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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Düsseldorf I Astrid Albrecht-Sierleja.
Hamburg. Die Fluggesellschaften stehen vor einer unendlichen Zerreißprobe, denn stündlich wachsen die Verluste um Millionen Euro. Die bedingungslose Sicherheit von Passagieren steht im Zentrum politischer Entscheidungen. Doch allmählich spitzt sich der Streit zwischen Entscheidungsträgern und den Flugunternehmen in Sachen Flugverbote zu. Fest steht bereits jetzt, dass die Airports bis mindestens 2 Uhr in der Nacht zum Dienstag geschlossen bleiben.
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
Berlin. Das deutsche Flugverbot wurde wegen der Vulkanasche bis zum Dienstag um 2 Uhr verlängert. Das teilte die Flugsicherung mit, Grund für die Entscheidung sind die Wetterprognosen. Großbritannien hat drei Marineschiffe auf den Weg geschickt, um gestrandete Briten nach Hause zu bringen, Ungarn hat seinen Luftraum wieder geöffnet.
Als Folge des Vulkanausbruchs entsteht für die Flughäfen ein Schaden von rund zehn Millionen Euro pro Tag. Vulkanasche hat einen Nato-Kampfjet vom Typ F-16 bei einem Testflug über Europa beschädigt. Gestrandete ausländische Fluggäste erhalten Ausnahmevisa, damit sie die deutschen Flughäfen verlassen können.
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin.
Samangan. Bei einem Erdbeben in Afghanistan sind sieben Menschen ums Leben gekommen, 30 weitere Personen wurden verletzt. Das Beben erreichte um kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in der Provinz Samangan eine Stärke von 5,3 auf der Richterskala. Vize-Gouverneur Hadschi Gholam Sakhi teilte mit, dass unter den Toten auch Kinder sind. Mehr als 200 Häsuer sind beschädigt worden.
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Johannes Hägele.
Vierter und letzter Teil der Kukksi-Reportage über die Odenwaldschule.
REPORTAGE. Mein Name ist Johannes Hägele, und wie vielleicht schon einige von Ihnen wissen, bin ich stellvertretender Inhaber der Kukksi Media Berlin, und Chefredakteur im Bereich Kunst & Kultur. Aber heute schreibe ich meinen Bericht auch als Altschüler der Odenwaldschule, als ein Mensch, der das Glück hatte, eine solche Schule besuchen zu dürfen. Was hat mich dazu bewogen die Odenwaldschule zu besuchen, wie ich die Zeit dort erlebt, und was hab ich aus der Schulzeit mitgenommen habe. Über diese Themen will ich in dem folgenden Artikel berichten. Am letzten Mittwoch präsentierten Ihnen die Kukksi-Nachrichten schon das Interview mit der Direktorin der Odenwaldschule, Margarita Kaufmann. Heute nun der vierte und letzte Teil meines Erfahrungsberichtes über das Leben an der Odenwaldschule.
“Wirklich fantastisch war an der OSO das sportliche Angebot, das ja an staatlichen Schulen nur zu oft sehr zu wünschen übrig lässt. So gab es an der OSO ( neben: Normale Arten ) auch exotische Kurse wie Baseball, Tennis auf dem schuleigenen Tennisplatz, Tischtennis oder auch Windsurfen auf einem nahe gelegenen Baggersee. Das ganze Angebot war sehr weit gefächert, Langeweile kam auf der OSO also nie auf.
Auch an den Wochenenden war für Abwechslung und Unterhaltung gesorgt, so verbrachten wir die Samstagabende oft in der OSO eigenen Disco, dem so genannten “Blockhaus”, das bei den Schülern sehr beliebt war. Hier wurde am Wochenende getanzt, oder Konzerte veranstaltet. Auf der OSO gab es mehrere Bands, die in den extra für sie eingerichteten Proberäumen üben konnten. Legendär waren die Auftritte der Metallband “Blossom”, die von meinen Klassenkameraden Benny und Phillip gegründet wurde, und die das “Blockhaus” immer fast zum einstürzen brachten. Auch das direkte Umfeld der OSO, mitten in einem lauschigen Tal im Odenwald, bot uns eine Menge Möglichkeiten. Oft feierten wir Feste an der “Roederhütte”, einer am Waldrand, oberhalb der Schule liegenden Holzhütte. “Grillen und chillen” war dort angesagt, und ohne die Kontrolle der Lehrer die Flausen von Jugendlichen ausleben, ich erinnere mich daran als ob es gestern gewesen wäre.
Ein „Muss“ für einen OSOaner waren die Ausflüge “übern Berg”. Auch sehr beliebt für die monatlichen “Familientage”. Das war eine Wanderung über den Berg in das nächstgelegene Tal, um dort in eine der urigen Odenwaldkneipen einzukehren und es sich bei “Handkäs mit Musik” und einem „Bembel Äppelwoi” gut gehen zu lassen - was waren das für schöne Abende.
Als wir in die Oberstufe kamen nutzten wir auch die gute Lage der OSO, nicht weit entfernt von Frankfurt und Mannheim. Waren die Leistungen in der Schule gut, genoss man auch viele Freiheiten, so dass wir öfters am Wochenende auf Technopartys nach Frankfurt, Mannheim, Heidelberg oder Mainz gefahren sind. Anfang der 1990er Jahre enstand gerade in dieser Region die deutsche Technozene, es war sehr interessant und spannend dies miterleben zu können.1994 organisierten mein Freund Nick und ich einen Bus um mit einer lustigen Truppe eine “Exkursion” nach Dortmund in die Westfalenhalle zu unternehmen. Ziel war die Veranstaltung unserer Träume- Mayday the Rave Olympia, eine der größten Feste für Freunde der elektronischen Musik in Europa. Ja es war wirklich eine aufregende Zeit an die ich mich immer gerne zurück erinnere.
An der Odenwaldschule hatte ich die Lust am Lernen wieder gefunden, indem ich meinen Stärken entsprechend gefördert wurde. Ich fühlte mich auf der OSO sehr wohl - gut aufgehoben, und ich muss sagen dass es eine der wichtigsten und schönsten Zeiten in meinem Leben war. Sehr oft denke ich an die Zeit zurück, und ich bin jedes mal froh diese Chance bekommen zu haben. Im Jahre 1994 verließ ich die OSO, nachdem ich meinen Abschluss mit Bravur bestanden hatte. Die OSO hatte aus mir einen selbstbewussten Menschen gemacht, der nicht durch seine Schwächen verunsichert sondern durch seinen Stärken gewachsen war.
Viele gute Freundschaften sind in meiner Schulzeit auf der Odenwaldschule entstanden, und sie haben zum Teil bis heute Bestand. Man verbrachte mit seinen Mitschülern ja mehr Zeit als mit seiner Familie zuhause, und so ist es auch verständlich, dass seine Freunde dort einem besonders stark ans Herz gewachsen sind. So etwas Neues und Spannendes, weit weg von seinen Eltern zu leben und die Schule zu besuchen, schweißte uns zusammen und machte für uns die Zeit auf der OSO zu etwas ganz besonderem. Viele junge Menschen schrecken zurück wenn sie das Wort “Internat” hören, denken gleich an ein Kinderheim und eine Bestrafung. Diese Vermutung, das kann ich bestätigen, ist nicht nur falsch, sondern auch sehr schade. Ich würde jedem Kind wünschen das erleben zu können was ich auf der Odenwaldschule erleben durfte.
Es war dann auch kein Wunder das sich der Abschied sehr schwer gestaltete, ja ich gebe es zu - ich konnte mir die Tränen nicht verdrücken. Es war eine solch intensive Zeit, so viele neue Menschen und Dinge, die ich kennen lernen durfte, das mir es total unwirklich vor kam als ich von meinen Eltern zum letzten mal abgeholt wurde und wir vom Schulgelände führen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen dass es nun zu Ende sein soll – eigentlich wäre ich dort am liebsten geblieben.
Ich denke, dass es vielen OSOanern so gegangen ist, und auch weiter so gehen wird. Schön ist, dass alle zwei Jahre ein Altschülertreffen veranstaltet wird, so kann man immer wieder tempörär zurückkehren und in alten Erinnerungen schwelgen. Der Anlass der mich dazu bewogen hat diese kleine, sehr persönliche Reportage zu veröffentlichen ist ein schrecklicher. Schockiert und mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch habe ich, und vermutlich die meisten Altschüler, die Stück für Stück ans Tageslicht geförderten Fakten über Missbrauch durch Lehrkräfte an der Odenwaldschule verfolgt.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der OSO wird nun endlich aufgearbeitet. Und den Opfern, wenn auch leider sehr verspätet, die Aufmerksamkeit und das Verständnis entgegengebracht, dass Sie benötigen um das Erlebte zu verarbeiten. Ich denke ich spreche für den Großteil der Altschülerschaft, wenn ich sage dass wir geschlossen und in vollem Umfang hinter den Opfern, und auch hinter Frau Kaufmann stehen. Der Prozess der lückenlosen Aufklärung muss intensiv weiter geführt werden, und muss in Konzepten enden, wie so etwas in Zukunft früher erkannt oder am besten ganz verhindert werden kann. Wie ich in der Einleitung zu diesem Artikel schon angemerkt habe, handelt es sich hier jedoch um Verfehlungen einzelner, was die Sache natürlich nicht minder schlimm macht. Und wir müssen jeden Tag neue Enthüllungen über Missbrauch in den verschiedensten Institutionen zur Kenntnis nehmen, in denen mit Kindern gearbeitet wird.
Es muss, meiner Meinung nach, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion ins Rollen gebracht werden, in der die grundsätzlichen Faktoren erörtert werden, die zu solchen Fehlentwicklungen führen. Jetzt einzig und allein einzelne Institutionen dafür verantwortlich zu machen, wird der gesamten Problematik nicht gerecht.
Ich kenne viele OSOaner die, wie ich, eine wundervolle Zeit an der OSO erlebt haben und sich wünschen würden, dass mehr junge Menschen in den Genuss einer solchen Schule kommen könnten. So war es mir auch ein dringliches Anliegen in dieser so schlimmen Zeit, auch einmal die andere Seite der Odenwaldschule zu beleuchten. Zu schnell wird durch die massive, und zum Teil auch sehr einseitige Berichterstattung ein Bild vermittelt, das der Realität nicht gerecht wird und einen falschen Gesamteindruck entstehen lässt.
Ein großer Teil der Altschüler sind durch die OSO zu selbstbewussten jungen Menschen herangezogen worden und haben ein gutes Rüstzeug für Ihr Leben mit bekommen. Und es ist sicher für viele traurig, dass nun alles so beschmutzt und in den Dreck gezogen wird.”
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
Berlin. Der deutsche Flugraum bleibt bis 20 Uhr geschlossen. Wann es in Deutschland mit dem normalen Luftverkehr weiter geht, bleibt offen. Die Aschewolke aus Island hält hunderte Flugzeuge am Boden, am Nachmittag startet ein Flugzeug, welches Messungen vornehmen soll. Eine Sprecherin der deutschen Flugsicherung kündigte an, dass es am späten Montavormittag weitere Informationen geben soll.
Bislang muss sich die Flugsicherung auf Daten des “Volcanic Ash Advisory Centre” (VAAC) in London, das vom britischen Wetterdienst betrieben wird, verlassen. Hilfe vom Wetter ist bisher nicht in Sicht. Regenfälle, die die Vulkanasche vom Himmel vertreiben würden, gab`s bis jetzt nicht und auch die nächsten Tage sieht`s schlecht aus. Einige Flughäfen waren bereits am Sonntag bis 20 Uhr geöffnet, darunter Frankfurt am Main und Berlin. Kukksi hält Sie auf dem Laufenden.
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Oliver Stangl.
KUKKSI WAHLARENA. Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen waren nicht die besten Freunde. Am heutigen Montag startet der heiße Wahlkampf der beiden Parteien. Beide wollen nicht Schwarz-Gelb und halten daher zusammen, ein Start einer neuen Ehe zwischen den Parteien? An diesem Montag treten die Sozialdemokraten und die Grünen in Berlin gemeinsam auf. Drei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wollen sich die beiden Parteien annähern und dies auch in der Öffentlichkeit demonstrieren.
SPD-Chef Sigmar Gabriel ist anwesend, auch seine Grünen-Kollegen Claudia Roth und Cem Özdemir sowie die NRW- Spitzenkandidatinnen Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne) sind mit von der Partie. An diesem Wochenende traten beide Parteien in einem gemeinsamen Interview auf, am Samstag soll es mit einer Menschenkette zwischen Atomkraftwerken in Norddeutschland weiter gehen. Beide wollen eine Mehrheit erreichen und die Ziele von Schwarz-Gelb kippen.
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin.
Diepholz. Bei einem Verkehrsunfall sind in Diepholz (Niedersachsen) drei junge Menschen verunglückt. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt. Zwei Männer im Alter von 16 und 21 Jahren starben, sowie eine 21-Jährige Frau. Zwei 16-Jährige Mädchen und der 26-Jahre Alter Fahrer schweben in Lebensgefahr. Das Auto war gegen einen Baum geprallt, das Fahrzeug war zu schnell auf der Straße unterwegs. Der Fahrer hatte vermutlich Alkohol getrunken.
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19.4.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin.
TOPTHEMA. Die Fluggesellschaft Lufhansa hält das Vorgehen der Behörden für “skandalös und kritisiert dass von ihr durchgeführte Testflüge keinerlei Einfluss auf das wegen der Aschewolke verhängte Flugverbot haben. Den Airlines entsteht dadurch ein erheblicher Schaden. „Wir halten es für skandalös, dass die Verbote nur auf Grundlage einer einzigen Quelle verhängt werden“, teilte der Lufthansa-Konzernsprecher Klaus Walther der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag mit. Weiterhin sagte er: „Wir behalten uns auch vor, die Frage zu stellen, wer haftet eigentlich, wer kommt für die Schäden auf?“, sagte Walther.
SPORT. Formel1 in Shanghai: Jenson Button hat den großen Grand Prix in Shanghai gewonnen. Zweiter wurde Hamilton, auf Platz 3 landete Nico Rosberg, auf Platz 4 kommt Fernando Alonso und Platz 5 erreicht Kubica. Der ehemalige Formel1-Weltmeister Michael Schumacher kommt auf Rang 10, Sebastian Vettel steht auf Platz 6.
STARS & STERNCHEN. Am Samstagabend um 20:15 fand das Finale der erfolgreichsten Castingshow des Landes “Deutschland sucht den Superstar” bei RTL statt. Angetreten ist Merzad Marashi gegen Menuwin Fröhlich. Merzad hat das Finale gewonnen, es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Minute. 56 Prozent der Zuschauer riefen für Merzad an, bei Menuwin Fröhlich war die Enttäuschung deutlich zu spüren. Beide Kandidaten mussten im Finale drei Lieder singen. Zum Schluß der Sendung sangen die beiden Konkurrenten ein gemeinsamen Song.
MEDIEN. Starkes “DSDS”-Finale bei RTL: Die Castingshow sahen 7,58 Millionen Zuschauer, dass entspricht einen Marktanteil von 24,4 Prozent. In der Zielgruppe lief es gleich noch besser: 4,72 Millionen schauten zu, dass ist ein Marktanteil von 39,21 Prozent. Es war eine starke Staffel bei RTL, der Sender konnte bis zur letzten Minute die Spannung halten.
WETTER. Am Wochenende hatten wir frühlingshafe Temperaturen in der Bundesrepublik. Bis zu 21 Grad waren am Sonntag drin. Heute wird`s zwar nicht ganz so warm, aber das Wetter ist im großen und ganzen recht freundlich. Es scheint häufig die Sonne, nur leichte Schleierwolken sind möglich. Wir erreichen bis 15 Grad.
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