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19:25 I Bringt verschärftes Waffengesetz wirklich mehr Sicherheit?

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Nach dem Blutbad von Winnenden werden verstärkt Rufenach einem verschärten Waffengesetz laut.


In die Kritik geraten ist auch, dass derjenige, der hierzulande legal eine Waffe besitzt, keinen Nachweis dafür erbringen muss, ob diese auch immer ordnungsgemäß aufbewahrt wird. Lediglich Waffenhändler zu kontrollieren, soll nach Angaben von Fachleuten längst nicht ausreichen. Schärfere Kontrollen werden indes von allen Seiten gefordert, denn so lange bestimmte Vorschriften nicht ausreichend einer Kontrolle unterzogen werden, können auch keine Verschärfungen beim Waffengesetz greifen.

Auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) rief verstärkt die Schützenvereine dazu auf, sich für eine bessere Kontrolle all ihrer Mitglieder einzusetzen. Damit verbunden müsse auch das Einhalten der Aufbewahrungspflichten im Waffengesetz stehen. Vielfach wurde, insbesondere nach dem Drama von Erfurt auch diskutiert, ob eine Aufbewahrung von Waffen im Vereinshaus eines Schießsportclubs oder besser zu Hause erfolgen soll. Grundsätzlich war man seinerzeit auch der Meinung, dass das Aufbewahren von Waffen im eigenen Heim sicherer sei, als in zentralen „Waffenlagern“.

Einig ist man sich darin, dass trotz eingehender Bemühungen von Schützenvereinen, menschliches Versagen kein Drama verhindern kann. In der Regel stehen Schützenvereine zu ihrer moralischen Verantwortung, da alle drei Jahre die Zuverlässigkeit von Sportschützen überprüft wird. Wer legal zu Hause eine Waffe aufbewahren will, muss dafür einen speziellen Tresor bereit stellen. Zudem dürfen Kinder erst ab einem Alter von zwölf Jahren unter Aufsicht und nur mit Einwilligung der Eltern an allgemeinen Schießübungen teilnehmen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will dagegen verstärkt auf Prävention in Sachen Internet- User abzielen. Sie appelliert an junge Menschen, in diesem Medium Zivilcourage zu beweisen und die Möglichkeit zu nutzen, via Mausklick Erwachsenen auf sich aufmerksam zu machen, wenn es Anzeichen auf ein Verbrechen oder andere Dinge gibt. Bislang gibt es hierzulande noch keine Notrufnummer im Internet, die vielleicht Schlimmeres verhindern könnte.

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