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15:30 I Alle Jahre wieder- Krawalle rund um den 1. Mai

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja


Wie befürchtet, kam es in der Bundeshauptstadt und Hamburg am Abend des 1. Mai zu überflüssigen wie auch gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Ordnungshütern und Linksautonomen. Wie schon in den Jahren zuvor, war der Berliner Stadtteil Kreuzberg Schauplatz eskalierender Gewalt.

Zu den Angriffspunkten Nummer eins gehörte für vermummte Linksautonome, betrunkene Randalierer und junge Ausländer die Polizei. Während die Randalierer auf Brandsätze, Benzin und Steine bei ihren Attacken setzten, mussten sich die Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken, Tränengas und Pfefferspray wehren. Allein in der Bundeshauptstadt sollen rund 6.000 Polizisten im Einsatz gewesen sein und am Ende der Straßenschlachten standen etwa 200 Festnahmen. Verletzte gab es hingegen auf beiden Seiten.

Doch nicht nur in Berlin ging es zur Sache. Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen war wieder einmal das Hamburger Schanzenviertel. Dort kam es gar in zwei Nächten hintereinander zu Kämpfen zwischen Linksautonomen und der Polizei. Auch hier wurden Personen vorläufig festgenommen. Über viele Stunden hinweg mussten sich die Beamten mit Flaschen und Steinen bewerfen lassen. Wasserwerfen wurden eingesetzt und erst gegen 3.00 Uhr ebbte die Gewalt im Hamburger Szeneviertel ab. Kam es in den vergangenen Jahren in Berlin erst beim Eintritt der Dunkelheit zu Gewaltausbrüchen, ließ sich der „schwarze Block“ mit rund 400 Randalierern bereits früher sehen. Sinnlose Gewalt, herausgerissene Platten und Pflastersteine, die als Wurfgeschosse dienten, bestimmten das Bild in einigen Teilen der Hauptstadt. Wie immer die Bilanz von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Polizeipräsident Dieter Glietsch aussehen wird, eines ist in jedem Falle sicher:

Gewalt bringt keinen Deut weiter und verschlingt Unsummen von Steuergeldern, die an anderen Stellen besser eingesetzt wären. Zu den Verlierern gehören, so kurios es sich anhören mag, die sozial Schwachen in unserem Lande, die den einen oder anderen Steuereuro, der für Sicherheitsmaßnahmen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen dieser Art verwendet wird, sicherich besser gebrauchen könnten. 

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