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Archive für 10.3.2010

16:17 I ZDF ist größter Sieger bei Adolf-Grimme-Preisen 2010

Marl (dts). Das ZDF ist einer der großen Sieger bei der diesjährigen Verleihung der Adolf-Grimme-Preise. Das Grimme-Institut, das die renommierten Fernsehpreise jährlich vergibt, prämiert den öfentlich-rechtlichen Fernsehsender mit sechs der insgesamt 15 Preise. Die “heute-show” um das Team von Oliver Welke und Martina Hill wird dabei in der Kategorie Unterhaltung, der Dokumentarfilm “Henners Traum - Das größte Tourismusprojekt Europas” vom Kleinen Fernsehspiel des ZDF in der Kategorie Information und Kultur ausgezeichnet.

In der Kategorie Fiktion gewinnt der Mainzer Sender vier von fünf Auszeichnungen. Diese gehen an die Produktionen “Kommissar Süden und der Luftgitarrist”, “Ein halbes Leben”, “Mörder auf Amrum” und die “Die Wölfe”. Offiziell verliehen wird der Preis am 26. März. Die Privatsender waren erfahrungsgemäß kaum bedacht worden. Lediglich die Sendungen “Galileo Spezial - Karawane der Hoffnung” von ProSieben und “Tabubruch” vom DSF wurden jeweils in der
Kategorie Information und Kultur ausgezeichnet.

14:15 I FDP kritisiert Schäubles Forderung eines Europäischen Währungsfonds

Berlin (dts). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat infolge seiner Forderung nach einem Europäischen Währungsfonds Kritik aus der FDP erhalten. Die Liberalen rügten, dass Schäuble sich zuvor gegen eine deutsche Finanzhilfe für Griechenland ausgesprochen hatte. Bei der Einrichtung eines Währungsfonds würden dann nicht nur indirekt Steuergelder aus Deutschland genutzt werden, um Griechenland in der Finanzkrise zu unterstützen, er könnte zudem eine Gefährdung der Stabilität des Euro nach sich ziehen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sagte unterdessen, dass der Fonds auf die Absicherung von Stabilitätsrisiken in der Europäischen Währungsunion begrenzt werden solle.

Die Finanzierung des Fonds solle für die Mitgliedsstaaten über eine Quote erfolgen, gemessen an deren Wirtschaftskraft und den wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem Ausland. Es wäre denkbar, dass der Europäische Währungsfonds im Notfall Schulden von Ländern aufkaufen könnte. Dies wäre jedoch nur unter Auferlegen strenger Bedingungen möglich. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Treffen mit Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker zudem betont, dass der Fonds nicht für die Lösung der Griechenlandkrise gedacht sei. Langfristig wäre eine solche Institution jedoch wichtig, um in die Krise geratene Euro-Länder zu stabilisieren.

13:00 I Bildungspolitik im Focus von FDP und CDU

Düsseldorf. Rund zwei Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein- Westfalen kriselt es zwischen der FDP und der CDU. Streitpunkt ist das Thema Schulpolitik. Die Liberalen verfolgen das Ziel, die regionale Mittelschule einzuführen und nicht verhandelbar ist für sie, eine regionale Mittelschule als Alternative zur Real- und Hauptschule anzunehmen. Die Liberalen fordern ein zweigliedriges Schulsystem aus Mittelschule und Gymnasium, wobei die CDU nach wie vor das dreigliedrige Schulsystem bevorzugt. Sie will auch weiterhin die Hauptschulen trotz sinkender Zahlen von Schülern aufrecht halten. Bildungspolitik wird im NRW- Landtagswahlkampf zum heißen Eisen werden und wie es weiter gehen wird, werden die Wähler am 9. Mai festlegen.

12:58 I Mosambik will etwa 130.000 Menschen wegen Überschwemmungen umsiedeln

Maputo (dts). Mehr als 130.000 Menschen müssen wegen den starken Überschwemmungen in Mosambik umgesiedelt werden. Laut einem Sprecher der Regierung sei dies eine Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung. Bisher sind zwei Menschen den Fluten zum Opfer gefallen. Durch die wochenlangen Regenschauer in dem südafrikanischen Staat ist der Wasserpegel so stark angestiegen, dass man die Schleuse eines großen Staudamms öffnen musste, um den Druck auf die Damm-Mauern zu verringern und weiteren Schaden abzuwenden. Bisher wurde in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo noch kein Katastrophenalarm ausgelöst.

12:13 I Bayern: 19-Jähriger bei schwerem Autounfall tödlich verletzt

Feuchtwangen (dts). Im bayerischen Feuchtwangen bei Ansbach ist heute Morgen ein 19-jähriger Autofahrer bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der junge Mann aufgrund von Glatteis die Kontrolle über seinen Pkw verloren und war dann mit einem entgegenkommenden Lkw zusammengestoßen. Der 19-Jährige erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der 50-jährige Lkw-Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt.

10:47 I Rösler droht Pharmaindustrie mit Preislimits

Berlin (dts). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat angekündigt, er wolle die großen Pharmakonzerne mit Preislimits zu Einsparungen zwingen. Dazu sollen Vertreter der Arzneimittelhersteller direkt mit den Krankenkassen verhandeln. Spätestens bis zum Jahresende soll dafür ein entsprechender Gesetzentwurf kommen, so Rösler. Dadurch könne man bis zu zwei Milliarden Euro einsparen. Außerdem sollen neue Medikamente vor ihrer Markteinführung zusätzlich auf die Nützlichkeit für Patienten überprüft werden. In der Vergangenheit waren die Pharmaunternehmen in die Kritik geraten, neue Patentmedikamente auf den Markt zu bringen und damit die Preise in die Höhe zu treiben. Dabei hätten die neuen Medikamente in Wirklichkeit keinen zusätzlichen Nutzen für die Patienten.

Vorstands-Chef des Bundesverbandes der Deutschen Pharmaindustrie, Bernd Wegener, wirft dem FDP-Politiker Populismus vor. “Die christlich-liberale Regierung betreibt eine Politik ohne Augenmaß: hektische Reaktionen unter dem Druck der Antipharmalobby statt nachhaltiger Reformen des Gesundheitssystems”, so Wegener. Die Politik würde behaupten, dass die Pharmakonzerne an den Finanzproblemen des Gesundheitssektors verantwortlich wären. Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, kündigte indes an, dass die Preislimits für Pharmaunternehmen nur eine Möglichkeit von vielen sei, Kosten im Gesundheitswesen einzusparen. Man werde ebenfalls über die ärztliche Versorgung und die Honorare von Medizinern sprechen müssen, so Spahn.

10:42 I Bayern: 83-jährige Frau offenbar von zwei 13-Jährigen misshandelt

Milbertshofen (dts). Zwei 13-jährige Jungen haben am Montagnachmittag im bayerischen Milbertshofen offenbar eine 83-Jährige misshandelt und sie danach verletzt zurückgelassen. Mindestens einer der beiden Täter soll die Frau bereits im Vorfeld der Tat gekannt und ihr bei Einkäufen geholfen haben. Nachdem die Jungen bei der Frau geklingelt hatten, waren sie in ihre Wohnung eingedrungen. Dort haben sie die Dame gezwungen Alkohol zu trinken. Als diese sich weigerte, hatten ihr die 13-Jährigen die Flasche gegen die Zähne geschlagen.

Anschließend sollen sie die Frau durch Tritte misshandelt und ihr Rasierschaum in den Mund gesprüht haben. Die Tat wurde bekannt, nachdem sich einer der Jungen einer Vertrauensperson mitteilte. Gegen 20 Uhr konnte der Frau dann durch die eintreffende Polizei geholfen werden. Die genaueren Umstände der Tat müssten laut Angaben der Polizei noch geklärt werden, da das Opfer bisher noch nicht vernommen werden konnte. Die 83-Jährige habe keine lebensgefährlichen Verletzungen davongetragen, musste jedoch im Krankenhaus behandelt werden. Die mutmaßlichen Täter wurden nach einer ersten Befragung wieder entlassen.

10:39 I Vizesprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Will soll Hitler-Gruß gezeigt haben

Berlin. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vizesprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Will, weil er angeblich in der Öffentlichkeit den Hitler-Gruß gezeigt haben soll, dass berichtet “Welt online”. Nach der Anzeige wurden die Ermittlungen aufgenommen, sagte der Staatsanwaltsprecher Martin Steltner. Damit bestätigte sich der Bericht der “B.Z.”. Im vergangenen Jahr soll der 44-Jährige in einer Gaststätte in Berlin “Heil Hitler” gerufen haben, mehrere Zeugen haben dies beobachtet.

10:00 I Eon: Stabiles Ergebnis trotz Wirtschaftskrise

Düsseldorf (dts). Der Energiekonzern Eon konnte im Geschäftsjahr 2009 trotz der Wirtschaftskrise ein stabiles Ergebnis verzeichnen. Laut Angaben des Unternehmens ist der Umsatz im Jahr 2009 um sechs Prozent auf knapp 82 Milliarden Euro zurückgegangen, was auf die gesunkenen Preise im Gashandelsgeschäft zurückzuführen sei. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt mit 13,5 Milliarden rund ein Prozent über dem Vorjahreswert.

09:56 I USA: Dreijährige erschießt sich selbst

Raleigh (dts). Im US-Bundesstaat North Carolina hat sich ein dreijähriges Mädchen versehentlich selbst erschossen. Der Vater des Kindes hatte seine Handfeuerwaffe auf dem Tisch im Wohnzimmer liegen gelassen, wo die Dreijährige sie offenbar mit der Fernbedienung einer Spielekonsole verwechselt hatte, so die Beamten, die den Fall untersuchen. Beim Spielen mit der Schusswaffe hatte sich ein Schuss gelöst und das Mädchen in den Bauch getroffen. Die Mutter des Kindes hatte sich zum Zeitpunkt des Unglücks im selben Raum befunden, aber nicht mitbekommen, womit ihre Tochter spielte. Ob gegen die Eltern des Mädchens ermittelt wird, ist derzeit noch unklar.