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23.2.2009 von KUKKSI Newsredaktion.
BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja
Dass es in der Bundesrepublik immer noch so etwas wie eine Einkommensschere zwischen den Geschlechtern gibt, sollte die Sensibilität der Gesetzesgeber schärfen. Nun liegen aktuelle Zahlen dazu auf dem Tisch. Prompt darauf reagiert hat die stellvertretende Vorsitzende der SPD- Bundestagsfraktion, Christel Humme.
Sie sieht derzeit keine Besserung angesichts der erschreckenden Tatsache, dass Frauen in Deutschland rund 23 Prozent weniger Einkommen haben als Männer. Sie bezeichnete diese Entwicklung als einen gesellschaftspolitischen Skandal, die unter anderem das Gerechtigkeitsempfinden empfindlich ins Wanken bringt. Schließlich regelt unser Grundgesetz das Gleicheitsprinzip und Vater Staat ist dazu aufgefordert, die Gleichstellung von Mann und Frau durchzusetzen.
Gefordert ist daher ein staatliches Handeln und rechtsverbindliche Regelungen, um eine Entgeltgleichheit endlich realisieren zu können. Die unterschiedlichen Bewertungen von geschlechtsspezifischen Berufen müssen aufhören und Tarifparteien sollen stärker eingebunden werden.
Darüber hinaus fordert die stellvertretende Vorsitzende der SPD- Bundestagsfraktion auch eine Frauenquote für Aufsichtsräte; schließlich sind in den rund 200 größten bundesdeutschen Unternehmen lediglich acht Prozent Frauen in den Aufsichtsräten vertreten. Sie mutmaßt, dass diese Männerdominanz ein Grund für Benachteiligungen in Sachen Entgelt von Männer und Frauen ist.
Als erfolgreicher Vorreiter steht Norwegen. Dort ist gesetzlich geregelt, dass wenigstens 40 Prozent der Aufsichtsratsposten durch Frauen besetzt werden müssen. Hierzulande werden dringend wirkungsvolle gesetzliche Regelungen erforderlich, damit die Schere in Sachen Entgeltgleichheit nicht weiterhin auseinander klafft.
Geschrieben in Deutschland | Keine Kommentare »