11:15 I Es darf wieder gezählt werden!

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Das Volk soll wieder einmal gezählt werden! Wo der Sinn oder Unsinn liegt, ist für viele Bundesbürger noch nicht klar definiert. Doch Fakt ist, dass im Jahr 2011stichprobenartig 18 Kriterien Berücksichtigung finden sollen.

Dazu gehören die Staatsangehörigkeit, der Wohnort, das Geschlecht, der Beruf wie auch der Familienstand. Brisanter Punkt in Sachen Volkszählung war bislang die Frage nach der Religionszugehörigkeit.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bereits einen Entwurf vorgelegt der, anders als noch bei der Volkszählung  im Jahre 1987, nicht diese Frage enthält. Dieses Ansinnen hat unter anderem bei den christlichen Kirchen für Verstimmung gesorgt. Die Planung von Kindergartenplätzen und den Religionsunterricht an unseren Schulen seien direkt von statistischen Erhebungen abhängig.

Angesichts der Tatsache, dass Religionen in unserer Gesellschaft einen wichtigen Stellenwert einnehmen, fürchtet nicht nur der nordrhein- westfälische Integrationsminister Armin Laschert (CDU) Nachteile, wenn die Frage nach der Religionszugehörigkeit nicht im Fragenkatalog der kommenden Volkszählung enthalten sein sollte.

Doch wo einige Stellen Vorteile sehen, wenn der Kriterienkatalog erweitert werden soll, werden auch Stimmen von Seiten der Datenschützer laut. Befürchtet wird, dass erstmalig staatliche Stellen Rückschlüsse, basierend auf der Religionszugehörigkeit, auf Einkommen oder Schulbildung ziehen könnten.

Klärend soll diese Frage vom Bundesrat entschieden werden- abzuwarten ist, ob die Bundesregierung dem Ländervotum zustimmt, oder einen anderen Vorschlag auf den Tisch bringt, um einen Kompromiss zu erzielen.

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