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18:30 I Paintball bald durch schärferes Waffenrecht verboten?

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja


Die Zeit scheint zu drängen- so sieht es momentan jedenfalls aus, wenn man die große Koalition bei der Verschärfung des Waffenrechts beobachtet.

So soll noch in dieser Legislaturperiode eine Gesetzesänderung vorgenommen werden, wie es aus dem Bundesinnenministerium hieß.

In der kommenden Woche sollen die Abstimmungen fortgeführt werden und schon jetzt haben sich einige zu Wort gemeldet. Darunter auch der Deutsche Schützenbund, der sich dagegen wehrt, dass Waffenbesitzer künftig stärker kontrolliert werden sollen.

Angedacht ist auch, so genannte Schießspiele wie das beliebte Paintball auf die „schwarze“ Liste zu setzen.

Doch es ist Eile geboten. Ein entsprechender Gesetzesentwurf muss bis spätestens zum Monatsende vom Bundestag in erster Lesung beraten werden, um noch eine rechtzeitige Verabschiedung erwirken zu können.

Anlass dafür bot ein schreckliches Blutbad im März, bei dem ein 17jähriger Schüler Amok gelaufen war.

Künftig soll gelten, dass sich Kontrolleure Zutritt verschaffen dürfen, wenn ein Sportschütze Waffen im Hause aufbewahrt. Wird dies verweigert, muss grundsätzlich mit einem Widerruf der Waffenerlaubnis gerechnet werden. Gesetz ist dies noch nicht, denn vielfach reagieren Politiker mit einem Verweis auf die Unverletzlichkeit einer Wohnung auf diesen Kontrollvorschlag.

Heftige Kritik kommt auch aus den Reihen des Schützenbundes, der befürchtet, dass die Mitglieder grundsätzlich rechtloser behandelt werden als Kriminelle. Von Willkür ist die Rede, wobei man grundsätzlich nichts gegen vernünftig ausgeführte Kontrollen hat, wenn diese auch einen berechtigten Grund haben.

Der Änderungskatalog des Waffenrechts sieht auch vor, den Waffenspielen einen Riegel vorzuschieben. Paintball oder Laserdom gehören dazu. Sollte es dazu kommen, muss man sich zweimal überlegen, ob man gegen die Gesetzesänderung verstoßen will. Schließlich drohen dann Geldbußen, die sich auf bis zu 5.000 Euro belaufen können.

Wer Töten im Spiel simuliert, soll laut Meinung vieler Zeitgenossen eine niedrigere Hemmschwelle haben, wenn es um Gewaltbereitschaft geht.

Wie die Gesetzesänderung letztendlich aussehen wird, kann niemand mit Bestimmtheit voraussagen, doch ob sie auch wirkungsvoll dazu beiträgt, künftig Wahnsinnstaten zu verhindern, muss abgewartet werden.

 

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