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1.9.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
Katia Saalfrank ist Deutschlands bekannteste Diplom-Pädagogin und die “Super Nanny” bei RTL. Morgen um 20:15 starten die neuen Folgen der TV-Sendung bei RTL. Kukksi hat im Sommer ein Interview mit ihr geführt, zum Start der neuen Staffel wird das Interview jetzt veröffentlicht.
KUKKSI-INTERVIEW MIT KATHARINA SAALFRANK
1. Sie sind Diplom-Pädagogin und die “Super Nanny” bei RTL. Seit 2004 läuft die Sendung “Die Super Nanny” sehr erfolgreich. Gibt es einen großen Unterschied zwischen der Arbeit hinter den Kulissen und vor der Kamera?
Ich arbeite in dem Format “Die Super Nanny” mit Kamera - das ist der Unterschied zwischen der öffentlichen pädagogischen Arbeit und der Arbeit in diesem Format. Wenn ich in einer Beratungspraxis arbeite, dann kommen die Familien zu mir und wir sprechen hinter geschlossenen Türen in einem Raum, den ich gestaltet habe - also einem für die Familie fremdem Raum. Das ist ein großer Unterschied zu der Arbeit, die ich jetzt IN den Familien leisten kann. Laden die Familien mich zu sich ein, dann ist die Kamera dabei. Es gibt für mich in einer Familienarbeit mit Kamera kein “vor und hinter” der Kamera. Ich arbeite dann ausschließlich mit der Kamera und führe keine Gespräche ohne dieses Medium.
2. Die Eltern bewerben sich bei dem Format “Die Super Nanny”. Freuen sich die Kinder auf ihren Besuch, realisieren die Kleineren, was Sie gerade in der Familie machen?
Die Kinder bekommen oft von ihren Eltern Druck gemacht. Wenn ich jedoch da bin, realisieren alle - auch die Kinder, dass sich etwas zum positiven insbesondere für die Kinder verändert. Deshalb habe ich immer gute Unterstützung von den Kindern. Oft müssen die Kinder auch die Eltern bitten, mich einzuladen! Mein Anliegen ist ja vor allem die oft so schwierige Situation für die Kinder zum Guten zu verändern - das können die Kinder gut wahrnehmen und freuen sich deshalb auf mich.
3. Das Verhalten der Kinder liegt meist an der Erziehung der Eltern. In der Sendung “Die Super Nanny” kommt es häufig vor, dass Sie eher die Eltern, als die Kinder erziehen. Was machen die Eltern falsch? Wäre der Name “Die Eltern Nanny” nicht bei manchen Folgen besser?
Also, der Name “Die Super Nanny” passt für mich sowieso überhaupt nicht. Ich bin weder “Super” noch bin ich eine “Nanny”. Auch “erziehe” ich nicht - weder Eltern noch Kinder. Aber es ist so, dass ich vorallem bei den Eltern ansetze. Die Eltern verstehen häufig die so wichtigen und ganz normalen Bedürfnisse ihrer Kinder nicht. Sie interpretieren Verhalten nicht gut und kennen auch oft die Ängste und Wünsche nicht. Es geht eben zwischen Menschen nicht um “Erziehung” sondern es geht immer - so auch zwischen Eltern und Kindern - um “Beziehung”. Ich spreche mit den Eltern darüber und gehe und gehe auch in eine Beziehung zu den Eltern. Die Beziehungserfahrung, die sie mit mir machen (Ernstnehmen, Zuhören, Wertschätzung) können sie dann an ihre eigenen Kinder weitergeben. Ziel meiner Arbeit ist es, Eltern so viele wie möglich positive Beziehungserfahrungen mit ihren Kindern zu ermöglichen.
4. Seit dem Amoklauf von Winnenden sorgt wieder das Verbot von “Killerspielen” für viel Gesprächsstoff, unter anderem auch in der Politik. Was meinen Sie. Sollten “Killerspiele” verboten werden?
Ich bin immer erstmal dafür, etwas nicht einfach zu verbieten. Das würde die Problematik nur verschieben und das Dilemma nicht aufheben. Die sogenannten “Killerspiele” an sich finde ich persönlich nicht reizvoll und oft extrem brutal. Schwierig finde ich, wenn Jugendliche aus Frust und Langeweile in eine virtuelle Welt fliehen und dann auch schnell den Bezug zur realen Welt verlieren. Selbstbewusstsein, soziale Erfahrungen und Beziehung können nur in der realen Welt wirklich erlebt werden. Oder anders: Die Sonne auf dem Bildschirm ist nicht warm!!!
5. Bleiben Sie mit den Familien nach Beendigung Ihrer Arbeit in Kontakt und werden ihre Regeln und pädagogischen Impulse eingehalten?
Also, Regeln gebe ich ja nie vor! Die pädagogischen Impulse in Form der Dinge, die wir gemeinsam angestoßen haben, werden in der Nachsorge durch zwei Psychologen gefestigt, die die Familie in langfristige Hilfsangebote vor Ort anbinden. Ich arbeite sehr eng mit Psychologen zusammen, so dass ich über diese auch Kontakt mit den Familien halte und sehr gut informiert bin. Die Nachsorge ist ein sehr wichtiger Aspekt meiner Arbeit. Ohne diesen könnte ich die Arbeit nicht leisten.
6. Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat letztes Jahr gefordert, in einzelnen Fällen das Jugendstrafrecht unter 14 Jahren anzuwenden. Teilen Sie die Meinung?
Meine Meinung hierzu ist klar und vielleicht haben Sie meine öffentliche Stellungname dazu gelesen! Es bringt meiner Meinung nach nichts, Kinder und Jugendliche noch früher “wegzuschließen”. Im Gegenteil! Das kann alles noch schlimmer für die Jugendlichen machen. Wichtig ist, dass wir viel früher ansetzen. Kinder und Jugendliche brauchen Unterstützung, denn sie werden nicht “einfach” straffällig, sondern haben oft extrem ungünstige familäre Bedingungen, die entweder keinem auffallen oder zu spät bekannt werden.
7. Am 03.12.2008 kam die Folge mit dem siebenjährigen Dustin. Viele Medien sprachen davon, dass Sie hier aufgegeben haben. Was ging in Ihnen vor, was war genau los?
Ich bitte um Verständnis, dass ich mich nicht konkret zu meiner Familienarbeit äußern kann. Ich unterliege auch der Schweigepflicht. Was ich sagen kann ist, dass mein Ziel dieser Arbeit war - und jeder, der die Arbeit verfolgt hat wird das auch gesehen haben - die Mutter dabei zu begleiten, ihren Sohn loszulassen und dem Jugendamt selber mitzuteilen, dass sie gerade nicht für ihr Kind da sein kann. Das ist gelungen. Diese Arbeit leisten Tag für Tag pädagogische Berater in Familien und auch zu meiner Arbeit gehört das. Was die Medien mit “aufgeben” gemeint haben, ist mir in diesem Zusammenhang auch nicht so ganz klar - vielleicht wurde dort nur die halbe Arbeit gesehen oder auch nicht so ganz vestanden, was mein Ziel war. Gern wird ja auch provoziert oder überspitzt! Schön, dass ich das hier nochmal richtig stellen konnte!
8. Sie beobachten die Familie erst und dann fangen Sie an mit arbeiten. Manchmal sind sie jedoch schockiert, was Sie in der Beobachtungsphase zu Gesicht bekommen. Würden Sie manchmal nicht lieber sofort eingreifen wollen? Was schockiert Sie am häufigsten? Der Umgang miteinander in der Familie oder doch die unsaubere Wohnung?
Es gehört für mich einfach dazu, erstmal einen Einblick in das Leben der Familie zu gewinnen, deshalb kann ich mich ganz gut rausnehmen und nur beobachten. Je besser ich beobachten kann, desto intensiver sind dann meine Eindrücke. Wenn Gewalt im Spiel ist, dann unterbreche ich auch sofort, das ist dann auch in der Arbeit zu sehen. Ab und zu kommt das vor. Schockiert bin ich nicht wirklich - Schock ist ein Zustand, der lähmt und unbeweglich macht! Ich bin eher berührt und fühle mit allen Beteiligten. Berührt von dem Umgang, den die Eltern oft mit den Kindern haben oder auch erschrocken darüber was Eltern von ihren Kindern erwarten.
9. Nun noch eine Frage zu Ihrem Privatleben. Sie sind viel unterwegs und helfen anderen Familien. Selber sind Sie Mutter von vier Kindern. Bleibt Ihnen da noch genug Zeit für ihre eigene Familie und wie gestalten Sie ihre Freizeit?
Ich habe schon immer Familie und Beruf gut verbinden können, weil ich mir mit meinem Mann alle Verantwortung emotional und auch praktisch teilen kann. Das ist auch jetzt wieder so. Meine Kinder sind jedoch auch schon ziemlich eigenständig und so sind wir alle viel unterwegs und machen immer feste “Treffpunkte” am Tag aus, wo wir uns treffen und uns austauschen. Zum Beispiel beim Essen oder am Nachmittag.
10. Und nun noch die letzte übliche Frage von uns. Kannten Sie vorher Kukksi schon? Was halten Sie von dem Berliner Jugend- und Studentenprojekt Kukksi?
Ich kannte das Projekt vorher noch nicht und finde es gut. Es müsste viel mehr solcher Projekte und engagierte Jugendliche und Studenten geben. Alles Gute für euch und danke für das schöne Interview.
WIR DANKEN KATIA SAALFRANK FÜR DAS INTERVIEW.
Die neue Staffel - DIE SUPER NANNY - Morgen um 20:15 bei RTL.
Foto: (c) Nadja Klier / Geführt wurde das Interview von Oliver Stangl.
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1.9.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
Am Mittwoch um 20:15 startet die neue Staffel des Formates “Die Super Nanny” bei RTL. In wenigen Minuten wird das Kukksi-Interview mit der Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank veröffentlicht. Jetzt blickt Kukksi auf die Biografie der bekanntesten Diplom-Pädagogin Deutschlands.
PORTRÄT VON KATHARINA SAALFRANK
Katharina Saalfrank, geboren 1971, Diplom-Pädagogin und Musiktherapeutin, wurde durch die Sendung “Die Super Nanny” bei RTL bekannt. Dort unterstützt sie Familien und allein erziehende Eltern, Verständnis für das Verhalten und die Bedürfnisse ihrer Kinder zu entwickeln und so die Gesamtsituation zu verändern. Ihre Sichtweise ist gefragt: Bis zu 5,6 Millionen Zuschauer schalten ein, wenn die Diplom-Pädagogin im Sinne der Kinder unterwegs ist. 2007 erhielt Katharina Saalfrank für ihre Arbeit in der Sendung den deutschen Fernsehpreis in der Kategorie “Bester TV-Coach”.
Die erfahrene Pädagogin sieht ihre Aufgabe vor allem darin, die Position der Kinder zu stärken und Entwicklungsarbeit in den Beziehungen untereinander zu leisten. Einsamkeit, Verzweiflung und Gewalt sind die häufige Ursache der Beziehungsschwierigkeiten zwischen Eltern und Kindern. So sieht Katharina Saalfrank den Schwerpunkt in ihrer Arbeit auf der Gefühlsebene und arbeitet differenziert daran, eine stabile, von Verständnis, Liebe und Gefühl geprägte Beziehung zu den Kindern aufzubauen.
Ihre Erfahrungen sind auch in Schriftform gefragt. So ist Katharina Saalfrank erfolgreiche Autorin des Buches “Glückliche Kinder brauchen starke Eltern”. Immer wieder schreibt sie außerdem für verschiedene Zeitungen, u.a. Kolumnen (Bild-Zeitung) und für Erziehungszeitschriften wie “Lisa” und “Leben und Erziehen”.
Bei Podiumsdiskussionen sowie in Talkshows und zahlreichen Fernsehsendungen ist sie eine gefragte Gesprächspartnerin. Hier nutzt sie gerne das Forum und plädiert öffentlich dafür, sich Tabuthemen wie “Gewalt in der Familie” anzunehmen, die Betroffenen zu unterstützen und Kinder zu entlasten. Die Diplom-Pädagogin engagiert sich auch über ihren Bereich hinaus. So macht sie sich stark für den Kampf gegen AIDS und unterstützt die Internetplattform “Jugendnotmail”. Hier finden Kinder und Jugendliche kompetente Ansprechpartner und können sich anonym von Psychologen und Pädagogen beraten lassen. Außerdem ist sie Schirmherrin des “Familientreff Allerlei” in Berlin-Lichtenberg. Der “Familientreff Allerlei” setzt ehrenamtliche Familienpaten für Eltern und Kindern ein und leistet so Hilfestellung für Kinder in schwierigen familären Situationen.
Katharina Saalfrank lebt mit ihrem Mann und ihren vier Söhnen in Berlin.
Die neue Staffel - DIE SUPER NANNY - Morgen 20:15 bei RTL.
Foto: (c) Nadja Klier / Text: Büro Katharina Saalfrank
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1.9.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
Jede in bunten Farben bedruckte Hand steht symbolisch für ein in Armut lebendes Kind in Deutschland und fordert dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern gegen Kinderarmut zu handeln. Zum Weltkindertag am 19. September 2009 in Berlin werden alle Handabdrücke miteinander verbunden, als “Gesamtkunstwerk” der Bundesregierung übergeben und es findet eine symbolische Umspannung des Reichstaggebäudes statt. Kukksi ist Partner der Aktion.
In den vergangenen 11 Monaten haben sich unzählige Vereine, Privatmenschen, Schulen, Firmen und Organisationen an der Aktion beteiligt und setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Kinderarmut. Im Juni beteiligte sich sogar eine Schule in Athen an “Painting Hands”. Die Aktion wird organisiert von dem Verein “Gegen Kinderarmut e.V”. Ihr könnt noch eure “Painting Hands” abgeben, die Kontaktdaten findet ihr auf der unten aufgeführten Internetseite. Schaut nicht nur hin, sondern handelt gegen Kinderarmut, denn in Deutschland gibt es 2,5 Millionen arme Kinder. Das Leben ist eingeschränkt für die Kinder, Schulsachen können sich die Familien nur selten leisten oder auch soziale Kontakte sind wenig vorhanden.
>>> Kinderarmut e.V.
Foto: (c) Gegen Kinderarmut e.V.
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1.9.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
BERICHT I Kukksi Berlin
Es ist nicht der erste ICE der brennt, mittlerweile gibt es schon zahlreiche Fälle von Bränden in den Schnellzügen und jetzt musste schon wieder ein ICE evakuiert werden: 500 Fahrgäste mussten erneut einen Inter-City-Express im Bahnhof Bielefeld verlassen.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei und Feuerwehr gehe man davon aus, dass es einen technischen Defekt im Zug gab. Die Bahnsteige seien geräumt worden, hieß es. Schon in der vergangenen Woche mussten in Göttingen 250 Fahrgäste der deutschen Bahn einen ICE verlassen. Anfang des Monats mussten 450 Reisende einen ICE in Berlin-Spandau verlassen, da sich dort Rauch gebildet hatte. Wegen der gesperrten Gleise im Bielefeler Bahnhof hielten die anderen Züge in Gütersloh und Herford.
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1.9.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
BERICHT I Kukksi Berlin
Die SPD will stärker sein als die Linken, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Die CDU ist geschockt und zu Kompromissen bereit. Wie gehts nun weiter in Erfurt? Die Parteien zoffen sich, niemand weiß wer zusammen regieren soll und Streit um den Ministerpräsidenten zwischen Linke und SPD gibt`s auch.
Die SPD feiert - Doch warum eigentlich? Denn schliesslich hätten die Linken Grund zum feiern. Die SPD erhebe Anspruch auf das Ministerpräsidentenamt, doch das gefällt der Linken ganz und gar nicht. Die Linke hat bei der Landtagswahl am Sonntag in Thüringen fast neun Prozentpunkte mehr geholt, als die SPD.
Die Sozialdemokraten begründen ihren Machtanspruch mit der günstigen Ausgangslage, denn schließlich wird die SPD gebraucht - Egal ob Koalition mit CDU oder Linken - Die SPD sitzt mit im Boot. Aber nicht nur mit der Linken hat die SPD Probleme in Thüringen, sondern auch mit CDU. Ein Wahldebakel der besonderen Art. Die nächste Zeit wird spannend - Wer wird zusammen mit wem regieren und wer wird nun der neue Ministerpräsident des Bundeslandes Thüringen?
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