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Archive für 12.2.2010

22:36 I Wetterdienst warnt vor Unwetter auf Rügen

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Offenbach / Bergen (dts). Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall, Schneeverwehungen und stürmischem Wind auf der Ostseeinsel Rügen. Bis Samstagfrüh könnten Straßen und Schienenwege auf der Insel teilweise unpassierbar sein. Auch bestehe die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Die Wetterwarnung gilt von Freitagabend 21 Uhr bis Samstagmorgen 6 Uhr.

22:31 I Olympische Winterspiele von Todesfall überschattet

Vancouver (dts). Die Olympischen Winterspiele in Vancouver werden von einem Todesfall überschattet. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili kam ums Leben, nachdem er im Abschlusstraining wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnungsfeier gestürzt war. Der 21-Jährige war kurz nach der Ziellinie aus der Bahn katapultiert worden. Offenbar hatte er einen Fahrfehler begangen und anschließend die Kontrolle verloren. Dabei schlug Kumaritaschwili auf den Stahlträgern der Überdachung auf.

Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Georgier mit Tempo 130 unterwegs. Helfer hatten erfolglos vor Ort Reanimierungsmaßnahmen eingeleitet und ihn in einem Hubschrauber in ein Krankenhaus transportiert. Dort erlag er seinen schweren Verletzungen. Das Training im “Olympic Sliding Centre” in Whistler wurde nach dem Sturz sofort abgebrochen. Rodel-Legende Georg Hackl sagte, er sei schockiert: “Das ist schwer zu verarbeiten.”

21:10 | Berlinale - The Ghostwriter

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Berlin. Auch am zweiten Tag der Berlinale geht das Staraufgebot weiter. Heute wurde der neue Film von Roman Polanski „The Ghostwriter“ vorgestellt. Roman Polanski selbst war zwar nicht vor Ort, doch kamen seine Schauspieler Pierce Brosnan und Ewan McGregor nach Berlin um ihren Film vorzustellen. Nach kurzem Aufenthalt bei den Autogrammjägern widmeten sich die beiden Filmstars auch schnell wieder der Presse und betraten nach ein paar Minuten den Berlinale Filmpalast.

Auch morgen ist für Autogrammjäger ein interessanter Tag, denn dann wird der neue Film mit Leonardo DiCaprio „Shutter Island“ vorgestellt. Fans sollten früh genug kommen und sich warm anziehen.

Fotos: © Kukksi | Michael Schulze

20:53 I Hacker drohen mit neuen Angriffen auf australische Regierungsseiten

Canberra (dts). Die Aktivistengruppe, die erst kürzlich Internetseiten der australischen Regierung lahmgelegt hatte, will ihre Hacker-Angriffe fortsetzen. Einem Sprecher der Gruppe zufolge werden die Aktivisten an den Aktionen festhalten, bis es sie entweder “langweilt” oder die Betreiber der Seiten weitere Angriffe verhindern. Die Gruppe “Anonymous”, die sich inzwischen zu der Aktion bekannt hat, war nach eigener Aussage über eine Überlastung des Internetdienstes der betroffenen Seiten vorgegangen. Dabei hätten etwa 500 Nutzer gleichzeitig die Datenströme zu den Regierungsseiten attackiert, sodass diese über Stunden hinweg zusammenbrachen. Anlass der Aktion sind von der australischen Regierung geplante Internetsperren für Seiten mit “anstößigem Inhalt”.

20:08 I Wetter: Nachts in der Osthälfte weiter Schnee

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Offenbach (dts). Heute Abend schneit es zeitweise, im Osten teils länger anhaltend mit Neuschneehöhen von 1 bis 5 Zentimeter, im Nordosten sind nochmals bis 10 Zentimeter möglich. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen -2 Grad an den Küsten und -10 Grad am Alpenrand. An der Ostsee kommt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zu stürmischen Böen mit Schneeverwehungen. Morgen wird es meist bewölkt, im Osten und Nordosten fällt zeitweise Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen meist zwischen -5 und 0 Grad.

18:01 I Forscher: Dialekte stellen Hindernis auf Arbeitsmarkt dar

Marburg (dts). Dialekte sind ein Grund für die eingeschränkte Mobilität auf dem Arbeitsmarkt. Das geht aus einer Studie der Marburger Sprachwissenschaftler Alfred Lameli gemeinsam mit Ökonomen vom Max-Planck-Institut für Ökonomik, dem “Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung” und der Duisburger “Mercator-School of Economics” hervor. Demnach sind Arbeitssuchende deutlich stärker bereit, für ihren Beruf in ein Gebiet mit gleichem oder ähnlichem Dialekt zu ziehen. Gegenüber einem Umzug in eine Region mit einem sehr fremden Dialekt sperren sich hingegen offenbar viele Menschen. Diese Grenzen haben sich den Forschern zufolge “über Jahrhunderte hinweg entwickelt und werden vermutlich auch in Zukunft bestehen.”

16:05 I Gemälde von Adolf Hitler wird in Großbritannien versteigert

London (dts). Im britischen Ludlow soll am 2. März ein Gemälde versteigert werden, das von Adolf Hitler gemalt wurde. Das auf das Jahr 1910 datierte Bild misst etwa 20 mal 10 Zentimeter und stammt aus der Zeit vor Hitlers politischer Aktivität, als er sich eher erfolglos als Maler versucht hatte. Der Wert des Werkes, das sich derzeit in italienischem Besitz befindet, wird auf etwa 11.000 Euro geschätzt. In der Vergangenheit hatten Versteigerungen von Hitlers Bildern auch schon höhere Beiträge eingebracht. Die Wörter “Studio Medico Sigmund Freud Vienne” auf der Rückseite des Gemäldes soll darauf hindeuten, dass es einst in der Praxis des bedeutenden Psychoanalytikers hing. Freud war als Jude unter Hitlers nationalsozialistischer Diktatur 1930 ins Exil gegangen, seine Werke fielen später der Bücherverbrennung von 1933 zum Opfer.

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15:53 I Romantischstes Wort der Welt gewählt

London (dts). In London haben Linguisten die Wahl des angeblich romantischsten Wortes der Welt bekannt gegeben. Pünktlich kurz vor dem Valentinstag wählten die Sprachexperten in einer von der Übersetzungsagentur “Today Translations” initiierten Umfrage “amour”, das französische Wort für Liebe, auf den ersten Platz. Damit setzte sich das Wort knapp gegenüber dem italienischen “amore” durch. Auf dem dritten Platz folgte “bellissima”, welches sowohl im Italienischen als auch im Spanischen “sehr schön” bedeutet. Als romantischste Sprache wurde Italienisch noch vor Französisch auf dem zweiten und Spanisch und Englisch auf einem geteilten dritten Platz gekürt.

14:46 I EZB-Chefvolkswirt Stark gegen Hilfen für Griechenland

Frankfurt am Main (dts). Jürgen Stark, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), hat sich gegen Hilfen der EU-Länder für Griechenland ausgesprochen. “Vieles, was an Ideen über den Äther schwirrt, ist kontraproduktiv oder mit den Grundlagen und Prinzipien der Währungsunion nur sehr schwer vereinbar”, sagte er in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”.

Die griechische Regierung müsse das eigene Haus in Ordnung bringen. Ihr Maßnahmenpaket sei “das absolute Minimum, das jetzt umgesetzt werden muss, und mehr wird nötig sein angesichts der deutlichen Verschlechterung der Lage”. Von einer Euro-Anleihe zu Gunsten Griechenlands hält das Direktoriumsmitglied der EZB wenig. Sie würde “die strukturellen Probleme von Ländern wie Griechenland ganz und gar nicht lösen”. Er warne davor, dass die Zinsen in den Euro- Ländern, die vernünftig gewirtschaftet hätten, steigen würden.

14:44 I Kalkofe findet TV-Fasching bei ARD und ZDF langweilig

Berlin (dts). Der Satiriker Oliver Kalkofe kann Karnevalsendungen im deutschen Fernsehen nicht viel abgewinnen. “ARD und ZDF zelebrieren Lebensfreude wie auf dem Katasteramt”, sagte Kalkofe dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Das Programm erfülle vor allem einen Effekt: “Das eingeschlafene Publikum merkt, dass Februar ist. Im Programm geht es sonst so gleichförmig zu, dass Karneval und Weihnachten die einzigen Unterschiede bieten.” Karneval im Fernsehen habe nichts mit Humor zu tun und sei für die Menschen “die zu schwach sind, um rauszugehen. Da wird der gute Korn aus dem Schrank geholt und Konfetti auf den Tisch gelegt, und dann geht’s los.”

An Karnevalsendungen mit politischem Anspruch glaube Kalkofe nicht. “Das würde nicht funktionieren. Das Publikum ist schon so eingelullt, dass es politische Gags gar nicht mehr verstehen würde.” Zudem taugten nur wenige politische Köpfe für ironische Zuspitzungen. Man könne jedoch nicht “den ganzen Tag Westerwelle-Witze machen”. Dass der TV-Fasching hauptsächlich bei ARD und ZDF und weniger bei den privaten Sendern stattfindet, erklärt Kalkofe so: “Die jüngere Zielgruppe der Privatsender ist zu der Zeit ja auf der Straße und säuft selbst.”