BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja
Dass sich eine Finanzkrise wie die jüngste nicht wiederholen darf, liegt auf der Hand. Für diese Feststellung werden keine Experten benötigt, sondern hier reicht bereits der gesunde Menschenverstand aus.
Doch soll diese verhindert werden, ist Weitsicht gefragt. Informationen gehören dazu, doch soll es nicht unbedingt ein Mehr an Infos sein, sondern besser wie auch intelligenter vernetzt- dies fordern die Profis von der Expertengruppe “Neue Finanzarchitektur”. Der Regierung wurden entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben, um nachhaltig für eine neue internationale Finanzarchitektur einzustehen.
Fachleute um den Wirtschaftswissenschaftler Professor Otmar Issing halten es auch für dringend erforderlich, eine sogenannte “Global Risk Map” anzulegen. Auf diese Weise sollen sich künftig und im Verbund mit einem international öffentlichen Kreditregister globale wirtschaftliche Risiken schneller orten lassen und auch grenzüberschreitende Transaktionen wie auch Verflechtungen könnten schneller interpretiert werden.
Doch um eines wird man in Zukunft nicht herum kommen: Hedge Fonds und Ratingagenturen sollen wirksamer überwacht werden. Ein verstärktes Maß an Objektivität von Seiten dieser Agenturen ist gefragt, um ein hohes Maß an Verlässlichkeit zu erreichen.
Die Ökonomen verfolgen auch das Ziel, internationalen Organisationen bei dem Zustandekommens eines “Frühwarnsystems” entsprechende Mittel an die Hand zu geben. Dazu gehört unter anderem der Internationale Währungsfonds. Funktionieren kann dieses jedoch nur dann, wenn auch die sogenanten Schwellenländer sich beteiligen können- und dies stärker als bisher.
Einigkeit herrschte indes bei Bundeskanzlerin Angela Merkel wie auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück über die Vorschläge der Kommission. Erörtert werden sollen diese bei einem Vorbereitungstreffen für den G-20- Gipfel mit allen europäischen Partnern. Bereits am 22. Februar werden die europäischen G-20- Partner bei der Kanzlerin zu Gast in Berlin sein.