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Archive für 3.1.2010

22:03 I Lawinenunglück in der Schweiz tötet vier Menschen

Bern. Mindestens vier Menschen sind am Sonntag bei einem Lawinenunglück in der Schweiz getötet worden. Bei zwei Lawinen kamen im Diemtigtal im Berner Oberland drei Menschen ums Leben. Bei einem weiteren Lawinenunglück wurde im Unterwallis ein Tourenfahrer in den Tod gerissen. Weitere Menschen wurden bei den Lawinen verletzt, diese wurden von Rettungskräften behandelt.

21:57 I Brasilien: Erdrutsch tötet 64 Menschen

Rio de Janeiro. Mindestens 64 Tote wurden bei gewaltigen Erdrutschen in Brasilien in den Tod gerissen. Nach Angaben der Behörden können sich die Opferzahlen noch verdoppeln, da seit dem Wochenende nach weiteren heftigen Regenfällen zahlreiche Menschen vermisst werden. Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.

Im gesamten Staat Rio de Janeiro wurden rund 80 Schlammlawinen gezählt. Mehrere Kinder und wahrscheinlich eine schwangere Frau war unter den Toten, wie Medien berichten. Ein Hang löste sich auf der Ilha Grande und riss drei Häuser und ein Hotel mit sich. Der Zeitung “O Globo” sagte die Augenzeugin: “Wir wollten Silvester feiern und dann ist all das traurige passiert”. Fast 30 Zentimeter Regen sind seit Mittwoch gefallen. Der stellvertretende Gouverneur Luiz Inacio Lula da Silva sagte dem TV-Sender Globo TV: “Die Menschen haben in dieser Gegend noch nie Regen erlebt”.

14:33 I USA und Großbritanien schließen Botschaft in Jemen

Sanaa / Kairo. Die Lage verschärft sich: Nachdem die USA eine Botschaft in Sanaa geschlossen hat, zieht Großbritanien nach. Wie der Fernsehsender BBC berichtet, habe es eine Drohung gegeben. Davor hatte die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika ihre Schließung für Besucher bekannt gegeben, das gilt vorerst für heute. “Drohungen durch Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel gegen amerikanische Einrichtungen in Jemen” wurde als Grund angegeben.

12:07 I Dortmund: Air-Berlin-Jet rutscht von Startbahn

Dortmund. Mit 165 Passagieren an Bord ist eine Air-Berlin-Maschine auf dem Flughafen von Dortmund von der Startbahn abgekommen.  “Nach unserer jetzigen Kenntnis gab es eine technische Unregelmäßigkeit im Cockpit”, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Der Pilot der Boing habe sich nach den Schwierigkeiten entschlossen, den Start abzubrechen. Zwecks der Witterungsverhältnisse ist das Flugzeug von der Startbahn abgekommen. Der Flieger sollte nach Gran Canaria fliegen, der Flughafen wurde daraufhin in Dortmund gesperrt. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen.

10:00 I US-Präsident Barack Obama droht Al-Qaida

Washington. Erstmals macht US-Präsident das Terrornetzwerk Al-Qaida für den Anschlagsversuch auf eine Passagiermaschine in Detroit verantwortlich. Obama sagte in einer Ansprache, dass die Ermittlungen immer mehr Informationen über den Verdächtigen preisgeben würden. Obama erläuterte über den 23-Jährigen Attentäter: “Wir wissen dass er in den Jemen reiste, ein von erdrückter Armut und tödlichem Aufruhr erfasstes Land”. Der aus Nigeria stammende Mann hat wahrscheinlich ein Al-Qaida-Mitglied auf der Arabischen Halbinsel getroffen und sei dort vom Terrornetzwerk ausgebildet worden. Bisher hatte die US-Regierung von einer “Verbindung” zu Al-Qaida gesprochen, jetzt wird das Terrornetzwerk verantwortlich gemacht.

US-Präsident Barack Obama drohte dem Terrornetzwerk in einer Botschaft und will dieese zur Rechenschaft ziehen: “Und alle diejenigen, die an dem versuchten Terrorakt an Weihnachten beteiligt waren, sollen wissen: Sie werden zur Rechenschaft gezogen”.  Ein 23-Jähriger Mann hatte zu Weihnachten versucht, eine Passagiermaschine in die Luft zu sprengen, die auf den Weg von Amsterdam nach Detroit war.

08:38 I Virtueller Striptease auf Flughäfen - Wird 2010 bald transparent?

Berlin. Nach dem jüngsten Zwischenfall eines Anschlagversuchs in einem Flugzeug, werden die Forderungen nach einem Nacktscanner nun immer lauter. Doch auch die Stimmen von Kritikern mehren sich.

Bereits in diesem Monat soll ein von der Bundespolizei weiterentwickelter Ganzkörper- Scanner beim Bundesinnenministerium vorgestellt werden. Unter anderem soll demonstriert werden, dass die Persönlichkeitsrechte von Passagieren gewahrt bleiben. Parallel dazu zeigt sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) skeptisch und sieht in dem Nacktscanner nicht die geeignete Antwort, die dringend auf Anschlagsversuche benötigt wird. An erster Stelle soll die Kommunikations zwischen den Sicherehitsbehördern verbessert werden. Hinzu kommt, dass es auch Attentäter gibt, die Sprengstoff innerhalb des Körpers transportieren und somit die Wirkungsweise des Scanners nicht voll durchschlagen kann.

Aber auch Datenschützer sehen Komplikationen hinsichtlich der neuen Geräte. Befürchtet wird, dass die Religionsfreiheit dadurch stark eingschränkt werden könnte. Schließlich sehen sich einige Menschen stark in ihrer Scham verletzt, wenn sie zu einem virtuellen Striptease auf Flughäfen gezwungen werden. Nacktsacnner machen zudem neben Genitalien auch Prothesen und Implantate sichtbar.

Doch hierauf hat die technische Entwicklung offensichtlich bereits eine Antwort: So soll es ein Gerät geben, dass die Intimbereiche von Passagieren unkenntlich macht, oder Fluggäste as Strichmännchen darstellt.

07:59 I SPD fordert Rücktritt von zu Guttenberg

Berlin. Die Fronten sind klar: sollte sich herausstellen, dass Verteidigungsminister zu Gutteneberg (CSU) es mit der Wahrheit nicht so genau genommen hat, fordern die Genossen seinen Rücktritt.

Vor dem Hintergrund der Entlassung des Staatssekretärs Peter Wichert und des Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan, werden Kondesquenzen gefordert. Sie mussten ihren Hut nehmen, weil offensichtlich Informationspannen nach dem spektakulären Bombenangriff auf Tanklaster im September 2009 für einigen Unmut sorgten. Der SPD- Verteidigungspolitiker Arnold bezieht die Rücktrittsforderung seiner Partei auf das endgültige Klären der Frage, ob zu Guttenberg der Öffentlichkeit und dem Bundestag eventuell nicht die ganze Wahrheit über das Verhalten der beiden entlassenene Funktionsträger gesagt haben könne. Ist dies der Fall, wird von Seiten der SPD der Rücktritt des Verteidiungsministers gefordert.

02:22 I Studie: “Nachteulen” sollten wohl eher ins Bett …

New York. Laut einer Studie kann Schlafmangel bei Jugendlichen Depressionen und Selbstmordgedanken auslösen. Das ergab eine Studie der New Yorker Columbia-Universität, die die Schlafeigenschaften von 15.659 Teenagern getestet hat. Die Studie wurde in der Zeitschrift “Sleep” veröffentlicht. Um 24 Prozent ist die Gefahr von Depressionen größer, wenn Jugendliche nach Mitternacht  schlafen gehen. Auch das Risiko von Selbstmordgedanken ist größer.

00:56 I Bayern: Autofahrer brauchen starke Nerven

München / Salzburg. Autofahrer brauchen in Bayern viel Geduld und vor allem jede Menge Zeit, denn die Autobahnen waren am Samstag dicht. Fast 100 Kilometer weit stauten sich die Autos auf der Strecke zwischen München und Salzburg. Chaos herrschte auch auf den Straßen in Baden-Württemberg. Betroffen waren besonders die Autobahnen 5, 6 und 8 - Auch auf der Autobahn 96 bei Lindau herrschte Verkehrschaos. Grund war der sogenannte “Bettenwechsel” in den Touristen-Hochburgen, wie es die Polizei nennt. Der erneute Wintereinbruch auf der Nacht zum Samstag war damit nicht der Hauptauslöser. Mehrere kleinere Unfälle waren keine Seltenheit.

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