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Archive für 24.1.2010

18:40 I Haitianische Regierung erklärt Rettungsarbeiten für beendet

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(dts) Die haitianische Regierung hat nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe vom 12. Januar nun die Such- und Rettungsarbeiten am Samstag für beendet erklärt. Das teilten die Vereinten Nationen in Genf heute mit. Vor zwölf Tagen hatte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,0 den Inselstaat erschüttert. Nach Angaben des haitianischen Innenministeriums wurden bislang mehr als 111000 Leichen gezählt. Hunderttausende Menschen wurden bei dem Erdstoß verletzt oder obdachlos. In den vergangenen Tagen wurde Haiti zudem von mehreren Nachbeben erschüttert.

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18:30 I “Haiti in 2D - Literatur aus und über den Inselstaat”

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“Abenteurer auf See, Hasardeure der Politik und der Einbruch des Fantastischen.
Neue Literatur aus Haiti “

In diesem Artikel wollen wir einen kurzen Überblick die Literatur geben, die aus Haiti kommt oder das Thema Haiti behandelt. Da es mittlerweile eine große Anzahl von jungen haitianischen Schriftstellern gibt, kann dieser Überblick nur partiell die sehr heterogene Literaturszene Haiti´s beleuchten.

Haiti, das Land direkt neben der Dominikanischen Republik, ein Land gesellschaftlicher Umbrüche und kultureller Widersprüche, die erste unabhängige Schwarzenrepublik der Welt, ist in Europa ziemlich unbekannt, es ruft bestenfalls Assoziationen zu Mythen des Voodoo und die Überwindung der Sklaverei hervor. 200 Jahre nachdem sich auf Haiti die Sklaven befreit haben, beging die UNO 2004 das Jahr der Sklaverei. Auch für Haiti ist dies kein rein historisches Thema, wie die haitianische Autorin Yanick Lahens deutlich macht. In ihrem Roman “Tanz der Ahnen”, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt, zeigt sie eine Gesellschaft, in der die afrikanische Traditionen ausgegrenzt werden.

Mehr Informationen zu diesem Buch gibt es unter: http://www.lateinamerikanachrichten.de/index.php?/artikel/364.html

Im Jahre 2007 veröffentlichte der, damals neugegründete, Litradukt-Verlag drei Erstübersetzungen, die die bislang verschlossen gebliebene Vielfalt der zeitgenössischen haitianischen Literatur zeigte.

Das erste Buch ist der Roman „Die Insel am Ende der Träume“ von Louis-Philippe Dalemberts. Es handelt sich hier um ein Buch im Format eines klassischen Abenteuerromans. Elemente wie eine rätselhafte femme fatale, einen sagenumwobenen Schatz und mörderische Stürme auf hoher See bestimmen die Geschichte.

“Und doch geht es um viel mehr, um den zum Scheitern verurteilten, oft parodistisch anmutenden und aberwitzig anmutenden Versuch, einen ungebrochenen Abenteurer in der Moderne darzustellen, um das Lebensgefühl des ewigen Vagabundierens und die Suche nach der Identität” (Quelle: prcenter.de)

Die zweite Veröffentlichung heißt „Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt?“, und wurde von Georges Anglade geschrieben.

“Georges Anglade, früher selbst Minister unter Aristide und Kenner des politischen Geschehens, lässt die besatzungsgeprüften und verzweifelten Haitianer auf eine fantastischen Idee verfallen: Ein schnell angezettelter Krieg des plötzlich zur terroristischen Bedrohung stilisierten Haiti gegen die Weltmacht, und schon kommt das bitterarme Land in den andauernden Genuss von Aufbauprogrammen und ‚ideeller’ Unterstützung durch ‚God’s Own Country’. Anglade gelingt es mit feinem Humor und großer Menschenkenntnis, ein groteskes Porträt der geopolitischen Bühne zu zeichnen. Karibische Selbstironie und amerikanischer Größenwahn verbinden sich zu einer Farce, die die große politische Bühne als Showgeschäft selbstverliebter Laien entlarvt.” (Quelle: prcenter.de)

Und die dritte Puplikation die wir präsentieren wollen hat den Titel “Der Blutchor“. Geschrieben wurde dieses Buch von Gary Victor, einem der meistgelesenen Schriftstellern Haitis.

“In seinem Erzählband „Der Blutchor“ beschwört er den Einbruch des Fantastischen in die Alltagswelt, wenn einem hohen Beamten plötzlich ein Schwanz wächst und ihn die spirituelle Seele seines Volkes entdecken lässt. Im Traum geschlossene Handel oder voreilige Opferbereitschaft gewinnen beängstigende Realität. In einer an Mircea Eliade erinnernden Kunstfertigkeit verwebt er haitianische Mythen mit einer subversiven Gesellschaftssatire, die in seiner Heimat nicht selten für Skandale sorgt” (Quelle: prcenter.de)

Mehr Informationen über die drei Bücher gibt es unter: http://www.prcenter.de/Abenteurer-und-Fantastisches-Junge-Literatur-aus-Haiti.9176.html

Und zuguterletzt wollen wir noch ein Buch vorstellen das nicht von einem haitianischen Schriftsteller geschrieben wurde, sich jedoch u.a. mit dem Thema Haiti beschäftigt.

Samuel Huntington stellt Haiti in seinem Buch “Kampf der Kulturen” in die von ihm propagierte Kategorie der „einsamen Länder“ ohne Anschluss an einen größeren Kulturkreis und begründet das mit „kreolischer Sprache, Wodu-Religion, dem revolutionären Ursprung aus Sklavenaufständen und seiner brutalen Geschichte“. Zur näheren Begründung verweist er darauf, dass die lateinamerikanischen Länder die Haitikrise 1994 nicht als lateinamerikanisches Problem angesehen und darum – sehr im Unterschied zu Kuba – keine Flüchtlinge ins Land gelassen hätten. „‚In Lateinamerika‘, so der gewählte Präsident Panamas, ‚gilt Haiti nicht als lateinamerikanisches Land. Die Haitianer sprechen eine andere Sprache. Sie haben andere ethnische Wurzeln, eine andere Kultur. Sie sind überhaupt sehr anders.‘ Ebenso getrennt ist Haiti von den englischsprachigen Ländern der Karibik. ‚Haitianer‘, so ein Kommentator, ‚sind für Leute aus Grenada oder Jamaica genauso fremd, wie sie es für Leute aus Iowa oder Montana wären‘. Haiti, ‚der Nachbar, den keiner will‘, ist wahrhaftig ein Land ohne Verwandte. (Quelle: Wikipedia)

Wie wir gesehen haben gibt es sehr viel interessante Literatur aus und über Haiti zu entdecken. Wenn Sie die junge Schriftstellerszene in Haiti, und damit die Entwicklung der intellektuellen Identität Haitis unterstützen wollen, spenden Sie im Zuge des Kukksi Spendenmarathon. Jeder Betrag, und sei er auch noch so klein, ist ein kleiner Baustein der helfen wird das Land wieder aufzubauen. Denn im Moment kann wohl in Haiti keiner an Kunst und Kultur denken, denn der nackte Kampf ums Überleben steht hier momentan im Vordergrund.

Der Kukksi-Spendenmarathon dauert bis 24 Uhr an. Jeder Euro zählt - Egal ob Sie 5€, 10€ oder 100€ spenden wollen, ihre Spende gelangt direkt an die Organisation “Aktion Deutschland Hilft” und von dort aus gelangt das Geld direkt zu Haiti. Benötigt wird das Geld unter anderem für medizinische Versorgung, sauberes Wasser, Zelte und den Wiederaufbau des Staates.

>>> Der nächste Bericht folgt 18:40 Uhr. 

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18:00 I Erdbebenkatastrophe in Haiti: Zahlen und Fakten

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  • Das Erdbeben der Stärke 7,0 war das stärkste Erdbeben seit über 200 Jahren, welches den Karibikstaat verwüstet hat.
  • Nach Schätzungen könnte es 200.000 Tote geben.
  • Nach Schätzungen wurden 250.000 Menschen verletzt.
  • 9 Millionen Einwohner hat Haiti - Circa 1,5 Millionen Menschen sind obdachlos.
  • 1 deutsches Todesopfer war bis Dienstag bekannt.
  • 52 Rettungsteams mit 1820 Teilnehmern und knapp 200 Hunden haben bis Dienstag nach UN-Angaben 90 Menschen lebend gerettet.
  • Jeweils 100 Millionen Dollar haben Weltbank, internationaler Währungsfond und die USA kurz nach der Katastrophe zugesagt.
  • Mindestens 10 Millarden Dollar benötigt der Karibikstaat für die internationale Wiederaufbauhilfe.
  • Rund 9000 Polizisten und Soldaten sind in Haiti.
  • Die Europäische Union will rund 400 Millionen Euro bereitstellen.
  • Die Vereinten Nationen haben circa 550 Millionen Dollar Soforthilfe angekündigt.
  • Die Bundesregierung hat 7,5 Millionen Euro Soforthilfe bereitgestellt.
  • Spendenaktionen von ARD und RTL brachten bis Montag 2 Millionen Euro ein. Das ZDF und die Bild haben gemeinsam 18 Millionen Euro gesammelt.

Stand: 20.01.2010 I Quelle: Focus online

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17:30 I Haiti - Bevölkerung leidet unter politischen Verhältnissen

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Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zu den Gründen gehören die verheerenden politischen Zustände. Sie haben das Land, das einst eine reiche französische Kolonie war ausbluten lassen. Verantwortungslose Diktatoren haben es verpasst, dem Land zur Eigenständigkeit zu verhelfen und für ein selbsttragendes Wirtschaftswachstum einzustehen. Naturkatastrophen der vergangenen Jahre und eine am Boden liegende Infrastruktur machten das Land immer abhängig von Hilfsgeldern anderer Länder.

Menschenrechtsverletzungen und Gewalttaten gehören hier zum alltäglichen Leben und insbesondere Mädchen und junge Frauen gehören zu den Leidtragenden. Kinderhilfswerke gehen von erschreckend hohen Zahlen aus die belegen, dass mehr als 100.000 Mädchen unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben und arbeiten müssen.

Zudem ist der Karibik- Staat von permanentem Hunger bedroht. Bei Unruhen im Jahr 2008 kamen mehrere Menschen bei Demonstrationen ums Leben. Die Preise für Nahrung hatten sich nahezu verdoppelt. Regierungschef Jacques Edouard wurde abgesetzt und der Regierungsstab an Präsident Rene Preval weiter gegeben.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Jahrzehnten Bestrebungen gegeben, Diktatoren abzulösen, doch wurde Gegner ermordet. Der ehemalige katholische Priester Jean- Bertrand Aristide wurde vor zwanzig Jahren in freien Wahlen zum Präsidenten gewählt. Nur sechs Monate währte seine Amtszeit, nachdem das Militär Demokratiebestrebungen niedermetzelte. Willkür und Gewalt setzten ein. Am 200. Unabhängigkeitstag Haitis, am 1. Januar 2004, wurde der 1994 wieder eingesetzte Aristide erneut gestürzt und lebt seit dieser Zeit im südafrikanischen Exil. Im Oktober 2009 wurde die letzte Regierungschefin, Michele Pierre- Louis, abgesetzt und die Regierung aufgelöst, nachdem es Streit um den Verbleib von Hilfsgeldern gegeben hatte. Der aktuell amtierende Ministerpräsident ist Jean- Max Bellerive und als Staatsoberhaupt fungiert der ehemalige Weggefährte von Aristide, Rene Preval. Haiti liegt am Boden und einige der wenigen Organisationen im Lande die noch funktionieren, ist die katholische Kirche.

>>> Der nächste Bericht folgt 18 Uhr. 

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17:00 I 2004 Asien und 2010 Haiti - Ist die Winterzeit eine Katastrophenzeit?

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Gerade in der kalten Jahreszeit, von Oktober bis Februar erreichen uns oft Meldungen über Naturkatastrophen. Die schreckliche Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien ist uns allen noch zu gut in Erinnerung. Und auch hier war der Auslöser ein Erdbeben. Wir haben uns gefragt: ist die Winterzeit wirklich eine Katastrophenzeit?

Statistisch gesehen gibt es in dieser Zeit nicht mehr Naturkatastrophen als sonst, obwohl hier vor allem Erdbeben zu verzeichnen sind. Einer der ersten auch mit dem Monat festgehaltenen Naturkatastrophen war die Sturmflut vom 17. Februar 1164, die die Nordseeküste betroffen hat. Die sogenannte “Julianenflut” war der Beginn der Entstehung des Jadebusens, und kostete damals rund 20.000 Menschen das Leben.

Durch eine Auflistung der großen Katastrophen die in den Monaten Oktober bis Februar statt gefunden haben, wollen wir einen kurzen Überblick über die zeitliche Verteilung geben:

  • 16. Januar 1219 Erste Marcellusflut an der Nordsee - ca. 36.000 Tote
  • 15. Januar 1362 Zweite Marcellusflut an der Nordsee - ca. 100.000 Tote
  • 31. Dezember 1703 Erdbeben in Tokyo - ca. 150.000 Tote
  • 1. November 1755 Erdbeben in Lissabon - 30.000 - 100.000 Tote
  • 16. Dezember 1902 Erdbeben in Turkestan - 4500 Tote
  • 16. Dezember 1920 Erdbeben der Stärke 8,6 in der Provinz Gansu in China - ca. 200.000 Tote
  • 5. Oktober 1948 Erdbeben der Stärke 7,3 in Turkmenistan - ca. 110.000 Tote
  • 29. Februar 1960 Erdbeben der Stärke  5,7 an der Atlantikküste in Marokko - ca. 12.000 Tote
  • 16. Februar 1962 Sturmflut in Hamburg - ca. 300 Tote
  • November 1970 Wirbelstürme und Flutwellen in Ostpakistan und Westbengalen - ca. 300.000 - 500.000 Tote
  • 4. Februar 1976 Erdbeben der Stärke  7,5 in Guatemala - ca. 22 700 Tote
  • November 1980 Erdbeben der Stärke 7,2 in Italien - ca. 3000 Tote
  • 13. November 1985 Schlamlavinen nach dem Ausbruch des Vulkanes Nevado del Ruiz - 22.000 Tote
  • 7. Dezember 1988 Erdbeben in Armenien - ca. 25.000 Tote
  • 17. Januar 1995 Erdbeben in Kobe / Japan - 4000 Tote und über 400.000 Verletzte
  • 26. Januar 2001 Erdbeben der Stärke 7,9 in Indien - vermutlich 50.000 Tote
  • 26. Dezember 2003 Erdbeben der Stärke 6,6 in Bam / Iran - ca. 43.000 Tote
  • 26. Dezember 2004 Erdbeben der Stärke 9,1 im Indischen Ozean / Tsunami   - ca. 232.000 Tote
  • 8. Oktober 2005 Erdbeben in Indien und Pakistan - über 86.000 Tote

Und nun am 12.  Januar 2010 das verheerende Erdbeben der Stärke 7,0 in Haiti, auf der karibischen Insel Hispaniola. Das Epizentrum war 16 Km von der Hauptstadt Port-Au-Prince entfernt. Nach neusten Schätzungen haben ca. 100.000 - 200.000 Menschen ihr Leben verloren.

Insgesamt waren es 20 große Naturkatastrophen die in der Monaten Oktober bis Februar lagen. Dagegen gab es in den Monaten März bis September 23 Naturkatastrophen, die in die Geschichte eingegangen sind. Damit hat sich diese Frage auch beantwortet: Es gibt in der Winterzeit nicht mehr Naturkatastrophen als im restlichen Jahr. Vielleicht sind wir auch nur besonders zugänglich dafür, weil die besinnliche Weihnachtszeit noch nachwirkt, und wir uns dadurch besser daran erinnern.

Kukksi hat versucht zu dieser Frage eine Stellungnahme von Institut für Geologie der FU Berlin zu bekommen, doch leider wurde Kukksi eine so kurzfristige Anfrage verwehrt.

>>> Der nächste Bericht folgt 17:30 Uhr. 

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16:30 I “Hope for Haiti”: Stars sammeln Millionen für Erdbebenopfer

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(dts) Mehr als einhundert Stars sind Freitag Nacht in Los Angeles, London und New York aufgetreten, um Geld für die Erdbebenopfer in Haiti zu sammeln. Gastgeber und Organisator der Spenden-Gala war der US-Schauspieler George Clooney, der von dem in Haiti geborenen Musiker Wyclef Jean unterstützt wurde. Stars wie Madonna, Bruce Springsteen, Justin Timberlake und Rihanna sangen für den guten Zweck. Darüber hinaus nahmen unzählige Prominente wie Julia Roberts oder Jack Nicholson Telefonspenden entgegen.

Wie hoch der Erlös des Spendenmarathons ausgefallen ist, wurde noch nicht bekannt gegeben, da nach der Show noch weitergespendet werden konnte. Die Auftritte des Abends werden darüber hinaus bei iTunes zum Verkauf angeboten, auch dieses Geld wird gespendet. Das Event wurde in vielen Ländern der Welt auf mehreren Sendern gleichzeitig übertragen, in Deutschland konnte man die Show auf MTV und VIVA verfolgen.

>>> Der nächste Bericht folgt 17 Uhr. 

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16:00 I Keine Hoffnung mehr für Überlebende in der Katastrophenregion?

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Das gewaltige Beben auf Haiti hat nach offiziellen Angaben mehr als 100.000 Menschen das Leben gekostet. Die Einsatzkräfte haben nun kaum mehr Hoffnung, einen Überlebenden in den Trümmern zu finden. Die suche wurde nun offiziell als beendet erklärt, sodass lediglich noch Leichen geborgen werden. Jetzt kann es nur noch Wunder geben, denn die Zahl der Geretteten ging in den vergangenen Tagen drastisch zurück. Gibt es jedoch noch irgendwo ein Lebenszeichen, werden die Hilfskräfte weiter suchen und das Notwendige unternehmen. Parallel dazu ist die Not der obdachlos gewordenen Menschen nach wie vor groß und etwa 67 Hilfsteams sind mit rund 1.900 Rettungskräften vor Ort. Mit von der Partie sind auch gut ausgebildete Spürhunde- rund 160 sollen es sein, die nach Überlebenden der Katastrophe gesucht haben. Insbesondere der Einsatz von schwerem Gerät geht weiter, denn große Trümmerteile versperren alle Straßen.

Hunderttausende müssen derzeit in Zeltlagern ihr  Dasein fristen und Tag für Tag steigt die Zahl der Flüchtlinge aus der Hauptstadt Port-au-Prince und den nahe gelegenen Städten, die alle in Schutt und Asche liegen.  Der wirtschaftliche Schaden durch das gewaltige Erdbeben wird aktuell auf etwa eine Milliarde Dollar geschätzt und bis das arme Land Haiti wieder aufgebaut ist, können unter Umständen Jahrzehnte ins Land gehen. Doch die Hilfsbereitschaft anderer Nationen ist gewaltig. Überall auf der Welt finden Spendenaktionen statt, um für die Opfer zu sammeln.

>>> Der nächste Bericht folgt 16:30 Uhr. 

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14:00 I Haiti - Das Armenhaus der Welt

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Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Großen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ortsteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Taino, der Ureinwohner Hispaniolas und bedeutet “bergiges Land”. Etwa 9 Millionen Einwohner hat Haiti und sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince. Haiti ist das einzige Land des amerikanischen Doppelkontinents, das zu den am wenigsten entwickelten Ländern gezählt wird. Zur schwachen Wirtschaft kommt eine instabile politische Lage mit zahlreichen Unruhen, weshalb im letzten Jahrzehnt über drei Millionen Haitianer ausgewandert sind. (Quelle: Wikipedia)

Haitis Nachbarländer ist die Dominikanische Republik,  die Turks- und Caicosinseln, Jamaika, Kuba und die Bahamas. Der höchste Berg ist in Haiti der Sierra de Bahoruco, welcher eine Höhe von 2.680 Metern hat. Haiti liegt im Bereich tropischer Wirbelstürme. Die letzten Jahre wurde Haiti von mehreren Wirbelstürmen heim gesucht  und von einer Flutkatastrophe war der Staat schwer getroffen. Die größte Katastrophe war jedoch das Erdbeben, welches vor zwei Wochen geschah. Der Regenwald ist fast vollständig abgeholzt und der Boden ist ausgelaugt.

Haiti zählt zu einer der ärmsten Länder der Welt, mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt pro Tag von einem Dollar, was umgerechnet 70 Cent sind.  Stabile Häsuer konnten sich die armen Familien in Haiti nicht leisten. Haiti ist arm und das Nachbarland die Dominikanische Republik (relativ) reich - “Reich” im Gegensatz zu Haiti. Politische Krisen, Gewalt, Umweltzerstörung und Naturkatastrophen bestimmen seit Jahrzehnten das Leben im Karbikstaat. Haiti war das einzige Land der Welt, dem es gelang, seine Kolonialherren durch einen Sklavenaufstand zu vertreiben. Haiti hat eine glänzende Geschichte, doch ein armes Zeugnis. Berührend war die Geschichte Haitis schon immer: Als Kolumbus  an Weihnachten 1492 vor Hispaniola strandete, lebten verschiedene Stämme und Völker auf der Insel. Die Einheimischen nannten Haiti das “Land der hohen Berge”.

Haiti - Einer der ärmsten Länder weltweit wurde von einem heftigen Erdbeben heim gesucht und hat jetzt noch mehr Probleme. Der Kukksi-Spendenmarathon bittet Sie um Ihre Spende, für die Opfer - für den Wiederaufbau - für Haiti.

>>> Der nächste Bericht folgt 15 Uhr. 

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13:00 I Haiti - Was ist mit den verschwundenen Kindern passiert?

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Zahlreiche weltweite Hilfsaktionen zugunsten des Karibik- Staates Haiti sind angelaufen und die Solidarität mit den geschundenen Menschen ist beispiellos. Doch parallel dazu gibt es nun Befürchtungen, dass ein Kinderhandel in Schwung gekommen ist. So sind laut Angaben des UN- Kinderhilfswerks Unicef bereits mehr als 15 Kinder einfach aus Krankenhäusern verschwunden. Sie wurden nicht etwa von Familienangehörigen von dort abgeholt, sondern vielmehr seien Menschenhändler jetzt im Spiel.

So ist es nicht selten, dass gerade nach Naturkatastrophen diese die schreckliche Lage für ihre Zwecke ausgenutzt. So kann nur vor einer Lockerung der Adoptionsregeln gewarnt werden. SO gibt es Netzwerke von Kinderhändlern, die auf illegale Weise Kinder aus Haiti verschleppen und am “Adoptionsmarkt” anbieten. Die Not der Angehörigen, die sich auf die Suche nach ihren verschwundenen Kindern machen ist unendlich groß. Europäische Justizminister haben sich darauf einigen können, bei diesen Fällen eng mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zusammen zu arbeiten.

>>> Der nächste Bericht folgt 14 Uhr. 

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12:30 I Die Welt schaute fassungslos auf die Katastrophe …

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Das schwere Erdbeben am 12.01.2010 hat den Karibikstaat Haiti stark verwüstet. Viele Gebäude wurden zerstört, darunter auch ein Präsidentenpalast und ein Krankenhaus. Kurz nach dem Beben wurde von hunderten Toten gesprochen, die Zahl wurde wenige Tage nach der Katastrophe auf hunderttausende Opfer geschätzt.

Das schwere Erdbeben hatte die Stärke 7,0 auf der Richterskala, zudem gab es zahlreiche Nachbeben. Besonders das Zentrum der Hauptstadt  Port-au-Prince hat es schwer getroffen. Der haitische Präsident Rene Preval und seine Frau überstanden das Erdbeben unbeschadet, der Präsidentenpalast, das Uno-Hauptquartier und das Handelsministerium haben allerdings Schäden davon getragen. Zahlreiche Uno-Truppen wurden nach dem Beben vermisst, seit 2004 sind Uno-Friedenstruppen in Haiti stationiert: Aus 7.000 Soldaten und circa 2.000 Polizisten aus 18 Ländern setzt sich die Einheit zusammen.

Nach dem schweren Erdbeben liefen viele Menschen vor Panik auf die Straße und suchten ihre Familienangehörigen, zahlreiche hatten zudem ihr Obdach verloren und übernachteten die Tage nach der Katastrophe auf der Straße, auch  vor Angst wegen möglichen Nachbeben. Die Versorgung ist in dem Karibikstaat zusammengebrochen, sauberes Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung waren Mangelware. Haiti ist auf internationale Hilfe angewiesen, kurz nach dem Beben lief die internationale Hilfe schleppend an, da erst alles organisiert werden musste. Glücklicherweise ist der Flughafen in Haiti kaum beschädigt worden, so das die Hilfsgüter ohne Probleme in den Karibikstaat eingeflogen werden können. Nach der Katastrophe sicherte der US-Präsident Barack Obama sofort Hilfe zu, auch die Bundesregierung untertützt Haiti.

Die Welt schaute fassungslos auf die Katastrophe: Die Bilder gingen um die Welt, wie Opfer und vor allem auch Kinder aus den Trümmern gezogen worden.  Im Rahmen des Kukksi-Spendenmarathon`s bitten wir Sie, den Kindern und Opfern zu helfen: Jeder Euro für Haiti hilft weiter.

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