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14.4.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
Archiv 14.04.2009
Die Billigkaufhauskette Woolworth gehörte über viele Jahrzehnte zum Stadtbild vieler Einkaufszonen. Doch nun scheint die Krise auch die 323 Filialen mit rund 11.000 Mitarbeitern erreicht zu haben. Insolvenz bei Woolworth und dies seit dem vergangenen Samstag, lautet jetzt die Schreckensnachricht. Dabei kann das Unternehmen auf eine lange Firmengeschichte zurück blicken.
Gegründet im Jahr 1926 ging Woolworth vor zwei Jahren in den Besitz der britischen Investment- und Beratungsgesellschaft Argyll Partners über. Zusammen genommen betreibt die Kaufhauskette in Deutschland und Österreich 330 Filialen. Dabei steht Woolworth mit seinem Dilemma nicht allein da, denn Experten bezeichnen konventionelle Warenhäuser als so genannte Auslaufmodelle, deren Zukunft eher ungewiss ist. Hinzu kommt, dass die Rezession die allgemeine Problematik noch verschärft und es Häusern wie Woolworth erschwert, Kredite aufzunehmen. Aber auch das veränderte Kaufverhalten der Kundschaft trägt zu Absatzschwächen bei, denn vielfach werden Fachhändler und Discounter bevorzugt.
Dabei stellte der Gründer, Frank Woolworth, bereits 1879 das Kaufhaus auf ein solides Gerüst. Er war es, der zu den Pionieren gehörte, und seinen Kunden verschiedene Waren auf einen Tisch legte. Waren die Waren bis zu diesem Zeitpunkt eher in Regalen oder unter den Ladentischen verstaut, konnte der einzelne Kunde nun selber wählen und Vergleiche anstellen. Doch leider scheint dieses Erfolgsrezept, zusammen genommen mit der20Rezession, nicht mehr zu greifen und wohin die Reise mit den Beschäftigten geht, ahnt zur Stunde wohl nur der Insolvenzverwalter des Traditionsunternehmens.
Geschrieben in Deutschland | Keine Kommentare »