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Februar 2009
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Archive für Februar 2009

11:00 I Ausbildung tut Not

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Bald beginnt er- der Unterricht in der ersten deutschsprachigen Imam- Schule. Der Standort dieser privaten “Premiere- Einrichtung” ist Berlin, wo junge Muslime ausgebildet werden.

Ziel soll sein, eine Qualifikation als Vorbeter oder Religionsgelehrter zu erhalten, um in einer Moscheegemeinde tätig zu werden.

Doch bevor die Imam- Schule mit vorerst 32 Studierenden in zwei Klassen an den Start gehen darf, muss eine offizielle Eintragung in das Berliner Schulverzeichnis stattgefunden haben. Zwar benötigt eine Privatschule in der Regel keine Genehmigung, weil kein staatlich anerkannter Abschluss angeboten wird, doch muss der Lehrplan der zuständigen Schulaufsicht vorgelegt werden. Zudem ist zwingend damit verbunden, auch eine entsprechende Qualifikation der dort beschäftigten Lehrkräfte nachzuweisen. Grundsätzlich muss, bevor eine Schule an den Start gehen darf, auch geprüft werden, ob die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Bildungsziele für Berliner Schulen auch eingehalten werden.

Als innovativ kann gewertet werden, dass bislang Seelsorger der bundesdeutschen Moscheegemeinden meist in Ländern des islamischen Kulturkreises ausgebildet werden. Grundsätzlich aus der Türkei stammen die Imame, die vom größten türkischen Dachverband verpflichtet werden.

Anders geht der Verband islamische Kulturzentren vor; für die etwa 300 Gemeinden wird der Nachwuchs in den eigenen Reihen ausgebildet.

19:35 I Risikolandkarte für Finanzmärkte soll Schlimmstes künftig verhindern

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Dass sich eine Finanzkrise wie die jüngste nicht wiederholen darf, liegt auf der Hand. Für diese Feststellung werden keine Experten benötigt, sondern hier reicht bereits der gesunde Menschenverstand aus.

Doch soll diese verhindert werden, ist Weitsicht gefragt. Informationen gehören dazu, doch soll es nicht unbedingt ein Mehr an Infos sein, sondern besser wie auch intelligenter vernetzt- dies fordern die Profis von der Expertengruppe “Neue Finanzarchitektur”. Der Regierung wurden entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben, um nachhaltig für eine neue internationale Finanzarchitektur einzustehen.

Fachleute um den Wirtschaftswissenschaftler Professor Otmar Issing halten es auch für dringend erforderlich, eine sogenannte “Global Risk Map” anzulegen. Auf diese Weise sollen sich künftig und im Verbund mit einem international öffentlichen Kreditregister globale wirtschaftliche Risiken schneller orten lassen und auch grenzüberschreitende Transaktionen wie auch Verflechtungen könnten schneller interpretiert werden.

Doch um eines wird man in Zukunft nicht herum kommen: Hedge Fonds und Ratingagenturen sollen wirksamer überwacht werden. Ein verstärktes Maß an Objektivität von Seiten dieser Agenturen ist gefragt, um ein hohes Maß an Verlässlichkeit zu erreichen.

Die Ökonomen verfolgen auch das Ziel, internationalen Organisationen bei dem Zustandekommens eines “Frühwarnsystems” entsprechende Mittel an die Hand zu geben. Dazu gehört unter anderem der Internationale Währungsfonds. Funktionieren kann dieses jedoch nur dann, wenn auch die sogenanten Schwellenländer sich beteiligen können- und dies stärker als bisher.

Einigkeit herrschte indes bei Bundeskanzlerin Angela Merkel wie auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück über die Vorschläge der Kommission. Erörtert werden sollen diese bei einem Vorbereitungstreffen für den G-20- Gipfel mit allen europäischen Partnern. Bereits am 22. Februar werden die europäischen G-20- Partner bei der Kanzlerin zu Gast in Berlin sein.

12:30 I Endlich- Holocaust- Leugner Williamson abgesetzt

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Better late than never- so könnte man die bislang unhaltbare Situation im Skandal um den britischen Bischof Richard Williamson bezeichnen.

Die erzkonservative katholische Pius-Bruderschaft hat nun endlich die Konsequenzen gezogen und Williamson die Leitung eines Priesterseminars in Argentinien entzogen. Letztendlich ist dieser Schritt als einzig wahre Konsequenz zu werten.

Als ungeheuerlich werden weltweit die beschämenden Äußerungen des Bischofs verurteilt. Dieser stellt die Ermordung von Juden in den Gaskammern der Nazischergen in Zweifel. Von Seiten der Bruderschaft wird indes beteuert, dass die Äußerungen des britischen Leugners in keiner Weise die Einstellung der Gemeinde wieder geben. Vorangegangen war eine teilweise Rehabilitierung Williamsons und die drei weiterer Bischöfe. Papst Benedikt XVI hatte die Exkommunikation aufgehoben und damit für eine Empörungswelle weltweit gesorgt. Die Sorge vieler Zeitgenossen zielte ich Richtung des katholisch- jüdischen Dialoges, der vielleicht ramponiert sein könnte, angesichts dieser unhaltbaren Äußerungen.
Obwohl der Vatikan Williamson aufforderte, sich unmissverständlich von seinen Äußerungen zu distanzieren, lenkte der Unbelehrbare nicht ein. Vielmehr will er prüfen, ob sein Zweifel am Mord Millionen von Juden berechtigt ist. Sollte er einen Irrtum erkennen, wird eine Entschuldigung folgen.
Trotz dieser ungeheuren Aussagen, wollen Vertreter des Judentums den Dialog mit der katholischen Kirche weiterhin fortsetzen

11:00 I Nachfolger nun doch in Sicht?

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Hat das Tauziehen nun endlich ein Ende? Mit Spannung  wird die Nachfolge von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bundesweit verfolgt. Nach einem zähen Hin und Her zwischen CSU- Chef Seehofer, der Kanzlerin und Glos, soll jetzt Land in Sicht sein. Als  Nachfolger wird nun CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg gehandelt.

Für dessen Nachfolge ist bereits der Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt vorgesehen.

Wie schnell es mit der Karriere eines Politikers bergauf gehen kann, wird am Beispiel des jungen Guttenberg verdeutlicht. Seit rund drei Monaten erst in seinem Amt als Generalsekretär, kann er jetzt die Karriereleiter im Eiltempo einen bedeutenden Schritt nach oben besteigen.

Als eventueller Nachfolger des amtsmüden Glos wurde aber auch der bayerische Finanzminister Georg Fahren schon intern gehandelt, der einen Amtswechsel in die Bundeshauptstadt jedoch mit Bedingungen verknüpft haben soll.
Die Personalregelung soll heute noch von der CSU- Führungsspitze vorgenommen werden. Heute ist auch der Tag, an dem Glos Bundeskanzlerin Angela Merkel bitten wird, ihn dem Bundespräsidenten zur Entlassung vorzuschlagen.

21:00 I Reisende soll man nicht ziehen lassen!


BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Jetzt scheint es amtlich- Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) soll nun doch abgelöst werden. Wurde ihm zunächst eine Abfuhr nicht nur von CSU-Chef Horst Seehofer, sondern auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilt, konnte man sich anscheinend nach einem umständlichen Hin und Her nun verständigen.

Laut Aussagen des Noch- Wirtschaftsministers soll die CDU keinen Schaden dadurch nehmen, sondern vielmehr die Gelegenheit erhalten, frühzeitig vor der Bundestagswahl im September, einen Nachfolgekandidaten zu benennen.

Wer nun letztendlich die Aufgabe übernehmen wird, scheint zur Stunde noch nicht geklärt; als einer der möglichen Nachfolger wird der bayrische Umweltminister Markus Söder gehandelt- doch für Spekulationen scheint er zur Stunde noch zu früh.


 

12:30 I Er will nicht mehr- Glos bietet Rücktritt an

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Damit gerechnet hatte wohl niemand- Bundeswirtschaftsminister Michael Glos will nicht mehr länger in seinem Amt bleiben.

In einem Brief bat er den bayerischen CSU- Chef Horst Seehofer gebeten, ihn aus seinem Amt zu entlassen. Als Grund dafür nannte er sein Alter von 64 Jahren. Ferner signalisierte Glos, sich nach der Bundestagswahl, Ende September, nicht mehr für eine erneute Amtszeit zur Verfügung zu stellen.

Seehofer reagierte indes überraschend und lehnte das Ersuchen ab mit der Begründung, dass Glos sein volles Vertrauen genießt- nachkommen wird er der Bitte nach einem Rücktritt des Wirtschaftsministers wohl nicht. Vielmehr will der CSU- Chef das persönliche Gespräch mit Glos suchen, um die Gründe weiter zu erörtern.

Dieses Vorgehen kann man wohl als sehr ungewöhnlich werten, zumal im Grunde Bundeskanzlerin Angela Merkel für das Besetzen des Kabinetts verantwortlich zeichnet. Doch letztendlich hat hierbei die CSU die politishce Entscheidungsgewalt und somit das letzte Wort.

Was für die meisten seiner Parteifreunde überraschend kam, schien für Michael Glos wohl schon seit geraumer Zeit festzustehen; schießlich hatte die bayerische Landtagswahl dokumentiert, dass die Zeichen auf Erneuerung stehen.

16:40 I Vertrauensverhältnis nun lädiert?

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Gerät die katholische Kirche nun unter Druck? Und: droht eine Austrittswelle? All dies sind Fragen, die sich in diesen Tagen stellen und niemand scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt Antworten darauf zu finden. Und doch: eine Kluft hatte sich aufgetan angesichts der Tatsache, dass das Zurücknehmen der Exkommunikation der Piusbruderschaft und insbesondere die Äußerungen des Holocaust- Leugners Richard Williamson hohe Wellen der Empörung ausgelöst hatten.

Weltweit kam es zu Entrüstungen und auch viele Katholiken scheinen seither unsicher, was ihr Verhältnis zum Papst betrifft. Empört über das Handel oder auch Nicht- Handeln des Vatikans, konnten schon zahlreiche Austritte aus der katholischen Kirche verzeichnet werden und die Frage steht im Raum: Rollt eine hohe Welle von weiteren Austritten auf die katholische Kirche zu?

Mit Kopfschütteln reagieren wohl viele, die nicht verstehen können, dass Richard Williamson seine Thesen zum Völkermord an den Juden erst einmal nicht widerrufen will. Vielmehr will der Brite alle historischen Beweise unter die Lupe nehmen und zeigt sich dann erst bereit, seine Äußerungen zu korrigieren. Jedoch, so kündigte Williamson an, benötige dies Zeit.

Als unbelehrbar zweifelt er die Existenz von Gaskammern in Nazideutschland an. Auch an der Anzahl der Opfer durch den Naziterror möchte Wiliamson gern “drehen” und spricht von einer Zahl, die zwischen 200.000 und 300.000 Juden liegt.

Werden hier keine eindeutigen Zeichen vom Vatikan und Papst Benedikt XVI gesetzt, wird die katholische Kirche mit einer Kluft leben müssen, die so schnell niemand überwinden kann.

15:00 I 45. Münchner Sicherheitskonferenz- Chance oder Pflichtprogramm?

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

EU und Nato- gleichberechtigte Partner oder ist eher Konkurrenzdenken angesagt? Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kennt noch keiner die Antwort auf diese und ähnliche Fragen. Für eine Klärung soll die Münchner Sicherheitskonferenz sorgen, die erstmalig von Botschafter Wolfgang Ischinger geleitet wird.

Von heute bis einschließlich Sonntag wird schwerpunktmäßig auch die Abrüstugspolitik in den Mittelpunkt dieser Konferenz rücken, zu der rund 300 Vertreter der internationalen außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Gemeinschaft angereist sind.

Auf der Tagesordnung finden sich naturgemäß auch Themen wie die Problematik regionaler Krisengebiete. Dazu gehören der Nahe Osten, Afghanistan, der Zentralkaukasus wie auch der Balkan.

Auf den Tisch soll aber nicht einzig und allein die militärische Sicherheit kommen, sondern auch andere “heiße Eisen” wie die sicherheitspolitischen Folgen der weltweiten Finanzkrise, der immer wichtiger werdende Umweltschutz und verbunden damit auch die Ressourcenknappheit.

Als zentraler Veranstaltungsteil  der Münchner Sicherheitskonferenz gilt das gemeinsame Podium von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk und dem französischen Staatspräsidenten Nicholas Sarkozy.

Geplant ist, dass auch Außenminister Frank– Walter Steinmeier, Verteidigungsminister Franz Josef Jung und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble teilnehmen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz hat bereits Tradition; gegründet wurde sie 1962 vom Verleger Ewald von Kleist, der aufgrund seiner Weltkriegserfahrungen eine sicherheitspolitische Diskussion zwischen den USA und Europa als richtigen Weg zu Friedensbemühungen wertete. 

10:10 I Warnstreikwelle rollt weiter

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Der Druck im Tarifstreit wächst. So gab es in mehreren Bundesländern am gestrigen Tag bereits Streiks im öffentlichen Dienst. Rund 15.000 Angestellte fanden sich zu Protestaktionen zusammen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Insbesondere in Nordrhein- Westfaen und Sachsen rollte die Warnstreikwelle. Allein in Sachen waren es Tausende von Lehrern, die in den Ausstand traten. Als betroffen galten rund 80 Prozent der Schulen. Um eine bessere Bezahlung ging es auch für rund 11.000 Landesangestellte in Dresden. Für ihre Ziele rief die Gewerkschaft zu einer Protestaktion vor dem Finanzministerium in Dresden auf.

Das Finanzministerium in Düsseldorf war ebenfalls Treffpunkt von Streikenden. Hier gingen rund 5.000 Angestellte der Steuerverwaltung, der Polizei, des Strafvollzugs und der Justiz auf die Straße. Mit von der Partie waren auch einige Hunderte angestellte Lehrer, die ihre Arbeit nieder legten. Kurzzeitig an dem Ausstand beteiligten sich auch Lehrer an einigen Schulen in Schleswig- Holstein.

Bereits am Dienstag waren es mehr als 25.000 Angestellte, die bundesweit ihren Unmut kundtaten. Ziel soll sein, in der kommenden Verhandlungsrunde am 14. und 15. Februar den Druck zu erhöhen. Im Mittelpunkt der Forderungen von Verdi und des Beamtenbundes dbb steht eine um acht Prozent erhöhte Gehaltsforderung, wobei das Minimum bei 200 Euro mehr an Einkommen definiert werden soll. Vertreten sind rund 700.000 Beschäftigte aller Länder.

Heute sollen sich auch Mitarbeiter aus Hochschulen und Behörden Hamburgs an einem ganztätigen Warnstreik beteiligen.

Wohin die Reise der nächsten Verhandungsrunde in Potsdam gehen wird, kann derzeit noch niemand sagen, denn die Arbeitgeber haben aktuell noch kein Angebot auf den Tisch gelegt.

8:23 I Google Earth taucht mit eigenem Meeres- Atlas ab

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Abtauchen unter die Wasseroberfläche und sich begeistern lassen durch die unendliche Weite unserer Weltmeere- Google Earth machts möglich!

Der beliebte Satellitenatlas hat Nachwuchs bekommen und steht seit kurzem in der Version 5.0 zur Verfügung- und dies mit einer attraktiven und faszinierenden Erweiterung. Das integrierte Modul “Google Ocean” macht aus jedem Betrachter einen Meeresforscher, der sich über das Leben in den Weltmeeren informieren will.

In 3D- Optik kann per Mouseklick und via Navigation mittels der Pfeiltasten auf Tauchstation gegangen werden.

20 unterschiedliche Ebenen ermöglichen hautnahe Erlebnisse mit Flora und Fauna unter Wasser.

Geboten wird viel- dafür ist Google schließlich bekannt. Videos und Fotos machen für den Betrachter den Blick frei auf Sehenswürdigkeiten unter Wasser, informieren über Meeresschutzgebiete, bedrohte Tierarten wie auch geschützte Regionen weltweit.

Bemerkenswert ist auch der Bereich Tierortung. Mit Satellitensendern versehene Tiere verdeutlichen dem Betrachter die Wanderrouten.

Wer sich noch an Jacques Cousteau erinnert, hat bei “Google Ocean” die Möglichkeit, mit dem berühmten Meeresforscher auf Tauchstation zu gehen. Aber auch historische Überreste von Schiffen können erkundet werden.

Als weniger erfreulich gilt die Überfischung unserer Weltmeere. Auch diesen Aspekt lässt Google nicht offen und bringt dem Betrachter die erschreckenden Auswirkungen nahe.

Unzählige Organisationen wie auch Einzelpersonen trugen dazu bei, dass Google Earth ab sofort mit seinem grandiosen Meeres- Atlas Einblicke gestattet, die wohl in dieser Form als einzigartig bezeichnet werden müssen.

Wer sich einen Überblick über die aktuelle Situation unserer Meere machen will, oder lieber auf eine virtuelle Zeitreise gehen möchte, kann sich Google Earth 5.0 inklusive Google Ocean kostenlos downloaden.