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Mai 2009
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Archive für Mai 2009

18:30 I Pandemiepläne- sind wir eigentlich ausreichend gerüstet?

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Die Schweinegrippe versetzt viele Menschen in Angst und Schrecken. Zu den berechtigten Fragen, die sich dann auftun gehört in erster Linie die nach den konkreten Hilfsplänen hierzulande. Gemeinden und Städte sind dann gefordert und müssen effizient vor Ort handeln.

So muss unter anderem entschieden werden, welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen und wer die meist knappen Impfstoffe vorrangig erhält.

Seit rund vier Jahren hat die Bundesrepublik einen nationalen Pandemieplan und auch die Weltgesundheitsorganisation hat an alle Staaten appelliert, entsprechend vorzusorgen, wenn eine Bedrohung durch eine Influenzapandemie besteht. Doch steht auch fest, dass einheitliche Vorschriften, die für alle Kommunen gleichermaßen gelten sollen, eher ausgeschlossen werden müssen. Vielmehr müssen es die individuellen örtlichen Gegebenheiten sein, die sich an den unterschiedlichen medizinischen Versorgungslagen orientieren müssen.

Ein durchdachter Pandemieplan muss auch Vorschriften zum Tragen eines Munschutzes beinhalten, die dann greifen, wenn die Warnphase 6 nach der Einteilung der Weltgesundheitsorganisation erreicht ist.

Doch wirklich harte Entscheidungen müssen immer dann getroffen werden, wenn sich ein aggressiver Influenzavirus flächendeckend ausbreiten sollte. Dazu gehört das Beantworten der Frage, wer zuerst den lebensrettenden Impfstoff erhält. Um hier nach dem Prinzip der Dringlichkeit vorzugehen, müssen zuerst Berufsgruppen durch einen Impfstoff geschützt werden, die für die Sicherheit und die medizinisiche Versorgung der Bürger zuständig sind.

So genießt hierbei immer derjenige Priorität, der auh wirklich zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur beiträgt. Doch werden Entscheidungen von dieser Tragweite nie von Einzelnen getroffen, um einem Missbrauch wirkungsvoll vorzubeugen. Vielmehr sollen unterschiedliche Arbeitskreise eingesetzt werden, um eine Auswahl zu treffen.

Doch wie viel ein solcher Pandemieplan in der Realität taugt, zeigt sich erst dann, wenn der Ernstfakk eingetreten ist.

19:00 I Saufen bis der Arzt kommt- Jugendliche zwischen Alltag und Komasaufen

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Rauchen, saufen und surfen- ist dies alles, was deutsche Jugendliche noch drauf haben? Die Frage wirft sich angesichts des neuesten Drogenberichts auf, den die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) heute vorstellte.

Für viele junge Menschen scheint regelmäßiger Alkoholkonsum zum Alltag zu gehören und nicht selten landen die trinker in der Notaufnahme von Krankenhäusern. Im vergangenen Jahr fanden sich mehr als 23.000 Kinder, teilweise bis zur Bewusstlosigkeit angetrunken, dort wieder. Nie zuvor war die Zahl so erschreckend hoch und mehr als 20 Prozent aller Minderjährigen waren in 2008 mindestens einmal im Monat betrunken. Auch die Gruppe derer, die allgemmein hin als riskante Säufer eingestuft werden, steigt ständig an.

Aber nicht nur Kinder und Jugendliche haben sich hierzulande dem Saufen verschrieben. Rund zehn Millionen Erwachsene greifen regelmäßig zur Flasche und die Hemmschwelle scheint weiter zu sinken. Positiver fällt die Entwicklung in Sachen Rauchen aus. Die Bilanz der Drogenbeauftragten zeigt, dass junge Menschen zwischen 12 und 17 Jahren im vergangenen Jahr lediglich zu 14,7 Prozent rauchten, während die Zahl beispielsweise noch im Jahr 2001 bei 27,2 Prozent lag. Dies zeigt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Eine Sucht der ganz anderen Art bieten digitale Medien. Die Online- Sucht greift um sich und bereits rund sieben Prozent aller Bundesbürger stehen in Abhängigkeit von Computer- Spielen und dem Internet.

So lautet die Forderung der Drogenbeauftragten nach einer verstärkten Medienkompetenz und setzt auf die Mitarbeit der Eltern. Das Suchtverhalten insbesondere bei Kindern und Jugendlichen äußert sich sogar in einer psychopathologischen Auffälligkeit, die alle aufhorchen lassen sollte. Internet- Sucht soll künftig stärker bekämpft werden und auch die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing sieht hierin eine schwere Aufgabe, die jedoch bewältigt werden muss, wenn das Problem nicht noch weiter ansteigen soll.

12:30 I Italienischer Autobauer Fiat macht Druck

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Steigt Fiat nun endgültig bei Opel ein? Einige Fragen scheinen noch offen zu sein und bevor Entscheidungen auf den Weg gebracht werden, soll es am morgigen Tag zu einem Treffen der besonderen Art kommen.

Geplant ist, dass Sergio Marchionne, Chef des Autobauers Bundeswirtschaftsminister Karl- Theodor zu Guttenberg CSU) und unseren Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) zu einem Gesprächen treffen wird. Parallel dazu zeigt der Klaus Franz, Chef des Opel- Betriebsrates, Bedenken gegen einen Einstieg Fiat.

Ziel Marchionnes soll sein, ein erstes Konzept in der Bundeshauptstadt vorzustellen, das in erster Linie das Vorhaben beinhalten soll, die deutschen Opel- Standorte nach einem möglichen Einstieg abzusichern. Befürchteter Nachteil: die bisherige Größe wird aller Voraussicht nach nicht beibehalten werden können.

Priorität beim Einstieg des Italieners soll die Realisierung eines globalen Autokonzerns einnehmen, um wenigstens fünf Millionen Fahrzeuge produzieren zu können. Doch dafür reicht eine Beteiligung bei Chrysler nicht aus- der Einstieg bei Opel soll das Vorhaben realisierbar machen.

15:30 I Alle Jahre wieder- Krawalle rund um den 1. Mai

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja


Wie befürchtet, kam es in der Bundeshauptstadt und Hamburg am Abend des 1. Mai zu überflüssigen wie auch gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Ordnungshütern und Linksautonomen. Wie schon in den Jahren zuvor, war der Berliner Stadtteil Kreuzberg Schauplatz eskalierender Gewalt.

Zu den Angriffspunkten Nummer eins gehörte für vermummte Linksautonome, betrunkene Randalierer und junge Ausländer die Polizei. Während die Randalierer auf Brandsätze, Benzin und Steine bei ihren Attacken setzten, mussten sich die Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken, Tränengas und Pfefferspray wehren. Allein in der Bundeshauptstadt sollen rund 6.000 Polizisten im Einsatz gewesen sein und am Ende der Straßenschlachten standen etwa 200 Festnahmen. Verletzte gab es hingegen auf beiden Seiten.

Doch nicht nur in Berlin ging es zur Sache. Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen war wieder einmal das Hamburger Schanzenviertel. Dort kam es gar in zwei Nächten hintereinander zu Kämpfen zwischen Linksautonomen und der Polizei. Auch hier wurden Personen vorläufig festgenommen. Über viele Stunden hinweg mussten sich die Beamten mit Flaschen und Steinen bewerfen lassen. Wasserwerfen wurden eingesetzt und erst gegen 3.00 Uhr ebbte die Gewalt im Hamburger Szeneviertel ab. Kam es in den vergangenen Jahren in Berlin erst beim Eintritt der Dunkelheit zu Gewaltausbrüchen, ließ sich der „schwarze Block“ mit rund 400 Randalierern bereits früher sehen. Sinnlose Gewalt, herausgerissene Platten und Pflastersteine, die als Wurfgeschosse dienten, bestimmten das Bild in einigen Teilen der Hauptstadt. Wie immer die Bilanz von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Polizeipräsident Dieter Glietsch aussehen wird, eines ist in jedem Falle sicher:

Gewalt bringt keinen Deut weiter und verschlingt Unsummen von Steuergeldern, die an anderen Stellen besser eingesetzt wären. Zu den Verlierern gehören, so kurios es sich anhören mag, die sozial Schwachen in unserem Lande, die den einen oder anderen Steuereuro, der für Sicherheitsmaßnahmen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen dieser Art verwendet wird, sicherich besser gebrauchen könnten. 

11:00 I Blutbad von Apeldoorn- Zwischenfall überschattet den niederländischen Nationalfeiertag

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja


Niemand hatte damit gerechnet und doch wurde aus einem Fest eine unfassbare Tragödie. Ein Autofahrer raste in die Menschenmenge, um einen Anschlag auf die Königsfamilie auszuüben, die sich beim Nationalfeiertag in einem offenen Bus präsentierte.

Vier Menschen fanden dabei den Tod und zahlreiche wurden zum Teil schwer verletzt. Der 38-jährige Amokfahrer, der zunächst schwer verletzt den Anschlag überlebt, ist nun selber verstorben. Mit seinem Suzuki hatte er es zunächst auf den Bus der Königsfamilie abgesehen, prallte jedoch auf der Paradestrecke frontal gegen ein Denkmal. Augenzeugen der Bluttat schätzten die Geschwindigkeit des Fahrzeugs mit 80 bis 100 km/h ein. Eine echte Chance hatten die verletzten und getöteten Besucher der Zeremonie nicht.

Königin Beatrix wie auch der Bürgermeister von Apeldoorn, Freed de Graaf zeigten sich entsetzt über die unfassbare Tat, die jedoch keinen terroristischen Hintergrund haben so, sondern gezielt als ein Anschlag gegen die Königsfamilie geplant war.