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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Santiago de Chile (dts). Nach dem schweren Erdbeben in Chile fürchtet man im gesamten Pazifikraum eine zerstörerische Tsunami-Welle. Nachdem zunächst nur für die Küsten von Chile und Peru vor einem Tsunami gewarnt worden war, wurde die Warnung später drastisch ausgeweitet. In Südamerika könnte auch Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala oder Mexiko eine Tsunami-Welle treffen.
Im weiter entfernten Pazifik-Raum bestehe aber auch unter anderem Gefahr für Kiribati, Neuseeland, Tonga, Samoa, Fidschi, Australien, Hawaii, Tuvalu, Papua Neuguinea, Indonesien, Japan, Taiwan und die Philippinen, hieß es von US-Geologen. Das Beben hatte nach unterschiedlichen Angaben eine Stärke von 8,3 bis 8,8 und war damit deutlich stärker als das Beben in Haiti im Januar. Das Seebeben, dass im Dezember 2004 einen schweren Tsunami in Thailand ausgelöst hatte, hatte eine Stärke von 9,1.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Köln (dts). In Köln soll die instabile U-Bahn-Baustelle vorerst doch nicht geflutet werden. Grund sei, dass der Rheinpegel am Samstagmorgen nur so wenig angestiegen sei, dass eine Flutung nicht mehr nötig sei, teilten die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) mit. Ursprünglich sollten am Samstag ab 12 Uhr rund 14,5 Millionen Liter Wasser in die Baugrube gepumpt werden, um die Baustelle zu stabilisieren.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Santiago de Chile (dts). Chiles Präsidentin Michelle Bachelet hat nach dem schweren Erdbeben den Notstand für das südamerikanische Land ausgerufen. Zur Stunde ist das Ausmaß der Schäden und Opfer nach dem Erdbeben noch vollkommen unklar. Mindestens 17 Menschen kamen ums Leben, es wird allerdings erwartet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt. Das Beben hatte nach unterschiedlichen Angaben eine Stärke zwischen 8,3 und 8,8.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
BREAKING NEWS (dts). Nach dem schweren Erdbeben vor der Küste Chiles ist die Tsunami-Warnung drastisch ausgeweitet werden. Neben den Küsten von Chile und Peru bestehe auch Gefahr für Ecuador, Kolumbien, Costa Rica, Nicaragua, Mexiko, Neuseeland, Australien, Hawaii und zahlreiche andere Länder. Selbst für Japan bestehe Gefahr.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Santiago de Chile (dts). Bei einem schweren Erdbeben in Chile sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte nach unterschiedlichen Angaben eine Stärke zwischen 8,3 und 8,8 und ereignete sich um 7:34 Uhr deutscher Zeit. Zunächst war nur von schwachen Schäden berichtet worden. In Chiles Hauptstadt Santiago wankten die Häuser und der Strom fiel teilweise aus. Das Epizentrum des Bebens lag rund 115 Kilometer vor der Küstenstadt Concepción im Pazifik. Für die Küste von Chile und Peru wurde zwischenzeitlich eine Tsunamiwarnung herausgegeben. Es gibt weltweit durchschnittlich nur einmal pro Jahr ein Erdbeben dieser Stärke. Im Anschluss an das Hauptbeben wurden mehrere Nachbeben gemessen.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Köln (dts). Die Moderatorin der Musik-Casting-Show “Unser Star für Oslo”, Sabine Heinrich, hat die Konkurrenzsendung “Deutschland sucht den Superstar” (RTL) kritisiert. “Wäre ich jetzt Mutter einer Kandidatin, über deren Oberweite sich Dieter Bohlen auslässt - ich weiß gar nicht, wie schnell ich auf der Bühne wäre”, sagte Heinrich dem Nachrichtenmagazin “Focus”. “Ich möchte nicht, dass über Siebzehnjährige so im Fernsehen geredet wird. Das geht unter die Gürtellinie.” Ihr Co-Moderator Matthias Opdenhövel, antwortete in “Focus” auf die Frage, welche Castingshow er seinen Kindern empfehlen würde: “Ich würde, wenn, die vom Papa vorschlagen. Alles andere würde ich verbieten. Man sollte sich schon auf das konzentrieren, was die Kandidaten musikalisch drauf haben und nicht darauf, wie oft sie in der Vergangenheit vor der Polizei weggelaufen sind.”
Heinrich und Opdenhövel suchen in sechs Shows bei ProSieben und zwei im Ersten den deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest. Eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für Jugend- und Bildungsfernsehen in München zeigt unterdessen, dass Heidi Klum und Dieter Bohlen mit ihren Casting-Shows Jugendlichen eindeutige Karriere-Prinzipien vermitteln. Studienleiterin Maya Götz sagte “Focus”: “Casting-Shows geben vielen Jugendlichen das Gefühl, etwas für ihren Lebensweg mitzunehmen.” Nach Ansicht von 60 Prozent der befragten Jugendlichen zeigt Klum genau, wie man sein muss, um Erfolg zu haben. 70 Prozent der Befragten finden die harte Kritik durch Dieter Bohlen an den Kandidaten “absolut gerechtfertigt”.
Medienpädagogin Görtz sagte “Focus”: “Besonders unter Jungs ist Bohlen ein Symbol für Ehrlichkeit.” Das gelte gerade für ältere Jugendliche: Unter den befragten 18- und 19-Jährigen stimmten 83 Prozent der Aussage zu, dass Bohlens Kritik fair sei, auch wenn er damit Kandidaten persönlich verletze. Für die Studie, die im Herbst als Buch erscheinen wird, wurden 1302 Schülerinnen und Schüler im Alter von neun bis 22 Jahren befragt. Medienwissenschaftler Bernd Schorb von der Universität Leipzig sagte “Focus”: “Viele Jugendliche durchschauen zwar die Inszenierung solcher Reality-Shows, doch mindert das nicht deren Bedeutung als Orientierungsmaßstab.” Das in Casting-Shows vermittelte Karrierebild hält Schorb für bedenklich: “Die Shows forcieren die Ellenbogen-Mentalität.”
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
München (dts). Auf den deutschen Flughäfen haben Sicherheitsleute vergangenes Jahr mehr als 400.000 verbotene Gegenstände bei Personen- und Handgepäck- oder Reisegepäckkontrollen beschlagnahmt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin “Focus” unter Berufung auf eine Statistik der Bundespolizei und Angaben der Regierung von Oberbayern, die für die Sicherheit auf dem Münchner Airport zuständig ist. Demnach stellten die Beamten bei den Passagieren 9200 Waffen sicher, darunter Gewehre, Pistolen, Elektroschocker und Armbrüste.
Fluggäste versuchten, 151.800 stumpfe, spitze oder scharfe Objekte durch die Kontrolle zu bringen, von Nagelscheren und Eispickeln bis hin zu Äxten und Schlägern. 232.000-mal konfiszierten die Beamten “Focus” zufolge brennbare Stoffe wie Alkohol, Munition, Sprengkapseln und Gaskartuschen, zudem 12.700-mal chemische und toxische Stoffe sowie Abwehr- und Betäubungssprays. Passagiere nahmen Golfschläger, Angelruten und Baseballschläger mit in der Annahme, sie dürften die Dinge mit in die Kabine nehmen.
Heinrich Schuster vom Luftamt Südbayern der Regierung von Oberbayern sagte “Focus”: “Es ist erstaunlich, wie oft Passagiere verbotene Gegenstände im Handgepäck mit sich führen oder bei der Reisegepäckaufgabe nicht deklarieren. Angefangen vom Bolzenschussgerät eines Metzgers über Harpunen von Sporttauchern bis hin zu Jagdwaffen.” Bundespolizeisprecher Jörg Kunzendorf: “Viele wissen nicht, dass es bereits verboten ist, mehr als ein Feuerzeug pro Person an Bord zu nehmen.” Am Münchner Flughafen alarmierten Kontrollkräfte 1347-mal die Polizei, weil Passagiere Waffen bei sich trugen. In weiteren 631 Fällen griffen Beamte ein, weil Fluggäste Sprengstoff oder Munition im Reisegepäck oder am Körper hatten.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Berlin (dts). Die Zahl der Islamisten in Deutschland, die als so genannte Top-Gefährder eingestuft werden, ist in den vergangenen Monaten um 20 Prozent gestiegen. Wie die “Rheinische Post” (Samstagausgabe) aus Sicherheitskreisen erfuhr, ist sie von rund 100 auf 120 Personen gestiegen. Als “Top-Gefährder” gelten Leute, die im Verdacht stehen, Terror-Anschläge zu planen. Zudem stuften die Behörden mehr als 330 Personen als “relevant” ein, berichtet die Zeitung. Dies sind Personen, die in engem Kontakt mit den Top-Gefährdern stehen. Auch die Zahl der Islamisten, die als gewaltbereit angesehen werden, wächst den Angaben zufolge. Aktuell seien es rund 1100. Die Aktivitäten der Verdächtigen seien rege: In den vergangenen acht bis neun Monaten habe es 200 Ausreisen in islamistische Terrorcamps gegeben.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Brüssel / Berlin (dts). Die EU-Kommission plant eine neue Verordnung zur Regulierung der Schädlingsbekämpfung und will damit wirksame Rattengifte verbieten. Wie die “BILD-Zeitung” (Samstagausgabe) berichtet, soll der Wirkstoff Kumarin künftig nicht mehr zur Rattenbekämpfung erlaubt sein. Das geht aus dem Entwurf der Verordnung hervor, gegen den die FDP nun Widerstand angekündigt hat. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Pharmaexperte, Lutz Knopek, sagte der Zeitung, Kumarin sei in 95 Prozent aller Rattengifte enthalten.
Ein Verbot könnte zu neuen Rattenplagen in Europa führen. “Ratten vermehren sich bekanntlich explosionsartig. Die EU darf daher keinesfalls den wirksamen Giftstoff verbieten, mit dem man die Ratten stoppen kann”, sagte Knopek der BILD-Zeitung. Die EU-Kommission begründet das geplante Kumarin-Verbot mit Gefahren für Schwangere. Diesen Grund weist Knopek zurück. “Solange Schwangere Rattengift nicht gerade essen oder trinken, besteht keine Gefahr”, sagte der FDP-Politiker. Der Wirkstoff werde sogar in Arzneien für Herzkranke verwendet.
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27.2.2010 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I dts Nachrichtenagentur.
Berlin (dts). Angesichts der fortgesetzten Debatte um Zumutungen im Sozialstaat und um spätrömische Dekadenz, wie sie FDP-Chef und Vizekanzler Guido Westerwelle beklagt, haben Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei nach einem Eingreifen des Bundespräsidenten in den ausufernden Streit verlangt. Gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” (Sonnabend-Ausgabe) sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann: “Westerwelle macht aus dem Vizekanzleramt mit populistischer Rhetorik Stimmung gegen Arbeitssuchende.”
Sein Auftritt im Bundestag am Donnerstag zeige, dass die Bundeskanzlerin offenbar nicht alleine gegen ihn ankomme. “Das ist jetzt eigentlich die Stunde des Bundespräsidenten. Doch leider schweigt Horst Köhler. Vermutlich ist das Staatsoberhaupt über den Zustand dieser Regierung genauso entsetzt wie sein Volk”, schlussfolgerte Oppermann. Der designierte Links-Parteichef Klaus Ernst nannte es gegenüber der Zeitung “wünschenswert, dass sich der Bundespräsident mit der Autorität seines Amtes in die aktuellen Debatten einschaltet”. Ein Vizekanzler dürfe nicht Unwahrheiten verbreiten und Niedrigverdiener gegen Arbeitslose aufhetzen. “Da darf Köhler nicht schweigend zuschauen, wenn er der Verantwortung seines Amtes gerecht werden will.”
Seine designierte Co-Parteivorsitzende Gesine Lötzsch wurde noch deutlicher: “Horst Köhler muss diese Regierung, die außer Rand und Band geraten ist, zur Ordnung rufen. Vom Bundespräsidenten erwarte ich eine Grundsatzrede zum Sozialstaat, in der er sich klar hinter die Menschen stellt, die arbeiten wollen und keine Arbeit bekommen und sich kritisch mit denen auseinandersetzt, die mit ihrer Gier und Rücksichtslosigkeit diese Gesellschaft vor eine Zerreißprobe stellen.”
Grünen-Chefin Claudia Roth meinte gegenüber der “Leipziger Volkszeitung”: “Wo ist Köhler? Das laute Schweigen des Bundespräsidenten seit der Amtsübernahme der schwarz-gelben Bundesregierung ist schon auffallend.” Angesichts der Debatte um Sozialstaat, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit “vermisse ich die starke Stimme eines Präsidenten, der in der Vergangenheit gerade in Gerechtigkeitsfragen viel zu sagen hatte”, so Roth. “Wir schätzen sehr, dass er immer wieder die Perspektive der globalen Gerechtigkeit auf die Agenda brachte. Das sollte Köhler auch bei Fragen der sozialen Gerechtigkeit in Deutschland tun - gerade dann, wenn die Debatte von einer Regierung fehlgeleitet wird, die alles andere als christlich-liberale Politik macht.”
Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sagte dem Blatt, nicht das Schweigen des Präsidenten zur Tagespolitik sei das zentrale Problem. “Das Problem ist vielmehr das Schweigen der Bundeskanzlerin und die Zielstrebigkeit, mit der Westerwelle an den Grundsäulen des Sozialstaates sägt und das Land spaltet. Die Kanzlerin ist gefordert, sich von dem Treiben des FDP-Vorsitzenden zu distanzieren, dem Orientierung und Gespür für Anstand völlig abhanden gekommen sind.”
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