Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs KUKKSI.de Nachrichten für Februar, 2010.

Kategorien

Archive für Februar 2010

15:51 I Sturmtief Xynthia wütet

20-unwetterwarnung.JPG

Offenbach. Erst hatte ein langer Winter mit klirrenden Minusgraden Europa fest im Griff und nun sorgt das Sturmtief Xynthia für ungemütliche Zustände. Doch ist es nicht nur nass und stürmisch, sondern auch äußerst gefährlich. Das Sturmtief, das über das westliche Europa hinwegfegt, hat bereits über 20 Todesfälle gefordert. Die Franzosen kämpfen besonders hart mit den widrigen Wetterbedingungen. Xynthia brachte das schwerste Unwetter seit zehn Jahren nach Frankreich.

Auch hierzulande sorgt das Sturmtief für schwere Schäden und im Schwarzwald strab bereits ein Mensch durch einen auf sein Auto gestürten Baum. Straßen wurden blockiert und auch Stromausfälle sorgten vielerorts für ein Chaos. Mit starken Beinträchtigungen muss auch wieder die Bahn rechnen. Den Anfang hatte Xynthia in Portugal und Nordspanien gemacht. Dort erreichten die Böen Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern. Laut Vorhersagen von Meteorologen wird sich das Sturmtief noch bis zum Abend über Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland austoben. Und wer nicht unbedingt muss, sollte heute sein Auto stehen lassen.

14:53 I Ex-Außenminister Steinmeier kritisiert Nachfolger Westerwelle

Berlin (dts). Der ehemalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kritisiert die Amtsführung seines Nachfolgers Guido Westerwelle. In einem Interview der “Bild-Zeitung” (Montagausgabe) äußert Steinmeier Verständnis für die 60 Prozent der Bundesbürger, die laut Umfragen mit Westerwelle unzufrieden sind. Er sagte der Zeitung: “Die Menschen haben kaum die Chance, Westerwelle als Außenminister kennen zu lernen.” Statt dessen gebe es den FDP-Vorsitzenden, der sich als Vizekanzler in populistischen Debatten gefalle. Steinmeier weiter: “Der aber vergisst: Als Minister hat er auch ein Ressort - die deutsche Außenpolitik. Aber dafür, für die wichtigen Debatten über das Afghanistan-Mandat in den letzten Wochen beispielsweise, hat er offenbar keine Zeit.”

Steinmeier kritisierte auch die Rolle des FDP-Vorsitzenden in der Koalition. Er sagte der “Bild-Zeitung”: “Westerwelle gibt immer noch den Oppositionsführer.” Union und FDP hätten angeblich 2009 “aus Liebe geheiratet”, jetzt stelle sich heraus: “Alles ein böser Irrtum, Ehe zerrüttet nach drei Monaten.” Angela Merkel und Guido Westerwelle müssten einräumen, dass sie einfach nicht zu einander passten, anstatt sich von einem Krisengipfel zum nächsten zu hangeln. “Sie sollten einfach sagen. Es geht nicht.” Zur Rolle der eigenen Partei sagte Steinmeier der “Bild-Zeitung”: “Die SPD stellt sich neu auf und gewinnt wieder an Selbstbewusstsein!”

14:03 I Hannover: Überfahrener Fußgänger stirbt am Unfallort

Hannover (dts). In Hannover ist ein überfahrener Fußgänger am Unfallort gestorben. Der 84-jähriger Fußgänger wurde gestern Abend gegen 18:20 von einem PKW überfahren, wie die Polizeidirektion Hannover heute mitteilte. Der Unfall passierte, als der Passant, ohne auf den Verkehr zu achten, die Straße überquerte. Der 73-jährige Fahrer des Autos konnte dem Fußgänger nicht mehr ausweichen und erfasste den Fußgänger mit seinem Fahrzeug. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Rentners feststellen. Der Fahrer sowie seine 69-jährige Beifahrerin blieben bei dem Unfall unverletzt.

14:02 I Bundesgesundheitsminister: Westerwelle gehe es um Deutschland, nicht um sich

Leipzig (dts). Weil es ihm um Deutschland und nicht um sich gehe, suche FDP-Chef Guido Westerwelle ganz bewusst das Risiko, mit Sachdebatten auch persönlich unbeliebt zu werden. So versteht FDP-Präsidiumsmitglied und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die Sozialstaatsdebatte, die FDP-Chef und Vizekanzler Guido Westerwelle losgetreten hat. Gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” wies Rösler zugleich den Verdacht zurück, die FDP könnte damit auf das populistisch-konservative Lager schielen: “Eine liberale Partei wird sich immer auf ihre Kernkompetenz konzentrieren. Uns geht es um die von anderen oftmals vernachlässigte Mitte der Gesellschaft.”

Als Opposition lerne man, wie wichtig es sei, Recht zu haben. “In Regierungsverantwortung ist man aufgerufen, das Richtige zu tun”, so Rösler. “Wenn es Guido Westerwelle darum gehen würde, der beliebteste Politiker zu werden, dann wäre er als Außenminister durch die Lande gereist, hätte Hillary Clinton täglich ein Küsschen gegeben, Herrn Sarkozy die Hand geschüttelt und ansonsten ein krisengeschütteltes Gesicht gemacht”, sagte Rösler gegenüber der Zeitung. “Guido Westerwelle geht es aber nicht um sich, sondern um Deutschland. Wie kein anderer Politiker hat Westerwelle in den letzten Wochen Mut bewiesen. Westerwelle hat klare politische Überzeugungen. Und für die steht er ein.” Westerwelle sieht sich nach mittlerweile über 100 Tagen in der Regierung der Kritik ausgesetzt, debattenauffällig zu sein.

12:07 I ETA-Anführer offenbar in Frankreich festgenommen

Madrid (dts). In der französischen Normandie ist heute Vormittag offenbar der derzeit ranghöchste Anführer der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden. Wie die spanische Zeitung “El País” berichtet wurden außerdem zwei weitere mutmaßliche ETA-Mitglieder festgenommen, die sich seit letztem März auf der Flucht befanden. Im Unterschlupf der Flüchtigen konnten außerdem mehrere Schusswaffen sichergestellt werden. Die Terroristen konnten in einer gemeinsamen Aktion der französischen und der spanischen Polizei ausfindig gemacht werden. Die Terrororganisation “Euskadi Ta Askatasuna” (”Baskenland und Freiheit”) kämpft mit terroristischen Mitteln für eine Unabhängigkeit des Baskenlandes und wird für den Tod von über 800 Menschen verantwortlich gemacht.

11:13 I Mindestens elf Tote bei Überschwemmungen in Haiti

Les Cayes (dts). Mindestens elf Menschen sind bei schweren Überschwemmungen im haitianischen Les Cayes ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge ist es durch starken und anhaltenden Regen zu Flutwellen von bis zu 1,50 Metern Höhe gekommen. Wegen der anhaltenden Fluten mussten über 400 Gefängnisinsassen aus einer Strafvollzuganstalt evakuiert werden. Les Cayes ist eine Kleinstadt mit 70.000 Einwohnern und liegt 160 Kilometer von Port-au-Price entfernt. Von dem schweren Erdbeben im Januar, bei dem über 200.000 Menschen ums Leben gekommen waren, war die Stadt im Süden des Landes verschont geblieben.

10:32 I Unwetterwarnung im Süden und Westen Deutschlands

20-unwetterwarnung.JPG

Offenbach. Ab heute Mittag muss im Westen und Süden der Bundesrepublik mit starken Sturmböen gerechnet werden. Der deutsche Wetterdienst sprach für höhere Lagen eine Unwetterwarnung aus, betroffen sind die Bundesländer  Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Saarland, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern. Das Sturmtief kommt von Frankreich, in der Nacht sind weitere Bundesländer betroffen.

10:26 I Sturmtief: 800.000 Haushalte in Frankreich ohne Strom

Madrid / La Rochelle. In Frankreich wurde wegen dem Strurmtief die Stromversorgung von circa 800.000 Haushalten unterbrochen. Das Sturmtief “Xynthia” sorgte mit heftigen Sturmböen und starken Regenfällen in Frankreich für Chaos. Die Anwohner flüchteten auf ihre Dächer, um sich vor Überschwemmungen zu schützen. Der Sturm war zuvor in Spanien und Portugal hinweggefegt. Drei Menschen kamen bisher bei dem gewaltigen Sturm ums Leben.

Der zuständige Stromversorger ERDF teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass die Stromversorgung zahlreicher Haushalte in Frankreich gekappt worden ist.  Besonders betroffen hat es Zentralfrankreich, dort sind 325.000 Haushalte ohne Strom, auch der Westen des Landes ist mit 300.000 Haushalten betroffen. Zu starken Überschwemmungen kam es in einigen Regionen in Frankreich,  betroffen waren unter anderem Vendee, Charente-Maritime und die Küstenstadt La Rochelle.

“Xynthia” erreichte Spitzengeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometer pro Stunde, in Küstenregionen fegte das Sturmtief noch stärker. Felsbrocken stürzten auf Straßen, Bäume wurde entwurzelt und Dächer wurden abgedeckt. Die Grenze zu Spanien wurde vorerst geschlossen. Im Norden Portugals starb am Wochenende ein 10-Jähriger Junge, im Nordwesten Spaniens wurde eine 82-Jährige Frau von einer Mauer erschlagen. Laut Behörden ist “Xynthia” der schwerste Sturm seit Weihnachten 1999.

10:09 I Nach Erdbeben in Chile: mehrere Tsunami-Warnungen zurückgenommen

Santiago de Chile (dts). Nach dem Erdbeben am gestrigen Morgen vor der Küste Chiles wurden nun mehrere der angekündigten Tsunami-Warnungen zurückgenommen. Entwarnungen gab es unter anderem für Russland und Hawaii, Gefahr besteht weiterhin vor allem für Japan. Anwohnern in Küstennähe wird empfohlen, sich in höhergelegene Gebiete zu begeben. Heute morgen waren bereits Tsunami-Wellen mit bis zu 1,45 Metern Höhe im Norden Japans eingetroffen.

Die ersten Wellen einen Tsunamis sind jedoch oftmals nicht die größten. Größere Schäden blieben jedoch wie auf der pazifischen Insel Hawaii offenbar bisher aus. Von der chilenischen Insel Robinson Crusoe wurden jedoch starke Verwüstungen und mindestens fünf Tote gemeldet. Insgesamt sind in Chile durch das Beben der Stärke 8,8 auf der Richterskala über 300 Menschen ums Leben gekommen.

08:45 I Bischöfin Käßmann hat Nachfolger

Tutzing. Es ist erst gut eine Woche her, dass die engagierte Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, mit einer Trunkenheitsfahrt einen für sie folgenschweren Fehler beging. Nur wenige Tage später erklärte sie ihren Rücktritt und löste mit dieser Entscheidung in Politik und Kirche Betroffenheit aus. Als kommissarischer Vertreter wurde der 62-jährige Nikolaus Schneider eingesetzt, der nun endgültig die Nachfolge von Frau Käßmann übernehmen soll.