Concepción (dts). Eine erneute Tsunami-Warnung in Folge eines Nachbebens hat heute die Menschen im chilenischen Concepción kurzfristig in Panik versetzt. Die örtlichen Behörden haben den Bewohnern angeordnet, gefährdete Gebiete zu verlassen. Der Katastrophenschutz hat diese Warnung kurze Zeit später jedoch wieder zurückgenommen. Nach dem Erdbeben von Samstag und der darauf folgenden Flutwelle wurden kritische Stimmen laut, die der Regierung Fehler im Warnsystem unterstellten.
Indes läuft die Hilfe langsam an, 7.000 Soldaten mussten erst für die Sicherheit der betroffenen Chilenen sorgen. In den vergangenen Tagen gab es massive Plünderungen im Erdbebengebiet. Das Beben am frühen Samstagmorgen hatte eine Stärke von 8,8 und gehört damit zu den stärksten Erdbeben, die jemals gemessen wurden. Bislang geht die Regierung von knapp 800 Todesopfern aus.