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Archive für 16.6.2009

08:00 I Mein Gott, Boykott- Seit gestern läuft Protestwoche von Studenten- und Schülergruppen

BERICHT Kukksi News NRW I Astrid Albrecht- Sierleja

„Bildungsstreik 2009“, unter diesem Motto wird mehr Geld für Hochschulen und Schulen gefordert und auch einschneidende Änderungen bei den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen und die Abschaffung von Studiengebühren werden gefordert. Die zentrale Kundgebung soll am Mittwoch stattfinden und der Präsident der FU Berlin, Dieter Lenzen, äußerte seinerseits Verständnis für die Proteste. Die Studierenden sollen streikfrei bekommen und mit Nachteilen ist nicht zu rechnen.
Bundesweit äußert sich Unmut und auch in Wuppertal und Bochum wurden Seminare blockiert. In München, Trier, Münster, Flensburg, Marburg, Saarbrücken, Würzburg, Bielefeld und Freiburg und Bielefeld sind Protestcamps eröffnet worden. Bundesweit kam es zu unterschiedlichen Aktionen. So verlegten in Potsdam einige Dozenten ihre Seminare vor die Universität und in der nordrhein- westfälischen Landeshauptstadt veranstaltete ein Dutzend Schüler eine Sitzblockade vor der Staatskanzlei.
Doch stoßen die Aktionen längst nicht überall auf Gegenliebe. Scharf kritisiert wurden die Aktionen auch vom bildungspolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Stefan Müller (CSU). Er vermutete vielmehr, dass mit Musikfestivals und Partys linke Gruppen versuchen, Schüler und Studenten zu „Bildungsstreiks“ anzulocken, um sie von ihrer Ausbildung abzuhalten.

Mit Rückendeckung ist von Seiten des  FU Präsidenten Lenzen zu rechnen; er zeigte Verständnis für den Unmut der Studenten und in einem Rundbrief bat er die Professoren seiner Hochschule um Nachsicht, wenn Studenten am morgigen Tag nicht an Lehrveranstaltungen teilnehmen. Schließlich geht es im Grundsatz darum, auf die Problematik im deutschen Bildungswesen hinzuweisen und darum, den Menschen zu verdeutlichen, wie notwendig eine ausreichende Finanzierung in Sachen Bildung ist.
Begrüßt werden die Aktionen auch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie ist der Meinung, dass Schulen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen chronisch unterfinanziert sind und auch Chancenungleichheit und fehlende Ausbildungsplätze dazu beitragen, dass junge Menschen ihrer Zukunftschancen beraubt werden.

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