezember.

3.     Haben Sie noch Kontakt zu den anderen DSDS-Kandidaten? (Gracia, Juliette, Alexander). Was haben Sie für Erfahrungen in dieser Sendung gesammelt? Haben Sie noch Kontakt zu Dieter Bohlen?

Zu Juliette habe ich noch Kontakt. Sie ist auch bei meiner Charity-Gala in Mannheim zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung aufgetreten. Und Dieter Bohlen hat mir zu Weihnachten eine SMS geschickt.

Natürlich nimmt man auch einige Erfahrungen von DSDS mit. Man startet von 0 auf 100 in einem harten Geschäft. Da gibt es natürlich viele Erfahrungen, die einen prägen.

4.     Weshalb haben Sie damals bei der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ teilgenommen? Weshalb gab es Auseinandersetzungen mit den anderen Kandidaten? Könnten Sie sich vorstellen, nochmals ins RTL-Dschungelcamp zu gehen? Welche Erfahrungen haben Sie aus der Show gesammelt?

Ich war damals 18 und da war es natürlich ein Abenteuer in den Dschungel nach Australien zu gehen. Heute würde ich das nicht mehr machen. Die Erfahrung mit so unterschiedlichen und verschiedenen Menschen so viele Tage zusammen zu sein, möchte ich jedoch nicht missen.

5.     Für alle die es nicht wissen … Was macht die „Positive Energie GmbH“ genau? Können Sie dies uns kurz erklären?

Wir sind eine Medienagentur, die sowohl die Veranstaltungen und Aktionen rund um meine Person organisiert, als auch als Full-Service-Agentur in allen Medienbereichen aktiv wird. Schaut doch einfach mal auf der Homepage www.pe-medien.de vorbei.

6.   Wann sieht man Sie das nächste mal im Fernsehen? (INFO: Show vorbei)

Schon am Mittwoch, 14.01.2009 um 14 Uhr live bei Oliver Geissen ;-)

7.    Was können Sie Bewerben von „DSDS“ mit auf den Weg geben, um sich gut gegen Dieter Bohlen durchzusetzen?

Man sollte einfach immer ehrlich und authentisch sein. Das ist das beste Rezept, was ich geben kann… nicht nur bei Dieter Bohlen.

8.    In diesen Tagen startet die vierte Staffel der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Ist die Wahl der Kandidaten von RTL richtig getroffen? Denken Sie, es gibt wieder Auseinandersetzungen? (INFO: Läuft derzeit)

        Auseinandersetzungen wird es sicherlich geben, das bleibt einfach nicht aus. Die Mischung der Kandidaten ist wieder sehr bunt und verspricht viel ;-)

9.      Was werden Sie 2009 machen, bzw. was haben Sie geplant?

Für 2009 habe ich viele Konzerte, Projekte und Events geplant. Ich möchte viel Musik machen. Eine neue Live-DVD meiner aktuellen Tour ist auch in Planung.

PERSÖNLICHE FRAGEN

1.      Wie haben Sie Weihnachten 2008 verbracht?

Heiligabend habe ich mit Freunden in meiner neuen Heimat in Wiesbaden verbracht. Die restlichen Weihnachtsfeiertage war ich bei meiner Familie in Niederbayern, was sehr schön war.

2.     Verbringen Sie viel Zeit mit Ihrer Familie?

 Ich versuche meine Familie so oft zu besuchen, wie es zeitlich möglich ist. Ich verbinde das dann oft mit Terminen, die ich in Bayern habe.

3.      Was unternehmen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich gehe leidenschaftlich gerne ins Kino und treffe mich viel mit Freunden.

Wir danken Daniel Küblböck.

Text: © Kukksi I Bilder: © Kukksi I Oliver Stangl

15:30 I Kukksi-Interview mit Mina Tander

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Am heutigen Sonntag veröffentlicht Kukksi nochmal einige Interviews im Original, welches das Berliner Jugend- und Studentenmedium bisher geführt hat.

INTERVIEW | 06.05.2009. Die gebürtige Kölnerin gab 1995 in der TV-Produktion ,,Absprung” ihr Filmdebüt. 1999 bekam sie dann ihre erste Kinorolle in ,,Hinter dem Regenbogen”. Weitere Filme wie ,,Unschuldige Biester” (1999), ,,Schule” (2000) und ,,Harte Jungs” (2000) folgten. Ihren Durchbruch hatte sie mit dem Film ,,Hat er Arbeit?” von ,,Hilde”-Regisseur Kai Wessel. Danach war sie u.a. in den Filmen ,,Brombeerchen” (2002), ,,Wen küsst die Braut?” (2002), ,,Oktoberfest” (2005), ,,Tornado - Der Zorn des Himmels” (2006), ,,Wie küsst man einen Millionär?” (2007) und der SAT 1-Produktion ,,Wir sind das Volk” zu sehen.

Ihr neuster Film ,,Maria, ihm schmeckt´s nicht!” startet am 6. August in den Kinos. Darin spielt sie die Halbitalienerin Sara, die mit ihrem Verlobten Jan (Christian Ulmen) zu ihrer Familie ins italienische Campobello fährt, um dort die Hochzeitsvorbereitungen zu treffen. Jan muss sich jedoch erst bei seinem Schwiegervater Antoni (Lino Banfi) bewähren. Den Trailer kann man sich schon HIER auf der offiziellen Homepage ansehen!

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Geburtstag: 04.12.1979

Geburtsort: Köln

 Filmographie (Auszug):
 - 1995: Absprung
- 1999: Hinter dem Regenbogen
- 2006: Tornado - Der Zorn des Himmels (Pro7)
- 2008: Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen (Sat.1)
- 2009: Maria, ihm schmeckt´s nicht!

KUKKSI: Bereits in der Schule haben Sie Theater gespielt. Mit 16 Jahren haben Sie dann Ihre erste TV-Rolle in dem Drama ,,Absprung” bekommen. Was war das für ein Gefühl, das erste Mal professionell vor der Kamera zu stehen?

Mina Tander: Es war sehr aufregend für mich. Ich hatte zwar vorher schon Theater gespielt, doch eine Kamera plötzloch vor der Nase zu haben, war für mich ganz neu und erstmals befremdend. Ich war furchtbar nervös. Hinzu kam, dass ich in meiner allerersten Szene auch noch souverän ein Referat vor einer Schulklasse halten musste. Das war vielleicht eine Feuertaufe!

KUKKSI: Sie sind sehr vielseitig! In Ihrem ersten Kinofilm ,,Hinter dem Regenbogen” von 1999 spielen Sie die coole 15-jährige Marie, die sich mit ihren Freundinnen an den Sänger Ray heranschmeißt, was sich im Lauf des Films in einen Horrortrip wandelt. In ,,Harte Jung” sind Sie als blonde Sexbombe Leonie zu sehen, dann spielen Sie in ,,Hastig werden wir leiser” eine Selbstmörderin und in ,,Tornado - Der Zorn des Himmels” standen Sie als junge Ärztin, die zwischen zwei Männern steht vor der Kamera. Wie bereiten Sie sich auf die unterschiedlichen Rollen vor?

Mina Tander: Mit den Jahren entwickelt man seine ganz eigene Herangehensweise an die einzelnen Rollen. Und mit der Zeit, den dazugehörigen Erfahrungen festigt sich diese dann auch. Aber da man nie auslernt, bereite ich mich immer wieder gerne auf meine Rollen zusammen mit meinem Schauspielcoach Frank Betzelt vor.

KUKKSI: Ab dem 6. August sind Sie in der Komödie ,,Maria, ihm schmeckt´s nicht!” im Kino zu sehen. Darin spielen Sie die Halbitalienerin Sara, die mit ihrem Verlobten Jan (Christian Ulmen) zu ihrer Familie ins italienische Campobello fährt, um dort die Hochzeitsvorbereitungen zu treffen. Jan muss sich jedoch erst bei seinem Schwiegervater Antonio (Lino Banfi) bewähren. Was hat Sie an der Rolle gereizt?

Mina Tander: Es ist eine echte Traumrolle für mich, weil ich schon seit Jahren großer Italienfan bin und für eine gewisse Zeit in Rom lebte. Da ich selber nur Halbdeutsche bin, konnte ich mich auch wunderbar in Saras Situation hineinversetzen.

KUKKSI: ,,Maria, ihm schmeckt´s nicht!” ist die Verfilmung des Bestsellers von Jan Weiler. Haben Sie noch weitere Bücher von ihm gelesen? Haben Sie einen Lieblingsautor oder ein Lieblingsbuch?

Mina Tander: Das habe ich bewusst vor den Dreharbeiten vermieden, weil ich befürchtete, dass es mich sonst zu sehr beeinflussen könnte. Aber erst gestern hat mir eine Freundin von Jan Weilers ,,Antonio im Wunderland” vorgeschwärmt, so sehr, dass es jetzt meine nächste Lektüre wird. Ansonsten bin ich ein großer Fan von Virginia Woolf und Italo Calvino. Und meine heimliche Leidenschaft sind skandinavische Krimis.

KUKKSI: Wer ist Ihr schauspielerisches Vorbild?

Mina Tander: Die Einzigartigkeit ist gerade das Besondere, deshalb habe ich keine klassischen Vorbilder. Allerdings mag ich Cate Blanchett. Ihr schaue ich gerne zu. Sie kann wirklich alles spielen, verschmilzt mit der Figur und ist immer echt dabei.

KUKKSI: Viele Kinder träumen davon, später Schauspieler zu werden! Was können Sie Ihnen an Tipps mit auf den Weg geben? Gibt es auch Nachteile in diesem Beruf?

Mina Tander: Wenn man Schauspieler werden möchte, ist eine Theater AG perfekt. Hier kann man sich schon in jungen Jahren ausprobieren und gucken, ob das Schauspielern etwas für einen ist. In großen Städten gibt es außerdem einige Kinder- und Jugendagenturen, bei denen man sich bewerben kann. Um das Spielen auch vor der Kamera auszuprobieren, kann man z.B. seinen eigenen Film mit Freunden drehen. So lernt man nicht nur, sich vor der Kamera zu bewegen, sondern es macht dabei noch riesigen Spaß. Nach der Schule gibt es dann noch den klassischen Weg ,,Schauspieler” zu werden - die so genannte Vorsprechtour an verschiedenen Schauspielschulen. Man muss sich in dem Beruf allerdings auch darauf einstellen, dass man nicht immer weiß, was man als nächstes dreht. Das bedeutet, dass man oft warten muss, bis das nächste Projekt folgt. Generell sollte man immer gute Fotos und (wenn möglich) ein gutes Demoband haben, sowie vorbereitet und möglichst entspannt zu Castings / Drehs kommen.

KUKKSI: Sie stehen oft für Kino- und TV-Produktionen vor der Kamera. Werden wir Sie demnächst auch auf einer Theaterbühne sehen, oder wollen Sie sich auf Filmproduktionen beschränken?

Mina Tander: Ich möchte mich nicht nur auf Film- und Fernsehproduktionen beschränken. Ich habe ein Vorsprechrepertoire und will mich schon seit geraumer Zeit darum kümmern, endlich vorzusprechen. Das sollte ich wohl mal tun! Danke für den Hinweis (lachend).

KUKKSI: Sie sind von ihrer Heimatstadt Köln nach Berlin gezogen. Was fasziniert Sie an der Stadt?

Mina Tander: Berlin ist eine ,,echte” Großstadt. Sie ist sehr lebendig und abwechslungsreich. Es gibt ständig etwas Neues zu sehen und zu erleben. Außerdem hat Berlin eine beeindruckende Geschichte und viele interessante Menschen wohnen hier.

KUKKSI: Als Schauspielerin ist man beruflich viel unterwegs. Wie verbringen Sie ihre Freizeit?

Mina Tander: Ich versuche viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, besuche so oft es geht meine Familie, gehe sehr viel ins Kino, mache Sport, lese und verreise unheimlich gerne.

KUKKSI: Kukksi ist ein Jugendprojekt, das Internetfernsehen produziert und Informationen in den Bereichen Unterhaltung, Politik und Sport bietet. Kannten Sie vor dem Interview Kukksi und was halten Sie von dem Projekt?

Mina Tander: Ehrlicherweise kannte ich Euch nicht, umso toller fand ich, was ich auf Eurer Homepage gesehen habe. Die Artikel sind super und engagiert geschrieben, die Aufmachung sehr ansprechend. Ich wünsche Euch viel Erfolg für die Zukunft!

  • Wir bedanken uns für das Interview. 

Denise Jeske hat das Interview mit Mina Tander geführt.

15:00 I Kukksi-Interview mit Klaus Ernst

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Am heutigen Sonntag veröffentlicht Kukksi nochmal einige Interviews im Original, welches das Berliner Jugend- und Studentenmedium bisher geführt hat.

INTERVIEW | 01.04.2010. Deutschland hat derzeit viele Probleme: Von Steuerreform, über Mindestlohn bis hin zu Hartz-IV. In wenigen Wochen ist die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Kukksi hat mit dem Vorsitzenden der Bundestagsfraktion DIE LINKE und stellvertretenden Parteivorsitzenden Klaus Ernst ein Interview zu den Themen NRW-Wahl, Hartz-IV-Debatte, sozialen Aktionen und über DIE LINKE geführt.

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  • KUKKSI-INTERVIEW MIT KLAUS ERNST

In wenigen Wochen findet die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt. Warum muss DIE LINKE kämpfen, um überhaupt in den Landtag zu kommen? Was läuft falsch?

Nach aktuellen Umfragen sieht es für einen Einzug der LINKEN in den Landtag in NRW sehr gut aus. Wir werden selbstverständlich bis zur Wahl am 9. Mai weiterkämpfen, um den Einzug in das Düsseldorfer Parlament sicherzustellen. Ich sehe der Wahl sehr optimistisch entgegen.

Hartz-IV, Afghanistan-Einsatz, Mindestlohn, Steuersenkung – Das waren einige Themen, die die letzten Wochen brisant waren. Hat ihrer Meinung nach die gelb-schwarze Koalition die Bundesrepublik im Griff? Sind Angela Merkel und Guido Westerwelle überhaupt noch in der Lage, dieses Land mit einer Rekordverschuldung gemeinsam zu regieren?

Die entscheidende Frage für eine Bundesregierung ist, ob sie für die aktuellen finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme unseres Landes vernünftige Lösungen anbieten kann. Die Bundesrepublik hat im vergangenen Jahr die schlimmste Finanz- und Wirtschaftskrise in ihrer Geschichte erlebt. Und die Kanzlerin befindet sich in einer Verhaltensstarre. Bisher hat sie alle Probleme ausgesessen, während sich die Koalition streitet wie die Kesselflicker. Egal, ob bei der Gesundheits,- Steuer- oder Arbeitsmarktpolitik. Mein Eindruck ist: Frau Merkel will die Krise noch bis zur NRW-Wahl im Mai aussitzen. Doch die Zeit haben wir nicht. Jeder verlorene Tag kostet Millionen Euro Steuergelder und gefährdet tausende Arbeitsplätze. Wir müssen jetzt handeln. Die Kanzlerin muss die Interessen des Landes über Parteiinteressen stellen.

Die Berechnung der Hartz-IV-Regelsätze wurde vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe für verfassungswidrig erklärt. Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle hat mit der Sozialreform Hartz-IV eine heftige Debatte ausgelöst und sich zu Hartz-IV-Empfängern negativ geäußert. Ein Außenminister, der sich auf innenpolitische Themen spezialisiert – Nur ein Ablenkungsmanöver von der Weltwirtschaftskrise und FDP-Steueraffäre? Was halten sie von dem sogenannten Bürgergeld, welches die Liberalen einführen wollen?

Ich rate Herrn Westerwelle, sich besser auf sein Ressort zu konzentrieren. Aber selbst diese Aufgabe scheint eine Nummer zu groß für ihn zu sein. Die Affäre um seine Lateinamerika Reise, hat das mehr als deutlich gemacht. Herr Westerwelle hat damit nicht nur dem Land, sondern auch dem Ansehen der Politik in der Öffentlichkeit scher geschadet. Gleichzeitig betätigt sich Herr Westerwelle als innenpolitischer Brandstifter und hetzt gegen Erwerbslose. Das von der FDP angestrebte Bürgergeld würde vor allem Familien treffen. Gerade Kinder würden dann unter dem Wegfall von bestimmten Leistungen leiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen sich für das FDP-Bürgergeld begeistern lassen, dessen Leistungshöhe sich auf Hartz IV-Niveau bewegt. Wir schlagen stattdessen eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I vor und sanktionsfreie bedarfsdeckende Mindestsicherung von 500 Euro plus Wohngeld.

Angela Merkel hat sich von Westerwelles Äußerungen distanziert und hat größtenteils zur Hartz-IV-Debatte geschwiegen. Will die Bundeskanzlerin überhaupt noch mit der FDP regieren? Deutschland hat am 27.09.09 gewählt, zufolge von Umfragen wollen nur noch wenige diese Koalition. Was hätte Frank-Walter Steinmeier anders gemacht oder was wäre anders geworden, wenn CDU und SPD die Koalition weiter geführt hätten?

Ob die Bundeskanzlerin noch weiter mit der FDP regieren möchte kann sie nur selbst beantworten. Den Eindruck erweckt sich gerade jedenfalls nicht. Leider wird vielen Menschen erst jetzt klar, dass die FDP mit ihren Versprechen von Steuersenkungen geblendet hat. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass der Sozialabbau und die Deregulierung des Arbeitsmarktes mit Frank-Walter Steinmeier verhindert worden wäre. Schließlich gehört Steinmeier immer noch zu jener SPD, die die Hartz-Gesetze geschaffen hat und dem Sozialabbau in Deutschland, gemeinsam mit den Grünen, Tür und Tor geöffnet hat. Die SPD begreift langsam, dass ihr neoliberaler Kurs der letzten Jahre fatal war. Wohin dieses Umdenken am Ende führt bleibt aber unklar.

Mal angenommen, DIE LINKE würde JETZT Deutschland regieren. Was würden Sie an erster Stelle anders machen? Was hätten Sie vor?

Besonders wichtig ist im Augenblick die Menschen vor den Auswirkungen der Krisen zu schützen. Dafür müssen wir prekäre Arbeitsverhältnisse bekämpfen und die Kaufkraft stärken. Weiterhin ist es von essenzieller Bedeutung die Ursachen der Krise wirksam zu bekämpfen. Die einseitige Ausrichtung auf Rendite hat den Menschen aus der Arbeitswelt verdrängt. Die Krise ist kaum ausgestanden, da wird an den Finanzmärkten schon wieder kräftig spekuliert. Wir wollen deshalb, die Finanzmärkte regulieren und die Großbanken an die Leine nehmen. Es kann nicht sein, dass die Steuerzahler für die Kosten der Krise aufkommen. Deshalb fordern wir eine Bankenabgabe und eine internationale Finanztransaktionssteuer.

Nochmal zur NRW-Wahl. Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland. Was ist derzeit in Nordrhein-Westfalen das größte Problem und was will DIE LINKE ändern? Der NRW-Ministerpräsident fordert von der Regierung Klarheit in Sachen  Steuerreform – Sie auch?

Rund drei Millionen Menschen leben in NRW in Armut und über 500 000 Kinder wachsen in NRW unter Hartz-IV-Bedingungen auf. Gleichzeitig verschärft die schwarz-gelbe Landesregierung mit ihrer unsozialen Bildungspolitik die Armutsproblematik weiter. Gleichzeitig bricht den Kommunen aufgrund der rückläufigen Steuereinnahmen die Einnahme weg. Sollten die Schwarz-gelben Steuerpläne Realität werden, werden die Städte und Gemeinde die soziale Infrastruktur endgültig aufgeben müssen. Die Steuerpläne aus Berlin sind deshalb für die Kommunen, gerade in NRW, Gift. Das weiß auch Herr Rütgers und hat jetzt Angst, dass ihm die wegschwimmen.

Was schaffen Sie als zukünftiger LINKE-Chef, was Lafontaine und Bisky bisher nicht geschafft haben?

Zu allererst müssen Gesine Lötzsch und ich gewählt werden. Falls uns unsere Partei dieses Vertrauen schenkt  stehen wir vor großen Aufgaben. Gesine Lötzsch und ich freuen uns auf diese Herausforderung. Oskar Lafontaine hat die Partei mit aufgebaut und sie zur aktuell viertstärksten Partei in der Bundesrepublik gemacht. Lothar Bisky leistet eine unheimlich gute und erfolgreiche Arbeit bei dem Aufbau und der Unterstützung unserer Europäischen Partnerparteien in der EUROPÄISCHEN LINKEN. Gesine Lötzsch und ich stehen jetzt in der Pflicht die verschiedenen politischen Kulturen in Ost und West unter einen Hut zu bringen, ohne dass der Westen den Osten dominiert oder anders herum.

Griechenland ist derzeit ein großes Thema und ist auf Hilfe angewiesen. Soll die Regierung ihrer Meinung nach helfen?

Deutschland muss Verantwortung für die Krise in Griechenland und der gesamten Eurozone tragen. Es kann nicht sein, dass Banken in Europa Beihilfen in Höhe von 3,6 Billionen Euro gewährt wurden und ein ganzes Land wegen Schulden in Höhe von 300 Milliarden in den endgültigen Ruin getrieben wird.

Siegfried Kurtz, auch genannt „Siggi“ ist genau vor einem Jahr quer durch die Republik über 640 Kilometer von Euskirchen nach Berlin gelaufen und hat für soziale Gerechtigkeit gekämpft. Sie kennen die Aktion, denn Sie waren gemeinsam mit der SPD und den Grünen am Zielort Berlin anwesend und haben mit „Siggi“ und uns Gespräche geführt. Warum waren CDU und FDP nicht anwesend? Sind kleinere Aktionen, wie diese von Siegfried Kurtz, für Deutschland wichtig?

Absolut! In einer Gesellschaft, die sich aus Frust und Verzweiflung immer weiter von der Politik abwendet braucht es Mutige, die wachrütteln. Es bracht in allen gesellschaftlichen Schichten ein verstärktes Engagement um sich Gehör zu verschaffen. Gerade jetzt brauchen wir Menschen die mit kreativen Ideen auf ihre Situation aufmerksam machen und ihre Rechte einklagen. Warum CDU und FDP nicht anwesend waren, kann ich ihnen nicht sagen. Aber ich kann mir vorstellen, dass sich beiden Parteien natürlich ungern mit ihrem sozialen Kahlschlag konfrontiert sehen.

Kukksi hat in diesem Jahr eine Aktion und Themenwoche gegen rechts. Warum ist es so schwer, die NPD zu verbieten?

Das bisherige Verbotsverfahren gegen die NPD wurde eingestellt, da der Verfassungsschutz zu viele V-Leute in den Reihen der NPD finanzierte. Die eigentlich relevante Frage, ob die NPD eine verfassungsfeindliche Partei sei wurde nicht verhandelt. Die NPD fällt immer wieder durch ihre undemokratischen und rassistischen Aussagen und Aktionen auf. Es muss ein neues Verbotsverfahren geben und der Verfassungsschutz ist in der Pflicht das Verbot dieses mal nicht scheitern zu lassen.

Unsere letzte übliche Frage von uns. Das Berliner Jugend- und Studentenmedium „Kukksi“ hat sich in einem Jahr groß verändert. Wie finden Sie das Projekt heute?

Ich finde es wichtig, dass Jugendliche die Möglichkeit bekommen, sich umfassend und neutral zu informieren. „Kukksi“ kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Ich wünsche „Kukksi“ auch für die Zukunft viel Erfolg!

Wir bedanken uns bei Klaus Ernst. Die Fragen stellte Oliver Stangl.

Klaus Ernst war am letzten Sonntag (28.03.10) in der ARD bei “Anne Will” zu Gast, wo es um das Thema Mindestlohn ging. 

Text: © Kukksi I Bilder: © Kukksi I Oliver Stangl und Coralynn Weinrich (Protestmarsch von Siegfried Kurtz, das Finale vor einem knappen Jahr am 23.04.2010 hat in Berlin stattgefunden, unter anderem war Klaus Ernst dabei)

14:30 I Interview-Marathon bei Kukksi

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INTERVIEW. Am heutigen Sonntag veröffentlicht das Berliner Jugend- und Studentenmedium KUKKSI einige Interviews, die wir bisher geführt haben. Los geht`s um 15 Uhr mit dem Interview des designierten Linke-Chef Klaus Ernst. Der Marathon geht bis 21 Uhr. Ab heute Nacht meldet sich Kukksi mit der aktuellen Berichterstattung zurück.

13:30 I POLITIK.DE: Verbot von Doppelmandaten

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KAMPAGNE. “Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.” Mit dem Zusatz “Bundes-” beruft sich Artikel 20 des Grundgesetzes gleich zweimal auf den Föderalismus. Die Aufteilung Deutschlands in verschiedene Gliedstaaten bezeichnet man auch als vertikale Gewaltenteilung. Die Bundesebene kann den Staat nicht absolut regieren, sondern sie muss bestimmte Kompetenzen „nach unten“, an die Landes-, Kreis- und Gemeindeebene abgeben.

Die so genannte horizontale Gewaltenteilung, vom französischen Staatstheoretiker Montesquieu erdacht, schließt (wenn auch in Deutschland nicht zwingend rechtlich) Doppelmandate von Amtsträgern in verschiedenen Institutionen aus. Exekutive, Legislative und Judikative müssen voneinander getrennt sein. Ein Minister kann nicht gleichzeitig Parlamentarier sein und ein solcher kein Richter. Sitzt ein Politiker allerdings im Bundestag und in einem Landtag, ist das in Deutschland legal. In anderen Ländern ist diese Praktik verboten. Dasselbe gilt für das Europäische Parlament. Hierzulande verbieten nur einige Landesverfassungen den Parlamentariern ein zweites Mandat im Bundestag.

Wo liegt das Problem, wenn etwa ein Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft im Bundestag sitzt? Zum einen können sich Interessenskonflikte ergeben. Die Wahlkreise für das Landesparlament decken sich nicht mit jenen für die Bundesebene. Ein Politiker kann also in die Situation kommen, in beiden Parlamenten unterschiedliche Wähler repräsentieren zu müssen. [WEITERLESEN]

13:00 I A40 - Festliches “Still-Leben” sorgt heute für Furore

Essen. Die Idee hat es in sich und gilt schon jetzt als eines der Highlights im “Pott”. Geplant ist ein Fest der Superlative und dies mitten auf der Ruhrgebietsautobahn A 40, die sonst für lange Staus bekannt ist.

Auf einer Gesamtlänge von rund 60 Kilometern wollen sich Kulturgruppen und Bürger treffen, um an den rund 20.000 Tischen zu feiern und eigene Beiträge einzubringen. Geboten werden heute Tanz, Dichterlesungen, Theater und wahrscheinlich auch viel Ungewöhnliches. Darüber hinaus bringen die Bürger auch eigen Ideen mit, um beispielsweise einen runden Geburtstag zu feiern oder anderweitig ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Gute Nachricht: nicht alle müssen sich zu Fuß über den gesperrten Abschnitt begeben. Fahrräder und Inlineskater bekommen heute eine eigene Fahrspur.

Dieses Volksfest der besonderen Art steht unter dem vielsagenden Begriff “Still-Leben” und gehört zu den Highlights innerhalb der Programmpunkte der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Erwartet werden zu dieser ungewöhnlichen Aktion mehr als eine Millionen Gäste, die feiern, oder einfach nur mal “still” auf einer Autobahn verweilen wollen. Gesperrt die die A 40 seit Samstagabend.

12:47 I Norbert Römer - Neuer Chef der NRW-SPD

Düsseldorf. Seit Mittwoch der vergangenen Woche hat Nordrhein-Westfalen eine Frau an der Spitze ihrer Landesregierung - Hannelore Kraft. Bislang stand sie als Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag vor. Die vakant gewordene Stelle wird nun von Norbert Römer übernommen, der mit 65 Ja-, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung gewählt wurde. Parallel dazu ist der bisherige Vize auch   Schatzmeister der NRWSPD und Vorsitzender der SPD-Region Westliches Westfalen.

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Zur neuen parlamentarischen Geschäftsführerin wurde Britta  gewählt, die bislang ebenfalls stellvertende Fraktionsvorsitzende war und eine  von vier stellvertretenden Parteivorsitzenden der NRWSPD ist. Als neue parlamentarische Geschäftsführerin folgt sie Carina Gödecke, die am Dienstag zur Vizepräsidentin des NRW-Landtages gewählt worden war.

10:30 I POLITIK.DE: Das Gesamtschultheater

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DOSSIER. Die Geschichte der Gesamtschule in Deutschland ist bedeutend älter als die aktuelle Diskussion. Die DDR verwirklichte sie unter dem Namen Einheitsschule, was in Westdeutschland nicht unbedingt zur Popularität des Konzepts beitrug. Dabei fanden sich Vertreter der Gesamtschule auch auf der gegnerischen Seite des politischen Spektrums. Die USA wollte sie im besetzten Deutschland ebenfalls einführen. Die Alliierten mutmaßten damals sogar, die Aufteilung nach der Grundschule würde zu Minderwertigkeits- beziehungsweise Überheblichkeitsgefühlen und damit zum Autoritätsglauben und zur NS-Sympathie der Heranwachsenden beitragen.

Im Laufe der Jahre wurde die Auseinandersetzung um ein (un-)gegliedertes Schulsystem zu einem Ideologiestreit zwischen SPD und Union. Die Sozialdemokraten und später mit ihnen die Grünen waren es auch, die in mehreren Bundesländern versuchten, die Gesamtschule einzuführen. Vor allem Nordrhein-Westfalen wurde in den 1970ern zum schulpolitischen Schlachtfeld. Damals machte ein von der CDU initiiertes Volksbegehren der SPD einen Strich durch die Rechnung.

  • Gesamtschule in Reinform gibt es in keinem Bundesland

1983 wurde dazu gerichtlich entschieden, dass der Bestand von Hauptschulen in der Landesverfassung garantiert ist. Die nächste Landesregierung von SPD und Grünen hat daher einen politischen Drahtseilakt vor sich: Die Einführung von Gesamtschulen bei gleichzeitigem Bestehenbleiben der Hauptschule. Ausschließlich Gesamtschulen gibt es aber ohnehin in keinem Bundesland. Konkret sollen in NRW die Schüler der fünften und sechsten Klasse noch gemeinsam unterrichtet werden. Danach entscheidet die Schule zusammen mit den Eltern, ob zwischen Haupt- und Realschule und Gymnasium differenziert wird oder nicht.

Neben dieser (in NRW nach derzeitiger Planung nur ansatzweise verwirklichten) integrativen Form der Gesamtschule gibt es noch die kooperative Form. Dabei bleiben die unterschiedlichen Schultypen bestehen, gewisse Fächer wie Sport werden aber von den Schülern gemeinsam besucht. Letzteres lässt sich nur in wenigen Fällen durchführen: Die Schulen müssen etwa direkt beieinander liegen, um einen gemeinschaftlich organisierten Unterricht zu ermöglichen. [WEITERLESEN]