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Archive für 9.2.2010

23:16 I Google startet Microblogging-Dienst “Buzz”

Mountain View (dts). Der US-Internetkonzern hat heute einen in Google Mail integrierten Microblogging-Dienst namens “Google Buzz” online gestellt. Wie das Unternehmen mitteilte, wird es außerdem eine Smartphone-Integration geben, die die Statusmeldungen von Kontakten in Google Maps orten kann. Der Konzern tritt damit in direkte Konkurrenz zu den Statusmeldungen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder der VZ-Gruppe sowie dem Microblogging-Dienst Twitter.

Angeblich soll Buzz jedoch weitere Möglichkeiten bieten, so zum Beispiel die Integration in Google Mail und die Einbindung von Fotos und Videos durch die Google-Plattformen Picasa und Youtube. Google Mail hat derzeit laut dem Marktforscher Comscore monatlich 176 Millionen Nutzer, was zwar noch unter den 400 Millionen Facebook-Nutzern liegt, Twitter (ca. 30 Millionen) allerdings weit hinter sich lässt.

21:46 I Obama: Mittelweg zwischen alten und neuen Energiequellen finden

Washington (dts). US-Präsident Barack Obama hat sich heute für einen Mittelweg zwischen alten und neuen Energiequellen ausgesprochen. Da das Land nicht über Nacht vollständig auf Solar- und Windenergie umsteigen könne, sei es notwendig, neben der Entwicklung neuerer Technologien auch weiterhin auf ältere Energiequellen zurückzugreifen, sagte Obama laut US-Medienberichten bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Amerika müsse in seiner Energiepolitik eine Herangehensweise entwickeln, welche beide Aspekte miteinander verbinden könne.

20:19 I Großbritannien: 400 Menschen droht Kündigung bei Schließung von Cadbury-Fabrik

Bristol (dts). Bis zu 400 Mitarbeitern der Somerdale-Fabrik des britischen Süßwarenherstellers Cadbury nahe Bristol droht offenbar die Kündigung. Wie der britische Nachrichtenkanal “Sky News” berichtet, will der US-Eigentümer Kraft die Fabrik bis 2011 schließen. Cadbury wollte das Werk bereits seit längerem schließen, Kraft hatte bei der Übernahme Ende Januar dieses Jahres jedoch noch für einen Erhalt der Fabrik gestimmt. Nun will Kraft die Produktion aber doch in die vor kurzem von Cadbury gebauten Fabriken in Polen auslagern, da Alternativpläne zu der bereits eingeleiteten Schließung laut Kraft offenbar zu teuer wären. Cadbury hatte bereits mehr als 100 Millionen Pfund (circa 114 Millionen Euro) in die neuen Werke in Polen investiert.

19:04 I “Safer Internet Day” - Mehr Sicherheit im Netz

Berlin. Heute ist der “Safer Internet Day”. Anlässlich des Tages ist eine Debatte über den Schutz im Internet entfacht: Bundesverbraucherministerin Ilse  Aigner (CSU) hat von den sozialen Netzwerken im Internet mehr Schutz gefordert. “Die Lösungsmöglichkeiten müssen ganz klar definiert  sein”, sagte Aigner in Berlin anlässlich des “Safer Internet Day”.  Immer mehr Bürger und vor allen Jugendliche und Schüler geben im Netz persönliche Daten von sich preis. 40 Prozent der Deutschen zeigen private Informationen im Internet, dass ergibt sich aus einer Umfrage des Branchenverbandes BITKOM.

18:44 I Wetter: Kalt und teilweise Schnee

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Offenbach (dts). In der Nacht zum Mittwoch kann es vor allem an den Alpen etwas schneien. Nur vorübergehend ist der Himmel klar. Es sind Tiefsttemperaturen zwischen -5 und -11 Grad zu erwarten. Bei klarem Himmel kann es Frost bis -15 Grad geben, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Am Mittwoch ist es meist stark bewölkt, zeitweilig schneit es. Die Neuschneemengen liegen zwischen 2 und 5 cm, in den westlichen und nördlichen Mittelgebirgen sowie in den Alpen teilweise auch 10 cm. Die Tagestemperaturen bewegen sich zwischen -7 Grad im Nordosten und -1 Grad im Südwesten. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Norden sind starke Böen aus Nordost bis Nord zu erwarten.

Bild: © Kukksi I Oliver Stangl

17:40 I Steuersünder aufgepasst - Bei Selbstanzeige gelten Regeln!

Berlin. Wer als Steuersünder einer Strafe entgehen will, sollte nicht meinen, dass eine Selbstanzeige ausreicht. Eine Straffreiheit wird nur dann in Aussicht gestellt, wenn alle hinter dem Rücken des Fiskus entzogenen Steuern auch in der vom Finanzamt vorgegebenen Zeit beglichen werden. Aus diesem Grunde sollten sich diese schwarzen Schafe schon einmal Gedanken darüber machen, wie man die Schuld ausgleichen kann. Schließlich drohen für Vergehen dieser Art hierzulande Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.

Geht es um einen besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung, kommen schnell bis zu zehn Jahre Haft zusammen.  Wer dem entgehen will, muss einige Regeln beachten. Die Selbstanzeige muss mit allen erdenklichen Details ausgestattet sein und wer so lange wartet, bis der Steuerprüfer im Haus ist, kann auf eine Straffreiheit dann nicht mehr hoffen. Bleibt jetzt abzuwarten, ab vor dem Hintergrund der Steuersünder- CD jetzt die Zahlen von Selbstanzeigen in die Höhe schnellen.

17:08 I Riester-Rente: Zulagen von Vater Staat werden nicht immer genutzt

Berlin. Wer seine Rentenlücke schließen will, weil die gesetzliche Rente bei weitem nicht mehr ausreichend wird, unbeschwert im Ruhestand weiter leben zu können, kommt um eine private Vorsorge nicht herum. Mit der Riester- Förderung kann jeder sozialversicherungspflichtige Bürger ein Plus für den eigenen Ruhestand sichern. Staatliche Zulagen wie auch steuerliche Ereichterungen winken. Doch längst nicht alle Bürger nutzen auch die Förderhöchstsumme.

Wie aus dem Bundesfinanzministerium zu hören ist, erhielten viele Zeitgenossen lediglich eine gekürzte Förderung über die Riester- Rente. Von der vollen Zulagenhöhe kann derjenige profitieren, der wenigstens vier Prozent von seinem Bruttojahreseinkommen anlegt. Dann winken für jeden Riester- Sparer 154 Euro, für jedes Kind 185 Euro und für jedes ab dem Jahr 2008 geborene Kind sogar 300 Euro an Fördergeldern im Jahr. Aus diesem Grunde sollte jeder, der bereits einen Vertrag abgeschlossen hat prüfen, ob auch wirklich die maximale Zulagenhöhe genutzt wird. Wann sonst bekommt man Geldgeschenke von Vater Staat?

17:03 I Sri Lanka: Präsident löst Parlament auf

Colombo (dts). Der srilankische Präsident Mahinda Rajapaksa hat das Parlament aufgelöst. Das berichtet die BBC. Der seit 2005 amtierende Präsident ordnete gleichzeitig Neuwahlen an. Rajapaksa wurde erst am 26. Januar diesen Jahres in vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in seinem Amt bestätigt und gilt international aufgrund seiner Politik als umstritten. Ihm werden unter anderem Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

16:14 I ALG II wird auch nach Urteil wie bisher ausgezahlt

Berlin (dts). Das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Höhe der Hartz IV-Grundsicherung hat offenbar vorerst keine Auswirkungen auf die laufenden Auszahlungen des Arbeitslosengeldes II. Die derzeitigen Regelsätze blieben bis zum Jahresende bestehen, bis dahin müsse der Gesetzgeber eine Neuregelung treffen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Es werde auch keine rückwirkende Festsetzung der Regelleistungen geben.

Wenn der Gesetzgeber die Regelleistung neu festlegt, werden die Leistungen ab Januar 2011 automatisch angepasst, hieß es bei der Bundesagentur. Eine neue Antragstellung sei nicht erforderlich. Laut der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes kann in besonderen Härtefällen ein laufender Bedarf geltend gemacht werden, was bereits zu zusätzlichen Anträgen geführt habe. “Nur in seltenen Einzelfälle wird die außergewöhnliche Belastung anerkannt werden können”, so ein Agentursprecher.

16:10 I Hartz IV-Urteil: Eine Ohrfeige für die Bundesregierung

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Karlsruhe / Berlin. Es war ein bewegendes Urteil am heutigen Dienstag. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Sozialreform Hartz IV für verfassungswidrig erklärt. Das Urteil wird von zahlreichen Politikern und der Bundesregierung bejubelt und eine rasche Neuberechnung für Hartz IV-Empfänger in Aussicht gestellt. Merkwürdig nur, dass dann  der FDP-Bundestagsabgeordnete Martin Lindner nach der Urteilsverkündigung sich für eine Kürzung des Regelsatzes ausgesprochen hat.

In der Öffentlichkeit bejubeln die Politiker das Urteil, inoffiziell  wohl eher weniger: Denn wie soll der Staat die”neue” kostenspielige Sozialreform finanzieren? Ob die Hartz IV-Empfänger mehr Geld bekommen, steht derzeit noch nicht fest. Gewerkschaften, Sozialverbände und die Opposition sprachen am Dienstag von einer “schallenden Ohrfeige”. Zahlreiche Politiker sind nach wie vor von einer Kürzung der Regelsätze überzeugt, an Müttern mit Kindern oder an Menschen, die ihren Job durch eine Krankheit verloren haben, wird nicht gedacht: Hauptsache der Regelsatz wird gekürzt und der Staat hat so wenig Ausgaben wie möglich. Ist das die neue Demokratie?