Mülheim. Der Ort Mülheim hat seine Kobra immer noch nicht gefunden. Nach neusten Informationen wird jetzt mit Mehl nach dem giftigen Tier gesucht. Die Wohnung des Besitzers wurde entkernt, mit Mehl wollen die Beamten die Schlange finden. Die Ermittler suchen mit Hochdruck nach dem Tier, bis jetzt fehlt jede Spur. Fest steht jedenfalls, dass die Suchaktion für den Besitzer des Tieres sehr teuer werden kann. Am Samstag ist der Besitzer am Einsatzort aufgetaucht, er wollte sich jedoch nicht zu den Ereignissen äußern.
Archive for März 20th, 2010
22:19 I Mülheim: Giftige Kobra immer noch verschwunden
Samstag, März 20th, 201019:54 I Poker-Raub: Vierter Gangster gefasst
Samstag, März 20th, 2010Berlin. “Kukksi Citylife Berlin” hat bereits berichtet: Am Nachmittag wurde der dritte Räuber des skandalösen Poker-Raubs im Berliner Hyatt Hotel festgenommen. Der dritte Räuber stellte sich freiwillig der Polizei am Flughafen Berlin Tegel. Nun wurde auch der letzte Räuber gefasst, welcher sich ebenfalls freiwillig der Polizei aushändigte. Der Poker-Raub im Hyatt lößte eine gewaltige Diskussion über die Sicherheit von größeren Veranstaltungen aus.
Bild: © Kukksi I Johannes Hägele
19:30 I Gelbe Staubwelle in Peking
Samstag, März 20th, 2010Peking. Ein wahrhaft seltenes Bild gibt es derzeit in Peking zu sehen. Die ganze Stadt wird durch einen Sandsturm mit einer gelben Staubschicht übersät. Aber das sind nicht die einzigsten Probleme, womit die Chinesen derzeit zu kämpfen haben. Der Luftverkehr ist ebenfalls massivst betroffen. Die Behörden warnten davor das Haus nicht zu verlassen. Viele Chinesen hielten sich allerdings nicht daran. Einige Menschen trugen Schutzmasken, um sich vor möglichen Krankenheiten zu schützen.
18:46 I Athen: Bombenanschlag in der griechischen Hauptstadt
Samstag, März 20th, 2010Athen. Wie griechische Medien berichten, gab es in der Nacht zum Samstag einen erneuten Bombenanschlag in der Hauptstadt Athen. Wie die griechische Presse berichtet, wurde der Anschlag am Samstagmorgen vor dem Haus des Präsidenten der Vereinigung der in Griechenland arbeitenden Pakistaner verübt. Es enstand nur ein Sachschaden, dass teilte die Polizei mit. Die Bewohner des Hauses konnten von der Polizei rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Die Personen konnten deshalb in Sicherheit gebracht werden, da zuvor griechische Medien einen Warnruf von einem Unbekannten erhalten haben.
18:07 I Union, FDP und SPD finden Lösung für Jobcenter-Reform
Samstag, März 20th, 2010Berlin. In der Jobcenter-Reform zeichnet sich eine Lösung ab. Union, FDP und SPD sind zu einer Einigung gekommen, am Mittwoch soll das Ergebnis in einem Gespräch besiegelt werden. Mit der Einigung solle “die Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen aus einer Hand gewährleistet werden”, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums. Neben dem Ministerium waren auch die Vertreter der Länder anwesend.
Bei dem Spitzengespräch am Mittwoch sollen unter anderem Frank-Walter Steinmeier (SPD) und die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) teilnehmen. Konkrete Gesetzestexte soll das Ministerium erarbeiten, am Mittwoch sollen die Vertreter der Politik endgültig zustimmen. Die Arbeitsgruppe einigte sich unter anderem auf eine Grundsatzänderung für den Erhalt der Jobcenter. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe ist die Sozialreform Hartz-IV verfassungswidrig. Die Regierung muss bis zum Ende des Jahres eine neue Grundlage der Sozialreform schaffen.
17:54 I Groß-Gerau: Zwei Tote bei Familiendrama
Samstag, März 20th, 2010Groß-Gerau. Ein 38-Jähriger Mann hat in Groß-Gerau offenbar seine Ehefrau und sich selbst getötet, dass berichtet die Presse. Am Morgen sei die 34-Jährige Frau in ihrem Haus tot aufgefunden worden, dass teilte die Polizei mit. An einer nahe gelegenen Bahnstrecke sei der Ehemann von einem Zug erfasst worden und wurde dabei getötet. Die Leiche der Frau hatte schwere Kopfverletzungen aufgewiesen, die Familie hinterlässt ein fünfjähriges Kind.
16:50 I Poker-Raub: Der dritte Räuber stellt sich
Samstag, März 20th, 2010Berlin. Zwei Wochen ist es her, als vier Räuber ein Pokertunier im Hyatt Hotel Berlin überfallen haben. Mittlerweile hat sich der dritte Räuber der Polizei gestellt. Das ganze geschah am Flughafen Tegel. Drei der vier Räuber sind bereits gefasst, jedoch einer ist noch auf freiem Fuß. Laut Informationen der „Bild“-Zeitung vom Samstag soll er in den Libanon geflohen sein.
Bild: © Kukksi I Johannes Hägele
15:36 I Kukksi-Interview mit Scientology
Samstag, März 20th, 2010KUKKSI-EXCLUSIV
INTERVIEW. Im September 2009 hat Kukksi mit der Vize-Vorsitzenden der Scientology Kirche e.V, Sabine Weber, ein Interview in der Otto-Suhr-Allee in Berlin geführt. Zwecks großer Kritik wurde das Interview bis dato noch nicht veröffentlicht, da es bereits im Vorfeld starke Kritik an dem Interview gab. Kukksi hat sich doch entschlossen, dass Interview mit Scientology zu veröffentlichen. Hinweise zu dem Live-Gespräch gibt`s am Ende des Interviews. Die Fragen stellten Astrid Albrecht-Sierleja und Oliver Stangl.
- DAS INTERVIEW
Kukksi I Astrid Albrecht-Sierleja: [...] Ich wollte nochmal verdeutlichen, wir sind hier und stellen Fragen, selber formuliert, aber auch von Besuchern und wir sind hier in neutraler Funktion auf einer ganz neutralen Ebene, dass wollte ich dann nur nochmal zum Ausdruck bringen. [...]
Was ist Scientology?
- a) Wirtschaftsunternehmen
- b) Religion, bzw. Kirche
- c) Sekte
- d) gemeinnütziger Verein.
Gemeinnützige Religionsgemeinschaft, weil das schließt Gemeinnützigkeit ein. Scientology bezeichnet sich selbst als Kirche, aber da sag ich dann manchmal so als Hintergrundinformation, wären wir in Europa oder in Deutschland entstanden, da wäre dann der Begriff Gemeinschaft gewählt, einfach um uns von den christlichen Kirchen abzugrenzen. Also ich glaube, einige Konflikte sind entstanden, weil die christlichen Kirchen glauben, wir wollen ihn da ein Begriff wegnehmen, dass ist aber nicht unsere Absicht, wir sind auch keine Offenbarungsreligion. [...]
In anderen Ländern ist Scientology als Religionsgemeinschaft anerkannt, wie beispielweise in Spanien. Woran scheitert dies ihrer Meinung in Deutschland?
Also ich seh das ja nicht so, dass es scheitert. Wir haben jetzt 50 Gerichtsentscheidungen, wo wir eindeutig unter Artikel 4 Religionsfreiheit gestellt worden sind und wenn man das ganz genau nimmt, ist es so, dass das Grundgesetz sogar verbietet, dass ein Staat eine Religion bewertet. Das bedeutet, er darf eigentlich gar keine Religion oder Weltanschauung anerkennen oder ablehnen. Natürlich erfolgt eine Anerkennung dadurch indirekt, durch Anerkennung der Gemeinnützigkeit, Körperschaft des öffentlichen Rechts und durch die Gerichte. Auch da sind die Strukturen etwas fließend, der ADAC ist glaube ich Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat doch mit Religion überhaupt nichts zu tun, gleiches gilt für die Sportvereine die gemeinnützig sind. Es gibt eine indirekte Anerkennung, durch die Gerichte haben wir diese Bestätigung eigentlich schon, aber natürlich möchten wir gesellschaftlich akzeptiert und staatlich gleich behandelt werden. Gleichbehandlung heißt für uns, wenn wir gemeinnützige Zwecke verfolgen, dass als solches auch anzuerkennen und Steuer zu befreien.
[...] Es gab aber Auseinandersetzungen fast in jedem Land, wobei das auch in der Geschichte oder in der Natur des Menschen liegt, dass das neue erstmal sehr suspekt ist. Das ging den Christen so, Buddhisten und Muslimen auch, also wir sind da nichts neues, selbst die Demokraten hatten Schwierigkeiten, die SPD war sogar mal verboten. Die ersten Demokraten galten als geistesgestört (lachend), wir befinden uns in Deutschland, wie in anderen Ländern auch in einem Anerkennungsprozess, der ist teilweise schmerzhaft, wenn Gruppen schwarz sind, gehen die daran auch zu Grunde, wir haben da bei uns eigentlich keine Bedenken, aus unserer Sicht entwickelt sich das alles sehr positiv. [...] Scientologen werden diskriminiert, ohne jede Frage. Ich habe es vorhin angesprochen, Mitglied in einer Partei werden oder in der Gemeinde bestätigen, als Scientologe werden wir vielfach ausgeschlossen.
Können Sie uns Mitgliedszahlen nennen, zum Beispiel in Berlin? Und wie sieht es mit dem Nachwuchs aus? Gibt es bestimmte Zielgruppen hinsichtlich neuer Mitglieder?
Wir sind hier schon 1980 gegründet worden, Berlin war immer so ein bisschen eine stiefmütterliche behandelte Kirche, weil es so eine Insel im kommunistischen Deutschland war, das hat sich dann erst in den 90er Jahren geändert und wir haben jetzt in den letzten Jahren erst sehr viel Aufmerksamkeit nach Berlin gebracht und diese Kirche hier etabliert, dass bedeutet aber, die Mitgliederstruktur hier ist noch sehr klein. Wir haben angefangen mit etwa 200 Mitgliedern sind jetzt nach zwei Jahren auf 600 Mitgliedern gestiegen, dass ist immer noch sehr klein, insbesondere für das Gebäude natürlich. Wir haben jetzt schon 1.400 Leute, die sich damit schon näher beschäftigt haben und wir haben etwa 25.000 Bücher an Mann und Frau gebracht, 13.000 Menschen haben dann gesagt: Okay, mich interessiert das, schickt mir weitere Informationen. So ist im Moment der Stand der Dinge und wir sind alles andere als unzufrieden.
Welche anderen Prominenten, ausser Tom Cruise sind bei Scientology – Und wie ist es dazu gekommen, dass Promis der Religionsgemeinschaft beigetreten sind? Hat Scientology in Deutschland auch Kontakt zu Tom Cruise oder anderen Prominenten in den Vereinigten Staaten von Amerika oder anderen Ländern?
Also, die Antwort ist hier etwas enttäuschend, da wir zu unseren Mitgliedern gar keine Auskunft geben. [...] Diverse Prominente waren hier zur Eröffnung vor Ort, die haben auch Deutschland immer wieder regelmäßig besucht, wir haben dann Kontakte gemeinsam mit der Kirche aufgenommen und darüber kann man dann durchaus sprechen, weil das bekannt ist und auch bekannt werden sollte, aber ansonsten ist man eigentlich bemüht, die Privatsphäre einzuhalten, weil sie kommen ja hier her um zu studieren oder ein Platz, wo sie sich sicher fühlen. [...]
Warum benutzt Scientology ein Kreuz und was bedeutet dies?
In Europa ist es meist so, dass das Kreuz in den Köpfen der Menschen meist mit dem Christentum vorbehalten ist, aber tatsächlich ist es ja ein älteres Symbol. Die vertikale Linie des Kreuzes bedeutet, dass Streben des Menschen nach spiritueller Erlösung. Die horizontale Linie steht für Beschränkung des materiellen Universums. Das Scientology-Kreuz hat die acht Spitzen und diese sollen in unserer Gemeinschaft die acht Dynamiken darstellen. [...]
Es ist bekannt, dass Scientology hilfreiche Projekte unterstützt. Welche Projekte unterstützten Sie genau?
Es gibt, wie Sie unten gesehen haben, sehr vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Zum Thema Seelsorge hat L. Ron Hubbard 36.000 Seiten Schrifttum verfasst, 3.000 Vorträge und Teile davon wurden ausgegliedert für sekulare Programme, wie Bildungsprogramme, was irgendwann mal von Scientologen, die Pädagogen waren, gegründet worden ist. Dann haben wir den Sektor Drogenaufklärung und Rehabilitation, wir haben den Bildungsbereich, Aufklärung, Rehabilitation von Straftätern, dass diese nicht mehr in die Kriminalität absinken. Scientology arbeitet im Ausland mit Behörden zusammen. [...] Dann haben wir noch die Jugend für Menschenrechte, dass ist ein Erziehungsprogramm. [...] Nachbarschaftsschutz und Katastrophenschutz sind für uns auch große Themen.
Vielen Menschen ist nach wie vor unklar, wie Scientology finanziert wird. Können Sie uns kurz das Prinzip erklären?
Das eine ist der Mitgliedschaftsbeitrag, dass sind 60 Euro im Jahr und die Beiträge für verschiedene Dienste sind unterschiedlich. Der Kern der Scientology-Religion das Studium der Lehre und die Anwendung. Und so viel, wie sie die Kirche in Anspruch nehmen, tragen sie mit Spendenbeiträgen bei. Ein Vollzeitstudium kann von zwei bis vier Jahren dauern, hier wäre ein Betrag von 15.000 Euro fällig. Wenn Sie das vergleichen mit einem Universitätsstudium, sind wir da noch recht günstig. Die Kirche finanziert sich nur aus den Mitgliedschaftsbeiträgen, die Mitglieder können sich im 5-stelligen Bereich für ein Studium engagieren oder sie machen das in kleinen Schritten.
Warum finanziert sich Scientology nicht auf der Grundlage einer „Kirchensteuer“? Bei den Großkirchen sind die kirchlichen Dienste unentgeltlich und die Großkirchen unterhalten viele soziale Einrichtungen und Aktivitäten die kostenlos sind. Warum kann Scientology dass nicht tun?
Das würde gegen unsere eigenen philosophischen Prinzipien verstoßen. , wir finden es ungerecht, wenn jemand einen bestimmten Prozentsatz von seinem Einkommen abgibt. [...] Es ist so, dass einige Scientologen an Projekten teilnehmen und davon ihr Studium finanzieren können. [...]
Sie haben Ihren Standort im Jahre 2007 an die Otto- Suhl- Allee verlegt. Sicherlich war dies mit enormen finanziellen Belastungen verbunden. Wie finanziert man Großprojekte dieser Art und kann Scientology auf externe Geldgeber zurückgreifen?
Wir wohnen ja hier zur Miete und der Erhalt, alles was dazu gehört, haben Scientologen weltweit mitfinanziert. Aus dem ganzen deutschsprachigen Raum haben alle mitgeholfen, wir haben sogar ein paar Österreicher und Schweizer dabei.
Sagen Sie in einem kurzen Satz, was Ihnen dazu einfällt …
- Zeugen Jehovas religiöse Minderheit, Naziverfolgung
- Anonymous Masken, Verfolgung, Sachbeschädigung, Drohbriefe, aber auch Technomusik, Spaß, Verantwortungslosigkeit, Spaßgesellschaft
- Barack Obama Demokrat, Hoffnung, Yes we can, Gesundheitsreform
- Drogen Abhängigkeit, Kriminalität, Rückstände im Fettgewebe, Zerstörung
- Weihnachten Christus, Geschenke, Kaufrausch, Kommerz, Amerika, Lichter
Ihrem Wesen nach soll Scientology unpolitisch sein. Gemäß Ihren Grundsätzen soll jeder einzelne Mensch ungeachtet seiner Rasse, seiner Nationalität und seines Glaubens leben können. Ist dies nicht aber schon ein gewaltiges Stück Politik?
Das Wort Politik heißt ja eigentlich Kunst der Staatsverwaltung. Damit haben wir rein gar nichts zu tun, wir vertreten die Position als Religion. Politik oder Regierung sollten strickt getrennt sein. Auch deshalb, da viele Machthaber oder viele Regierungsvertreter die Religion für ihre Zwecke benutzen, unter anderem Kriege. Deshalb ist es wichtig, dass Religion dem Einzelnen dient. [...]
Hubbard hat sich im Dianetik Buch kritisch gegenüber Homosexuellen geäußert; gibt es in der Scientology eine ähnliche Einschränkung wie in der katholischen Kirchen mit dem Priesteramt? Wie steht Scientology zu Homosexualität; wie wird mit Homosexuellen umgegangen?
Dianetik entsand im Jahr 1950, es gibt auch noch ein weiteres Buch im Jahr 1951, wo er sich mit dem Thema auseinandersetzt. Wenn Sie mal schnell im Internet schauen, werden Sie feststellen, dass bis 1969 Homosexualität noch ein Straftatbestand war und die diskriminierende Gesetzgebung ist erst 1994 eingestellt worden. Also von daher waren Hubbard`s Äußerungen im Jahr 1951 und 1952 revolutionär, tolerant für diese Zeit. Er hat sich mit Sexualität befasst, dass waren völlige Tabuthemen zur damaligen Zeit, heute sieht das alles anders aus. Vier Jahre später nach Dianetik entstand dann Scientology, dass geistige Wesen nach unserem Verständnis hat gar keine sexuelle Ausrichtung, hat keine Sexualität, keine Nationalität, nicht mal einen Körper. Wir halten uns aus allen Diskussionen zu diesem Thema raus. Es gibt auch homosexuelle Scientologen, die haben auch die Möglichkeit, sich zum Geistlichen ausbilden zu lassen und werden so behandelt, wie jedes andere Mitglied auch.
Scientology fordert die Verwirklichung der Menschenrechte. Betrachtet man jedoch die Schilderungen von ehemaligen Scientologen, die nicht mehr dabei sein wollen, wird es schwer, die Rechte des Einzelnen berücksichtigt zu wissen. Sicherlich kennen Sie die Berichte aus den Medien. Wie beziehen Sie Stellung dazu?
Wissen Sie, Scientology hat weltweit in etwa 10 Millionen Mitglieder und ich weiß nicht, wie viel Millionen Menschen unsere Kirchen besucht haben, sich eingesetzt haben und sehr unspektakulär eintreten und austreten. Die Geschichten, auf welche Sie sich beziehen. dass sind Einzelfälle, die meistens entstanden sind, durch die Betreuung von Weltanschauungs- und Sektenbeauftragten, wo dann persönliche Erlebnisse frei erfunden werden. An jeden der Fälle sind wir sehr interessiert, wenn es was intern zu korrigieren gibt, was wir auch tun. Aber normalerweise sind die tatsächlich unglaubwürdig. Also ich kenn nicht einen Fall, wo wirklich sachlich berichtet wird, sondern dass ist immer sehr emotional aufgeladen und wenn Sie sich das anschauen, gibt`s bestimmte fünf Ex-Scientologen in Deutschland, die immer wieder gern auftreten und ansonsten ist man so arm an diesen Geschichten, dass man Leute aus Österreich und den USA nach Deutschland einfliegen muss, um die Theorie unserer Gegner zu bestätigen.
Die Medien… wie sieht grundsätzlich Ihr Verhältnis zu den Medien aus? Fühlen Sie sich diskriminiert?
Dazu muss ich sagen, dass die Pressevertreter mit uns in Kontakt stehen um sich da auch mal eine Versachlichung holen oder abzeichnen und das finde ich, ist eine positive Entwicklung. Nur auf Grund der politischen Ausrichtung, sie müssen ja auch einer politischen Linie folgen und dadurch ist es für sie sicherlich nicht einfach, da neutral zu berichten. Und meine Erfahrung ist, dass sich Journalisten, wenn sie sich sachlich damit auseinander gesetzt haben, dazu tendieren, gar nicht mehr zu berichten.
Wie viele Leute sind in einer Scientology Kirche gestorben im Vergleich zur Anzahl Leute, die in psychiatrischen Anstalten durch Fixierung, Nebenwirkungen und Überdosierung von Psychopharmaka, Elektrokrampftherapie und Gehirnchirurgie umgekommen sind (wobei diese Behandlungen auch noch mit allgemeinen Versicherungsgeldern bezahlt wurden)?
Da war ich ganz überrascht, dass Sie so eine Frage aufnehmen (lacht). Also ich kenn natürlich die genauen Todeszahlen in der Psychatrie nicht, ich hab mich jetzt mal bei der KVPM erkundigt, also die haben mal vom statistischen Bundesamt mal eine Zahl bekommen. Zwischen 1991 und 2003 sind 42.000 Menschen in der Psychatrie in Deutschland verstorben. Wir wissen, dass einige psychiatrische Anstalten eigene Friedhöfe betreiben. Ich kann mir nur vorstellen, auf welchen Teil angespielt werden soll. Es gab Mitte der 90er Jahre eine junge Scientologin, die in einem Hotel an einer Lungenembolie verstorben ist, da hatten die Scientology-Gegner einen großen Wirbel um die Sache gemacht. Einige haben gedacht, jetzt klagen wir Scientology an und verdienen richtig Geld dabei. Es ging dann auch einige Jahre durch die Presse. Das Verfahren wurde eingestellt, doch manchmal taucht das heute in einer Diskussion bei den Anonymous-Leuten auf.
Wieso dürfen Journalisten und Politiker Scientology nicht beitreten?
Journalisten haben es in der Tat etwas schwer, wir glauben, dass sie ihren Beruf und den Erlösungsweg nicht trennen können. Es kommt immer drauf an, welche Art von Journalist der Scientology-Kirche beitreten will. Da wir zu Medienvertreten ein recht gespaltenes Verhältnis hatten oder haben, ist es sicherlich nicht so ganz leicht. Ein Politiker kann Mitglied bei Scientology werden, dass ist überhaupt kein Thema.
Wie kommt es, dass man bei euch Scientologen zwanghaft nach einzelnen Textstellen in eurer Literatur sucht, um euch damit Verfassungsfeindlichkeit anzuhängen, während es in der Bibel praktisch alle 5 Seiten zweifelhafte bis brutale Textpassagen gibt, welche in einem demokratischen Rechtsstaat nichts verloren haben?
Das ist Strategie, hier werden viele Gemeinschaften angewandt. Wir haben uns gerichtlich zur Wehr gesetzt, die Gerichte sind sich unterschiedlicher Auffassungen, einige sagen, dass eine Untersuchung notwendig ist, aber es darf zu keiner Dauerbeobachtung kommen. In Saarbrücken hat uns ein Richter gesagt, auf Grund von Textstellen hätten die christlichen Kirchen unter Beobachtung gestellt werden müssen, vor 500 Jahren hätte man das auch getan, heute nicht mehr. Ich denke, es kommt auch darauf an, wie sich die Kirchenleitung verhält und auch einzelne Scientologen. [...] Hier versucht man, denn christlichen Kirchen noch einen Gefallen zu tun.
Wie viele Kriege hat Scientology schon angezettelt und wie viele “Ungläubige” oder Andersdenkende hat sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt?
(lacht) Keine, also ich finde die Frage amüsant. Natürlich nicht, wir sind eine gewaltlose Religion und lehnen jede Form der Gewalt ab.
Es gibt zahlreiche, die bei Scientology ausgestiegen sind und verfolgt werden. Stimmt das? Was sagen Sie zu den Vorwürfen?
[...] Es wurden immer irgendwelche Ex-Mitglieder vor die Kamera gezerrt, die die wildesten Behauptungen aufstellten und die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, um das zu untersuchen. Das ist in den 80er- und in den 90er Jahren geschehen, alle Verfahren wurden eingestellt. Wir laufen weder Ex-Mitgliedern hinterher und verwenden auch keine vertraulichen Daten von Ex-Mitgliedern. [...]
Wie erklären Sie die Prügeleien des obersten Scientology Managements? Dass geprügelt wurde ist sowohl von H. Lesevre (Vertreter d. obersten Managements) als auch H. Rinder (einer der Ex-Bosse, die gegangen sind) ausgesagt worden. Wie paßt dieses Verhalten zur Kirche? Was sind Ihre persönlichen Konsequenzen daraus?
(lacht) Das klingt nach einer Frage der Anonymous. Das sind Gerüchte und Anschuldigungen, die erst kürzlich aufgetreten sind. Ich weiß, dass es in einem Fall dazu gekommen ist, die Führung hatte daraus Konsequzen gezogen und hat dieses Mitglied entlassen. Aus meiner Sicht ist das ein Verrat an den Schriften Hubbard`s und an der Scientology-Religion. [...]
Wieso unterhält die Scientology-Organisation Straf- und Umerziehungslager?
(lacht) Unterhalten wir natürlich nicht. Ganz ehrlich: Soweit mir das bekannt ist, ist Freiheitsberaubung, Nötigung, betreiben eigener Gefägnisse ist ein Straftatbestand in allen demokratischen Nationen. Würde es die geben, würde ich persönlich einschreiten und zur nächsten Polizeidienststelle gehen. [...]
Einige Medien berichten, dass Scientology und die Zeugen Jehovas hinter den Kulissen zusammen arbeiten. Stimmt das? Gibt es noch weitere Unternehmen, mit denen Scientology zusammen arbeitet?
Nicht das ich wüsste. Es gibt keine Zusammenarbeit. In den Vereinigten Staaten und anderen Orten ist es unterschiedlich, in den USA haben wir enge Verbindungen zu katholischen Einrichtungen, generell ist das Verhältnis so entspannter. Mit anderen Religionsgemeinschaften tauschen wir uns aus, vor allem wenn es um das Thema Diskriminierung geht.
Wie sehen Sie Scientology in …
- 10 Jahren … Ich bin sehr optimistisch, für uns entwickelt sich alles sehr gut. In 10 Jahren sind wir stärker gewachsen, als in den 50 Jahren davor. [...] Wichtig für uns ist, dass eine Gliechbehandlung stattfindet und die Diskriminierung aufhört.
Und nun unsere letzte gewohnte Frage. Kukksi ist ein Medium, was von Jugendlichen und Studenten aus Berlin und NRW betrieben wird, erfahrene Journalisten unterstützen das Projekt. Kannten Sie vor unserer Kontaktaufnahme Kukksi und was halten Sie von dem Projekt?
Das finde ich sehr gut, ich selber bin großer Fan des Internets, weil es sehr gut ist, um mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und sich auszutauschen. [...]
Wir bedanken uns bei Sabine Weber.
- HINWEIS ZUM INTERVIEW
Im Vorfeld ist das Interview bereits in Kritik geraten und besonders von den Scientology-Gegnern, unter anderem Anonymous, wurden Behauptungen über Kukksi aufgestellt, die nicht den Wahrheiten entsprechen. Die Behauptungen, zum Beispiel Kukksi gehöre zu Scientology oder ähnliches, entsprechen nicht der Realität und wurden ohne Verstand und Beweise in diversen Foren veröffentlicht. Das Scientology-Interview wurde für die Berichterstattung und journalistischen Zwecken geführt. Sollten die Nutzer die Regeln bei den Kommentaren nicht einhalten, wie es bei der Scientology-Berichterstattung häufiger der Fall ist, werden wir die Kommentar-Funktion deaktivieren.
An dem Interview nahmen die Fragesteller Astrid Albrecht-Sierleja und Oliver Stangl teil, sowie die Kukksi-Reporter Denise Jeske, Coralynn Weinrich und Michael Schulze.
- Text: © 2009 Kukksi
- Bilder: © 2009 Kukksi I Michael Schulze und Oliver Stangl
- News und Eilmeldungen von Kukksi auch bei Twitter >>> Kukksi on Twitter
14:25 I Bundespräsident übt Kritik an Koalitionsarbeit
Samstag, März 20th, 2010München. Schon bei der Ernennung der neuen Bundesregierung im Oktober des vergangenen Jahres sagte Bundespräsident Horst Köhler, dass die Wähler ein tatkräftiges Regieren erwarten. Nun, einige Monate später, übt er Kritik an der bisherigen Regierungsarbeit der schwarz- gelben Koalition.
Köhler zeigt sich realistisch in Bezug auf den Aufbruch zu einer Reformpolitik und fordert dazu auf, Abstand zu kurzlebigen Programmen zu nehmen. Er sieht es als erforderlich, Sparanstrengungen zu vergrößern und die steuerliche Förderung von Forschung in Unternehmen zu verstärken. Eine nachhaltige Entlastung der Mittelschicht und Investitionen in die Bildung gehören für ihn zwingend dazu.
13:34 I Poker-Überfall in Berlin: Dritter Täter gefasst
Samstag, März 20th, 2010BREAKING NEWS. Soeben wurde gemeldet, dass der dritte Täter des Poker-Überfalls in Berlin gefasst worden ist. Diese Woche wurden bereits zwei Täter gefasst, der vierte Täter ist weiterhin auf der Flucht. Am 06.03.2010 haben vier maskierte Täter ein Pokerturnier in Berlin überfallen. Kukksi berichtet, sobald nähere Informationen vorliegen.