Archive for Februar 9th, 2009

19:35 I Risikolandkarte für Finanzmärkte soll Schlimmstes künftig verhindern

Montag, Februar 9th, 2009

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Dass sich eine Finanzkrise wie die jüngste nicht wiederholen darf, liegt auf der Hand. Für diese Feststellung werden keine Experten benötigt, sondern hier reicht bereits der gesunde Menschenverstand aus.

Doch soll diese verhindert werden, ist Weitsicht gefragt. Informationen gehören dazu, doch soll es nicht unbedingt ein Mehr an Infos sein, sondern besser wie auch intelligenter vernetzt- dies fordern die Profis von der Expertengruppe “Neue Finanzarchitektur”. Der Regierung wurden entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben, um nachhaltig für eine neue internationale Finanzarchitektur einzustehen.

Fachleute um den Wirtschaftswissenschaftler Professor Otmar Issing halten es auch für dringend erforderlich, eine sogenannte “Global Risk Map” anzulegen. Auf diese Weise sollen sich künftig und im Verbund mit einem international öffentlichen Kreditregister globale wirtschaftliche Risiken schneller orten lassen und auch grenzüberschreitende Transaktionen wie auch Verflechtungen könnten schneller interpretiert werden.

Doch um eines wird man in Zukunft nicht herum kommen: Hedge Fonds und Ratingagenturen sollen wirksamer überwacht werden. Ein verstärktes Maß an Objektivität von Seiten dieser Agenturen ist gefragt, um ein hohes Maß an Verlässlichkeit zu erreichen.

Die Ökonomen verfolgen auch das Ziel, internationalen Organisationen bei dem Zustandekommens eines “Frühwarnsystems” entsprechende Mittel an die Hand zu geben. Dazu gehört unter anderem der Internationale Währungsfonds. Funktionieren kann dieses jedoch nur dann, wenn auch die sogenanten Schwellenländer sich beteiligen können- und dies stärker als bisher.

Einigkeit herrschte indes bei Bundeskanzlerin Angela Merkel wie auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück über die Vorschläge der Kommission. Erörtert werden sollen diese bei einem Vorbereitungstreffen für den G-20- Gipfel mit allen europäischen Partnern. Bereits am 22. Februar werden die europäischen G-20- Partner bei der Kanzlerin zu Gast in Berlin sein.

12:30 I Endlich- Holocaust- Leugner Williamson abgesetzt

Montag, Februar 9th, 2009

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Better late than never- so könnte man die bislang unhaltbare Situation im Skandal um den britischen Bischof Richard Williamson bezeichnen.

Die erzkonservative katholische Pius-Bruderschaft hat nun endlich die Konsequenzen gezogen und Williamson die Leitung eines Priesterseminars in Argentinien entzogen. Letztendlich ist dieser Schritt als einzig wahre Konsequenz zu werten.

Als ungeheuerlich werden weltweit die beschämenden Äußerungen des Bischofs verurteilt. Dieser stellt die Ermordung von Juden in den Gaskammern der Nazischergen in Zweifel. Von Seiten der Bruderschaft wird indes beteuert, dass die Äußerungen des britischen Leugners in keiner Weise die Einstellung der Gemeinde wieder geben. Vorangegangen war eine teilweise Rehabilitierung Williamsons und die drei weiterer Bischöfe. Papst Benedikt XVI hatte die Exkommunikation aufgehoben und damit für eine Empörungswelle weltweit gesorgt. Die Sorge vieler Zeitgenossen zielte ich Richtung des katholisch- jüdischen Dialoges, der vielleicht ramponiert sein könnte, angesichts dieser unhaltbaren Äußerungen.
Obwohl der Vatikan Williamson aufforderte, sich unmissverständlich von seinen Äußerungen zu distanzieren, lenkte der Unbelehrbare nicht ein. Vielmehr will er prüfen, ob sein Zweifel am Mord Millionen von Juden berechtigt ist. Sollte er einen Irrtum erkennen, wird eine Entschuldigung folgen.
Trotz dieser ungeheuren Aussagen, wollen Vertreter des Judentums den Dialog mit der katholischen Kirche weiterhin fortsetzen

11:00 I Nachfolger nun doch in Sicht?

Montag, Februar 9th, 2009

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Hat das Tauziehen nun endlich ein Ende? Mit Spannung  wird die Nachfolge von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bundesweit verfolgt. Nach einem zähen Hin und Her zwischen CSU- Chef Seehofer, der Kanzlerin und Glos, soll jetzt Land in Sicht sein. Als  Nachfolger wird nun CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg gehandelt.

Für dessen Nachfolge ist bereits der Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt vorgesehen.

Wie schnell es mit der Karriere eines Politikers bergauf gehen kann, wird am Beispiel des jungen Guttenberg verdeutlicht. Seit rund drei Monaten erst in seinem Amt als Generalsekretär, kann er jetzt die Karriereleiter im Eiltempo einen bedeutenden Schritt nach oben besteigen.

Als eventueller Nachfolger des amtsmüden Glos wurde aber auch der bayerische Finanzminister Georg Fahren schon intern gehandelt, der einen Amtswechsel in die Bundeshauptstadt jedoch mit Bedingungen verknüpft haben soll.
Die Personalregelung soll heute noch von der CSU- Führungsspitze vorgenommen werden. Heute ist auch der Tag, an dem Glos Bundeskanzlerin Angela Merkel bitten wird, ihn dem Bundespräsidenten zur Entlassung vorzuschlagen.