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10:10 I Warnstreikwelle rollt weiter

Donnerstag, Februar 5th, 2009

BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja

Der Druck im Tarifstreit wächst. So gab es in mehreren Bundesländern am gestrigen Tag bereits Streiks im öffentlichen Dienst. Rund 15.000 Angestellte fanden sich zu Protestaktionen zusammen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Insbesondere in Nordrhein- Westfaen und Sachsen rollte die Warnstreikwelle. Allein in Sachen waren es Tausende von Lehrern, die in den Ausstand traten. Als betroffen galten rund 80 Prozent der Schulen. Um eine bessere Bezahlung ging es auch für rund 11.000 Landesangestellte in Dresden. Für ihre Ziele rief die Gewerkschaft zu einer Protestaktion vor dem Finanzministerium in Dresden auf.

Das Finanzministerium in Düsseldorf war ebenfalls Treffpunkt von Streikenden. Hier gingen rund 5.000 Angestellte der Steuerverwaltung, der Polizei, des Strafvollzugs und der Justiz auf die Straße. Mit von der Partie waren auch einige Hunderte angestellte Lehrer, die ihre Arbeit nieder legten. Kurzzeitig an dem Ausstand beteiligten sich auch Lehrer an einigen Schulen in Schleswig- Holstein.

Bereits am Dienstag waren es mehr als 25.000 Angestellte, die bundesweit ihren Unmut kundtaten. Ziel soll sein, in der kommenden Verhandlungsrunde am 14. und 15. Februar den Druck zu erhöhen. Im Mittelpunkt der Forderungen von Verdi und des Beamtenbundes dbb steht eine um acht Prozent erhöhte Gehaltsforderung, wobei das Minimum bei 200 Euro mehr an Einkommen definiert werden soll. Vertreten sind rund 700.000 Beschäftigte aller Länder.

Heute sollen sich auch Mitarbeiter aus Hochschulen und Behörden Hamburgs an einem ganztätigen Warnstreik beteiligen.

Wohin die Reise der nächsten Verhandungsrunde in Potsdam gehen wird, kann derzeit noch niemand sagen, denn die Arbeitgeber haben aktuell noch kein Angebot auf den Tisch gelegt.