BERICHT Kukksi Reporterin Astrid Albrecht- Sierleja
Die Rangelei um den Termin für die Kommunalwahl in Nordrhein- Westfalen scheint zu einer unendlichen Geschichte zu werden. Gegen den anvisierten Termin, 30. August, gehen jetzt die SPD und auch viele von der CDU regierte Städte auf die Barrikaden. Zu den Gründen gehören neben den Mehrkosten für einen „Extra- Wahltermin“ auch rechtliche Bedenken.
Vorangegangen war, dass zunächst die Europawahl wie auch die Kommunalwahl in NRW zusammen auf den 7. Juni gelegt wurden und dies gegen den Widerstand der NRW- SPD. Doch der Münsteraner Verfassungsgerichtshof erklärte erst kürzlich das Vorziehen der Kommunalwahl auf den Juni- Termin für verfassungswidrig.
Man kann davon ausgehen, dass dieser Termin wieder angefochten wird“, sagte der Sprecher der Münsterland- SPD, Bernhard Daldrup, der auch gleichzeitig als Bundestagskandidat in diesem Jahr an den Start gehen wird. Als einzig richtiger Termin, und darin sind sich auch viele Bürger einig, kann nur der 27. September gelten. An diesem Tag wird auch der deutsche Bundestag gewählt.
Sollte auch weiterhin der 30. August als Wahltag für die nordrhein- westfälischen Kommunen gelten, soll dies Thema einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags werden, der sich dann mit dieser Frage auseinander setzen wird.
Erneut abgelehnt wurde die Verschiebung indes vom NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP). Bei dieser Haltung bleibt auch die nordrhein- westfälische CDU. Doch warum wird die Meinung der Bürger nicht berücksichtigt? In NRW scheinen sich diese weitestgehend einig zu sein: nahezu 60 Prozent wollen laut Umfragen das Zusammenlegen der Bundestagswahl mit den Kommunalwahlen in NRW im September, während lediglich 20,8 Prozent den Wahltermin 30. August favorisieren.