BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja
Entspannt zurück lehnen noch nicht, doch aufatmen dürfen sie schon, die rund 26.000 Beschäftigten beim Autobauer Opel.Nun ist es amtlich: der kanadisch- österreichische Investor Magna hat das Rennen für sich entschieden und der Weg für einen wichtigen Überbrückungskredit scheint frei. Opel wird nun aus dem Verbund von General Motors heraus gelöst und läuft nicht mehr Gefahr, von der Insolvenz mit in die Tiefe gerissen zu werden.
Was von Magna zu hören ist, macht hierzulande wieder Hoffnung bei den Opel- Beschäftigten, denn alle vier bundesdeutschen Standorte sollen erhalten bleiben. Dabei basiert die Einigung im wesentlichen aus drei Kernpunkten. Zum einen soll es einen Vorvertrag geben, der zwischen GM und dem Magna- Konzern geschlossen wird. Magna visiert dabei das Ziel an, zusammen mit russischen Partnern bei Opel einzusteigen. Punkt zwei soll ein bald greifender Treuhandvertrag sein, der die Sicherung für den Bund regeln soll. Der neue Investor will kurzfristig benötigte Gelder in der kommenden Woche bereit stellen und dies, bevor Bund und Länder die Brücken für eine Zwischenfinanzierung gebaut haben. Als letztes Angebot für den Überbrückungskredit wurden 1,5 Milliarden Euro genannt und zwar als letztmögliches Angebot.
Mittelfristig hingegen soll die Zwischenfinanzierung innerhalb von fünf Jahren auf den Weg gebracht werden, um in einen 4,5 Milliarden Euro- Bürgschaftsrahmen umgewandelt zu werden.
Nur einer steht mit Sorgenfalten auf der Stirn daneben: Wirtschaftsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU), wenngleich er dieses Konzept nun mittragen will. Bis zuletzt hatte er gegen die Treuhandlösung mit Mags gestimmt und einer geordneten Insolvenz den Vorzug gegeben.