Sie befinden sich aktuell in den KUKKSI.de Nachrichten Blog-Archiven für den folgenden Tag 15.10.2009.
15.10.2009 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin I Johannes Hägele.
Nur zu gut passen die Worte aus der Nationalhymne der ehemaligen DDR zum neuen “Neuen Museum” auf der Museumsinsel in Berlin.
Und es war auch nur dem Engagement zweier couragierter Museumsleute der DDR zu verdanken, dass die Überreste des Neuen Museums in den 80er Jahren nicht abgerissen wurden und an dessen Stelle ein Café im Stil des Palasts der Republik gebaut wurde. Eine wahrlich schreckliche Vorstellung, wenn man den heutigen Tag miterleben durfte. So viel Freude, so viel Enthusiasmus von allen Seiten, hat man schon lange nicht mehr erlebt. Ein wirklich historisches Ereignis, das die zahlreich erschienenen Journalisten, und eine kleine Gruppe handverlesener Gäste heute erleben durften.
70 Jahre nach der kriegsbedingten Schließung des Neuen Museums, empfing Hermann Parzinger (50), der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute die Vertreter der Presse zu einer Pressekonferenz im “Griechischen Hof”, an dessen Wände noch Einschusslöcher von Maschinengewehren aus dem zweiten Weltkrieg zu sehen sind, und leitete damit das Ende der Nachkriegszeit für das Neue Museum ein. Das ist auch die Idee, die hinter dem Konzept zur Restaurierung des Gebäudes, des englischen Architekten David Chipperfield (56) steht. Man soll das Gebäude genauso “lesen” wie die Objekte die es beherbergt, mit allen Zeichen, die Ihnen die Geschichte zugefügt hat. Matthias Wemhoff (45), Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte sagte dazu: ” … es ist ein Palast der Geschichte, der selbst von der Geschichte gezeichnet ist…”. Und die Umsetzung dieses Konzeptes ist in eindrucksvoller Weise gelungen, eine Mischung aus orginaler - historischer Substanz, und den Wunden die der 2. Weltkrieg dem Gebäude zugefügt hat. Auch eine Erinnerung und ein Mahnmal an folgende Generationen, wie verheerend die Folgen von Kriegen sein können. 200 Millionen Euro, 33 Millionen weniger als geplant, waren nötig, um das Neue Museum in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Eine seltene Meldung, die zeigt, dass hier mit dem Geld sinnvoll und sparsam umgegangen wurde.
Auch das Ausstellungskonzept wurde komplett überarbeitet. So können nun die jährlich über 3 Millionen Besucher, die die Museumsinsel besuchen, auf 8000 Quadratmeter eine thematisch gegliederte und Epochen übergreifende Präsentation bestaunen, in der mehr als 9000 Objekte zu sehen sind. Es ist nun dreimal mehr Ausstellungsfläche vorhanden, als zuvor, und die Sammlung kann in einer Fülle gezeigt werden, die seit 1939 nicht mehr möglich war. Es ist jedoch immer noch nur ein kleiner Teil, denn die vollständige Sammlung umfasst rund 80.000 Objekte. Sehr vermisst wird bis heute der Schatz des Priamos von Heinrich Schliemann, der sich leider noch immer als „Beutekunst“ in Russland befindet.
Morgen wird das Neue Museum mit einem feierlichen Festakt, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnehmen wird, wieder eröffnet. Und ab Samstag kann sich dann jeder in die, vermutlich sehr lange, Schlange einreihen um sich selbst ein Bild vom neuen Prunkstück der Museumsinsel zu machen, der Eintritt ist an diesem Wochenende frei. Ab Montag können dann sogenannte “Zeitfenstertickets” erworben werden, der Zutritt ist dann ohne langes Warten, in einem bestimmten Zeitfenster möglich. Leider können sich, aus konservatorischen und brandschutztechnischen Gründen, immer nur maximal 1200 Personen zur gleichen Zeit im Neuen Museum aufhalten, so dass es voraussichtlich auch mit einem Zeitfensterticket zu längeren Wartezeiten kommen kann. Jedoch wird man für das lange Warten reichlich entschädigt, durch ein wirklich faszinierendes Gebäude, Highlights wie dem Berliner Grünen Kopf, dem Berliner Goldhut und natürlich nicht zu vergessen der „Berliner Mona Lisa“, der weltberühmten Nofretete Büste, die nun alleine im Nordkuppelsaal des Neuen Museums zu sehen ist, und dort auf eine noch viel eindrucksvollere Weise zur Geltung kommen kann.
Fotos: © Kukksi Media, Johannes Hägele
Geschrieben in Deutschland | Keine Kommentare »
15.10.2009 von KUKKSI NACHRICHTEN Düsseldorf I Astrid Albrecht-Sierleja.
Nun ist es wohl spruchreif- die Union und die Liberalen haben sich über verlängerte Laufzeiten von sicheren Atomkraftwerken geeinigt. Im Koalitionsvertrag soll dieser Grundsatz nun verankert werden, wobei genaue Angaben über Ausgleichszahlungen und Jahreszahlen im Vertrag vorerst noch nicht vorkommen.
Grundsätzlich konnten sich beide Seiten darauf einigen, dass längere Laufzeiten vorgesehen sind, doch zur Ausgestaltung der einzelnen Bedingungen gibt es noch keine näheren Angaben. In diesem Punkt ist es denkbar, dass es zwischen den beiden Partnern noch Differenzen geben könnte. In Unabhängigkeit von der Frage hinsichtlich der Betreibung von Atomkraftwerken ist anvisiert, innerhalb von zwölf Monaten ein umfassendes Energiekonzept auf die Beine zu stellen.
Parallel dazu werden kritische Stimmen laut. Energieexperten wie auch Umweltschützer warnen bereits jetzt davor, die Laufzzeiten von Atomkraftwerken frei zu geben. Hierin werden Gefahren für die Bevölkerung gesehen und ein Ausbau der Ressourcen der erneuerbaren Energie steht in Frage.
Union und FDP halten dagegen und bezeichnen die Atomkraft als so genannte Brückentechnologie, die aktuell noch unverzichtbar ist. Experten weisen diese These jedoch zurück und fordern verstärkt. Investitionsanreize für den Bau klimaschonender Kraft- Wärme- gekoppelter Energieanlagen. Werden entsprechende Rahmenbedingungen geboten, kann der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromproduktion auf bis zu 40 Prozent jährlich bis zum Jahr 2020 gesteigert werden.
Geschrieben in Deutschland | 1 Kommentar »
15.10.2009 von KUKKSI NACHRICHTEN Berlin.
Ach ja, der Winter hat es wohl etwas eilig, besonders in den Mittelgebirgen. Bis zum heutigen Abend können oberhalb 400 Meter bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. Der deutsche Wetterdienst warnt am heutigen Donnerstag vor starken Schneefällen und Verwehungen im Erzgebirge. In den Höhenlagen wird Sturm bis Stufe acht erwartet. Straßen können unpassierbar werden, daher wird empfohlen, dass die Anwohner ihr Auto stehen lassen.
DIE WETTERKARTEN zum Wochenende
Am Wochenende kann es heftigen Sturm geben, besonders am Freitag und Samstag. Die Werte liegen zwischen 4 und 10 Grad, in Köln sind 12 Grad möglich. Regen gibt`s häufig, in höhren Lagen Schnee. Sonnige Abschnitte sind möglich. Der Herbst - Entschuldigung, der Winter hat Deutschland im Griff. Ein gemütliches Wochenende zu Hause steht daher nichts im Weg.
Grafiken: (c) Kukksi
Geschrieben in Deutschland | Keine Kommentare »