Wiesbaden. Der Berliner Ex- Finanzsenator und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat sich mit seinen provokanten Äußerungen schon des öfteren einen Namen gemacht. Aber was er auf einer Diskussionsveranstaltung in Wiesbaden kürzlich vorschlug, dürfte Schülern und insbesondere deren Eltern gar nicht gefallen. Für zweimaliges “Nichthausaufgabenmachen” sollte das Kindergeld bis zur Hälfte gekürzt werden. Von dieser Maßnahme verspricht sich Thilo Sarrazin (SPD) ein Plus an Einsatzbereitschaft, in der Schule wieder mitzumachen. Denkbar ist für ihn auch eine Vergabe von den vielfach ungeliebten Hausaufgaben über das Wochenende.
Der hessische Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn (FDP) diskutierte in Wiesbaden mit Sarrazin über Chancen wie auch Grenzen von Integration und nahm Gelegenheit, seine gelegentlich als rassistisch verstandenen Äußerungen zu verteidigen, denn er sieht eine Chance, aus den losgetretenen Diskussionen positive Auswirkungen zu erzielen. Die Berliner SPD hat aktuell ein Ausschlussverfahren gegen Sarrazin auf den Weg gebracht, deren Entscheidung bald fallen soll.
24.3.2010 bei 16:22
Aussage Sarrazins hochgradig übertrieben. Meiner Meinung nach ist die Geldkürzung durch Halbierung des Kindergeldes völlig indiskutabel…
Beste Grüße