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November 2009
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Archive für November 2009

20:00 I Aus für islamischen Gesichtsschleier

Varallo. Jetzt ist es amtlich- zumindest in dem norditalienischen Städtchen Varallo- der Gesichtsschleier, wie ihn islamische Frauen tragen, ist nun tabu. Der Bürgemeister des Städtchens, Gianluca Buonanno hat dafür gesorgt, dass dieses Verbot auf Plakaten in dem 7.500 Seelen zählenden Varallo bekannt gegeben wird und dies in italienischer wie auch arabischer Sprache. Burka und Nikab sollen ab sofort der Vergangenheit angehören.

Dieses Vorgehen erklärt sich unter anderem auf der Basis, dass der Bürgermeister der ausländerfeindlichen Partei Lega Nord angehört und sich nicht scheut, sich auch dazu zu bekennen. Mit diesem Schleierverbot will man deutlich machen, dass sich eine Personenerkennung erschweren würde. Doch vielmehr wird ein ausländerfeindlicher Hintergrund vermutet, denn Buonanno verfolgt das Ziel, landestypische Traditionen, so wie es scheint um jeden Preis verteildigen zu wollen. Über die Höhe des Bußgeldes liegen aktuell noch keine weiteren Informationen vor.

11:55 | Roland Emmerich enthüllt Alien aus Independence Day

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Berlin. Heute Morgen um 10Uhr besuchte der deutsche Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor Roland Emmerich das Berliner Filmmuseum am Potsdamer Platz. Gekommen ist er um dem Museum eine Original Alien-Figur aus dem Film Independence Day zu schenken. Im Foyer findet die Figur, direkt neben dem Schriftzug des Hauses und im guten Blickfeld vom Sony Center aus, seinen Platz. Der Star-Regisseur teilte vor Ort mit, dass es sich hierbei um genau den Alien handele, den Will Smith im Film Independence Day durch die Wüste geschleppt hat. Gerne erinnert man sich an diese Szene und das Zitat von Will Smith, während er das Alien hinter sich herzieht:
„Weisst du…das sollte mein freies Wochenende werden! Aber nöööö, jetzt muss ich deinen schweren Arsch durch die glühend heiße Wüste schleppen und deine Dreadlocks hängen hinten aus meinem Fallschirm raus.“
Roland Emmerich ist zur Zeit in aller Munde, denn erst vor kurzen kam in Deutschland sein aktueller Film 2012 in die Kinos. Ebenfalls ein Film, in dem die Erde bedroht wird. Diesmal aber nicht von Aliens.

Foto: (c) Kukksi | Michael Schulze

11:34 I H1N1-Virus: Quarantäne-Patient äußert sich bei Kukksi

KUKKSI-EXCLUSIV

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Berlin. Mein Name ist Oliver Stangl - Vielleicht haben Sie schon mal was von mir gehört, ich bin der Inhaber von Kukksi. Wie die Kukksi-Nachrichtenchefin Astrid Albrecht-Sierleja in den “Kukksi Nachrichten” angekündigt hat, bin ich an dem H1N1-Virus erkrankt. Nun werde ich mich jetzt nicht in irgendeiner Weise als Inhaber äußern, sondern als Quarantäne-Patient.

Ständig schreiben wir Nachrichten, was das Thema Schweinegrippe angeht. Das es jemanden von uns trifft, hätte wohl niemand gedacht. “Das wird schon an uns vorbei gehen” - So dachten wir, doch wir wurden eines besseren belehrt. Die Symptome kamen ziemlich schnell: Schüttelfrost, Fieber, Erbrechen, Durchfall, starker Husten und Kopfschmerzen - Das erstaunliche: Die Symptome kamen innerhalb weniger Stunden. In der Nacht von Sonntag zu Montag um Mitternacht ging es mir noch blendend - Ein nettes Geschäftsmeeting mit dem stellv. Kukksi-Inhaber Johannes Hägele. Doch wenig später war mein bester Freund das Bett, circa ab 06 Uhr am Montag.  Auch ich hätte 09 Uhr Schule gehabt - Denn wie bekannt ist, wird Kukksi von Studenten betrieben und wir besuchen tagsüber die Schule oder Universität. Ich wollte noch schnell duschen und mir die Klamotten überwerfen - Doch nicht mal das ging, schließlich müsste man dazu ja erst mal aus dem Bett kommen und das funktionierte überhaupt nicht.

Die Schmerzen und das hohe Fieber, gefühlte 60 Grad, in Wirklichkeit 40,5 Grad, brachten den Körper in einen Ausnahmezustand, denn Kreislaufprobleme kamen noch dazu. Sobald ich meinen Fuß aus dem Bett gesetzt hab, habe ich die Welt nicht mehr erkannt, denn die war schwarz - Nichts weiter als schwarz. An dem Tag war ich nicht mehr beim Arzt, denn aus dem Bett bin ich nicht mehr gekommen.

Da der Dienstag so weiter ging wie der Montag, überspringe ich das. Hier komme ich gleich zum wesentlichen: Zum Arzttermin. Um 19 Uhr betrat ich die Praxis von Herrn Tobias Glausinger in der Chodowieckistraße in Berlin. Als Quarantäne-Patient wurde ich von der Schwester begrüßt und ich durfte gleich in einem leeren Raum Platz nehmen, damit der Kontakt zu Menschen vermieden wird. Herr Glausinger begrüßte mich, ich habe meine Beschwerden geschildert, ich wurde auf chronische Erkrankungen untersucht, speziell Lunge und Herz und das Ergebnis war, ich bin an den H1N1-Virus erkrankt. Ich habe Medikamente bekommen, unter anderem Tamiflu, welches eigentlich für die normale Grippe Influenza angewendet wird - Der H1N1-Virus und Influenza unterscheiden sich nicht großartig. Zusätzlich bekam ich noch Schmerztabletten.

Jetzt steh ich unter Quarantäne. Das bedeutet, ich darf keinen Kontakt zu Menschen haben - Nicht vor die Tür, nicht zur Schule, nicht einkaufen, keine S- oder U-Bahn fahren und einfach rein  nichts, ausser in den eigenen vier Wänden auf schönes Wetter warten und nicht mal das würde mir was nützen. Einkaufen müssen andere für mich. Doch was mache ich den ganzen Tag? Es ist wie ein Gefängnis, so fühle ich mich zumindest. Eigentlich sollte ich eher nicht arbeiten, doch ich mache es trotzdem von zu Hause aus, denn schließlich will ich nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher verdummen. Surfen im Netz und viel telefonieren gehören zum Quarantäne-Alltag auch dazu.

Die Tage Montag und Dienstag waren schlimm - Vor allem sehr schmerzhaft. Am Mittwoch gab es einen leichten Lichtblick, die Schmerzen und das Fieber ging zurück. Doch der Lichtblick war am heutigen Donnerstagmorgen wieder gestorben, denn der Schüttelfrost und Schmerzen machten sich wieder alle Ehre.

DAS FAZIT

Es gibt kaum einen Unterschied zwischen der normalen Grippe Influenza (Wo es jährlich übrigens mehr Todesfälle gibt) und dem H1N1-Virus. Doch einen gewaltigen Unterschied gibt es: Die Symptome der Schweinegrippe treten innerhalb weniger Stunden auf und haben mich außer Gefecht gesetzt. Natürlich kann sich das auf jeden anders auswirken. Aufpassen sollten schwangere und ältere Menschen und Patienten, die an chronischen Erkrankungen leiden - Sollten dort Symptome einer Grippe auftreten, sollten diese sofort den Arzt aufsuchen, denn bei chronischen Vorerkrankungen kann die Schweinegrippe wesentlich mehr Schaden anrichten.

Foto: (c) Kukksi

11:06 I Zu Guttenberg entlässt den Generalinspekteur der Bundeswehr

Berlin. Der deutsche Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) hat heute den Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, auf seinen eigenen Wunsch hin aus seinem Amt entlassen. Grund sind die Informationspannen nach einem Luftangriff auf einen Tanklaster in Afghanistan, bei dem zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen waren. Auch der Staatssekretär Peter Wichert wird seinen Hut nehmen müssen. Damit wird auf die Vorwürfe reagiert, das Informationen über die zivilen Opfer der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft vorenthalten worden seien.

Bei dem Luftangriff Anfang September starben nach afghanischen Untersuchungsberichten 69 Taliban-Kämpfer und 30 Zivilisten. Der zu diesem Zeitpunkt zuständige Verteidigungs- und heutige Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) wies vorgebrachte Vorwürfe zurück, möglicherweise Informationen nicht veröffentlicht zu haben. Jung erklärte, es sei eine Tatsache, „dass ich von Anfang an und auch beispielsweise am 6. September klar gesagt habe, dass wir zivile Opfer nicht ausschließen können. Er sagte, er habe damals von verschiedenen afghanischen Stellen die Information erhalten, dass nach Befragungen am Ort feststehe, dass ausschließlich Taliban und deren Verbündete getötet worden seien. Er nannte als Quellen den Gouverneur, den Polizeichef und den Armeechef von Kundus sowie den Vorsitzenden des Provinzrates. Es ist jedoch fraglich wie genau die Informationen sind, die aus Afghanistan zur Verfügung gestellt werden. Es ist auf jeden Fall typisch für die deutsche Politikkultur, dass in einem solchen Fall die Opposition fordert das “Köpfe rollen müssen”. Die SPD fordert zusätzlich die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.

08:50 I Großbrand im Süden von London - War es Brandstiftung?

London. Im Süden Londons ist am Morgen ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr ist mit 150 Einsatzkräften vor Ort. Seit dem frühen Morgen steht im Londoner Stadtteil Peckham ein großer Häuserblock in Flammen, große Rauchschwaden ziehen über die Stadt. Mindestens 150 Menschen mussten Ihre Wohnungen verlassen. Über mögliche Opfer gibt es noch keine Informationen. Das Feuer soll an geparkten Autos, die vor dem Haus gestanden haben, ausgebrochen sein. Die Kriminalpolizei ist vor Ort und ermittelt, Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

20:26 I Studentenstreiks in Chemnitz

Chemnitz. Die Studenten der TU Chemnitz sind in den Bildungsstreik getreten. Etwa 800 Studenten besetzten den Hörsaal der Universität am Mittwoch. Seit rund zwei Wochen demonstrieren Studenten bundesweit für bessere Bildungsbedingungen, sie kritisieren das Master- und Bachelorsystem. In den nächsten Tagen wollen die chemnitzer Studenten den Audimax besetzt halten. Auch in Leipzig und Dresden gehen die Proteste weiter.

17:56 I USA schickt weitere 30.000 US-Soldaten nach Afghanistan

Washington. Laut Presseberichten will die USA rund 30.000 zusätzliche US-Soldaten nach Afghanistan schicken, die gegen die radikal-islamische Taliban kämpfen. US-Präsident Barack Obama rüstet zunächst am Hindukusch auf, um dort für größtmögliche Stabilität zu sorgen. Der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, hält jedoch 40.000 Soldaten für notwendig, um die Taliban zu besiegen.

15:25 I Infektion durch Schweinegrippe - Wie kann man sich davor schützen?

Berlin. Die Schweinegrippe ist für denjenigen, der bislang nur davon aus den Medien gehört hat eine abstrakte Krankheit. Doch wie schnell es jeden “erwischen” kann, zeigt das Beispiel des ersten Geschäftsführers von KUKKSI, Oliver Stangl. Auch an ihm ist die neue Grippe nicht vorbei gegangen und seit Anfang der Woche muss er mit dieser Gewissheit leben.

Viele Menschen fragen sich nach wie vor, wie man sich am effektivsten vor einer Infektion schützen kann. Dazu muss man wissen, dass sich das Virus A/H1N1 durch eine Tröpfchenübertragung ausbreiten kann und dies von Mensch zu Mensch. Zu den Infektionsherden gehört unter anderem das Schütteln von Händen und Berühren von Türklinken und anderen Gegenständen, die vielen Menschen zugänglich sind. Geraten Viren durch eine solche Berührung in Kontakt mit den Schleimhäuten, kann eine Ansteckung stattfinden.

Hygienemaßnahmen sollten daher große Beachtung finden. Regelmäßiges Händewaschen gehört dazu. Hinzu kommt, dass jeder seine Hände vom Gesicht fernhalten sollte, damit die Viren nicht auf die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase übergehen können. Vorsicht gilt auch, wenn andere Menschen typische Erkältungssymptome zeigen. Wird geniest, ist oberste Vorsicht ratsam. Das Benutzen von Papiertaschentüchern ist ratsam und wer sich in geschlossenen Räumen aufhalten muss, wo viele Menschen zusammen kommen, sollte regelmäßig lüften.

12:37 I Oliver Pocher hat die Schweinegrippe

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Düsseldorf. Ob Oliver Pocher am Freitag die “Oliver Pocher Show” mit Mundschutz modiert, dass wird heute entschieden. Immer wieder hat sich der Comedian über die Schweinegrippe lustig gemacht. Doch jetzt hat Pocher selbst den H1N1-Virus, wie die “Bild” berichtet.

Die ersten Symptome seien am Donnerstag aufgetaucht, berichtet die “Bild”-Zeitung. Dennoch moderierte er am letzten Freitag seine Late Night Show in Sat.1. Am Wochenende hatte Pocher einige Termine abgesagt. “Ich habe mich kaputt gefühlt”, sagte Pocher der “Bild”. Doch schnell war es sicher: Der TV-Star hat sich mit dem H1N1-Virus infiziert. Seine Freundin ist schwanger, der Test war negativ. “Das wichtigste ist momentan, dass Sandy und unser Baby nicht vom Virus infiziert sind”, sagte Pocher. Ob seine Show am Freitag in Sat.1 ausgestrahlt wird, ist noch unklar.

Auch Kukksi-Inhaber Oliver Stangl hat sich mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert und steht derzeit unter Quarantäne. Das ist seit gestern bekannt.

08:57 I Gegen Studiengebühren und schlechte Bedingungen- in Leipzig demonstrieren Studenten

Leipzig. Tausende von Studierenden wollen heute in der Messestadt auf die Straßen gehen. Anlass dafür ist die Tagung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Nicht nur Studenten aus Leipzig und Umgebung werden sich an der Demonstration beteiligen, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet man Verstärkung.

Proteste gegen Studiengebühren und Forderungen hinsichtlich Verbesserungen von Studienbedingungen standen bereits in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt zahlreicher Protestaktionen an unterschiedlichen Hochschulstandorten. Bemängelt wird von den Studenten insbesondere der Bachelor- Studiengang, der viefach als überfrachtet gilt. Hinzu kommt für viele Betroffene, dass Studiengebühren Löcher ins Budget reißen. Bildung soll schließlich für jeden zugänglich sein und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig gemacht werden. Diese Forderungen scheinen der HRK- Präsidenten Margret Wintermantel aber noch nicht konkret genug. Sie sieht mehr eine allgemeine Unzufriedenheit bei den Studenten und wünscht sich inhaltlich fundiertere Aussagen.

Die Studenten und dies nicht nur in der Messestadt Leipzig, wünschen sich Verhandlungen in Augenhöhe mit den Zuständigen. Sicher ist indes, dass sie auf aussagekräftige Konsequenzen von Seiten der Rektoren warten.