BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja
“Der Rücktritt von Herrn Wittke war ein notwendiger Schritt!” Mit diesen Worten kommentierte die Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion in Düsseldorf, Hannelore Kraft, die Konsequenz des NRW- Verkehrsministers Oliver Wittkes (CDU) aus einer privaten Rasertour.
Vorangegangen war ein offensichtlicher Fehltritt des 42jährigen in Sachen Tempolimit. Mit 109 km/h wurde Wittke innerhalb einer sauerländischen Ortschaft geblitzt. Fazit der Raserei, die ihn zu einem privaten Termin bringen sollte: acht Wochen Führerscheinentzug, eine Geldstrafe, wie auch die berühmt- berüchtigten Punkte in der Verkehrssünderkartei.
Jeder wird sich jedoch die Frage stellen dürfen, wie es mit der Vorbildfunktion eines Verkehrsministers aussehen sollte, hinsichtlich der Einhaltung der Straßenverkehrsordnung. Mit Glaubwürdigkeit hat dies wohl nicht viel zu tun. Indes- Oliver Wittke scheint nun die Flucht nach vorn angetreten zu haben und trat von seinem Ministerposten zurück. Schließlich wäre es in der Fragestunde des nordrhein- westfälischen Landtags zu peinlichen Momenten gekommen, die nun wirklich niemand benötigt.
Kritik ging von der SPD- Landtagsfraktion in Richtung Jürgen Rüttgers (CDU). Dem Ministerpräsidenen legten die Genossen zur Last, es im Fall Oliver Wittkes mit einer Rüge gut sein zu lassen. Gewünscht hätte man sich eher, dass es direkt nach dem Bekanntwerden der Raserei zu einer Entlassung gekommen wäre.