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Archive für 23.2.2010

23:26 I Spanische Behörde verlost Gratis-Urlaub auf Facebook

Madrid (dts). Die spanische Regierung hat sich einen besonderen Marketing-Trick ausgedacht, um seinen Tourismusmarkt anzukurbeln. Auf dem Onlinenetzwerk Facebook verlost die zuständige Behörde derzeit eine Woche gratis Urlaub inklusive Flüge für insgesamt drei aufeinanderfolgende Jahre in Spanien. Die Teilnehmer müssen dafür eine Reihe von Aufgaben erfüllen, wie etwa jeden Tag eine Frage auf dem Internetportal beantworten. Andere Facebook-Mitglieder vergeben anschließend Punkte für die beste Antwort. An der “Best Feeling Ever”-Kampagne nehmen bereits knapp 1.000 Nutzer teil, ein Gewinner wird Ende Februar ermittelt.

23:15 I Toyota-Chef macht schnelles Wachstum für Pannenserie verantwortlich

Washington (dts). Der Chef des japanischen Automobilkonzerns Toyota, Akio Toyoda, hat das schnelle Wachstum der Firma für die Pannenserie bei den Bremspedalen seiner Fahrzeuge verantwortlich gemacht. Das sagte Toyoda heute im Rahmen der Anhörung vor dem US-Kongress in Washington. Der Konzern habe sein wirtschaftliches Wachstum stärker verfolgt als er fähig war, seine Produktion und seine Angestellten entsprechend weiterzuentwickeln, erklärte Toyoda. Künftig wolle man nach Aussage des Konzernchefs auf “Qualität statt Quantität” setzen. Toyota wird vorgeworfen, für mehrere tödliche Unfälle aufgrund von Bremsproblemen verantwortlich zu sein.

22:48 I Britischer Student versteigert Körper für Werbe-Tattoos

London (dts). Ein Student aus Glasgow versteigert im Internet seine Schulter als Werbefläche für Firmen oder Privatpersonen. Wie der 20-Jährige auf seiner Internetseite “yournameonme.com” mitteilt, will er mit dem eingenommenen Geld die Erdbebenopfer von Haiti unterstützen. Etwa 25.000 Pfund will er so erzielen, ein Gebot kostet 1,25 Pfund. Der Gewinner der Auktion erhält gleichzeitig einen Flug nach Schottland, um beim Tätowieren dabei zu sein. Die Idee für die ungewöhnliche Hilfsaktion sei dem Student nach eigener Aussage beim Duschen gekommen. Eigentlich hasse der Brite Tattoos und hatte nie eines haben wollen, aber es sei für einen guten Zweck und symbolisiere eine gute Tat.

22:46 I NASA-App lässt iPhone-Besitzer Mond erforschen

Washington (dts). Die US-Raumfahrtbehörde NASA erlaubt es Interessierten auf eigene Faust den Mond zu erforschen ohne dafür Millionen Euro bezahlen zu müssen. In einer gestern vorgestellten Applikation für das iPhone, dem “Nasa Lunar Electric Rover Simulator”, können die Nutzer virtuell an einer Raumfahrtmission teilnehmen. Dabei müssen sie sowohl das Mondfahrzeug steuern als auch dessen Instrumente im Auge behalten. Das nach Angaben der Entwickler wahrheitsgetreue Programm baue unter anderem auf die Erfahrung von Astronauten auf und beinhalte mehrere Missionen.

19:01 I Merkel rüffelt Westerwelle im Koalitionsausschuss

Berlin (dts). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren Koalitionspartner und Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) nach Berichten von Teilnehmern im Koalitionsausschuss wegen der Debatte über Hartz IV scharf zurechtgewiesen. Westerwelle hatte sich beklagt, er sei in seiner Kritik an der Effizienz des deutschen Sozialstaats von der Union nicht genügend unterstützt worden. Merkel soll daraufhin zurück gegeben haben, es sei einigermaßen befremdlich, dass Westerwelle sich als der einzige Reformmotor in der Regierung geriere, wenn in Wahrheit doch alle von ihm angesprochenen Probleme mit Hartz IV längst im gemeinsam beschlossenen Koalitionsvertrag thematisiert worden seien.

Das “kesse Einfordern”, so Merkel wörtlich, passe auch nicht so recht zu der Tatsache, dass vor einigen Wochen bereits der hessische CDU-Ministerpräsident Roland Koch die mangelnde Leistungsbereitschaft vieler Hartz IV-Empfänger kritisiert hatte. Daraufhin habe der Koalitionsausschuss, im Beisein und mit dem Einverständnis von Westerwelle erklärt, es gebe da keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Auch sei ihr zu Ohren gekommen, die FDP plane ein Eckpunktepapier zu Hartz IV, habe Merkel spitz gefragt. Ob man das nicht besser gemeinsam verfassen solle? Westerwelle habe darauf ebenso spitz geantwortet, ihm sei in den vergangenen Tagen ständig von Unionspolitikern vorgehalten worden, er solle doch einmal konkreter sagen, was genau er mit Hartz IV machen wolle. “Was gilt denn nun?”, habe Westerwelle süffisant gefragt.

In der FDP wertet man den Koalitionsausschuss als Erfolg. Es sei durch Westerwelles Intervention gelungen, die Vorhaben zu Hartz IV zu beschleunigen. Eine Kommission, vermutlich aus Fachpolitikern der Fraktionen, soll noch im März die Arbeit aufnehmen, um Themen wie die Pauschalierung von Unterkunftszahlungen und Steuerzuschüssen, Zuverdienstmöglichkeiten, und Minijobs neu zu regeln. Schon im Juni sollen erste Vorschläge vorliegen. Mit endgültigen Beschlüssen wird aber nicht vor Herbst gerechnet, weil erst dann die nötigen Daten vorliegen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier, beschrieb die Atmosphäre im Koalitionsausschuss als konstruktiv und sachorientiert, geradezu ein “Frühlingserwachen”, berichtet die Tageszeitung “Die Welt” unter Berufung auf Teilnehmer.

18:34 I Bischöfin unter Alkoholeinfluss am Steuer erwischt

Hannover.  Es sollen mehr als 1,5 Promille Alkohol gewesen sein, als die Polizei die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, im Straßenverkehr erwischt hatte. Sie war am Samstagabend mit ihrem Dienstwagen unterwegs und hatte bereits eine rote Ampel überfahren, als die Polizei sie stoppte. So wie es aktuell aussieht, muss Margot Käßmann wohl mit einem mehrmonatigen Führerscheinentzug wie eine Geldbuße rechnen.

Dass es ihr leid tut, hat sie bereits erklärt und sieht den schlimmen Fehler ein. Doch ist die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche schließlich auch nur ein Mensch, dem Fehler unterlaufen können. Daher steht die Beantwortung der Frage im Raum, ob man diesen Fehltritt auch auf ihr Amt beziehen muss. Schließlich sollte es keinen Zusammenhang zwichen einer beruflichen Qualifikation und einem Fehltritt geben, den sie sicher jetzt schon bereut.

18:02 I 250.000 StudiVZ-Nutzer vernetzen sich mit Heimatstadt

Hamburg/Berlin (dts). Die sogenannten “Heimatprofile” der 68 Städte und Regionen, die in den VZ-Netzwerken wie StudiVZ oder MeinVZ mit einem eigenen Profil vertreten sind, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Rund 250.000 Nutzer hätten sich bereits mit ihrer Stadt in ihrem Profil “verbunden”, teilte das Unternehmen heute mit.

Absoluter Spitzenreiter mit über 55.000 Anhängern sei Hamburg. Auf der Seite der Hansestadt gibt es aktuelle Nachrichten aus Hamburg und Informationen über die beliebtesten Sportvereine der Region. Auf Platz Zwei der beliebtesten Heimatprofile ist Berlin mit über 26.000 “Fans”. Rund 25.000 Nutzer bekennen ihre Leidenschaft für Köln. Gestaltet und betreut werden die 68 Heimatprofile von ausgewählten Medien jeder Region, welche auch für den Inhalt der Profile verantwortlich sind.

Die sozialen Netzwerke StudiVZ und MeinVZ liefern sich in den letzten Jahren einen Wettbewerb um die Gunst der Nutzer. Internationale Dienste wie “Facebook” haben je nach Zählweise bereits kräftig aufgeholt.

18:00 I Lufthansa will Freitag wieder normal fliegen

Frankfurt/Main (dts). Die Lufthansa will nach dem schnellen Ende des Pilotenstreiks spätestens ab Freitag wieder normal fliegen. Am Mittwoch sollen bereits 400 zusätzliche Flüge angeboten werden, teilte das Unternehmen heute mit. So wird das Flugangebot heute schon mit Flügen im innereuropäischen und interkontinentalen Verkehr ergänzt. Neben anderen Verbindungen wurden bereits die Flüge von Frankfurt nach Singapur und São Paulo aufgenommen.

Außerdem flog Lufthansa heute wieder die wichtigen innerdeutschen Strecken wie beispielsweise zwischen Frankfurt und Berlin oder zwischen München und Hamburg. Am Mittwoch sollen statt der 1.000 veröffentlichten Flüge im Sonderflugplan schon rund 1.400 Flüge angeboten werden. Der normale Flugplan sieht rund 1.800 Flüge täglich vor. Am Donnerstag soll der Sonderflugplan weiter ergänzt werden. Fluggäste, die aufgrund der streikbedingt gestrichenen Flüge bereits auf alternative Flugverbindungen umgebucht wurden, können entweder an
ihrer geänderten Buchung festhalten oder sich kostenfrei auf einen der wieder eingerichteten Lufthansa-Flüge auf Wunsch umbuchen lassen.

17:58 I Forscher ermöglichen Fahndung nach illegalen MP3-Dateien im Netz

Saarbrücken (dts). Forscher des Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken haben Verfahren entwickelt, um Musikstücke im Internet besser aufzuspüren und vergleichbar zu machen. Wie die Max-Planck-Gesellschaft heute mitteilte, könne das Programm das gesamte Internet auf als MP3-Datei gespeicherte Lieder durchsuchen, wenn man ihm nur einige Takte des Stückes vorspiele. Zudem können über einen akustischen Abgleich auch andere Versionen der Lieder, wie etwa Cover, aufgespürt werden.

Die Technik dürfte vor allem auch für Musikstudenten interessant sein. Sie könnten ihre eigenen Tonaufnahmen mit denen von Profis vergleichen und so etwa einzelne Takte analysieren. Das Verfahren ähnele der Suche nach Bildern, bei denen man nach charakteristischen Ausschnitten suche, so die Forscher.

15:48 I Laufzeiten von Atomkraftwerken-wie wirken sich Unstimmigkeiten auf NRW- Wahl aus?

Berlin.  Die Verlängerung von Laufzeiten von Atomkraftwerken steht im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen innerhalb der Regierungsbänke. Schon jetzt kann man sich fragen, ob dieser Umstand auch Auswirkungen auf die am 9. Mai in Nordrhein- Westfalen stattfindende Landtagswahl haben wird. Die Grünen werden naturgemäß nicht von ihrem Standpunkt abweichen und umso skeptischer darf man sich fragen, wie es um die Zukunft von Atomkraftwerken aussehen wird.

Unruhe herrscht derweil wohl auch bei Energiekonzernen. Sie fürchten um die schon bald auslaufenden Stilllegungsfristen. Wie wird es angesichts der aktuellen Diskussion insbesondere in den CDU-regierten Bundesländern hinsichtlich von Abschaltungen aussehen? In Hessen und Baden- Württemberg stehen Biblis A und Neckarwestheim I vor einer Abschaltung. Doch zurück zur Landtagswahl in NRW. Hier erklären die Grünen, dass es die Wähler sind, die eine eventuelle Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke verhindern könnten. Sicher dürfte wohl auch sein, dass eine neue Landesregierung mit einer grünen Beteiligung wohl keiner Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken zustimmen würde.