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Archive für 10.12.2009

23:02 I Weniger Prüfungen und bessere Bedingungen für Studenten

Bonn. Die Reform des Bachelors ist beschlossene Sache. Nachdem die Studenten wochenlang protestiert haben, haben jetzt Kultusminister und Hochschulrektoren reagiert: Die Bachelorgänge werden reformiert und von den Studenten werden weniger Prüfungen verlangt.

Die Prüfungsbelastungen  werden in Zukunft reduziert, dazu entschlossen sich die Kultusminister und Hochschulrektoren bei einer gemeinsamen Tagung in Bonn. Ein realistisches Maß an der Arbeitsbelastung von Studenten wolle man ausserdem noch überprüfen. Die Bachelor- und Masterstudiengänge sollen in Zukunft flexibler gestaltet werden, sowohl nationale und internationale Anerkennung von Prüfungen soll erleichtert werden.

In Bonn haben zahlreiche Studenten demonstriert, die letzten Wochen wurden Hörsaale in den Universitäten bundesweit besetzt. Die Studenten forderten bessere Bedingungen. In Deutschland nahmen so viele ein Studium dieses Jahr auf, wie noch nie: 423.400 Erstsemester wurden gezählt, dass sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr 2008. Einen Bachelor-Studiengang starteten davon 74 Prozent.

22:43 I Bombenterror in Bagdad: Al-Qaida droht mit weiteren Terroranschlägen

Bagdad. Die Terrororganisation Al-Qaida ist für die Terroranschläge in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit 120 Menschen zu verantworten. Jetzt hat das Terrornetzwerk weitere Anschläge angedroht. In einem Islamistenforum im Internet hat sich Al-Qaida zu den Anschlägen mit mehr als 120 Opfern bekannt. “Die Liste der Angriffsziele ist noch nicht zu Ende, so Gott will”, so Al-Qaida. Die Terroristen bezeichnen die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki als schiitisch-iranisch. Mit dem Bombenterror will sich die Terrororganisation an die rächen, die “an einem der für Gott wichtigsten Tage am Galgen starben”. Das ist mit großer Wahrscheinlich eine Anspielung an die Hinrichtung von Ex-Diktator Saddam Hussein. Die Terroristen hatten vor kurzem fünf Autobomben gezündet, dabei sind über 120 Menschen ums Leben gekommen.

20:00 I Solidaritätszuschlag nun doch rechtsmäßig

Münster. Viele Zeitgenossen hatten sich bereits gefreut, denn das Urteil des niedersächsischen Finanzgerichts, das vor rund drei Wochen gefällt wurde, ließ die Hoffnung auf Rückzahlungen bei der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2007 wachsen. Die dortigen Richter werten einen solchen Solibeitrag nur für rechtens, wenn vorübergehende Bedarfsspitzen damit gedeckt werden. Ob nun der heißdiskutierte Solibeitrag letztendlich verfassungswidrig ist, muss noch in Karlsruhe geklärt werden. Jedoch hat sich das Bundesverfassungsgericht bislang noch nicht mit dieser Thematik befasst.

Das Finanzgericht Münster jedoch erklärte jetzt den Solidaritätszuschlag für die ostdeutschen Bundesländer als rechtens. Der Zuschlag darf nach der Meinung der Münsteraner Richter nicht einzig und allein befristet erhoben werden. Vorangegangen war die Klage eines Ehepaares, das gegen den Solizuschlag in ihrem Steuerbescheid aus dem Jahr 2007 geklagt hatte. Die Richter des Finanzgerichts Münster begründeten ihr Urteil damit, dass der Soli im Wesentlich Bestandteil der Deutschen Einheit war und es aktuell auch noch ist.

Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1991 wurde der Solidaritätszuschlag eingeführt, um den Aufbau im Osten zu stützen. Nachdem der Satz 1995 auf 7,5 Prozent festgelegt wurde, liegt dieser seit 1998 bundesweit einheitlich bei 5,5 Prozent.Wie die obersten Richter des Bundesverfassungsgerichts letztendlich urteilen werden, bleibt abzuwarten.

19:15 I Wettskandal bringt alle auf die Palme

Frankfurt. Rund drei Wochen ist es nun her, dass der skandalöse Wettskandal bekannt wurde. Nun bekommen die beiden Dachverbände des Fußballs, DFB und DFL erst einmal Einsicht in die Ermittlungsakten. Die Staatsanwaltschaft Bochum will dies gestatten, damit die Täter überführt werden können. Die bis dahin zu Unrecht verdächtigten Personen können dann entlastet werden und alle hoffen, dass eine schnelle Rehabilitierung möglich wird.

Doch zunächst geraten immer mehr Spiele in den Sog des Manipulationsverdachts.Unter anderem soll ein Kaufmann aus dem nordrhein- westfälischen Kreis Soest versucht haben, auf Spieler eines Regionalligisten einzuwirken.

DFB- Präsident Theo Zwanziger zeigte sich darüber erleichtert, dass die Bochumer Staatsanwaltschaft nun eine Akteneinsicht erlaubt. Kontrollausschuss wie auch die Juristen des DFB werden sich dem Material annehmen. Aller Voraussicht nach wird das Auswerten der Akten einige Tage in Anspruch nehmen.

04:29 I Disney`s “Küss den Frosch”

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München. Disney meldet sich pünklich zu Weihnachten und schreibt Grimms Märchen um. “Küss den Frosch” ist ab heute, dem 10.12.2009 in den deutschen Kinos zu sehen. Der 52-Jährige John Lasseter gehört wohl zu den ungewöhnlichsten Unternehmern.  Tiana, eine Prinzessin und eine Heldin im Film und in der Disney-Welt: Volle Lippen, schwarze prächtige Haare und sie hat eine Ähnlichkeit mit dem US-Präsidenten Obama, wenn der Zuschauer die Hautfarbe betrachtet.

“Küss den Frosch” ist der erste handgezeichnete Film seit fünf Jahren. “Ich habe nie verstanden, warum die Disney-Studios den klassischen Zeichentrick aufgegeben haben”, sagte John Lasseter. “Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichten schlecht erzählt waren und die 2D-Animation wurde dafür zum Sündenbock gemacht”, so hieß es weiter.

New Orleans um 1900: Von einem eigenen Restaurant träumt die schöne Tiana. Jeden erarbeiteten Penny spart sie für ihren Traum. Bei einer Party ihrer reichen Freundin kommt ein Frosch zu Tiana: “”Küss mich, und ich werde zum Prinzen”. Tiana bekommt den Kuss. Doch da ging wohl was schief: Nicht der Frosch verwandelte sich zu einem Prinzen, sondern die hübsche Tiana zu einem Frosch. Nur mit dem Voodoo-Zauber kann man Tiana jetzt noch helfen.

Bilder: © Walt Disney Studios

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