BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja
Rauchen, saufen und surfen- ist dies alles, was deutsche Jugendliche noch drauf haben? Die Frage wirft sich angesichts des neuesten Drogenberichts auf, den die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) heute vorstellte.
Für viele junge Menschen scheint regelmäßiger Alkoholkonsum zum Alltag zu gehören und nicht selten landen die trinker in der Notaufnahme von Krankenhäusern. Im vergangenen Jahr fanden sich mehr als 23.000 Kinder, teilweise bis zur Bewusstlosigkeit angetrunken, dort wieder. Nie zuvor war die Zahl so erschreckend hoch und mehr als 20 Prozent aller Minderjährigen waren in 2008 mindestens einmal im Monat betrunken. Auch die Gruppe derer, die allgemmein hin als riskante Säufer eingestuft werden, steigt ständig an.
Aber nicht nur Kinder und Jugendliche haben sich hierzulande dem Saufen verschrieben. Rund zehn Millionen Erwachsene greifen regelmäßig zur Flasche und die Hemmschwelle scheint weiter zu sinken. Positiver fällt die Entwicklung in Sachen Rauchen aus. Die Bilanz der Drogenbeauftragten zeigt, dass junge Menschen zwischen 12 und 17 Jahren im vergangenen Jahr lediglich zu 14,7 Prozent rauchten, während die Zahl beispielsweise noch im Jahr 2001 bei 27,2 Prozent lag. Dies zeigt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Eine Sucht der ganz anderen Art bieten digitale Medien. Die Online- Sucht greift um sich und bereits rund sieben Prozent aller Bundesbürger stehen in Abhängigkeit von Computer- Spielen und dem Internet.
So lautet die Forderung der Drogenbeauftragten nach einer verstärkten Medienkompetenz und setzt auf die Mitarbeit der Eltern. Das Suchtverhalten insbesondere bei Kindern und Jugendlichen äußert sich sogar in einer psychopathologischen Auffälligkeit, die alle aufhorchen lassen sollte. Internet- Sucht soll künftig stärker bekämpft werden und auch die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing sieht hierin eine schwere Aufgabe, die jedoch bewältigt werden muss, wenn das Problem nicht noch weiter ansteigen soll.