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Archive für 9.4.2010

21:53 I Terror in Bagdad: Al-Qaida bekennt sich zu Anschlag auf deutsche Botschaft

Bagdad. Die Terrororganisation Al-Qaida bekennt sich zu einem Terroranschlag auf die deutsche Botschaft in Bagdad am Ostersonntag. Grund für den Anschlag war nach Angaben der Terrororganisation der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Das entsprechende Bekennerschreiben wurde auf Seiten von Al-Qaida veröffentlicht, zudem liegt es dem “Spiegel” vor. In dem Schreiben heißt es: “Die Ziele waren dieses Mal Botschaften und Konsulate verschiedener Staaten”. Unter anderem wird die Vertretung von Deutschland aufgezählt.

18:15 I Kettenre(A)ktionen für den Atomausstieg

Berlin. In der Bundeshauptstadt wie auch an über 50 anderen Orten werden morgen Bürger ein sichtbares Zeichen setzen für einen Atomausstieg. Zwei Wochen später werden unzähliche Kernkraftgegner eine rund 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel bilden. Man macht sich stark für einen Atomausstieg und in einem Bündnis von Umweltverbänden und Anti- Atom-Initiativen will die SPD Zeichen setzen. Am 24. April, zwei Tage vor dem Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986, soll eine 120 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette zwischen den Pannenreaktoren Brunsbüttel und Krümmel ein unübersehbares Zeichen für eine zukunftsorientierte Energieversorgung und gegen die Atompolitik der Bundesregierung setzen.

Morgen, am 10. April,  formieren sich über 50 Menschenketten in ganz Deutschland - in Berlin zwischen der Vattenfall-Zentrale und der RWE-Vertretung. Viele Berliner werden gemeinsam mit dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Olaf Scholz, dem Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse sowie mit der SPD-Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug gegen die von Schwarz-Gelb geplant Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken Flagge zeigen. Sie machen auf die verfehlte Energiepolitik der Bundesregierung aufmerksam und auf Teilnahmemöglichkeiten für die zentrale Menschenkette am 24. April.

Aber auch in Städten wie München, Potsdam oder Leipzig ist die SPD mit ihren Bündnispartnern bereits am 10. April auf den Straßen.

Wer schon in Berlin dabei sein will, kommt am Samstag um 10:45 zur Vattenfall-Zentrale in Berlin Mitte, Chausseestraße / Ecke Zinnowitzer Straße (U6 – Haltestelle Naturkundemuseum)

  • Weitere Informationen: Tel.: (030) 469-2222

13:48 I Selsingen: Merkel und zu Guttenberg gedenken getöteten Bundeswehrsoldaten

Selsingen. Im niedersächsischen Selsingen wird am Freitag eine Trauerfeier für drei in Afghanistan getötete Bundeswehrsoldaten abgehalten. Mit rund 1.000 Trauergästen werden auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gedenken. Die drei Bundeswehrsoldaten sind am Karfreitag von der Taliban nahe Kundus getötet worden. Die Särge der Fallschirmjäger aus der benachbarten Kaserne in Seedorf sollen bei dem Gottesdienst in der St. Lamberti-Kirche aufgebar, später werden diese rausgetragen und an ihren Heimatorten der Bundeswehrsoldaten beigesetzt.

13:43 I Sexuelle Nötigung: Kirche zeigt Priester an

Würzburg / Erfurt. Das Bistum Erfurt hat einen Priester aus Würzburg wegen sexueller Nötigung angezeigt, dass berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die sexuellen Übergriffe auf Minderjährige zwischen den Jahren 1980 und 1996 hat er zugegeben, teilte das Bistum mit. Neben der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung wird auch ein kirchliches Verfahren durchgeführt.

13:14 I Streik in Dänemark: Kein Bier mehr am Arbeitsplatz

Kopenhagen. Hunderte Mitarbeiter der dänischen Brauerei Carlsberg sind in den Streik getreten, weil sie künftig am Arbeitsplatz kein Bier mehr trinken dürfen. Am Anfang des Monats hat die Geschäftsleitung des Unternehmens strengere Alkohol-Richtlinien eingeführt. Zahlreiche Bier-Kühlschränke wurden entfernt, jetzt dürfen die Mitarbeiter nur noch in der Mittagspause Bier trinken.

Die einzige Bedingung war bisher, dass man am Arbeitsplatz nicht betrunken ist, die Mitarbeiter durften bisher den ganzen Tag am Arbeitsplatz Bier trinken. Durch den Streik kam es in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen  sogar zur Verzögerungen der Bierauslieferung, am Mittwoch sind in etwa 800 Mitarbeiter in den Streik getreten und am Donnerstag knapp 300.

12:16 I Chemnitz: Geschenke bei Hartz-IV sind Einkommen

Chemnitz. Lediglich 50 Euro pro Jahr haben keine Auswirkungen auf die Zahlungen des Staates, hat Sachsens Landessozialgericht in Chemnitz entschieden. Geldgeschenke sollten wohl daher gut überlegt sein. Die Konsequenz: Schon wenn die Summe um einen Cent höher ist, wird der gesamte Betrag als Einkommen gewertet, dass berichtet die “Süddeutsche Zeitung” im Internet. Das Landessozialgericht wies damit eine Klage einer Mutter zurück, die geklagt hatte, die sich gegen Rückforderungsbescheide des Landkreises Leipzig gewehrt hatte.

12:05 I Sat.1 - “Zeit für neues Fernsehen”

Unterföhring. Ob Sat.1 ein “neues” Fernsehen wird, ist eine gute Frage. Der Sender hat im letzten Jahr große Schwierigkeiten gehabt, nach großen Einkäufen wie Kerner oder Pocher floppten die Formate komplett. Am gestrigen Abend wurde in München das neue Sat.1-Programm für 2010 vorgestellt. Mit kleinen Schritten will Bartl den Sender wieder vorwärts bringen.

Doch wieviel Änderungen gibt`s wirklich? Nach “DWDL”-Informationen plant der Privatsender neue Shows, neue Magazine und sogar ein Sporttalk mit Johannes B. Kerner soll`s geben. “Kein Mensch braucht ein 2. RTL, kein Mensch ein 2. ProSieben”, sagte Bartl gegenüber “DWDL”. Als Zielgruppe sieht Bartl die 30 bis 59-Jährigen Zuschauer.

  • HIER geht`s zum kompletten “DWDL”-Bericht.  
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11:06 I Winter: Bahn verzeichnete 114 Zugausfälle pro Tag

Berlin. Mit Schnee, Eis und Frost hat die deutsche Bahn öfters Probleme. Nach dem langen und harten Winter brauchten die Fahrgäste besonders viel Geduld. Im Schnitt sind bei der deutschen Bahn 114 Züge am Tag ausgefallen, der Winter hat dem Unternehmen zu schaffen gemacht. Besonders betroffen waren Kunden von Fernzügen. Das berichtet die “Bild”-Zeitung am Freitag. Im Winter 2009/2010 mussten „aufgrund witterungsbedingter Einflüsse“ im Schnitt 30 Fernzüge pro Tag zum Teil oder ganz gestrichen werden.

07:30 I Kommen Streiks auf Krankenhäuser zu?

Düsseldorf. Nach einer Mammutverhandlung der Ärztegewerkschaft Marbuger Bund und den Abbruch von Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte in 800 Krankenhäusern, müssen die kommunalen Kliniken mit Streiks rechnen. Der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag, macht indes die Arbeitgeber für das Scheitern verantwortlich und bemängelt, dass aktuell nicht einmal ein förmliches Angebot vorliegt und weist darauf hin, dass dann Streiks wohl unvermeidlich sind.

Vorgesehen war eigentlich, die Gehälter der Ärzte um 2,9 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten zu erhöhen und die Vergütung des Bereitschaftsdienstes sollte auch angehoben werden. Hier wurden zwischen 16 und 20 Prozent anvisiert und parallel dazu sollen Zuschläge für die Nachtarbeit eingeführt werden. In die Verhandlungen war der Marburger Bund mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Gehalt gegangen und begründet wurde dies mit der starken Abwanderung von Ärzten ins Ausland.

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