Archive for März 13th, 2009

17:45 I Siggi und der “Weg für soziale Gerechtigkeit”

Freitag, März 13th, 2009

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Sein Name ist Siggi, Siegfried Kurtz. Er will aufrütteln, er will Menschen sensibilisieren für eine Sache, die viele Bürger in unserer Republik angeht: Kinderarmut, Hartz IV, Armut trotz Beschäftigungsverhältnis, Mindestlohn, gleiche Bildungschancen für alle Schichten, und, und, und…

Sigi hat, so scheint es, genug und Siggi weiß, dass viele Zeitgenossen seiner Meinung sind. Aus diesem Grunde will er mit einer ganz persönlichen Aktion auf diese Missstände aufmerksam machen: Siggi will per Pedes von Hellenthal in Nordrhein- Westfalen bis zur Bundeshauptstadt gehen. Auf seinem beschwerlichen Weg will er Unterschriften sammeln und diese Liste höchstpersönlich im Deutschen Bundestag abgeben.

Wir von KUKKSI wollen ihn dabei unterstützen und begleiten ihn mental. Am 23. März wird Sigi Kurtz in seinem Heimatort starten. Wenn alles glatt geht, plant er, am 23. April seine Unterschriftenliste übergeben zu können.

KUKKSI wird kontinuierlich von den 4 einsamen Rittern der Landstraße berichten und ihn auch am Ortseingangsschild von Berlin in Empfang nehmen. KUKKSI ist auch dabei, wenn Siggi Kontakt zu unseren Politikern aufnnimmt, um zu demonstrieren, dass viele Menschen in unserer Republik am Existenzminimum jonglieren. Es ist das Superwahljahr und vielleicht bewegt sich etwas.

Wir von KUKKSI wünschen Siggi alles Gute und bleiben dran…!

09:45 I Der Fall Tim K.- dreht sich nun das Spekulationskarussell?

Freitag, März 13th, 2009

BERICHT I  Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Die Trauer um die 15 Opfer der Bluttad von Winnenden überschattet noch das alltägliche Leben in der kleinen Kreisstadt südlich von Stuttgart- und schon machen unterschiedliche Spekuationen hinsichtlich einer Ankündigung die Runde.

Noch am Donnerstag hieß es, dass der 17jährige Amokläufer seine Tat Stunden vorher in einem Internet- Chatroom angekündigt habe soll.

Jetzt hat sich heraus gestellt, dass dies nicht der Fall war. Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU) gerät nun verstärkt in Erklärungsnöte hinsichtlich dieser Erkenntnisse. Noch in den Mittagsstunden des gestrigen Tages hieß es auf einer Pressekonferenz, dass entsprechende Daten auf dem Rechner des jungen Amokläufers gefunden wurden, die auf eine Ankündigung hindeuteten.Leider ließ man sich wohl zu früh auf die Echtheit der Ankündigung ein, denn nun scheint erwiesen, dass es sich dabei wohl eher um eine Konstruktion handelt. Bereits am Donnerstagnachmittag wurde vom Betreiber der Seite vehement verneint, dass eine Ankündigung nicht stattgefunden haben soll. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Tim K. die genannte Seite lediglich besucht haben soll, ohne einen entsprechenden Beitrag verfasst zu haben. Leider werden im Zusammenhang mit Taten dieser Art gern Spekulationen in die Welt gesetzt, um die Brisanz zu erhöhen. Wichtiger wäre es jedoch, sich mit dem eigentlichen Motiv des jungen Amokläufers zu beschäftigen. Schließlich scheint hier eine Zeitbombe getickt zu haben, die am Mittwoch 15 Menschen das Leben gekostet hat. Prävention sollte an erster Stelle stehen, denn im Raum steht nach wie vor die Beantwortung der Frage nach dem Warum. Welche Faktoren nahmen Einfluss auf die Gefühlswelt eines scheinbar unauffälligen Menschen und hätte man die Tat verhindern können? Diese Fragen sollten zu den Schwerpunkten bei der Ermittlungsarbeit gehören, um vielleicht eine weitere Tat rechtzeitig verhindern zu können. Nehmen so genannte Killerspiele und Horrorfilme Einfluss auf die Psyche junger Menschen, oder muss noch ein individueller Auslöser hinzu kommen, bevor das Fass überläuft und ein Mensch zum Mörder wird? Die Ermittlungsbehörden tappen nach wie vor im Dunkel. Fest steht auf jeden Fall: der Ort Winnenden hat sei Mittwoch eine traurige Berühmtheit erlangt und zu hoffen bleibt, dass nicht in diesem Moment irgendwo in der Republik eine andere Zeitbombe tickt. Zeit also, Zeichen rechtzeitig zu erkennen, Menschen mit offenen Augen und Ohren zu begegnen, um einen derartigen grauenhaften Vorfall vielleicht zu verhindern.