Archive for Februar 21st, 2010

22:00 I 41 Tote bei Einsturz eines Minaretts in Meknés

Sonntag, Februar 21st, 2010

Meknés (dts). Bei dem Einsturz eines Minarettturms in marokkanischen Meknés hat es am Freitag mindestens 41 Tote und 75 Verletzte gegeben. Die Menschen haben sich in der Moschee Bab Berdieyinne zum Freitagsgebet aufgehalten, als der Turm auf das vollbesetzte Gebäude hinabstürzte. Laut des marokkanischen Innenministeriums gehen die Behörden davon aus, dass Minarett aufgrund von schwerem Regen an Stabilität verloren hat.

Die völlig zerstörte Bab-Berdieyinne-Moschee, welche vor rund 300 Jahren erbaut wurde, soll laut marokkanischen Medienberichten und unter Anordnung des König Mohammed VI. wieder errichtet werden. Außerdem hat er in Folge des Unglückes angeordnet, alle historischen Moscheen in Marokko auf mögliche Einsturzgefahren untersuchen zu lassen.

20:49 I Sexualhormon Progesteron soll Beeinträchtigungen der Hirngewebe reduzieren

Sonntag, Februar 21st, 2010

Athlanta (dts). Das in den Kontrazeptiv-Pillen enthaltene Sexualhormon Progesteron soll Beeinträchtigungen der Hirngewebe reduzieren. Forscher an der Universität Emory in Atlanta wollen das Sexualhormon ab nächstem Monat auf Patienten mit Hirnschaden testen. Das wurde auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science bekanntgegeben. Am Experiment werden 1.000 Patienten aus 17 Trauma-Zentren in den USA teilnehmen.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Progesteron sich positiv auf die normale Entwicklung der Neuronen auswirkt. Das Hormon hat offenbar auch einen schützenden Effekt auf die beeinträchtigten Hirngewebe. “Trauma können Schwellungen, Tod der Neuronen und erhebliche Gehirnschaden verursachen”, sagte Forscher David Wright. Das Besondere des Progesterons sei, dass es diese Schäden reparieren könne, so der Forscher weiter. Das Sexualhormon könne auch Patienten mit Hirnschäden vor dem Tod retten.

16:14 I Ermittlungen zum Mafia-Blutbad von Duisburg dauern noch an

Sonntag, Februar 21st, 2010

Duisburg (dts). Der Mafia-Mord von Duisburg ist trotz drei inhaftierter Verdächtiger noch nicht aufgeklärt. Laut dem italienischen Cheffahnder dauerten die Ermittlungen weiterhin an. Wie das Nachrichtenmagazin “Focus” berichtet, sind zentrale Fragen des Verbrechens nach wie vor ungeklärt. So wissen die Ermittler bislang nicht, wer genau am 15. August 2007 die tödlichen Schüsse auf sechs Italiener abgegeben hat. Die Opfer waren vor der Pizzeria “Da Bruno” mit insgesamt 56 Schüssen hingerichtet worden.

Unklar ist auch die Rolle von Francesco R., einem wegen Drogenhandel Einsitzenden. Einer der drei Inhaftierten hatte R. gegenüber einem Mithäftling als vierten Täter von Duisburg genannt. Ein deutscher Rechtsanwalt kritisiert unterdessen scharf die Ermittlungsbehörden im Duisburger Mafia-Mordfall. Wie der Verteidiger des mutmaßlichen Todesschützen Giovanni S. erklärte, hörten die italienischen Behörden “Telefonate mit, verwanzen Autos, fangen Briefe ab, schleppen dubiose Kronzeugen an.

Der Beweiswert tendiert gegen Null.” Die deutschen Fahnder hätten sich “anhand von ein paar Spuren und Zeugenaussagen einen Kreis von Verdächtigen zusammengeschustert”. Es gebe “keinen einzigen Beweis”, dass sein Mandant in Duisburg auf jemanden geschossen habe. Am Donnerstag war der Dritte der mutmaßlichen Täter in italienischen San Luca gestellt worden.

15:46 I SPD-Chef fordert härtere Strafen für Steuerhinterzieher

Sonntag, Februar 21st, 2010

Berlin (dts). Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat härtere Strafen für Steuerhinterzieher gefordert. Gabriel schlug vor, Steuerhinterziehung juristisch künftig als Verbrechen statt als Vergehen zu werten. “Das muss aufgewertet werden, das ist heute nur ein Vergehen, lasst uns das ab 500.000 oder 1 Million Euro zu einem Verbrechen machen ohne Bewährungsstrafe”, sagte Gabriel dem ARD-Hauptstadtstudio. Außerdem müsse Schluss sein mit der Möglichkeit der Selbstanzeige. Gabriel wiederholte seinen Vorwurf, dass die “faulen Erben, die ihr Geld am Finanzamt vorbei ins Ausland” brächten, die “wirklich Asozialen im Land” seien.

12:22 I Griechenland will keine EU-Rettungsaktion

Sonntag, Februar 21st, 2010

Athen (dts). Dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zufolge wolle sein Land keine Rettungsaktion zur Minimierung der Geldschulden durch die Europäische Union. Griechenland benötige politische Unterstützung, um Geld zu demselben Zinssatz wie die anderen Länder zu leihen, so Papandreou gegenüber der britischen BBC. Ziel des Landes ist es, die Defizite von aktuell 12,7 Prozent auf 2,8 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsproduktes zu kürzen.

Griechenland könne seine Zuverlässigkeit nur beweisen, wenn dem Land Zeit und politische Unterstützung gegeben werde, so Papandreou weiter. Griechenland verzeichnet eine der höchsten europäischen Staatsverschuldungen. Erst im Oktober hatte die neue sozialistische Regierung Griechenlands der EU gegenüber zugegeben, dass das Haushaltsdefizit höher liegt als bisher angenommen.

12:20 I Mindestens 32 Menschen bei Unwetter auf Madeira getötet

Sonntag, Februar 21st, 2010

Funchal (dts). Bei starken Unwettern auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira sind gestern Nacht mindestens 32 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. Wie die Regionalregierung in Funchal mitteilte, wird außerdem mit 68 Verletzten gerechnet. Zahlreiche Brücken und Gebäude wurden zerstört und die Stromversorgung ist in vielen Gebieten der Atlantikinsel zusammengebrochen.

Der internationale Flughafen musste inzwischen geschlossen werden. Der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates kündigte Unterstützung an und ist bereits auf der Insel eingetroffen um sich ein Bild von den Schäden zu machen. Die Regionalregierung will außerdem die Europäische Union um Hilfe bitten. Die Unwetter sind die schlimmsten seit 1993, bei denen acht Personen ums Leben kamen.

12:19 I Rostock: Mann erschießt Ehefrau durch Genickschuss und zeigt sich selber an

Sonntag, Februar 21st, 2010

Rostock (dts). Im mecklenburg-vorpommernschen Ikendorf bei Rostock hat heute Nacht offenbar ein Mann seine Ehefrau erschossen. Wie die Polizei Rostock mitteilt, zeigte sich der Mörder gegen 4 Uhr Nachts selbst an. Die kurz darauf am Tatort eingetroffenen Rettungskräfte und Polizeibeamten konnten nur noch den Tod der 45-Jährigen feststellen.

Der dringend des Mordes verdächtigte Ehemann wurde vorläufig festgenommen. Der ebenfalls 45-jährige Mann hat seine schlafende Frau offenbar mit einem Revolver ins Genick geschossen, nachdem er in alkoholisiertem Zustand von einer Feier zurückgekehrt war. Die Kriminalpolizeiinspektion Rostock hat die Ermittlungen zur Motivlage aufgenommen. Die Obduktion der getöteten Frau soll morgen durchgeführt werden, der Mann soll dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.

09:46 I Leipzig: 23-jähriger Fahrer bei Verkehrsunfall getötet

Sonntag, Februar 21st, 2010

Leipzig (dts). In Leipzig ist heute früh ein 23-jähriger Fahrer bei einem Verkehrsunfall gestorben. Wie die Polizei Leipzig mitteilte, prallte der PKW des 23-Jährigen um etwa 3:00 Uhr gegen zwei parkende Fahrzeuge. Dadurch kam das Fahrzeug ins Schleudern und es kam zum Zusammenstoß mit fünf weiteren Fahrzeugen. Das Auto überschlug sich und kam auf dem Dach zum Stehen. Der im Fahrzeug eingeklemmte Fahrer verstarb auf Grund seiner Verletzungen kurze Zeit später am Unfallort. Insgesamt wurden acht Fahrzeuge beschädigt. Der Sachschaden wird derzeit auf ca. 50.000 Euro geschätzt. Die Polizei geht davon aus, dass eine nicht an die Witterungsverhältnisse angepasste Geschwindigkeit Ursache für den Unfall ist.

09:30 I Hartz-IV-Urteil: Mehrkosten in Millionenhöhe

Sonntag, Februar 21st, 2010

Berlin. Mit nahezu 100 Millionen Euro an Mehrkosten rechnet die Regierung aufgrund des Hartz-IV-Urteils des Bundesverfassungsgerichts. Derzeit haben etwa sieben Millionen Menschen einen Anspruch auf Hartz-IV- Leistungen. Kommt man den Forderungen der Karlsruher Richter nach, kann etwa ein Prozent aller Empfänger mit rund 100 Euro mehr als bisher rechnen. Jährlich käme dann ein zusätzlicher Betrag von über 80 Millionen Euro zusammen, wobei 100 Millionen Euro als Maximalgrenze angesetzt werden.

09:11 I Westerwelle: Hartz-IV-Empfänger sollen Schnee schippen

Sonntag, Februar 21st, 2010

Berlin. Wenn es nach Herrn Westerwelle geht, dann sollen Hartz-IV-Empfänger Schnee schippen, dass sagte er der “Bild am Sonntag”. Drückebergern droht er mit Konsequenzen: “Wer sich dem verweigert, dem müssen die Mittel gekürzt werden”.  Weiterhin sagte er: “Wir müssen die Hilfe auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und müssen sie den Findigen und Trickreichen kürzen oder notfalls streichen”. Er fügte hinzu: “Jeder, der jung und gesund ist und keine Angehörigen zu betreuen hat, muss zumutbare Arbeiten annehmen – sei es in Form von gemeinnütziger Arbeit, sei es im Berufsleben, sei es in Form von Weiterbildung”.

Auf die Frage von “Bild am Sonntag”, ob denn auch Einsätze zum Schneeschippen eine Idee wären, sagte der FDP-Chef: “Warum denn nicht? Nehmen Sie Berlin, eine Stadt mit einem hohen Anteil von Sozialleistungsempfängern. Hier liegt seit Wochen Eis und Schnee auf den Bürgersteigen. Viele ältere Menschen trauen sich schon gar nicht mehr aus dem Haus, weil sie Angst haben müssen, zu stürzen und sich was zu brechen. Da könnte die Stadt doch junge Sozialleistungsempfänger zum Räumen der Bürgersteige einsetzen. So praktisch ist das Leben”.

Zudem machte sich Guido Westerwelle gegen Drückeberger stark: “Wer sich dem verweigert, dem müssen die Mittel gekürzt werden. Umgekehrt erwarte ich von unserer Sozialstaatsverwaltung, dass sie jedem jungen Menschen auch ein Angebot macht”. Westerwelle kritisierte zudem, dass es nur bei 2,6 Prozent der Hartz-IV-Empfänger Sanktionen gebe, obwohl Experten rund 20 Prozent schätzen.